Beiträge von Sumpfmantis

    Abend,

    das „Verstehen“ ist genau das Problem, denn zwei Sachen passen nicht zusammen: Tierhaltung und „Beratungsresistenz“. Zweites zeigt sich dann, wenn gut gemeinte Ratschläge in den Wind geschlagen werden, weil sie nicht den persönlichen Vorstellungen entsprechen. Wenn man sich die Beiträge durchliest, bekommt man diesen Eindruck.

    Es geht nicht darum, jemand die Haltung von Idolomantis madig zu machen, aber allein die bisherigen Fragestellungen zeigen, dass Niclas noch nicht soweit ist. Für jeden, der Idolomantis seit Jahren züchtet, ist das hier, als wenn Blinde von Farben reden. Genauso gut könnte da stehen:“ Ich bin schon mal Schlitten gefahren, hab mir jetzt Ski gekauft, hab gelesen, man braucht dazu Schuhe und will nächste Woche bei einem Rennen mitmachen, bei dem alle, außer dem Sieger, den Löffel abgeben.“ Auch da würde es einige geben, die geil darauf wären, sich die Sache anzusehen, wenngleich aus verschiedenen Gründen…

    Ich kann verstehen, wenn mancher gerne eine „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ zur Idolomantis-Zucht hätte, aber dabei gibt es einen Punkt 1 und der lautet, arbeite Dich in die bestehende Literatur ein und stell dann Deine Fragen. Wem das zu mühselig ist, soll es bleiben lassen, aber nicht erwarten, dass alles, was bereits zur Verfügung steht, nochmals geschrieben wird. Hier im Forum findet sich eine Kurzversion des Halteberichts aus der Terraria. Hätte man den Inhalt verstanden, würden die Fragen anders ausfallen. Wenn man aber (noch) nicht in der Lage ist, bestehende Angaben sinnvoll auszuwerten, wie will man dann verstehen, wie andere Arten funktionieren…

    Wer jetzt beleidigt ist, gehört leider genau zu den Leutchen, die nicht raffen, dass ihr Ego sie am meisten ausbremst. Dumm ist bei so was, wenn alle anderen dies sehen, nur man selbst nicht. Sobald man begriffen hat, dass nicht die eigenen Vorstellungen im Vordergrund stehen, sondern die Bedürfnisse der Tiere, wird sich die Herangehensweise bei der Planung eines Terrariums völlig ändern. Diese Leute haben auch plötzlich keine Probleme mehr bei der Haltung vieler Arten. Je mehr Ihr über die Tiere lernt und Zusammenhänge versteht, desto weniger offene Fragen bleiben übrig… und umso öfter werdet Ihr merken, wenn sich andere selbst im Weg stehen…

    Die Haltung von Idolomantis ist kein Geheimnis und wer ein passendes Terrarium bietet, wird bei Tagestemperaturen von 30 °C, einer Nachtabsenkung und einem abendlichen Sprühen bei den meisten Stämmen die Larven problemlos großziehen. Wer das nicht schafft, hat irgendwas nicht verstanden und Fehler eingebaut. Heikel sind lediglich die Adulthäutung der Weibchen bei ungeeigneten Becken oder falscher Einrichtung, die Verpaarung und Oothekeninkubation. Inwieweit sich ein Mangel bestimmter Stoffe in der Nahrung auf die Fruchtbarkeit der Tiere auswirkt, ist noch unklar. Bei mit unbelastetem Honig angefütterten Fliegen hat die Nachzucht aber bisher immer ganz gut geklappt.

    Wenn man den Beiträgen entnehmen kann, dass sich jemand in die Materie eingearbeitet hat und es lediglich um Fragen bezüglich der Interpretation bestimmter Angaben geht, würden viele Züchter vielleicht auch wieder Lust bekommen, sich an solchen Diskussionen zu beteiligen, allerdings werden auch dann „lernfaule oder beratungsresistente User“ weiterhin nichts raffen, auch nicht, dass ihr einziges Problem zwischen ihren Ohren liegt…

    Niclas, bitte versteh mich nicht falsch, das hier geht nicht darum Dich runter zu machen, das war hoffentlich in keinem Beitrag beabsichtigt, nur ist der erste Schritt eben immer, auch mal die eigenen Ideen darauf zu überprüfen, ob der Wurm drin steckt und bei Idolomantis kann das ganz schnell passieren. Wenn Dir einer in Deinem Leben erzählt, Du schaffst was nicht, dann beweis ihm das Gegenteil, aber fang nicht am falschen Ende an, denn sonst behält derjenige recht…

    Grüße

    Hallo,
    als ich noch mehr auf Börsen unterwegs war, gab es über Jahre endlos den Wunsch nach "groß und grün" :D Blöderweise sind das dann meist Arten, von denen es auf dem Markt so viele gibt, dass man damit die Wände tapezieren kann und Dich die Monster beinah mehr in der Versorgung kosten (falls Du den Leuten keine L1er andrehen willst), als Du einnehmen kannst. Dabei wären es nicht mal die Futterkosten, falls man selber züchtet, oder die Stromkosten, sondern der Zeitaufwand. - Stundenlanges Beantworten von Fragen, um am Ende wegen 4 x 1,50 Euro ein Päckchen zu packen und zur Post zu latschen... Das kann man nur machen, solange die Geschichte ein Hobby bleibt, denn darum liegen im Handel die Preise selbst bei 0815-Arten so hoch, die müssen rechnen...
    Viele Grüße

    Im Vergleich zu anderen Arten ihrer Familie macht Blepharopsis wenig Unterschiede zwischen „laufenden“ und „fliegenden“ Insekten. Hungrige Tiere verputzen alles passender Größe, was nicht bei drei aus dem Busch ist, deshalb hat man auch die wenigste Arbeit mit dem Füttern, wenn man Larven mit Ofenfischchen großzieht, bis man auf größere Beute umsteigen muss. Im Gegensatz zu Fliegen halten sich Ofenfischchen in warmen und trockenen Becken ewig, falls sie nicht ihren Mitbewohnern in die Fangarme laufen. Wer viele Tiere zu versorgen hat, kann sich mit den Dingern echt Zeit sparen,

    viele Grüße

    Hallo Sascha,
    es in Betracht zu ziehen, ist ja auch berechtigt. Es wäre eher überraschend, wenn es innerhalb der Mantodeen Arten geben würde, die nicht mit Pheromonen arbeiten.
    Grüße

    wurde dies eigendlich je belegt ?

    Nein, wurde es nicht. Die Sache beruht auf einer Vermutung, da manchmal Männchen in Gemeinschaftshaltung keinerlei Interesse an den Weibchen zeigen. Deshalb kam die Frage auf, ob die ständige Gegenwart der Sexuallockstoffe in irgendeiner Form zu einem „Gewöhnungseffekt“ führt.

    Normalerweise reicht eine geringe Konzentration dieser Stoffe aus, um bei paarungsbereiten Männchen ein „Programm freizuschalten“. Paarungsbereite Weibchen geben artspezifische Lockstoffe ab, die mit der Luft davongetragen werden. Folgen Männchen dieser Duftspur, landen sie zwangsläufig bei dem Weibchen.

    An den Antennen der Männchen gibt es Rezeptoren, die spezifisch auf den arteignen Lockstoff reagieren, was zu besagter Freischaltung der zugehörigen Programme führt. Die Frage war nun, ob die ständige Gegenwart des Pheromons zu einer Abschwächung der Wirkung führt. Weshalb lassen sich dann aber andere Tiere dieser Art problemlos bei Gemeinschaftshaltung verpaaren, wäre die Gegenfrage. Außerdem verpaaren sich Tiere oftmals erst nachdem sie tagelang uninteressiert nebeneinander im Terrarium saßen. Eventuell hilft bei Männchen, die bereits vor Erreichen ihrer Paarungsbereitschaft ständig im Dunstkreis der Weibchen sitzen, eine Trennung für ein paar Tage, um Interesse zu wecken. In vielen Fällen genügt auch eine Änderung der Haltebedingungen, falls die Tiere beispielsweise zu kalt sitzen oder mehr Futter. Wenn die Verpaarung bereits heimlich geklappt hat und lediglich das Weibchen nicht ablegt, kann man manchmal auch über die Haltungsbedingungen einiges machen. Oder, wie bereits gesagt, die Mädels brauchen einfach länger...

    Grüße

    Naja, wenn ich es richtig sehe, versucht Leonie gerade Infos zu bekommen, bevor die Ootheken eintreffen, was sie von all jenen unterscheidet, die sich Idolomantis zulegen und erst zu fragen beginnen, wenn die Tiere den Löffel abgeben. Und ganz ehrlich, wer von Euch würde dankend ablehnen, wenn man die Art geschenkt bekäme - Auch nur diejenigen, die bereits wissen, dass sie weder den Platz noch die nötigen Temperaturen oder passendes Futter zur Verfügung haben. Und manche werden auch erst dann darauf gekommen sein, nachdem sie es ausprobiert hatten.

    Wer sich auch mit der Haltung anderer Tiergruppen beschäftigt oder Vergleichsmöglichkeiten hat, wird die Sache in einem anderen Licht sehen, als diejenigen, welche sich deshalb für Insektenhaltung entschieden haben, weil viele der Arten wenig Platz sowie einen geringen technischen Aufwand benötigen und relativ billig zu bekommen sind. Bei Idolomantis treffen sich dann zwei Welten - auf der einen Seite all jene, bei denen ein großes Terrarium mit ordentlicher Beleuchtung her müsste, auf der anderen gibt es dann aber auch diejenigen, welche krampfhaft versuchen, mit Energiesparlampen und Wärmestau in Kleinterrarien eine Feuchtsavanne nachzuahmen oder das, was sie sich auch immer darunter vorstellen mögen. Wenn dies funktionieren würde, könnte ich mir Geld sparen.

    Ich kenne weder Leonie noch ihre Eltern, genau deswegen weiß ich auch nicht, ob die Anschaffung eines größeren Terrariums mit entsprechender Beleuchtung machbar wäre oder nicht, es ist auch nicht meine Baustelle. Und wenn ich mir ihre Fragen ansehe, geht es eben auch darum abzuklären, ob es stimmt, was sie bisher über die Haltung dieser Art gelesen hat. Im Netz findet sich auch viel Mist. Wie soll man etwas bewerten, das man nicht kennt, ohne sich zu informieren, Fragen gehört dabei dazu. Wenn jemand erst versemmelt und dann fragt, würde meine Antwort anders aussehen, bis jetzt hat sie weder Ootheken noch Larven und ob die beiden Hefte noch zu haben sind, weiß ich nicht.

    Gelege mit befruchteten Eiern zu bekommen, heißt erstmal aber nicht automatisch, dass auch Larven schlüpfen. Schuld daran kann dann vieles sein, auch eigene Fehler bei der Inkubation, weshalb die Anschaffung von neuen Becken eventuell umsonst sein könnte.

    Idolomantis ist eine wunderbare Art, aber sie wird groß und hat ein paar Eigenheiten, die man bei der Haltung beachten muss, sonst können Probleme auftreten. Ein Punkt ist die Temperatur, denn eine Dauerhaltung unter 28 °C wäre der erste Fehler. Bei 30 °C (am Tag) funktioniert die Aufzucht recht problemlos, solange auch der Rest passt. Die Tiere gehen auch gern in wärmere Bereiche bis 35 °C und teils darüber, wenn sie bei Bedarf wieder in kühlere ausweichen können. Wenn trotz passender Temperaturen die Tiere nur selten im Lichtkegel einer Lampe sitzen, benutzt man die falsche Beleuchtung.

    Zwangsläufig hat auch die Lüftung mit der Sache zu tun, denn durch sie strömt ständig Luft in das Becken. Diese Luft hat die gleiche Temperatur wie der Raum, in dem das Terrarium steht. Warme Luft steigt auf, durch die obere Lüftungsfläche nach außen, während durch die untere wieder Raumluft ins Becken nachströmt. Je nach Temperaturen inner- und außerhalb des Terrariums, der Größe der Lüftungsflächen und dem dabei verwendeten Material, lässt sich die Luftzirkulation im Becken verändern. Ein starker Einstrom kühler Raumluft sorgt in bestimmten Bereichen für niedrige Temperaturen, das Licht mit zunehmender Nähe zur Lampe für jeweils höhere. Je weiter man sich von der Lampe entfernt, desto näher liegen die Werte im Bereich der Raumtemperatur, wenn an der Stelle ein entsprechender Luftaustausch stattfindet. Drosselt man die Lüftung, „hält“ sich die erwärmte Luft im Becken länger und auch die Luftfeuchtigkeit lässt sich leichter auf höhere Werte einstellen, weil das verdunstete Wasser schlechter nach außen gelangt. Bei Arten, die teils auch mit Trockenheit zurechtkommen müssen, hatte ich immer Probleme, wenn drei Sachen zusammentrafen, hohe Temperaturen, schlechter Luftaustausch und Wasser.

    Hohe Temperaturen sind aber für das Funktionieren der Tiere wichtig, die dann aber auch ihren Wasserverlust ausgleichen müssen, entweder über die Nahrung oder über Wassertropfen, die sie aufnehmen, ohne dabei aber auf Dauer in einer Sauna zu sitzen. Auch während der Inkubation der Ootheken kommt man nicht am Sprühen vorbei. Bei mir sind die Lüftungsflächen deshalb relativ groß, aber aus einer feinmaschigen und hitzebeständigen Kunststoffgaze, und ich sprühe meistens täglich. Die Umgebungstemperatur der Becken (120x60x60 cm/LxTxH) beträgt momentan ca. 25 – 27 °C am Tag. Um im Terrarium in Bodennähe auf noch auf 28 °C zu kommen, verwende ich im Winter mittlerweile zwei Lampen mit 100 W und 75 W, im Sommer reichen mir zwei 50 W –Strahler. Der wärmste Ort ist oben, direkt unter der Beleuchtung, weite Bereiche liegen aber bei ca. 30 °C. Ich glaube, Yen hat seine Tiere tagsüber wärmer gehalten, müsste auf seiner Seite zu finden sein. Wenn ich eine schwächere Beleuchtung verwende, rücken die Tiere zusammen und in die Nähe der Lampen, damit verschenkt man aber mächtig viel Platz im Terrarium, wenn sich die Tiere nur im oberen Bereich aufhalten, somit würde dann auch ein niedrigeres Becken genügen, nur passen da eben weniger Tiere rein.

    Eine schöne Sache an der Haltung dieser Tiere ist die Möglichkeit, sie in Gruppen zu halten, das kann Arbeit bei der Pflege sparen. Prinzipiell lässt sich Idolomantis während der ersten Larvenstadien auch in ca. 20x20x20 cm großen Fürst-Boxen ziehen, wenn man die Haltungsparameter beachtet. Bei mehr als 5 L1 nimmt die Zahl an Ausfällen zu. Nach ein paar Häutungen reicht aber der Platz nur noch für eine und selbst damit ist dann im letzten Larvenstadium Schluss. Häutungsfehler sind dabei häufiger, als bei einer Aufzucht in größeren Behältnissen. Dort ist die Futterversorgung der L1 aber genau zu beobachten, sonst fallen auch dort Tiere aus, wenngleich wegen einer anderen Ursache.

    Die Verwendung eines großen Terrariums bietet einige Vorteile. Eine der billigsten Möglichkeiten sind Styrodur-Becken. Durch die Größe der Platten bietet sich ein Maß von ca. 120x60x60 cm an. Allerdings braucht es entsprechende Lampen, um solch ein Terrarium bis zum Boden zu beheizen. Die Lüftung lässt sich an die lokalen Bedingungen anpassen und es ist trotz seiner Größe unheimlich leicht.

    Die L1 gehen an große Obstfliegen, an Ofenfischchen sowie an kleine Goldfliegen, falls man im Handel geeignete Futtertiere sucht. Ab L3 gibt`s Schmeißfliegen in rauen Mengen, bei passenden Temperaturen häuten sie sich dann anfangs alle 10 – 14 Tage.

    Die wachsenden Tiere benötigen entsprechend zunehmend mehr Raum für sich. Sitzen die Tiere zu dicht, reduziert sich ihre Zahl automatisch durch gegenseitiges Verletzen, durch Störungen während einer Häutung oder durch den Stress, den häufige Begegnungen mit Artgenossen und die dadurch bedingte Unruhe innerhalb der Gruppe hervorrufen können. Beschädigte Tarsen und Beine erhöhen dann wieder das Risiko, während der nächsten Häutung abzustürzen. Bei Futterknappheit schnappen hungrige Tiere außerdem nach sich gerade häutenden Artgenossen in ihrer Nähe. Dies sind nur Beispiele, weshalb sich die Anzahl bei zu großen Gruppen von selbst verringert, falls man nicht rechtzeitig Larven in andere Terrarien umsiedelt oder sich ein größeres Behältnis verschafft. Übrig bleiben sonst häufig die kräftigsten Tiere oder die mit den wenigsten Schäden, nicht selten dann überwiegend Weibchen, was sich später beim Verpaaren rächen kann, aber auch für andere Arten gilt. Somit bleibt es im Ergebnis dann auch völlig gleich, ob 20 oder 140 Larven schlüpfen, denn es bleibt bei einem zu kleinen Becken ohnehin meist die gleiche Anzahl übrig. Je weniger Platz mit geeigneten Bedingungen zur Verfügung steht, desto weniger Tiere sitzen am Ende im Terrarium. Der Rest steht im Haltebericht hier im Forum.
    In der Aquaristik oder in der Reptilienhaltung wird erheblich mehr Aufwand betrieben, um manche Arten zu halten oder zu züchten. Wer jetzt sagt, das wären völlig verschiedene Dinge, sollte daran denken, dass der Lebensraum der Tiere ihre Haltungsbedingungen vorgibt. Je näher man an optimale Bedingungen herankommt, desto weniger Probleme treten auf. Manches bekommt man mit weniger Aufwand hin, anderes nicht. Die Tiere haben nur die Wahlmöglichkeiten, die man ihnen bietet, wählt man schlecht, haben die Tiere Pech. Wie man die Sache bei sich daheim umsetzt, muss jeder selbst entscheiden.
    Grüße und ein gesundes Neues

    Abend,

    dass manche Mantodeen auf Pollen bzw. Honig stehen, wusste ich ja, allerdings hatte ich`s irgendwie verdrängt, als ich aus Bequemlichkeit den Honig für die Fliegen auf die oberen Lüftungsflächen der Becken schmierte. War in den letzten Jahren auch nie ein Problem bei den Arten, die hier standen, aber inzwischen sind seit langem mal wieder Sphodromantis eingezogen, dummerweise in Boxen mit Gaze-Bespannung. Die hat jetzt Löcher und die Fliegen waren es sicher nicht. Nur so als Tipp, was man machen kann, um die Lüftung im Becken zu verbessern.
    Grüße

    Abend Jonathan,

    welche Temperatur hast Du denn während des Tages im Becken?

    Ansonsten hat`s Tristan schon gesagt, satte Männchen fressen auch mal einige Zeit nichts. Beim Weibchen käm`s darauf an, wie viele Heuschrecken sie seit ihrer Adulthäutung bereits verputzt hat, auch die kriegt man irgendwann voll. Bei niedrigen Temperaturen läuft außerdem ihr Stoffwechsel langsamer, was je nach Wert zum Problem werden kann…

    Viele Grüße

    Hallo,

    auf die Schnelle eventuell mal folgende Punkte abklären:

    Bei Larven:

    - Häutung steht an
    - satt
    - Tagestemperatur zu niedrig, für 10 - 12 Stunden pro Tag mindestens 27 °C
    - zu feucht und/oder schlechte Lüftung
    - erkrankte Tiere

    Bei Erwachsenen fällt der Punkt „Häutung“ weg, dafür werden sie irgendwann den Punkt erreichen, an dem es dem Ende zugeht und sie das Fressen einstellen.

    Viele Grüße

    Abend

    Nach meinem aktuellen Stand über den Nährwert von Fliegen, soll dieser gleich null sein.

    …kommt darauf an, was der- oder diejenige unter „Nährwert“ verstanden hat. An Fliegen ist aus einer Sichtweise nicht viel dran, außen Kutikula, innen ein riesen Luftsacksystem, das weite Teile des Abdomens ausfüllt, falls nicht gerade die Eierproduktion in vollem Gange ist, und sonst hätten wir vor allem die Flug- und Beinmuskulatur im Thorax, den nach Ernährungszustand mehr oder weniger gut ausgebildeten Fettkörper, die Hämolymphe und ein wenig Nervensystem sowie unter Umständen etwas Verwertbares im Verdauungssystem. Für viele insektenfressende Tierarten sind Fliegen nicht mehr als Popcorn, aber eben nicht für alle. Unter den Mantodeen gibt es viele, für die „Fliegen“ zum natürlichen Beutespektrum gehören, und die haben sich bisher auch mit Fliegen prima züchten lassen. Meine bekommen ihr Futter (Honig, Banane) inzwischen in den Terrarien, macht weniger Arbeit und zeigt im Ergebnis keinen Unterschied zu dem Aufwand, den ich vorher betrieben hab. Damit die Fliegen im Terrarium möglichst lange überleben, muss man sie ohnehin füttern. Dort haben sie dann auch Platz zum Fliegen, die Kleinen, zumindest für `ne Weile…

    Viele Grüße

    Abend,

    eventuell bin ich von unserer Bibliothek zu sehr verwöhnt, da war über Fernleihe meist alles zu bekommen. Den BEIER hatte ich mir aber über eine Buchhandlung bestellt, der Preis lag kurz vor dem Wechsel zu Euro bei 43 DM, das war so die Zeit, als ich anfing, mich für Gottesanbeterinnen zu interessieren, vielleicht ist der inzwischen wirklich schon vergriffen. Den DETTNER & PETERS gab es in den letzten Jahren auch immer mal wieder für ca. 45 Euro. Letzterer ist ein allgemeines Lehrbuch der Entomologie, d.h. Rundumschlag was Insekten betrifft, es geht da nicht nur um Mantodeen, aber für jeden zu empfehlen, der mehr über diese Viecher wissen will als vorher.

    Viele Grüße

    Abend Jonathan,

    viele Zuchtstämme gingen oder gehen auf einzelne Wildfangweibchen oder Ootheken zurück, zwangsläufig waren alle Nachkommen bzw. Tiere, mit denen anschließend weitergezüchtet wurde, in der ersten Generation Geschwister,
    viele Grüße

    Sind nicht alle Tiere einer Art miteinander verwandt...

    Die Frage ist doch immer, wie nah. Nachdem die meisten Arten in Haltung von einem oder wenigen Wildfangweibchen abstammen, kannst Du das ohnehin nicht umgehen. Wenn Du wirklich ab und zu von außen einkreuzen willst, dann nimm einfach Tiere aus einem anderen Zuchtstock des Stammes, auch wenn es eventuell „Cousins oder Cousinen“ sind, bei älteren Stämmen liegen dann vielleicht noch ein paar Verwandtschaftsecken mehr dazwischen.

    Viele Grüße

    ...komisch, irgendwie kam es mir so vor, als hättest Du es aber so geschrieben, unabhängig von dem, was Du vielleicht meintest :D

    Willst du also mit er IGM Nr. arbeiten als Züchter wirds schwer denn das bedeutet das schon deine ersten Tiere sozusagen Sortenrein sein müssten. Denn ein Züchter in diesem Sinne sucht die besten eigenschaften des Tieres aus und will diese optimieren.

    Willst die IGM verwenden müsstest "Reine" Tiere nehmen also Wildfänge und das ist gaaaar nicht gut.

    Entschuldige, lass Dich nicht ärgern, ist nur Spass...
    Viele Grüße

    Abend Leonie,
    dieses Thema wurde in einem anderen Forum ausgiebig erörtert, das einfachste wäre, einen Link zu dem Beitrag zu setzen, nur weiß ich nicht, ob das hier gern gesehen wird. Moderatoren oder Admins, darf ich?
    Viele Grüße