Beiträge von Mister_Mandibel

    Hallo zusammen :)


    wieder einmal bitte ich um Entschudligung, dass ich längere Zeit nichts von mir hören lassen habe. Gab und gibt allerdings zur Zeit unitechnisch bei mir viel zu tun ;)
    Und wie ich sehe geht es hier auch ohne mich gut voran im Thread ;)


    Danke für die interessanten "Rezepte" für die Droso Zucht! Werde mich demnächst, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe, daran wagen.



    Zitat

    für Drosophilas möchtest du die Futtertierzange verwenden? Oder eher für die Ofis?


    Ne, die Futterzange war eher für die Schaben und größeren Heuschrecken gedacht ;) Ist so ne 30 cm Zange.
    Werde mir aber vermutlich nochmal eine kleine feine Futterzange für Fliegen, Ofenfischchen, micro Heuschrecken etc anschaffen. (krieg ich zwar auch denk ich aufgrund miener bisherigen Erfahrung recht gut von Hand gemanaged, aber ist vllt doch ganz praktisch)



    Ich darf übrigens verkünden, dass ich jetzt stolzer Mantiden-Besitzer bin :)
    Habe mir am Wochenende welche bestellt, zusammen mit Futtertieren.


    Bin nun im Besitz von


    0.1 Sphodromantis lineola, subadult (braunes Exemplar mit wunderschönen lila Augen :love: )
    0.1 Creobroter gemmatus, IGM 12, adult
    0.2 Miomantis paykullii, adult


    und Nymphen von


    0.0.2 Rhombodera extensicollis, L3 & L4
    0.0.1 Creobroter gemmatus, IGM 12, L4


    Werde nun mal meine Erfahrungen bisher schildern und meine Fragen stellen ;)


    Die Sphodromantis sieht schon echt außergewöhnlich aus. Ich hoffe, ich komme mal dazu, ein paar Bilder zu machen demnächst. :)
    Sie hausiert zur Zeit in einem 20x20x40 Doppelbelüftungsterrarium mit Falltürscheibe, das noch recht sporadisch eingerichtet ist bis zur Adulthäutung (aus Angst, dass ihr da sonst was im Weg sein könnte) und in dem sie sich auch recht wohlzufühlen scheint. Nur manchmal läuft sie etwas desorientiert durchs Terrarium. Ich habe nun mal die Faunabox der Futtertiere vom Terrarium genommen und werde untersuchen, ob das so bleibt (vllt stören sie ja die Erschütterungen oder halt eben das Treiben der Heuschrecken). Wenn das nichts hilft, werde ich mal noch an der Beleuchtung etwas rumpfrimeln ;) Oder ist das normal, dass die "Spaziergänge" machen? Dachte eigentlich, die wären so standorttreu...


    Eine kleine Heuschrecke (~ 1,5 - 2 cm) hat sie auch schon zu sich genommen am Tag als ich sie erhalten hab. Frisst sie im subadulten Stadium auch schon grössere Schrecken als diese? Weil bisher hat sie sonst noch nichts angerührt, und ich habe sie Dienstag bekommen, das heißt sie hat in 4 Tagen erst eine kleine Heuschrecke gefressen.
    Dachte eigentlich, die wären so gefräßig? Oder ist das normal?


    Die Creobroter sind extrem gefräßig. Miomantis und Creobroter kamen in einem Paket, in dem diese mit jeweils bestimmt 10 - 30 Drosophila Fliegen in ihrem Plastikbecherchen mit drinnen geliefert wurden. Habe sie da einen Tag drin gelassen, damit die meisten Fliegen sterben und das Herausnehmen damit einfacher ist (Das habe ich dann auf der Fensterbank gemacht). Die adulte Creobroter hat innerhalb dieses Tages ALLE Fliegen in ihrem Behältnis gefressen (bestimmt ein dutzend) und danach nochmal in einem Tag 3 micro Heuschrecken (~5 mm). Die L4 Creobroter hat die testweise eingesetzte micro Heuschrecke auch gut angenommen.


    Die L4 Creobroter hing und hängt sowohl in dem Behältnis, in dem sie ankam (mit Nylonstrumpf überspannt) als auch in ihrem jetzigen (860 ml Becher mit Nylongaze im Deckel eingeklebt) als einzige der Mantiden nicht an der Decke des Gefäßes, sondern sitzt seitlich am oberen Rand des Gefäßes mit dem Kopf nach unten gerichtet. Ist das normal? Habe Angst, dass es beim Häuten Probleme gibt, wenn sie nicht an die Decke will?


    Die Miomantis haben die Drosophila nicht alle gefressen gehabt. Habe nicht erkennen können, ob sie ÜBERHAUPT welche gefressen haben. Fressen adulte Miomantis und Creobroter eigentlich noch Drosophilas? Und kriegt man sie damit satt?
    Generell sind diese, so habe ich das Gefühl, ziemlich schreckhaft und störanfällig. Schauen mich immer gleich argwöhnisch an, wenn ich sie angucke. Reagieren auf das Hochnehmen des Gefäßes empfindlich etc. Die eingesetzten micro Heuschrecken wurden bisher nicht angenommen. Die testweise größere (~ 1 - 1,5 cm) eingesetzte auch nicht.
    Angeblich sind diese Tiere doch im Terrarium recht aktiv? Und auch sehr gefräßig? Weibchen habe ich gelesen erbeuten problemlos Tiere die halb so groß sind und teilweise sogar welche die fast so groß sind wie sie selber. Sind die vllt noch satt, weil sie sich sattgefressen haben an den dutzenden Drosophilas (kamen Mittwoch an und habe sie ja erst Donnerstag nachmittag umgesetzt)? Die Creobroter haben aber ja auch weiterhin Futter angenommen...


    Sind Miomantis immer so schreckhaft? Sie wirken doch recht gestresst von mir :( Das hatte ich mir anders vorgestellt anhand der Beschreibungen im Internet. Wird das besser, wenn ich sie umsetze in was größeres? Momentan hausieren sie alle in den 860 ml Bechern (12,5 cm hoch und 12 cm Durchmesser). Bin noch am Herrichten von Faunarien für die kleinen ;)
    Da wäre nun noch meine Frage, ob die in einem Plastikglas mit 30 cm Höhe und 15 cm Durchmesser noch Futter finden? Kann ich da einfach viele micro Heuschrecken reintun und immer mal wieder Fliegencaster und fertig? Gehen die auch auf Jagd wenn sie Hunger haben oder magern sie dann einfach ab? (also sowohl Creobroter als auch Miomantis jetzt)


    Fazit: Die einzigen, die nirgendwo als gefräßig bezeichnet wurden, fressen mit Abstand am meisten und am besten. Die überall als gefräßig bezeichneten Arten speisen nur sehr bescheiden... ?(


    Kann es sein, dass ich sie noch zu kalt halte? Verweigern sie unter einer gewissen Temperatur das Futter? Oder bin ich als Neuling vielleicht einfach zu ungeduldig? :D
    Kann es sein, dass sie vom Versand noch gestresst sind?


    Die Drosophilas sind einigermaßen zu handeln. Es entkommen zwar doch immer wieder Tiere bei mir als ungeübtem Anfänger, wenn man schnell ist und das auf dem Fensterbrett macht aber eigentlich alles in allem kein allzu großes Problem. Der Trick mit der Vaseline, wo sie angeblich nicht drauf laufen können (hat ein Amerikaner in einem Youtube Video empfohlen, der selber auch welche hält), hat bei mir leider gar nicht geklappt! :(
    Vielleicht habe ich es aber auch nicht fein genug aufgetragen?


    Die Rhomboderas fressen auch. Hätte sie mir aber aktiver vorgestellt beim Verfolgen der Beute. Eine hat sich gestern gehäutet. Es liegt eine leere Hülle drin und sie ist größer geworden. Allerdings ist ihr Abdomen jetzt mega flach, als hätte das jemand mitm Laster überfahren... Wie lange dauert es bei Nymphen nach der Häutung, bis sie wieder Fressen annehmen? Wie lange überleben sie ohne Futter, wenn sie bereits "hungern"? Habe bisschen Angst, dass sie es nicht übersteht.



    Dann noch Fragen zu den Futtertieren:


    Kann ich Heuschrecken über Nacht im Terrarium/Becher lassen?


    Ich habe einen Zuchtansatz Wachsmotten von Bugz international bestellt. Kennt sich jemand damit aus, wie lange es ungefähr dauert, bis da was schlüpft? Und bis etwas versucht auszubrechen?
    Ist das Substrat Nährboden oder muss ich zufüttern?



    Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, dass alle meine Schützlinge meine Anfängerphase heil überstehen. :) Freue mich auf eure Antworten! :)



    Liebe Grüße
    Andy



    Nachtrag: habe den Eintrag am Donnerstag verfasst, aber vergessen zu ergänzen und ins Forum einzustellen.


    Die Drosophilas vorher für 5 bis 10 Minuten in den Kühlschrank packen bewirkt Wunder! :D


    Die Miomantis haben mittlerweile die kleinen Heuschrecken gefressen. Aber sind doch recht scheu im Vergleich zu den anderen Tieren und erbeuten nur, wenn man sie nicht beobachtet oder daneben steht.


    Die L4 Rhombodera hat nun zusätzlich auch noch Drosophilas drin, hat sie aber den ganzen Tag anscheinend auch nicht angerührt.... Hoffe, sie verhungert nicht.


    Anscheinend waren es wirklich die Futtertiere auf dem Terrarium, die meine Sphodromantis unruhig gemacht haben. Gefressen hat sie aber immernoch nichts seit der Heuschrecke am Montag.


    Ich habe außerdem ein großes Problem mit meiner adulten Creobroter: habe heute morgen gesehen, dass der ganze Deckel voll war mit einer braun-roten Flüssigkeit (hauptsächlich braun, aber ist irgendwie auch ein bisschen rötlich). Und zwar echt viel... Habe sie umgesetzt, aber vorhin war wieder was im Gefäß... Futter war keins mehr drin, muss also definitiv die Mantide gewesen sein, die das abgesondert hat. Die Flüssigkeit sieht recht dünnflüssig aus, ist aber anscheinend nicht runtergetropft, bevor sie getrocknet ist.


    Hat sie Durchfall? Oder ist das die gefürchtete Kotzeritis? :oops: Tritt die auch bei Heuschrecken auf? Heimchen gab es von mir keine.
    Ich weiß, Blütenmantiden sind eher auf fliegende Insekten ausgerichtet, gab aber die letzten 3 Tage Heuschrecken. Habe ich falsch gefüttert? In der Mantopedia wird sie ja aber für Anfänger empfohlen, weil sie kein Futterspezialist ist.
    Oder war es einfach viel zu viel Futter? Sie hat in 3 - 4 Tagen ca. 6 bis 8 micro Heuschrecken und ein dutzend Drosophilas verdrückt. Überall heißt es ja aber, Mantiden hören auf zu fressen, wenn sie keinen Hunger mehr haben. Wenn das bei Creobroter aber nicht so ist, warum hab ich das dann nirgendwo gelesen?


    Meine L4 Creobroter Nymphe hat aber auch so eine Heuschrecke und ein Dutzend Drosophilas verdrückt, und der fehlt anscheinend nichts.


    Was kann das sein? Was kann ich dagegen tun? Helft mir bitte, ich will nicht, dass sie stirbt! :(

    Hallo Regina,


    ich muss sagen, ich finde dieses Thema insgesamt super spannend!
    "Bedürfnisgerecht" ist ein schönes Wort dafür. :)


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    Und das Totschlagargument einiger Tierrechtler, dass Natur nicht zu simulieren ist... möchte man das den so 100% in Gefangenschaft?


    Also ich wollte jetzt nicht so rüberkommen als würde ich Gefangenschaftshaltung im Allgemeinen verurteilen (sonst würde ich das hier ja auch nicht machen ;) ). Viel mehr ging es mir einfach darum, dass "artgerecht" nicht möglich ist, aber "bedürfnisgerechte" Bedingungen wiederum sehr schwierig zu ermitteln sind (sprich: woran mach ich das fest? siehe auch z.B. die drei Fragen, die man sich m.M.n. stellen sollte aus meinem Post). Insbesondere bei Tieren, die eben keine Emotionen/Leiden o.ä. zeigen. Darauf wollte ich eigentlich hinaus ;) Ich stimme dir zu, dass nicht auszuschließen ist, dass ein Tier sogar, wenn man es gut behandelt, lieber in Gefangenschaft lebt, weil es stressfreier ist, als in der Natur.
    Ich finde deshalb ist ein Austausch wie dieser hier so wichtig, denn was Mindestmaße, Futter, Temperatur und all die anderen Dinge angeht, hat jeder Halter seine eigenen Maßstäbe aus bestimmten Gründen oder durch bestimmte Erfahrungen. Da ist so ein Austausch durchaus sinnvoll, um der "Bedürfnisgerechtheit" am nähsten zu kommen. :)


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    Es geht beim Thema Temperatur nicht um Schmerzen. Es geht einfach darum, dass ein Organismus nur bis zu einer gewissen Temperatur optimal rund läuft. Bei Mantiden bekommt man das am ehesten bei der Verdauung mit. Wenn die nicht richtig funktioniert, vergammelt das Tier von innen, mal ganz lapidar gesagt.


    Das ist doch mal eine klare und konkret formulierte Aussage! Das bedeutet also in der Praxis, bei Zimmertemperatur "kann es gutgehen" (wie du zuvor schriebst), es können aber auch Probleme bei der Verdauuung auftreten? Habe ich das nun richtig verstanden? Weil dann wäre das ein eindeutiger Beweis, dass man die Tiere so nicht dauerhaft halten sollte (siehe meine Frage "Hat diese Haltungsart bestimmte negative Auswirkungen auf das Tier?").
    Danke, das du hier konkret eine Begründung nennst, warum das nicht empfehlenswert ist. :)
    Und wie gesagt, zu den Schmerzen: darum ging es mir auch nicht hauptsächlich, sondern eben wieder mehr darum, zu zeigen, dass es schwer ist, weil man dem Tier nicht in den Kopf schauen kann, und es ihm auch nicht ansieht, weil es z.B. zittert oder so etwas. Die Verdauungsprobleme sind hier aber dann definitiv ein klares Zeichen!


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    Europäische Arten sind a) auf die Bedingungen angepasst, b) gehen sie in Diapause, wenn es zu kühl wird, bzw. sterben im Herbst.


    Ja, aber das macht die Sache ja nicht einfacher, oder? ;) Hier sind wir wieder bei der Sache mit dem "natürlich" oder "bedürfnisgerecht". Wäre es hier z.B. am bedürfnisgerechtesten, die Tiere in eine künstliche Diapause zu versetzen oder wäre es besser, sie einfach durchgehend warm zu halten? Ich denke ersteres, womit das "nicht unter 25°C" nicht so richtig greift. Aber henk meinte hier vermutlich gar nicht zwangsweise dauerhaft, sondern dass es eben ab und an (bzw eben häufiger statt seltener) auf jeden Fall diese Temperaturen haben sollte. So wie du auch jetzt hier schreibst:


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    der Durchschnitt muss stimmen. Wenn die Beleuchtung mal für zwei Tage ausfällt, ist das kein Drama. Auf Dauer ist es nix.


    Dass ihr das so gemeint habt, war mir nicht so ganz bewusst. Ich dachte, ihr meintet, tagsüber jeden Tag nicht unter 25°C, PUNKT. Denn das trifft ja anscheinend bei manchen Arten auch zu, z.B. Blepharopsis mendica. Wenn da die Lampe ausfällt, habe ich gehört, ist das Tier nach ein paar Stunden tot.


    Ich merke jetzt erst, dass ich diese "von bis" Temperaturangaben falsch interpretiert habe.


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    Auch solltest du bedenken, dass Lufttemperatur nicht gleich Wärmestrahlung ist


    Da hast du natürlich recht. Wäre dann die Frage, ob die Tiere aus kälteren Gebieten in der Natur explizit die Wärme bzw Sonnenbestrahlung suchen?


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    und Myanmar nicht gleich Myanmar. Wenn du dir mal den Fundort von Phyllothelys breve anschaust, dann kommen wir für diesen Ort auf ganz andere Klimawerte (mit Höchsttemperaturen von 32°C im Durchschnitt).


    Das versteh ich aber nicht ganz. Wie können da die Durchschnittstemperaturen an diesem Fundort so sehr vom allgemeinen Durchschnitt abweichen? ?( Wäre das dann wie bei Deutschland, wo es im Süden allgemein wärmer ist? Aber da macht das ja jetzt auch nicht sooo einen riesen Unterschied, oder?


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    Und doch... auch in Indien herschen Temperaturen unter 25°C, ich weiß das, ich war dort 5Monate :D Gerade bei einem so großen Land bitte nicht verallgemeiner.


    Touché. Hast mich ertappt beim "mal kurz googlen und überfliegen". :D Bei Thailand war die Recherche etwas eingehender, da ich mir auch mal überlegt hatte, einen Kampffisch anzuschaffen.


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    Nicht alle Schaben haben pestpotenzial. Aber auch nicht alle Schaben, denen man es nicht nachsagt, vermehren sich nicht in der Bude. Das die Chance recht gering ist, heißt nicht, dass sie es nicht tun, wenn sie einen optimalen Ort in deiner Wohnung finden


    Man sagt es ihnen ja aber nicht nur nicht nach, sondern es wird teilweise explizit behauptet, dass es tatsächlich nicht möglich ist. Wäre eben die Frage, ob das stimmt, oder wieder nur "Zoofachhändlergequatsche" ist, damit es eher gekauft wird.
    Wenn du sagst nicht alle Arten haben Pestpotenzial, kannst du mir dann eventuell eine empfehlen, die explizit keins hat?
    Und so wie henk das formuliert hatte, hörte es sich halt auch so an, als wäre es gleich fatal, wenn da auch mal nur ein einziges Weibchen entkommt.


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    BraPlast Dosen mit 5,8Liter.


    Über die bin ich in meiner Recherche schon mehrfach gestolpert. Da drin züchtest du dann? Reicht da eine Braplast mit Gaze im Deckel auf Dauer aus oder kann es sein, dass sich die Tiere so vermehren, dass man plötzlich was größeres braucht?
    Wie lange dauert es denn, bis so eine Zucht "angelaufen" ist? Also sprich, dass auch bei regelmäßiger Entnahme genug "nachproduziert" wird? :D
    Ist wahrscheinlich abhängig von der Anzahl der wöchentlich entnommenen Tiere und der Startanzahl der Tiere für den Zuchtansatz, oder?
    Ich komme gerne auf dein Angebot mit der PN zurück, sobald ich mir den Container, Einrichtung und Heizmatte gekauft habe. :)


    Alles in allem super spannend, wie ich finde. :popcorn: Und aufschlussreich noch dazu!


    Übrigens:
    Eigentlich wollte ich ja unter anderem auch eine Mantide, weil die Tiere recht günstig in der Anschaffung zu sein schienen.
    Terrarium: ~25€
    Tier: ~10-20€
    Futter: für ein Tier umgerechnet max 10€ im Monat
    Sprühflasche: 5€
    Thermo- und Hygrometer: 15-25€ (soll ja schließlich auch einigermaßen akkurat sein)
    Gaze: 5€
    Einrichtung: Stöcke ausm Garten und Küchenpapier

    Nicht bedacht wurde hierbei:
    Aquariensilikon zum Einbringen der Gaze
    Rück-/Seitenwände
    Lampe und Strahler
    monatliche Stromkosten pro Tier
    Zeitschaltuhr
    Versandkosten (insbesondere bei Winterversand) für Tiere und/oder Futter
    Futtertierzange
    Futter für die Futtertiere
    Aufbewahrungsbehälter für die Futtertiere (so Faunarien sind teurer als man denkt)
    Heizmatte, Tiere, Behälter, Eierkartons etc für eine Ofenfischchen-Zucht


    Das schwierigste ist die Verfügbarkeit der Tiere. Ich spiele gerade mit dem Gedanken, mir noch kleine Nymphen von Rhombodera und fluglose Drosophila zu holen. Aber zusammen mit den Aufziehbehältern und Versand für 2 Rhomboderas auch schon wieder 30€.

    Fazit: ich habe mittlerweile schon viel mehr ausgegeben als geplant, und das obwohl ich ein zweites Terrarium über ebay Kleinanzeigen geschenkt bekommen habe (oder vllt unter anderem auch deshalb?) und die eigentlichen Tiere sind noch nicht mal bestellt.
    Das zeigt mal wieder: keine Haustierhaltung ist billig! Man muss schon gewillt sein, auch ein bisschen was zu investieren. Dennoch sind natürlich Insekten und Arachniden trotzdem im Allgemeinen in der Anschaffung wesentlich günstiger als Wirbeltiere.
    Wert sind es die Tiere allemal. ;)

    Hat jemand Erfahrung mit Drosophilas? Sowohl flugfähig als auch flugunfähig? Ist es vermeidbar, ohne großen Aufwand, dass man die Tiere dann vereinzelt im Haus hat? Ich kann die nämlich nicht leiden. Habe vor, mir flugunfähige anzuschaffen und den Becherrand mit Vaseline einzureiben. Könnten da dann noch welche entkommen? Oder werden die eh so langsam, dass da nichts mehr entkommt, nachdem man sie in den Kühlschrank gestellt hat?


    Gruß
    Andy

    Hallo henk, hallo Regina,


    erstmal danke für eure Antworten :)
    Das hat mir jetzt schon zu denken gegeben mit dem Spotstrahler. Da bin ich wohl dem Gequatsche der Händler, das ich eigentlich immer so verurteile, wenn es um Zoofachgeschäfte geht, auf den Leim gegangen ("Nö nö, der Wels wird nicht größer, als er jetzt grad ist", "In nem 25 Liter Becken können Sie ruhig ein Kampffisch-Männchen und -Weibchen zusammen halten", und anderes super tolles "Fachwissen" :cursing: )


    Dachte aber, wenn der Züchter das sagt, muss das schon stimmen, insbesondere da er bei anderen Spezies wirklich betont, dass die 25°C oder mehr brauchen.
    Und so ein Insekt ist ja auch nochmal was anderes als ein Wirbeltier wie jetzt z.B. ein Fisch.
    Insekten frieren ja nicht in dem Sinne, oder? Sondern der Metabolismus wird bei niedrigeren Temperaturen halt einfach langsamer.

    Zum Thema artgerechte Haltung:
    ich denke kein Tier kann wirklich artgerecht gehalten werden, insbesondere nicht in einem Käfig oder Glaskasten. Die Bedingungen sind niemals perfekt simulierbar in so einer Umgebung, da hier ganz andere Grundvoraussetzungen herrschen. Natur kann man nicht simulieren.


    Die Fragen, die man sich also meiner Meinung nach eher stellen sollte, sind: "Hat diese Haltungsart bestimmte negative Auswirkungen auf das Tier?", ""Gedeiht" das Tier?" und "Geht es dem Tier gut?".


    Nun ist es zwar wissenschaftlich nicht bewiesen oder widerlegt, dass Insekten eine Art Schmerz oder Leiden spüren können, oder irgendeine andere Art von Emotion, aber ich finde, was man deutlich merkt, ist, dass sie Stress spüren können.
    Ich habe zwar noch nie eine Mantide freudejauchzend und im Glücksrausch über eine Wiese tänzeln sehen, aber ein dauergestresstes Tier ist meiner Meinung nach trotzdem auf jeden Fall kein "glückliches".


    Ich habe henks Post gestern schon gesehen und mir Gedanken darüber gemacht. Habe dann mal meine Unterlagen rausgekramt und herausgefunden, dass ich ca 22 cent pro kWh bezahle. Bei 12 Stunden täglich und ca 30 Watt belaufen sich die Kosten da laut online Stromkostenrechner im Monat auf ungefähr 3 Euro.


    Zitat

    Für ein Terrarium von 20x20x30 - 30x30x40cm reicht in der Regel ein 15-25Watt Strahler. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Strompreis von 29cent/kWh etwa 1,50€-2,50€ Mehrkosten. Die kann man sicher auch als Student extra in die WG-Kasse legen


    Du hast recht, das kann man investieren. Allerdings sprichst du von einem Terrarium, ich habe aber vor 2 oder 3 zu besetzen, da wären wir dann schon bald bei einem Preis von um die 10€ monatlich. Das geht dann langsam schon ins Geld. ;)
    Ich plane deshalb, einen circa 30-35W Spotstrahler zu nehmen und einfach meine zwei Terrarien nebeneinander zu stellen und diesen mittig von beiden zu platzieren, so dass er beide heizt. Glaubt ihr, das geht? Brauche ich dann einen Sichtschutz für die Mantiden? Wenn ja, was könnt ihr da empfehlen? :)


    Zitat

    auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird - keine Mantide ist bei zimmertemperatur artgerecht zu halten, 25C ist tagsüber die absolute Untergrenze!


    Das würde ich so allerdings absolut nicht unterschreiben. Es stimmt zwar, dass die meisten Mantiden aus warmen Gebieten kommen, aber nicht alle! Also dass keine Mantide bei Zimmertemperatur artgerecht haltbar ist (artgerecht gibt es finde ich wie gesagt eh nicht), würde ich behaupten ist falsch.
    Es gibt zum Beispiel auch Mantidenarten in Europa und hier in Deutschland wie die Mantis religiosa (jaa ich weiß dass man die nicht halten darf, aber ist jetzt nur mal ein Beispiel für eine Mantide, die aus etwas "kälteren" Gebieten kommt und dort lebt. ;) )
    Oder man schaue sich mal diesen Thread an:
    Phyllothelys breve


    Phyllothelys kommen aus China, man vergleiche die Temperaturen, die dort herrschen:
    https://www.klimatabelle.info/asien/china/china-allgemein


    Im Thread wird außerdem gesagt, jemand habe sie aus Myanmar mitgebracht (ich nehme mal an aus der Natur gesammelt dort?) Vielleicht kann sich jemand dazu äußern. Fände ich echt interressant. :)
    Klimatabelle zu Myanmar zeigt, dass es dort sogar noch kälter ist:
    https://www.klimatabelle.info/asien/myanmar


    Frage wäre aber eben auch, wie und wie lange die Mantiden dort in ihrem natürlichen Habitat leben und ob sie sich irgendwie schützen vor der Kälte oder so?
    Wobei wir wieder beim "artgerecht ist nicht möglich" wären ;)
    Vielleicht bin ich auch total dumm und habe irgendetwas Offensichtliches nicht bedacht, oder bin falsch über die Herkunft informiert, aber ich denke nicht jede Mantide lebt in ihrem natürlichen Lebensraum bei über 25°C. :)


    Ich gebe euch beiden allerdings recht, dass die Arten, die für mich in Frage kämen, nämlich Hierodula membranacea, Creobroter gemmatus und Rhombodera meist aus Indien oder Thailand kommen und dort herrschen keine Temperaturen unter 25°C.
    Ihr habt mich auf jeden Fall überzeugt, mir einen Spotstrahler anzuschaffen. :)
    Da investiere ich lieber die paar Euro und habe dafür die Gewissheit, dass es meinen Mantiden nicht zu kalt ist. ;)


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    Meine Ofenfischchen-Zucht steht auf einer 6Watt Heizmatte.


    Das ist natürlich brillant! An eine Heizmatte hatte ich ehrlich gesagt garnicht gedacht. :thumbsup: Das ist natürlich auch wesentlich günstiger als ein Spotstrahler. Bei einem 25W Strahler und fast 3€ im Monat Stromkosten könnte man sich nämlich auch fast gleich die 4-5€ Dose im Laden oder online kaufen. :D
    Was für ein Gefäß benutzt du dann? Kann man da Plastik nehmen? Können die Ofenfischchen die Wände hochklettern?


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    Wachsmotten und BraPlast Dose (dickeres Kunststoff) geht. Joghurtbecher hab ich jetzt noch nicht ausprobiert


    Alles klar :) Und das funktioniert auch, wenn die mal hungern sollten? Habe gehört, sie bleiben normalerweise im Plastik, solange man sie genug füttert, und nur wenn nicht, brechen sie aus. Das Restrisiko fände ich dann halt aber trotzdem etwas unangenehm. ;)

    Danke für den Tipp mit den Maden und Puppen, das werde ich dann versuchen! ;)


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    Von Blaptica dubia rat ich dir ab, wenn dir da ein adultes Weiberl auskommt - und das geht schnell - kannst schon mal für den Kammerjäger zu sparen beginnen.


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    Meine Erfahrung zu Schaben: Wenn ich in ein paar Monaten aus meiner Studentenbude ausziehe, werde ich vor der Schlüsselübergabe erstmal grozügig Insektengift versprühen :cursing:


    Jetzt macht mir keine Angst! 8|
    Habt ihr beiden denn Erfahrung explizit mit Blaptica dubia oder nur mit anderen Schaben? Ich hab nämlich eigentlich extra die B. dubia genommen, weil deren Pestpotenzial angeblich so gering ist. Ich hab hier auch schon testweise welche stehen. Bisher muss ich sagen, dass ich nicht glaube, dass es "schnell geht", dass mir so eine Schabe entwischt, so lahm*rschig und "chillig" wie die sind. :D Und Wände können die auch nicht hochklettern. Wenn man da achtsam ist und bestimmte Vorkehrungen trifft, könnte ich mir vorstellen, dass ich es schaffe, die monatelang oder länger zu handeln, ohne dass auch nur eine einzige entkommt (ich bin aber halt auch nicht schusselig oder so, mir fällt im Jahr vielleicht 2-3 mal oder so was runter, und das dann meistens, weil ich zu voll beladen bin ;) Gläser umwerfen tue ich auch fast nie. Kann also nicht für jeden sprechen hier. ;) Und mit dem Verfüttern selbst habe ich halt auch noch keine Erfahrung, könnte mir eben auch vorstellen, dass das dann nochmal etwas mehr "tricky" ist). Außerdem sind die ja auch erst ab 25°C richtig aktiv, darunter vermehren sie sich angeblich auch nicht (oder kaum). (Jemand Erfahrungen damit?)
    Das heißt, selbst wenn ein adultes Weibchen entwischt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das "schwanger" ist, doch fast null, oder?
    So was wie z.B. Schokoschaben (Shellfordella tartara, sind superschnell, können Wände erklimmen und vermehren sich auch ordentlich bei Zimmertemperatur) hingegen würde mir niemals überhaupt erst ins Haus kommen!
    Was meinst du genau mit dem Insektengift versprühen? Sind dir so viele entwischt oder wie? Welche Schabenart verfütterst du denn genau?


    Ich danke euch beiden nochmal für eure Tipps und Beiträge! Haben mich sehr zum Denken angeregt! :)
    Über weitere Antworten freue ich mich natürlich auch sehr! Auch gerne noch von dritten, wenn jemand möchte! ;)


    Liebe Grüße
    Andy

    Hallo Regina,


    Mist, ich bin auf den Zurück-Button am Laptop gekommen und darf jetzt alles neu tippen. Ich hasse Touchpads. :cursing:


    Vielen Dank für deine Antwort! :)
    Eure Antworten helfen mir sehr weiter, jedoch ist mein Wissensdurst bei weitem noch nicht gestillt ;)


    Es tut mir übrigens leid, dass ich so lange nicht online war hier! Die Uni hat gerufen, und im Gegensatz zu den noch nicht bestellten Mantiden kann die nicht warten... ;)




    schau dir mal Ofenfischchen an


    Die wären super, bis auf die 12 - 14 Stunden Erwärmung auf 30 - 40 °C jeden Tag. Das dürfte sich schon ordentlich in den Stromkosten niederschlagen, was ich als Student eigentlich vermeiden möchte. Ich habe mir auch extra Mantidenarten ausgesucht, die man bei Zimmertemperatur (bei mir eigentlich immer zwischen 21 und 23 Grad) halten kann. Sonst würde ich mir vermtlich auch noch eine Miomantis paykullii holen (die scheint ja mindestens 24°C zu brauchen).
    Sterben Ofenfischchen bei Zimmertemperatur? Sonst würde ich mir zwecks Ernährungsvielfalt als mal ne Dose im Internet bestellen. ;)



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    In der Regel halten sie sich im oberen drittel des Terrariums auf. Das untere Lüftungsgitter / Lochblech kann man in der Regel vernachlässigen.


    Ich würde mich freuen, wenn mir das jemnad explizit auch für Rhomboderas bestätigen könnte. ;)



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    [Gaze] lieber so fein wie möglich. Erstens laufen einem nicht die Drosophila davon, zweitens "rutschen" die Tarsen nicht zwischen die Maschen. Nylongaze verwende ich garnicht mehr in Terrarien.


    Gilt das auch für Tiere über L6? Die bekommen doch keine Drosophilas mehr. Wäre diese von mir beschriebene Gaze also auch für subadulte Creobroter und L6 oder höher Rhombodera ungeeignet? Oder gilt das jetzt eher für die L4 Rhomboderas?



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    Die kleinen Blaptica dubia sollten noch zu groß sein (ok, kommt auf die Definiton von klein an). Goldfliegen werden in L4 aber schon gut genommen. Alternativ Ofenfischchen. Für größere Tiere dieser Art ein gutes Futter, aber auch hier gilt: Abwechslung ist immer gut.


    Bei klein hätte ich entweder die Auswahl von ungefähr 0,5 bis 1 cm oder ungefähr 1 bis 2 cm. Ginge da eines davon? Wie groß ist so eine L4 Mantide? Ohne praktische Erfahrung kann man das leider überhaupt nicht einschätzen ?(
    Ich würde natürlich auch mal Fliegen, Ofenfischchen (falls zimmertemperaturverträglich), Heuschrecken (0.7 - 1,5 cm), Wiesenplankton und was sonst noch so genommen wird füttern, ich weiss aber halt jetzt schon, dass ich da nicht bei allem für dauerhafte Verfügbarkeit sorgen kann. Es gibt in meiner Nähe kein Angelgeschäft und auch der Zooladen ist mehr als eine dreiviertel Stunde entfernt. Ich besitze kein Auto, bin also von der S-Bahn abhängig und entsprechend würde ich das Futter lieber einmal im Monat kaufen und dann schauen, dass ich genug für einen Monat habe. Da ja die Fliegenmaden nur so 2 Wochen unverpuppt im Kühlschrank halten (oder irre ich da?) und ich die sogar im Hochsommer eine Stunde oder so im Rucksack transportieren müssen werd, ist da nichts mit kühlen und kontrolliert Verpuppung verhindern etc. Ich denke, ich werde es deshalb so machen, dass ich am Anfang des Monats jeweils viele Schaben, ein paar Maden, ein paar Heuschrecken, Wachsmotten und/oder Ofenfischchen hole und diese dann vorzugsweise am Anfang des Monats verfüttere, so lange wie sie eben halten. Wenn die dann zuneige gehen bzw leer sind, werde ich dann den Rest des Monats mit Schaben füttern. Wäre das ok?
    Das bedeutet aber auch, dass ich meine Creobroter und junge Rhombodera vermutlich ungefähr 2 Wochen jeden Monat fast ausschließlich von Schaben ernähren würde. Die Frage wäre halt, ob das gutgeht... ?(
    Ich kann bei meiner Methode halt nicht garantieren, dass immer Fliegen zum Verfüttern zur Verfügung stehen. Deshalb habe ich mich unter anderem auch gegen z.B. Phyllocrania paradoxa entschieden, da diese Fliegenfresser, was andere Futtertiere annehmen angeht, empfindlich sein sollen.



    Zitat

    Kommt auf Art, Futter und Temperatur an.


    Ok, tut mir leid, das war dumm formuliert. :red:
    Ich meinte natürlich: wie schnell wachsen Blaptica dubia? Laufe ich Gefahr, dass ich die Jungtiere nach 1 - 2 Monaten Futtertierhaltung nicht mehr verfüttern könnte, da diese zu groß geworden sind (z.B. weil sie bis dahin statt 0,5 cm schon 1 oder sogar 2 cm messen?)?
    Temperatur wäre Zimmertemperatur. (s.o.)



    Zitat

    Sand würde ich für die oben genannten Arten nicht verwenden. Etwas Luftfeuchtigkeit sollte schon im Terrarium sein; die erreicht man am Besten mit dem entsprechenden Bodengrund. Erde schimmelt nicht, wenn die Belüftung stimmt. Springschwänze tun ihr übriges.


    Rhombodera und Creobroter wurden bei dem Züchter beide mit 50-60% LuftFeuchtigkeit tags und 60-70% nachts angegeben. Bei mir herrscht tags und nachts ca. 50% LF. Meine Idee war also, den Boden mit Sand oder Küchenpapier auszukleiden und dann einmal abends 2 - 3 mal ins Terrarium zu sprühen. Dann steigt die LF auf den gewünschten Wert an, die Mantis kann die Tropfen trinken und am nächsten Morgen ist es wieder getrocknet. Habe das bereits getestet (mit LF- und Temperaturmesser im Terrarium). Oder könnt ihr das nicht empfehlen? Das Papier würde ich dann halt nach Bedarf wechseln (vermutlich alle 3 Tage oder so, und größere Futterreste immer gleich entfernen). Bitte auch bedenken, dass ich Zimmertemperatur habe bei mir und kein aufgeheiztes Terrarium.
    Die Mantis stört das mit dem Küchenpapier ja nicht, oder? (Genauso wenig, wie es sie stört, ob nun die Pflanzen echt sind oder nicht)
    Ich brauche das jetzt optisch nicht so ansprechend, dass ich da Erde drinhaben müsste, wenn das nicht notwendig ist.



    Zitat

    Zum Thema Fliegen im Kühlschrank... Ich nehme immer einen Gefrierbeutel in den die Dose mit den Maden kommt. Die lasse ich bevor sie in den Kühlschrank kommen verpuppen (dann stemmen sie auch nichtmehr den Deckel auf). Die Luft in einem etwas größeren Gefäß sollte ausreichen.


    Klingt gut :) Ist das denn ergiebig? Ich habe gehört, dass Puppen sich viel schlechter dauerhaft lagern lassen als die Maden. Da soll die Schlupfrate nach einer gewissen Zeit im Kühlschrank erheblich nachlassen. Stimmt das? Wäre das dann für mich, wenn ich nur jeden Monat oder so kaufe, auch empfehlenswert?
    Vielleicht sollten wir übrigens noch jeweils immer differenzieren zwischen Pinky Maden, Terfly Maden, etc...


    Stimmt es eigentlich, dass sich Wachsmottenlarven durch Plastik durchfressen? Hat da jemand Erfahrung damit?



    Ich möchte das ganze halt schon einigermaßen gut durchplanen, damit ich keine bösen Überraschungen erlebe oder dann spontan Stress bekomme und Noteinkäufe tätigen muss... Insbesondere da bald die Uni wieder losgeht ;)


    Freue mich übrigens echt riesig über eure Antworten und eure Hilfsbereitschaft! :)



    Gruß
    Andy

    Zitat

    Nee bitte, nicht ergänzen... :fie:


    Hallo Atlantis-Mantis,


    schade, dass du meine Affinität zu flachen Witzen nicht teilst. :D
    Ebenfalls schade, dass du es auf diese Weise zum Ausdruck bringst.
    Muss dich aber enttäuschen: sollten mir noch welche einfallen, werde ich sie trotzdem posten. :vain:




    Zitat

    Futtertiere gehen auch ?


    Hey Carmen,


    da emaskuliert der doch glatt die arme Fliege... :rofl:
    Und ja, Futtertiere gehen auch :D
    Oder vermeintliche Futtertiere, so wie hier zum Beispiel:


    https://www.youtube.com/watch?v=pmt6nuRqunY




    Ebenfalls sehr lustig finde ich das unten verlinkte Video.
    Der Sprecher hat ne Stimme fast wie Morgan Freeman (im Originalton) und erklärt auf englisch ein paar "wahre Fakten" (ja, das ist absichtlich ein Pleonasmus ^^) zur Mantis. Hauptsächlich geht es darum, wie alienartig diese kleinen Racker aussehen ;)

    https://www.youtube.com/watch?v=0aSCPmabRpM

    Der Rest der ganzen "True Facts"-Reihe ist übrigens auch sehr empfehlenswert, finde ich (siehe Related Videos). Er mischt hier immer gekonnt Naturkunde und Wissensvermittlung mit Comedy. Englischkenntnisse sollten aber etwas fortgeschrittener sein, um hier wirklich ALLES zu verstehen. ;)



    Liebe Grüße
    Andy


    PS: Wie machst du das mit dem Video einbinden? ?(

    Hallöchen zusammen,


    hier ein paar Mantidenwitze: :thumbsup:



    Was sagt die L5 Nymphe zu ihrem L4 Geschwisterchen?
    - "Hey, lass uns fangen spielen!"


    Wo gehen die wilden Teenager-Mantiden am liebsten hin?
    In die Diskoothek!
    Und die braven?
    In die Biblioothek!


    Sagt Sie zu Ihm: "Schatz, ich hab dich zum Fressen gern!"


    So mancher Mann hat bei Annäherungsversuchen an Frauen schon seinen Kopf verloren. Aber für Mantiden gilt das besonders.


    Warum sind Mantiden Choleriker?
    - Weil sie ständig aus der Haut fahren.


    "Ooh, here she comes,
    Watch out, boy, she'll chew you up!
    Ooh, here she comes,
    She's a maneater!"

    - ein Song von Hall & Oates, und vermutlich auch die Stammtisch-Hymne betrunkener Mantidenmännchen



    So, das wars erstmal. Hoffe, sie haben euch gefallen! :)
    Wenn manche nicht lustig sind, bitte ich das zu verzeihen, sind aus eigener Feder ;)
    Wenn mir noch mehr einfallen, werde ich sie noch ergänzen.


    Wenn ihr selbst noch welche habt, immer raus damit ;)


    Gruß
    Andy

    Hallo Fabian,


    erstmal vielen Dank für deine Antwort! :)


    zu 2. Hmm, müffelnde Maden im Kühlschrank... Mist, ich weiß nicht, ob das meinen Mitbewohner so sehr freuen wird... :D Gibts da denn Unterschiede? Habe gehört, Pinkies müffeln nur nach Ammoniak und das lässt nach, wenn man die lüftet. Was nehmt ihr da für ein Gefäß. um ein Ausbrechen definitiv zu verhindern? Habe auch Angst, dass bei so Heimchenboxen ode so der Deckel abgeht, wenn mal jemand was da reinquetscht aufgrund von Platzmangel. Frei rumkriechende Maden im Kühlschrank wären halt echt ekelhaft und würden bestimmt auch an das Essen gehen, oder?
    3. Hast du dieses Lochblech oder nur Blech? Ich hab beim Lochblech halt insbesondere bei der Rhombodera Angst, da die ja dafür bekannt sind, ihr Futter tatsächlich AKTIV zu verfolgen und dafür dann auch schon mal im Terrarium unterwegs sind. Ergo ist die Wahrscheinlichkeit, dass die da drauf mal laufen, bei denen dann nicht so gering. Oder liege ich da falsch? Was hälst du denn für Arten?
    4. Hmm, das ist natürlich eine gute Idee. Allerdings dürfte das an der Stelle, wo ich die Terrarien gern hingestellt hätte, schwierig werden. Ließe sich nur mit nem Haufen Geld, Zeit und handwerklichem Geschick bewerkstelligen (leider fehlt es mir an allem Dreien ein bisschen :D ). Gibt es eigentlich so Kasten mit roten, durchsichtigen Wänden, die man über Terrarien stülpen kann? Weil rot können Spinnen und Mantiden ja nicht sehen, oder bin ich da falsch informiert? Das wär doch mal ne Geschäftsidee, oder? :D
    5. Ich hab da halt Angst, dass das mit dem Häuten nicht klappt, insbesondere bei der Adulthäutung. Hat da jemand Erfahrung mit?
    8. und 9. Gut zu wissen :) dann werd ich das mal testen und wenn nötig mit der Pinzette füttern (habe eh schon so eine Fütterpinzette für Reptilien gekauft, weil ich ursprünglich mal Vogelspinnen halten wollte ^^). Eigentlich fände ich es aber besser, natürlicher und auch interessanter, das Tier die Beute selbst fangen zu lassen.


    Ich würde mich natürlich auch noch sehr über weitere Meinungen freuen! :)


    Grüße
    Mister Mandibel

    Hallo liebe Mantidenfreunde,


    ich spiele nun auch schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken, mir Fangschrecken anzuschaffen. Allerdings habe ich diesbezüglich noch einige offene Fragen, die ich auch im Internet bisher nicht erfolgreich recherchieren konnte und aufgrund derer ich noch gewartet habe mit der Anschaffung dieser faszinierenden Tiere.
    Leider sind deshalb mittlerweile die Rhomboderas, dort wo ich sie bestellen wollte, bereits ausverkauft. Aus Angst, dass die Creobroter nun auch bald alle verkauft sein werden, frage ich nun doch lieber einmal nach ;) Kostet ja nichts und der direkte Austausch mit erfahrenen Haltern bringt meist schneller voran als tausend theoretische Buchseiten ;)


    Halten würde ich gerne eine Rhombodera spec (am besten megaera oder vielleicht auch basalis, wenn ich die irgendwo herbekomme) und eine Creobroter gemmatus.


    Ein Grundwissen ist übrigens bereits vorhanden (keine Gruppenhaltung (außer bestimmte Arten), keine Heimchen oder zumindest nicht ausschließlich, doppelte Breite und Tiefe mal dreifache Höhe, etc). Ich finde, es gibt nichts schlimmeres als Leute, die sich komplett uninformiert in Foren anmelden und dann wollen, dass man ihnen alles vorkaut und auf den Teller gespuckt serviert. Dennoch gilt meiner Meinung nach natürlich auch die Regel: lieber nochmal erwähnt trotz Kenntnis des Anfängers als weggelassen bei Unkenntnis :)


    Hier nun aber meine Fragen:


    1. Lässt sich C. gemmatus ab subadult (oder vielleicht sogar jünger?) auch mit Schaben ernähren, und welche Größe müssten diese dann haben? Geht das dauerhaft gut oder sollten Fliegen das Hauptfutter sein?


    2. Stimmt es, dass die Fliegen/Larven müffeln, bzw die Larven und Puppen bei der Entwicklung zur Fliege müffeln?


    3. Was mache ich, wenn eines meiner Terrarien bei der unteren Lüftung Lochblech hat? Wie verhindere ich, dass sich die Tiere verletzen? Oben, so habe ich herausgefunden, könnte ich das Gaze an der Stelle mit Lochblech einfach mit etwas Abstand zur Decke spannen. Unten geht das ja aber nicht.


    4. Wie genau nehmen Mantiden den Tag- und Nachtrhythmus? Wie dunkel muss es nachts sein? Da ich in der Stadt wohne und mein Fenster in Richtung Straße zeigt, ist es nachts doch recht hell im Zimmer (Straßenlaternen). Wenn ich den Rollladen herunterlasse wiederum, varrieren die Zeiten, wann ich diesen morgens wieder hochlasse, als Student schon etwas.
    Stört es die Tiere, wenn man abends mal länger wach ist (Licht)?


    5. Fehlhäutungen und Abstürze möchte ich natürlich vermeiden. Wie dicht sollte das Gaze für Creobroter und Rhombodera denn jeweils ungefähr sein? Und welches Material? Gehen hier recht grobmaschige Fliegengitter aus Nylon mit Löchern von ca 1,5 - 2 mm Durchmesser?


    6. Fressen Rhombodera in L4 auch kleine Schaben (Blaptica dubia aus dem Zoohandel, in der Ausführung "klein")? Kann man sie damit dauerhaft großziehen oder ist dies nicht geeignet?
    Wie groß sind Rhomboderas (z.B. megaera, basalis o.ä.) ungefähr in L4?


    7. Wie schnell wachsen Schaben?
    Wäre ja schließlich etwas blöd, wenn die zu schnell zu groß werden, um sie dann weiterhin an eine meiner beiden Mantiden verfüttern zu können ;)


    8. Können sich Schaben in Sand eingraben? Spiele mit dem Gedanken, Sand ins Terrarium zu füllen, da das das Reinigen erleichtern dürfte und Schimmelbildung unwahrscheinlicher macht als Erde. Will aber verhindern, dass Schaben sich ins Substrat eingraben und die Mantis sie dann nicht findet oder diese dort gar verenden.


    9. Machen Mantiden Sauerei beim Fressen? Klingt komisch, ich weiß ;) Aber in den meisten Futtervideos sieht das ja eher so aus, als würde die Mantis das Futtertier komplett verputzen, so dass gar nicht viele bis überhaupt keine Futterreste liegen bleiben. Wie oft muss man hier entfernen und wie groß sind die Reste?


    Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, dass es meinen Mantiden gut gehen wird :)
    Und ich bin nicht lesefaul, freue mich also - sofern es diese gibt - auch über aufschlussreiche Links bezüglich meiner Fragen ;)


    Danke und viele liebe Mantidengrüße


    Mister Mandibel