Beiträge von ello

    So Hallo noch ein Mal Joshi,


    Generell gilt bei Mantiden, dass die Futtergröße immer ihrer aktuellen Größe angepasst werden sollte. Meist wird nur angenommen, was kleiner als die Mantis selbst ist. Es gibt natürlich Ausnahmen je nach Art oder Ernährungszustand. Was genau man füttert ist weniger entscheidend als die Qualität und Abwechslung in Sachen Futtertieren.

    Fliegen oder sonstige Insekten von Draußen werden oft gerne als 'Wiesenplankton' bezeichnet und sind, sofern nicht geschützt oder giftig/zu wehrhaft, eine sehr gute und natürliche Ernährungsquelle.


    Zu allen anderen Futtertieren: Es gibt solche und solche Meinungen. Manche züchten ihre Hymenopus coronatus seit Generationen ausschließlich mit Fliegen oder Fluginsekten und raten von Grillen usw. ab, Andere züchten ihre Hymenopus coronatus genauso oder ähnlich erfolgreich seit Generationen mit allerlei Grillen, Heimchen, Schaben und Sonstigem.

    Ich selbst habe mit Grillen und Co. nie Probleme bei Hymenopus coronatus gehabt. Das Wichtigste sind gesunde und qualitativ hochwertige Futtertiere, die man anfüttert und ähnlich gut pflegt wie seine wirklichen Haustiere. Je höher deine Futtertierqualität, desto besser geht es deinen Tieren. Dies schlägt sich unter anderem in der maximal zu erreichenden Größe, Nachkommenzahl und deren fitness sowie der Lebensspanne nieder.


    Beste Grüße, Marco

    Hey Josh,
    Hast du sie denn inzwischen wiedergefunden ?
    Du frägst ja nun schon in einem anderen Post nach dem Futter.

    Generell zum Wiederauffinden: Sie klettern meisten nach oben, eventuell in Lichtnähe oder einfach so hoch wie möglich von ihrem 'Fluchtpunkt' ausgehend.

    Grüße

    Hey Serz,

    Eine genaue/exakte Angabe zur Futtermenge wirst du genauso wenig finden wie eine exakte Angabe zur benötigten Wattage an Beleuchtung für eine Art, da es immer von mehreren Faktoren bedingt wird.

    Angemessen füttern würde ich auf die Futtergröße beziehen, da die meisten Nymphen Nichts fressen, was mehr als 50% ihrer eigenen Körpergröße misst. Bei Einzelhaltung muss keinesfalls jederzeit Futter vorhanden sein, bei Gruppenhaltung möglichst schon. Falls machbar sollte nahe einer Häutung nicht alles wuseln, da es die Nymphe nur unnötig stört und eventuell einen Absturz provuziert.

    Kurzgesagt reicht eine Futtergabe alle paar Tage und die Abstände hängen mit der Größe des Futters und dem damit einhergehenden Ernährungsstatus der Nymphe zusammen.

    Je weniger man füttert, desto langsamer entwickeln sich die Nymphen, je mehr, desto schneller.Ausgewogen wäre wohl 2 Mal pro Woche eine "ordentliche" Mahlzeit, wobei ordentlich die Größe der Beute betrifft.

    Grüße, Marco

    Hi Felix Steinmetz ,

      Atlantis-Mantis könnte vermutlich weiterhelfenn, wenn er Zeit hat.
    Dazu müsstest ihm mindestens 1.1 adult zukommen lassen (tot oder lebendig... :D ).

    Ach und Samuel : Bestimmungsschlüssel wird schwer, wie Tobi ('Gabriel') schon meinte, ist die Gattung Rhombodera teilweise knifflig zu bestimmen, da muss schon ein Profi wie Christian/ 'Atlantis-Mantis' ran und sich an Hand von, hoffentlich verfügbaren, Holotypen herantasten. Einen "Bestimmungsschlüssel" gibt es eher Richtung Merkmale um die Gattung zu erhalten.

    Grüße

    Hallo,

    Also die ursprüngliche 196er Linie habe ich auch seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und bei mir hat damals die Urlaubsvertretung leider alle ausgelöscht... :/

    Hey Andrea, dankeschön.

    Ich dachte ich hätte es dazugeschrieben...ca. 20 Stück waren es. Das war aber leider die größte Oothek, die anderen wurden zunehmend kleiner, daher auch die Nachverpaarungen, diese haben aber auch nicht wirklich Einfluss genommen. Ich denke bei Legeabständen von 4 Tagen ist das einfach das Maximum. Futter gebe ich immer reichlich und Verschiedenes.

    Viele Grüße

    Gestern sind nun nach fast exakt 4 Wochen die ersten Jungtiere geschlüpft. Das Weibchen wurde 2 Mal nachverpaart und hat bisher alle 4-6 Tage eine Oothek gebaut, was mich auf bisher 7 Stück bringt.
    Das sind ganz schön fleißige Bienchen :D
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    Hallo Ju,

    Ich kann Tobi da nur zustimmen. Es gibt Arten, die einen erhöten Proteinbedarf haben, wie z.B. Porcellionides pruinosus (Kubaner), Porcellio scaber oder Porcellio ornatus, generell passiert da aber auch nichts. Wenn du Angst oder Bedenken hast, dann füttere einfach etwas zu, z.B. mit Gemüseschnittresten oder Fischflocken.
    Ich habe über 30 verschiedene Asselarten und auch bei den Mantiden sind überall welche dabei, ohne, dass etwas passiert. Als Futterquelle dienen sie aber eher den nachtaktiven Geckos, wobei ich auch des öfteren Mantiden schon den Boden beobachten sehen habe.
    Grüße, Marco

    So hey Leute,
    Es wurde still um mich diese Art betreffend, vor allem auch durch die mauen Erfahrungen am Anfang geschuldet. Da es Neuigkeiten gibt möchte ich aber Mal wieder etwas updaten:

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    Ich habe mittlerweile 2.1 adult und heute Nacht ist die erste Verpaarung gelungen. Gerade im Moment baut das Weibchen schon die erste Ootheke. Ich bin mittlerweile also durchaus optimistisch, dass ich es zumindest in die 2. Generation schaffe und habe natürlich immernoch im Hinterkopf, dass Ralf gerne ein Fotomodell hätte, falls das noch aktuell ist?

    Falls es so positiv weiter geht und tatsächlich etwas schlüpft, muss ich natürlich erst ein Mal einiges einbehalten um die Tiere möglichst weiter in Zucht zu behalten, ich hoffe allerdings, dass ich dann endlich auch ein paar Individuen abgeben könnte.

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    Viele Grüße, Marco

    Hey Pierre!

    Ich verstehe nicht komplett, wo jetzt genau dein Problem liegt. Suchst du eine kostengünstigere Alternative zu den "speziellen Terraristikwaren"?

    Die Reflektorhalogenlampen und Birnen wurden 2016 verboten, ja, aber die kleinen flachen Halogenspots bekommt man zum Beispiel immernoch. Klar deren Abstrahlung ist jetzt nicht so krass wie mit Reflektor, für das Kleinere könnte es aber zur Erhöhung der Deckentemperatur reichen. Ich habe hierzu manchmal Unterbauleuchten von Baumärkten mit 2 oder 3 verbauten Spots im Einsatz.

    Eine Alternative hierzu, und mit besserem Abstrahlwinkel, wären Lampen der Terraristik wie z.B. Lucky Reptile Halogen Sun mini 20/35 Watt, solche habe ich bei meinen wenig hohen Wüstengeckoterrarien (Heteronotia binoei, kleine Art) im Einsatz.

    Beste Grüße, Marco

    Ich denke auch, dass es an der Größe liegen könnte.

    Zu dem Zweischneidigen Schwert: Das ist wohl generell bei jeder Art/Gattung so, nur merkt man es bei P.paradoxa vielleicht eher, da sie oft in Gruppen gehalten werden.

    Ich denke mir bei jeder Art je eher die Größe und das Erscheinungsbild dem adulten Männchen ähnelt, desto schwieriger wird wohl auch die Verpaarung vielleicht...

    Guten Tag,

    Ich habe zwar noch nie gehört, dass irgendeine Art Fliegen verschmäht, allerdings hast du kein Problem solange sie fressen. Welche Insekten sie fressen spielt eine sehr untergeordnete Rolle und diese "frisst nur Fluginsekten"-Aussagen sind sowieso Hören-Sagen, welche sich konsequent im Hobby halten.

    Blüten- oder Blattnachahmern sagt man nach, dass Fluginsekten ihre Hauptbeute sei, oder sie darauf spezialisiert sind, weil sie eben meist in höherer Lage hängen und lauern und nicht aktiv nach Beute jagen. Das mag schon richtig sein, eine Unverträglichkeit gegen alle flugunfähigen Insekten haben sie desshalb trotzdem nicht direkt.
    Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass sich Grillen usw. bei den meisten Arten absolut nicht nachteilig auswirken, es gibt vielmehr Berichte, dass eine abwechslungsreiche Ernährug zur Vitalität, der maximalen Größe und der Anzahl des zu erreichenden Nachwuchses positiv auswirkt.

    Das einzge, was ich mir vorstellen könnte, aber nicht belegen kann, wäre, dass die Beschaffenheit der Cuticula (weich/hart), und die einhergehenden Proteinkomponenten, bei manchen Arten eine Rolle spielen könnte.

    Grüße, Marco

    Hey,

    Nachdem ich die Haltung von Hymenopus coronatus als nicht sonderlich schwer empfand hatte ich auch keine Schmerzen mehr nicht sehr Erfahrenen bis Neulingen, nach Beratung, Hymenopus anzuvertrauen.

    Resonanz: jene, welche meinen Ratschlägen gefolgt sind und sich und das Terrarium gut vorbereiten haben hatten keinerlei Probleme :thumbup:


    Grüße, Marco

    Ja da hast du Recht Christian, allerdings verstehe ich es bei dieser Art nicht ganz, da sie ja ein starkes Alleinstellungsmerkmal hat...



    Aufwand macht es aber sicherlich diese Art zu züchten und vor allem wirft sie mengentechnisch nicht viel ab. Wenn ich davon ausgehen kann, dass die Schlupfrate sowie Größe meiner Ootheken durchschnittlich war... :pinch:


    Wenn dann auch noch höhere Preise angesetzt werden, springen noch Mal 80% der Interessenten ab... :D

    Das stimmt wohl, aber gerade wenn man Fotograf oder passionierter Hobbyfotograf ist, dann möchte man Motive selbst ablichten.


    Ich kann da Ralf's Interesse schon nachvollziehen.


    Im deutschen Raum gab es die Art aber in den letzten Jahren eher weniger,oder? Eher im Amiland vielleicht.

    Ich habe Adrian ehrlichgesagt neulich in Karlsruhe getroffen, im Moment sollte er also im Lande sein... :/

    Er meinte auch, er habe die Art verbreitet, davon habe ich aber in den letzten Jahten nichts gemerkt gehabt :search:


    Zwecks Fotomodell:

    Die ersten 3 Nymphen haben es jetzt in L2 geschafft. Bei Gelegenheit will ich mich auch Mal bald an ein paar gescheitere Aufnahmen wagen.

    Da ich bisher nur noch 7 Nymphen habe und bezweifle, dass die alle durchkommen werden, bin ich jetzt erst Mal noch ein wenig vorsichtig und möchte auch nichts abgeben.

    Als Leihgabe/Modell können wir bei Gelegenheit vielleicht Mal ab L3 oder so schauen, wenn die Tiere dann hoffentlich etwas stabil sind.

    Grüße, Marco

    Da ich mittlerweile ein bisschen "first hand"-Erfahrung mit dieser Art habe, kann ich ein wenig nachliefern:

    Ich hatte das Glück an ein paar Ootheken zu kommen. Bisher sind 4/5 geschlüpft und die Schlupfrate betrug 5-6 Nymphen pro Ootheke, die Ootheken waren allerdings auch wirklich klein.

    Diese Art wird oftmals als sehr flink beschrieben, das kann ich durchaus bestätigen und möchte es noch durch "arschig-kannibalistisch" erweitern... ^^
    Ich hatte ungefähr 20 Nymphen in L1 und wollte diese erstmal, wie mit fast allen Arten, bis mindestens L2/3 zusammen belassen. Trotz ständig vorhandenem Futter war der Kannibalismus allerdings bisher so stark, dass ich derzeit nur noch ~7 Nymphen habe.

    Hier noch 2 Bilder kurz nach dem Schlupf;

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    Da Adrian in diesem Beitrag seit 2.5 Jahren nicht mehr geantwortet hat kann man hier glaube ich keine Antwort mehr erwarten.