Gruppenhaltung von Deroplatys lobata-Männchen

  • Ja, bin ich auch sehr froh drüber.:) Das Weibchen hat zwar bisher noch nichts gefressen und ist sehr dünn, aber das hängt mit der Häutung zusammen, denke ich. Morgen Versuche ich ihr noch ein Ofenfischchen zu geben. Mal gucken, ob sie dann fressen möchte.


    LG

    Till


    Edit: Die Kleine hat jetzt auch was gefressen. Hat sich aber auch etwas angestellt. Ist 2 mal vor der Pinzette weggerannt und hat danach die Pinzette weggeschlagen. Musste ihr dann eine halbe adulte Fahlschabe direkt in die Fresse drücken und erst dann hat sie gefressen. Scheint ihr jetzt aber zu schmecken, so wie sie gerade reinhaut.

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  • Hi,

    Jetzt ist es schon fast einen Monat her als ich mir die drei Deroplatys lobata gekauft habe und alle entwickeln sich super.

    Eins der beiden Männchen und das Weibchen haben sich schon zwei Mal gehäutet und das andere Männchen sollte mit seiner zweiten Häutung auch bald folgen.

    Die Tiere sind jetzt in den Stadien:

    L3-Männchen, L4-Männchen und L6-Weibchen.

    Das größere Männchen ist aber ein viel größerer Schisser als sein kleiner Bruder nebenan. Er frisst immernoch sogut wie nur Ofenfischchen und hat rennt hin und wieder noch vor Goldfliegen weg. L2-L3 Wüstenheuschrecken frisst er immernoch garnicht, während der andere schon seit L2 Goldfliegen verspeist und seit L3 auch keinen Halt vor den Heuschrecken macht.

    Beide haben nie Drosophilas angerührt.

    Habt ihr vielleicht noch eine Futteralternative neben Ofenfischchen und Goldfliegen? Gehen vielleicht jüngere Phoetalia pallida?


    Finde es echt interessant, wie sich diese Tiere untereinander unterscheiden. Würde ich Gottesanbeterinnen nicht halten, hätte ich nie gedacht, dass selbst Insekten so verschiedene "Persönlichkeiten" haben können.


    Um das Weibchen mach ich mir am wenigsten Sorgen. Sie frisst jetzt schon adulte Phoetalia pallida, frisst auch die jungen Wüstenheuschrecken und selbst Goldfliegen schnappt sie sich auch noch. Wundert mich nur, dass sie sich so schnell entwickelt. Schneller als die beiden Männchen, obwohl sie sich durchschnittlich etwas kälter in ihrem Terra aufhält. Und "zu viel" fressen bekommt sie auch nicht.

    Das ältere Männchen hat eben gerade, während ich das hier schreibe, wieder ein Ofenfischchen gefangen (ein Tag nach seiner letzten Häutung). In seinem Behälter ist auch noch eine Goldfliege und eine junge Heuschrecke. Mir kommt es schon so vor als würde er die beiden Tiere ignorieren. Komischer Kerl.🤔 Irgendwann braucht doch jeder Mal ne Abwechslung an Fressen.


    Liebe Grüße

    Till

  • Hi,

    Ich empfinde Ofis als mit das beste Mantidenfutter. Selbst adulte Hierodula stellen denen noch nach.


    Klar junge Phoetalia sind super für die Nymphen als Futter geeignet.


    Glg Simon :P

    Mantiden sind doch auch nur missgebildete Schaben.

    :twisted:

    Die Kultur von Honigbienen ist kein Naturschutz.

  • Hi,

    Die beiden Männchen sind gerade gemeinsam in ihre 30x30x45cm-WG gezogen und scheinen sich zu respektieren. Der eine beobachtet den anderen durchgehend, hat aber eher Angst vor ihm. Der Andere hat gerade gefressen und seinen Mitbewohner noch garnicht gesehen. Beide sind inzwischen im Stadium L5.

    Habt ihr irgendwelche Tipps, die ich beachten sollte in der Gruppenhaltung, außer dass sie permanent was zu fressen haben sollten?


    Die beiden werden immer Fliegen bei sich haben und immer, wenn sie langsam dünner werden, Schaben vor ihr Gesicht bekommen.:) Als der, der gefressen hat, dem anderen näher gekommen ist, hat dieser seinen Körper zurückgedrückt als hätte er kein Interesse an ihm, so wie er zurückschreckt, wenn er meine Hand sieht.

    Ich hoffe Mal, dass die sich weiterhin "akzeptieren" bzw. Nicht gegenseitig irgendwie verletzen.


    Liebe Grüße

    Till


    Edit: Der, der schon was gefressen hat, wandert durchgehend durchs Terrarium und wird von dem anderen permanent beobachtet.

  • ich denke sie beobachten sich auch wegen Futterneid, dh wenn einer zb keinen günstigen platz zum jagen hat oder so kann das auch ein Grund für Spannungen sein, in dem fall habe ich meine paradoxa manchmal mit der Pinzette gefüttert obwohl genug motten im terra waren, aber ich hatte sie anfangs in einem zu kleinen terra,nach dem umsiedeln haben sie sich alle besser verteilt, aber beäugen sich noch manchmal misstrauisch glaube ich, manchmal scheinen sie auch gemeinsam zu "tanzen" indem sie im Takt herumschwingen

  • Hi,

    Danke für die Antwort!

    Der eine hat den anderen ja aber schon beobachtet, bevor er was gefressen hat. Von der Pinzette wollte er nicht fressen.

    Jetzt haben aber beide was gefressen von den Fliegen und sitzen weit voneinander weg.


    Das "Tanzen" konnte ich auch schon in der Einzelhaltung bei allen Arten, die ich bisher hatte, beobachten. Ich dachte, dass sie das tun, um Blätter im Wind zu imitieren, wenn sie Beute oder auch Gefahr sehen. Die Deroplatys-Arten machen sich auch bei Gefahr manchmal ganz lang, um wie ein Stock auszusehen.


    Liebe Grüße

    Till

  • ich denke schon dass sie die Bewegung zum teil Kommunikation einsetzen, einzelne Bienen kommunizieren ja auch durch ein bestimmtes alphabet aus Flugmanövern mit dem schwarm, das ist effizienter als pheromone zu verstreuen, weil sie dadurch nicht landen müssen und geschäftig bleiben können. Tanzende mantiden sind eine Herrlichkeit , sie strecken ihre scheren aus und lassen sie zum Takt vibrieren, zum Beispiel bei meiner pseudocreobata beobacht, es könnte auch mit balzverhalten verwandt sein. manchmal ist auch schwierig mit der Pinzette zu füttern, da sie es nur nehmen wenn sie es erstens erkannt haben, und wenn es im perfekten Winkel gehalten wird