Acanthops falcata - Mein Haltungsbericht/Anleitung - so OK?

  • Abend,


    zuerst: der Bericht ist nicht fertig! Mir fehlen immer noch einige Informationen.
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    Eigenschaften:
    Über Acanthops falcata ist im Internet bisher sehr wenig zu finden. Deutsche Texte habe ich bisher nur einen im DGHT-Forum und einen im Gottesanbeterinnen-Forum gefunden an welchen ich mich gehalten habe. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Art bei B.T.B.E und konnte nicht wiederstehen sie mit zu nehmen. Acanthops falcata ist eine sehr zurückhaltende Art, die kaum Aggressionen zeigt. Ich besitze nur ein Tier, welches mittlerweile Adult ist, ich vermute es ist ein Männliches Tier.
    Laut einem User der DGHT kommt Acanthops falcata aus Panama und lebt dort in den Wäldern, wahrscheinlich auf Bäumen und im Gestrüpp.
    Was mir an dieser Art aufgefallen ist, ist das mein Adultes Tier eine leichte Behaarung hat. So etwas ist mir bei keiner meiner bisherigen Arten untergekommen. Ob diese Behaarung eine gewisse Funktion hat oder nur ein Überbleibsel der Evolution ist kann ich nicht sagen.


    Terrarium:
    Mein Tier bewohnt ein 20x20x20cm (LxBxH) Terrarium welches als Einrichtung eine Zeit lang eine künstliche Orchidee, später Äste, getrocknete Gräser und sonstige künstliche Pflanzen hatte. Momentan habe ich einige echte Pflanzen im Terrarium.
    Die Temperatur halte ich bei 25-30°C. In der Nacht lag die Temperatur zwischen 20-22°C. Als Beleuchtung dient ein einfacher Halogenspot aus dem Baumarkt.
    Da Acanthops falcata laut dem DGHT-User eine hohe Luftfeuchte braucht, versuche ich meine am Tab bei 80% und nachts bei 90-100% zu halten. Die Luftfeuchte konstant in diesem Bereich zu halten ist nicht einfach, auf feuchtigkeitsspeichernden Bodengrund kann nicht verzichtet werden. Spagnum Moos oder Moose aus dem Wald haben sich als ideal erwiesen.


    Ernährung:
    Zur Aufzucht habe ich immer Drosophila und Bohnenkäfer gefüttert. Ab einer gewissen Größe kleine Heimchen. Dazu muss ich sagen, das Heimchen nur von L2 bis zum L4 Stadium angenommen wurden. Seit der Adulthäutung wurde kein Heimchen mehr angenommen, nur noch Fliegen. Von der Pinzette wird kaum bis garnicht gefressen. Die Heimchen wurden meist von der Mantide selbst gefangen. Stubenfliegen und Krullfliegen werden von meinem Adulten Tier am besten angenommen.
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    Was haltet ihr vom momentanen Zustand des Berichts?
    Würd mich über kein kurzes Feedback freuen.


    Anbei noch zwei Bilder.
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    Grüße,
    AT

  • Hallo!


    Also nochmals: Keine Heimchen verfüttern!!!
    Gib mal Heimchen ein und du siehst wie schlimm dieses kleine Tier ist...
    Kotzeritis ist eine seiner Spezialitäten, das passiert wenn die Temp. zu weit unten ist
    und man Heimchen füttert.
    Bitte nicht verfüttern!
    Zum Rest kann ich leider nix sagen, da ich diese Art noch nie in meiner Obhut gehabt habe.


    Liebe Grüße,
    Leonie

  • Morgen zusammen,


    ich werde jetzt zwar bestimmt eine Menge Kritik einfahren müssen, aber:
    Ich hab mich mal in der Suchfunktion umgeschaut, und greife hier kurz zwei Punkte auf:


    Der erste Punkt ist die Qualität und die Gesundheit von Heimchen: In den Threads wurde oft gesagt das Heimchen dazu führen, dass sich Mantiden übergeben, oder das sie Krankheiten und Parasiten übertragen. Nun das mit Krankheiten und Parasiten kann für Futter aus der Billigzoohandlung schon zutreffen, trifft aber auch auf andere Futtertiere zu. Da ich aber bis auf Krullfliegen alle meine Futtertiere lebst züchte, und dabei auch sehr wohl auf Qualität und Sauberkeit achte, mache ich mir da keine gedanken. Auch wurde gesagt das Heimchen zu großen Ausfällen führen. Als ich von meiner Hierodula membranacea die jungen aufgezogen habe, habe ich ab L3 fast ausschlieslich Heimchen und Steppengrillen verfüttert. Ausfällte gab es nur 4, und an zwei war ich selbst schuld, da ich das Terrarium kurz offen gelassen habe wärend ich Futter nachgehohlt habe. Wenn dann noch eine Katze im Spiel ist, die eine sich bewegende Mantide sieht, wirds unschön. Also, von etwa 60 kleinen Hierodula 4 ausfälle und alle mit Heimchen gefüttert. Für mich kein Anlass zu sagen Heimchen wären schlechtes Futter.


    Der zweite Punkt ist die "aggresivität" von Heimchen: Es stimmt das Heimchen allesfresser sind und auch keinen Halt vor schwachen oder erst kürzlich gehäuteten Tieren machen. Aber: wer so farlässig ist und bei seinen Mantiden die Heimchen reinzusetzen und zu meinen die werden schon alle gefressen, wird auch seine Returkutsche bekommen. Ausnahmen mache ich bei Adulten, großen Tieren, wie eben Hierodula membranacea. Da kann es sein das mal ein Heimchen noch auf Wanderschaft ist, schlechte erfahrungen hab ich in den Letzten 5 Jahren nie gemacht. Ich füttere Heimchen und Grillen bei Mantiden immer von der Pinzette. Bei Tieren, bei denen ich weis sie könnten sich zu jeder Zeit Häuten, lasse ich selbstverständlich keine Heimchen oder Grillen verweilen.


    Ich will nicht die Erfahrungen anderer Anprangern. Allerdings habe ich nie schlechte Erfahrungen mit den kleinen Springern gemacht, was in Zukunft hoffentlich auch so bleibt. Und in meinen Augen spricht nichts dagegen. Einem Dendrobatenhalter sind schon Tiere gestorben, weil die Drosophila Krankheiten hatten, nicht nur Heimchen können Krankheiten verbreiten, selbst Frostfutter für Fische schaft das...


    In diesem Sinne,
    AT

  • Hallo!


    Das ist zwar was anderes, aaaber Hierodula membrancea
    ist auch eine seeehr robuste Art. Wenn du einer Hymenopus coronatus
    ein Heimchen verfüttern würdest/Idolomantis dann wären die Folgen
    ganz und gar nicht schön.


    Liebe Grüße,
    Leonie

  • Guten Abend,


    Zitat

    Wenn du einer Hymenopus coronatus
    ein Heimchen verfüttern würdest/Idolomantis dann wären die Folgen
    ganz und gar nicht schön.

    Naja ich hab mittlerweile meine 5. Hymenopus coronatus die ebenfalls ab und an Heimchen bekommt, ebenfalls hier gab es nie Ausfälle oder sonstige Vorfälle. Bis auf die Tatsache das ich, aus welchen gründen auch immer, nur Männchen abbekomme...


    Aber hier geht es ja nicht um Hymenopus coronatus oder Hierodula membranacea, sondern um den Haltungsbericht von meiner Acanthops falcata. Hab manchmal das Gefühl, am ende eines Threads, egal in welchem Forum und um welches Thema es geht, immer ein anderes Thema im Fordergrund steht^^


    Ind siesem Sinne,
    Schönen Abend noch,
    AT

  • Hey!


    Dann hast du mich was besseres beleehrt!! (Schreibt man das so?)
    Trotzdem ist es in der Naur so, dass Acanthops sich auf Büschen aufhält und
    Fliegen fängt. Aber gut, es ist ja auch nicht natürlich, dass sie in einem
    Terrarium aufwachsen. :-D
    Schau bei meiner Signatur nach, dann hats sich eigentlich mit dem Heimchen
    Thema erledigt. Bahn frei für den Haltungsbericht. :thumbsup:


    Liebe Grüße,
    Leonie

  • Hallo nochmal,


    ist schon klar das die Acanthops in der freien Natur fliegen fangen ;)


    Das mit deiner Signatur hab ich schon gesehn ;) Eine Ausnahme als Shop gibts aber auch, eher 2: einmal, und das ist wirklich die beste Qualität die man bekommt, (selbstgezüchtete können manchmal nicht mithalten) haben wir Bugs-International. Zum anderen haben wir BTBE, die Tiere haben zwar zunächst einen Nährwert wie Pappe bei BTBE aber sind wenigstens gesund und werden steriel gezüchtet. Hab ich mich schon selbst überzeugt davon. Kenne den besitzer ;)


    Liebe Grüße,
    AT

  • Hallo AT,


    zu der Thematik um die Heimchen kann ich selbst nur Schlechtes berichten. Die Kerlchen sind aus Industriezucht wie russ. Roulett. Bug International ist zwar sauber aufgezogen nur habe ich die Tage mal je einen Droso und Terfly-Ansatz bekommen. Frisch wohlgesagt und unter aller Sau. Der Nährbrei bei den Drosos war zu wenig um überahupt einen Schwung rauszubekommen und die Terflys waren degenrriert (schlichtweg zu früh dem Nährbrei entnommen worden) und auch nur ein paar Dutzend.
    Es hat seine Gründe warum ich selbst Futtertiere ziehe.


    Nun aber zur Hauptthematik :
    Zu aller Erst : einen Haltungsbericht auf der Grundlage der Haltung von nur einem Männchen zu erstellen ist etwas fragwürdig (keine Zucht), aber wir unterstützen dich mal soweit.


    Der Acanthops Stamm welcher derzeit in Zucht ist wurde noch nicht bestimmt und läuft daher noch unter Acanthops spec.. Der Stamm selbst kommt von der Isla de Margarita.


    Die Art verträgt sowohl niedrige als auch hohe Luftfeuchten ohne Probleme. In Natura ist sie natürlich etwas höhere gewöhnt scheint aber die tropischen eher zu meiden (alla 90-100 %).


    Interessant ist auch die Tatsache das die Tiere nahezu ihre komplette Aktivität in den Dämmerungsphasen und Nachts durchleben. Die Weibchen locken sehr deutlich morgens in aller Früh. Häutungen, Schlupf, Verpaarung und Futteraufnahme geschieht für gewöhnlich auch in diesem Zeitraum (Ausnahmen bestätigen die Regel).
    Futtertiere am Tage stressen die Tiere außerordentlich.


    Eine Gruppenhaltung ist möglich insoweit immer Futter vorhanden ist und der Platz ausreicht (eventuell müssen die aufdringlichen adulten Männchen von der Gruppe vorerst separiert werden um nicht als Beute vorzeitig zu enden / übrigens der häufigste Ablebensgrund der Männchen obwohl sie auch so nicht gerade langlebig sind).
    Adulte Männchen durchstreifen zu Nacht das Terrarium wie besessen und flattern dabei auch sehr aufgeregt.


    Skurile Ootheken welche mit ,fürs Auge eindrucksvollen "Verrenkungen" gebaut werden.


    Das Männchen nähert sich in Kreisen laufend dem Weibchen (zumindest jene die ich beobachten konnte / verdeutlicht nur die Aufdringlichkeit). Dabei bekommt man schnell den Eindruck er hätte kein Interesse oder sogar Anngst vor dem Weibchen. Durch die Körperhaltung der Weibchen springt das Männchen von vorne auf und drückt das Abdomen der Partnerin nach unten. Dabei wirkt ihre Haltung ähnlich einem Winkel den man auf einer Seite belastet (er kippt / sie hängt mit dem Kopf dabei sehr nahe an dem Untergrund ihres Sitzplatzes / ein Zuschlagen wird somit fast unmöglich / der Aufsprung ist aber denkbar heikel viele Männchen segnen hierbei schon das Zetiliche da die Weibchen häufig in deren Richtung "Ausschlagen"---- meistens aber zu langsam).

  • Ich kenne eine Zoohandlung die seit einigen Monaten eine Idolomantis diabolica in einem Terrarium hält die nur Heimchen bekommt! Sowieso ist das Terrarium für das supsupadulte Tier viel zu klein(20x20x20). Das arme Tier hatte nicht einmal eine Wand wo sie sich festhalten konnte, alles Glas! Dem Tier geht es aber gesundheitlich nicht mal so schlecht! :shock:


    Grüsse Manuel


    PS: In dieser Zoohandlung haben sie sogar mal eine M. religiosa Männchen für ne Sphodromantis lineola verkauf!! :cursing:

  • Hallo Tobias,


    Zitat

    Es hat seine Gründe warum ich selbst Futtertiere ziehe.

    Ich züchte ebenfalls all meine Futtertiere, bis auf Wüstenheuschrecken, aber die brauch ich kaum


    Für deinen Beitrag bedanke ich mich an dieser Stelle auch, vielen Dank, hoffe aber es kommen noch ein paar weitere :)


    Mit freundlichen Grüßen
    AT, der grade von btbe seine Mantis sp. "Rindeläufer II" bekommen hat :D


    PS:
    Manuel , sowas kommt leider in vielen Zoohandlungen vor, aber ich glaube kaum das die Behörden da etwas machen...

  • Hoi,


    es ist ja jetzt sehr viel Zeit ins Land gezogen (Forum sagt 482 Tage :thinking: ). Ich bin in der Zwischenzeit doch noch einige male über Acanthops sp. gestolpert, einmal hat die Verpaarung auch geklappt, allerdings ist das Weibchen während des Oothekenbaus plötzlich gestorben...


    @ Nemesis, das mit dem umkreisen kann ich bestätigen, beide Männchen die ich nach einander im "Einsatz" hatte, haben es drei bis acht mal vorsichtig und in großem Abstand umkreist. Das erste Männchen hat dann auch versucht von vorne über zu springen, ist dabei aber als Futter geendet. Das zweite Männchen war etwas schlauer (dies ist das Männchen welches das Weib acht mal umkreist hat!) und ist von hinten aufgesprungen. Sehr interesannt wie die das machen. Hätte ich damals deinen Beitrag nicht gelesen hätte ich es auch als Fluchtversuch oder Angst bewertet. Verpaart habe ich zur späten Abendzeit, die Paarungsversuche konnte ich jeweils gegen 22 bzw 23 Uhr beobachten. Aus der halbfertigen Oothek ist im übrigen leider nichts mehr geschlüpft... Somit ist diese Art vollends aus meinem Bestand verschwunden.


    Grüße vom Schwabenmeer,
    Mario


    PS: Edes, jop, ich heiße Mario ;)