Beiträge von hausfred

    Auch ich möchte Kornelia ein kleines Gedicht mit auf den Weg geben. Es tut mir unendlich Leid. Sie hat mir immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ich werde sie sehr vermissen.



    Das schönste Denkmal,
    das ein Mensch bekommen kann,
    steht in den Herzen seiner Freunde.


    Gerd





    Name: Creobroter elongatus


    Herkunft:In großen Teilen Asiens ist die Gattung Creobroter elongatus anzutreffen.


    Farbe: Überwiegend verschiedene Grüntöne, Weibchen am Hinterleib Zebrafarben gestreift. Beide Geschlechter haben einen großen Augenfleck auf den Deckflügeln.


    Lebensraum:Siebewohnt Büsche und Sträucher, Wiesen und alles was sonst noch Blüten hervor bringt, wobei sie feuchtere Gebiete sehr mag.


    Beschreibung: Die Männchen werden ca. 4 cm groß und die Weibchen ca. 5 cm. Beide besitzen einen Augenfleck auf der Flügeloberseite. Die Männchen sind, wie bei allen Mantiden üblich, kleiner, schlanker und zudem auch sehr gute Flieger. Von der Farbe unterscheiden sie sich im Großen und Ganzen nicht von ihren Weibchen, bis auf eine Ausnahme. Der Hinterleib ist bei den Männchen einfarbig und er wird vollständig von den Flügeln bedeckt.Die Weibchen sind kräftiger und der Hinterleib schaut schwarzweiß gestreift an den Flügelaußenseiten hervor. Ist also viel breiter wie bei den Männchen.
    Was beide aber gemeinsam haben, ist ein sehr flinkes Wesen. Die Blütenmantis kann schnell und geschickt von einem Ort zum anderen klettern. Sie ist sehr aufmerksam und reagiert auf alle Bewegungen.


    Haltung bei mir: In der Literatur wird die Haltung der Blütenmantis meist als schwierig angesehen, was ich allerdings aus meiner Erfahrung bisher nicht bestätigen kann. Normale Wohnzimmertemperatur und täglich etwas Wassersprühen reicht um die Tiere agil und gesund zu halten. Für die Einzelhaltung habe ich ein Terrarium mit den Maßen 20x20x30 cm gewählt. Das ist zwar nicht notwendig, aber es lässt sich besser gestalten und die Tierchen haben genug freien Raum. Ich habe im Terrarium viele kleine Blütenpflanzen, die kann man im guten Baumarkt schon für einen Euro kaufen. Als Klettermöglichkeit habe ich Trauerweidenäste gewählt, da diese sehr biegsam sind und sich in ein kleines Terrarium besser einbringen lassen. Der Bodengrund ist aus Kokoserde und Tongranulat.


    Ernährung bei mir: Drosophilia, Motten allgemein, Fliegen, kleine Grashüpfer


    .
    Besonderheiten: Diese Gattung ist sehr aktiv, aber auch sehr aggressiv gegenüber ihren Artgenossen.Zucht: Die Männchen sind 1 Woche, die Weibchen 2 Wochen nach der Imaginalhäutung geschlechtsreif. Wenn es zur Paarung geht, sollte das Weibchen gut gefüttert werden, damit es das Männchen nicht sofort zum fressen lieb hat.
    3-4 Wochen nach der Paarung legt das Weibchen die erste Oothek, der im Abstand von 1-2 Wochen, je nach Futtergabe, die nächsten bis zu 7 Ootheken folgen.

    Nach ca. 6-7 Wochen schlüpfen bis zu 60 rotbraune Larven und die schreien dann auch sofort nach Futter. Ein gutes und auch sehr beliebtes Futter ist Drosophilia. Das kann bis ca. L 4 gefüttert werden, danach fressen sie auch Goldfliegen, Motten usw., also alles was fliegt ist perfekt.



    Wenn ihr Fragen habt, stehe ich jederzeit gern zur Verfügung.


    Name: Hierodula membrancea


    Herkunft: Süd-China, Indien, Nepal, Sri Lanka, Thailand


    Farbe: überwiegend von hell- bis dunkel grün, es kommen aber auch Brauntöne vor



    Temperatur: Tag: 25-28°C
    Nacht: nicht unter 20°C


    Beschreibung: Weibchen können bis zu 10 cm lang werden. Die Männchen erreichen eine Länge von ca. 8 cm. Auch hier typisch ist ein heller Fleck auf den Flügeln beider Geschlechter. Das Weibchen hat 6 Segmente und das Männchen 8 Segmente am Hinterleib. Hierodula membrancea ist von ihrer Erscheinung her, genau wie Sphodromantis viridis, ein sehr kräftiges Tier.


    Haltung: Weibchen immer einzeln und Männchen bedingt gruppentauglich. Ein Restrisiko ist immer dabei.


    Lebensraum: Hierodula membranacea lebt hauptsächlich in tropischen Wäldern, wo sie sich an Bäumen und in Sträuchern aufhält.


    Ernährung: Insekten wie Fliegen, Motten oder Schaben, mittlere und große Grillen und Heuschrecken. Kleine Fangschrecken fressen überwiegend Drosophila.


    Besonderheiten: Diese Art hebt sich durch ihre Standorttreue von vielen anderen Arten hervor. Sie wird von einigen Liebhabern frei im Zimmer gehalten, da adulte Weibchen in der Regel auf einer Pflanze im Zimmer bleiben und diese nicht verlassen. Männchen sind nicht ganz so ruhig, und da sie gute Flieger sind nutzen sie das auch. Füttern kann man sie auf der Pflanze direkt von der Hand. Ein adultes Weibchen frisst da auch schon mal eine ausgewachsene Wanderheuschrecke. Hierodula membranacea hat noch eine Besonderheit aufzuweisen. Sie ist ein Saisontier, das heißt, sie entwickeln sich vom Frühjahr bis zum Sommers zum adulten Tier. Darauf folgen die Paarung und der Bau einer Oothek, die den Winter überdauern sollte. Im folgenden Frühjahr schlüpfen die Jungtiere und der Kreislauf beginnt wieder von vorn.


    Haltung bei mir: Das Terrarium ist 30 x 30 x 40 cm groß. Am Boden ist Kokoserde und die ist mit Tongranulat versetzt, weil dieses Gemisch die allgemeine Feuchtigkeit im Terrarium auf einem guten Niveau hält ( keine Staunässe ). Ich habe die gesamten Seiten sowie die Decke mit feinem Fliegengitter überzogen. Als echte Pflanzen habe ich auch hier mit dem Einblatt gute Erfahrungen gemacht. Es blüht immer und ist leicht zu Händeln. Bei Hierodula membrancea habe ich zusätzlich mehrere Weidenäste gebogen und in das Terrarium gespannt, die werden als Klettermöglichkeit auch gut angenommen und genutzt. Gleichzeitig können die Äste auch gut zum nachstellen der Beute verwendet werden.


    Ausgewachsenen Tieren füttere ich mittlere und große Heuschrecken, Fliegen und Motten. Wespen usw. füttere ich nicht, davon würde ich auch abraten, auch wenn sie überwältigt werden können. Jungen Fangschrecken gebe ich Drosophila (Essigfliegen) und später Wachsmotten zum fressen.


    Vergesst auch nie, dass nur so gut wie die Futtertiere gehalten und selbst gefüttert werden, auch ihr Nährwehrt für die Fangschrecken ist.

    Viel Spaß bei der Haltung eurer eigenen Tiere wünscht Gerd









    Name: Sphodromantis viridis ( viridis – Lat. für grüne )


    Herkunft: Zentral- und Westafrika


    Farbe: Von hell- bis dunkelgrün / Von hell- bis dunkelbraun

    Beschreibung: Weibchen können bis zu 10 cm lang werden. Die Männchen erreichen eine Länge von ca. 7 cm. Typisch ist ein heller Fleck auf den Flügeln beider Geschlechter. Das Weibchen hat 6 Segmente und das Männchen 8 Segmente am Hinterleib. Sphodromantis viridis ist von ihrer Erscheinung her ein sehr kräftiges Tier.
    Von einer Gruppenhaltung ist abzuraten.


    Lebensraum: Im höheren Strauchwerk und Geäst, bis hinauf auf die Bäume


    Ernährung: Insekten wie Fliegen, Motten oder Schaben, mittlere und große Grillen und Heuschrecken. Kleine Fangschrecken fressen überwiegend Drosophila.


    Besonderheiten: Sphodromantis viridis ist recht einfach zu halten. Die Temperaturen sollten tagsüber bei 25-28°C liegen und nachts nicht unter 20°C. Die Luftfeuchtigkeit sollte ca. 60% betragen. Echte Pflanzen im Terrarium erhöhen die Luftfeuchte zusätzlich.


    Haltung bei mir: Das Terrarium ist 30x30x40 cm groß. Am Boden ist Kokoserde und die ist mit Tongranulat versetzt, weil dieses Gemisch die allgemeine Feuchtigkeit im Terrarium auf einem guten Niveau hält ( keine Staunässe ). Ich habe die gesamten Seiten sowie die Decke mit feinem Fliegengitter überzogen. Als echte Pflanzen habe ich mit dem Einblatt gute Erfahrungen gemacht. Es blüht immer und ist leicht zu händeln. Ansonsten habe ich einen etwas dickeren Ast als Klettermöglichkeit genommen, der auch gern zum Nachstellen der Beute mit verwendet wird.
    Als Futtertiere nehme ich mittlere und große Heuschrecken, Fliegen und Motten. Wespen usw. füttere ich nicht, davon würde ich auch abraten, auch wenn sie überwältigt werden können.


    Viel Spaß bei der Haltung eurer eigenen Tiere wünscht Gerd

    Dateien

    • 09052010118.jpg

      (142,14 kB, 412 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • 09052010109.jpg

      (126,2 kB, 430 Mal heruntergeladen, zuletzt: )