Beiträge von Filvy

    Hallo Klaus,


    ich sehe das auch sehr kritisch...


    Punkt eins: kosten. Du wirst alleine für das Acrylglas in der billigsten Ausführung sicher an die 100€ bezahlen.

    Beständigkeit: Acrylglas, Plexiglas, in welcher Auführung auch immer ist extrem kratzempfindlich! Einmal blöd dagegen gekommen = Kratzer oder einmal mit einem nicht sauberen Lappen darüber gewischt = Kratzer.

    Verarbeitung: Das ganze soll auch Wasserdicht sein, oder? Dafür musst du exakt arbeiten können und solltest professionelles Werkzeug haben. Nur schnell mal mit Schraubzwingen zusammen drücken wird sicher nichts...


    Für eine ordentliche Belüftung werden ein paar Löcher nicht reichen. Zum Teil haben manche ja schon mit der falschen Gaze im Sommer Probleme gehabt. Mit Lüfter könnte es funktionieren.

    Bei der Styroporrückwand kommt es drauf an, was du verfütterst. Bei Leuten die Grillen verfüttern habe ich schon richtige Tunnelsysteme in Styroporrückwenden gesehen. Das lässt sich dann aber kaum vermeiden.


    Was spricht dagegen sich ein Glasterrarium auf Maß anfertigen zu lassen?

    Preislich liegst du da sicher nicht Höher als bei deinem Eigenbauvorhaben ;)


    Die Terrarienhöhe ist kein Problem, insbesondere dann, wenn du Fliegen verfütterst. Ich habe ähnlich große Becken im Gebrauch, mit kleinen Terrarien möchte ich mich garnicht mehr beschäfftigen. Du wirst eben entsprechend starke Lampen benötigen. Eine Beregnungsanlage ist bei einem einzelnen Becken nicht nötig, nimmt einem aber natürlich Arbeit ab und funktioniert auch bei Anwesenheit.


    Grüße,

    Regina

    Hallo Klaus,


    siehst du... das ist das Problem bei diesen Diskussionen. Keiner weiß auf welchem Stand der Gegenüber ist und wie er seine Werte misst. Sprich, wenn du die Temperatur im unteren Drittel des Terrariums, außerhalb des Lichkegels misst, dann sehe ich 24°C dort als kein Problem an. Direkt unter der Decke, im Lichtkegel, hat es dann (bei außreichender Beleuchtung) sicherlich gut über 30°C.

    Das ist aber auch nötig für eine artgerechte Haltung.


    Das Hygrometer sollte verständlicherweiße nicht direkt im Lichtkegel hängen, genausowenig aber auf feuchter Erde stehen. Das ist aber auch wieder ein anderes Thema...


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Klaus,


    nein, man sollte idealerweise mal selbst an einem solchen Ort ein paar Monate verbracht und die Tiere im Habitat beobachtet haben. Klimatabellen sind für "Anfänger" ungeeignet zur Interpretation.


    Wichtig wäre hier, dass immer nur eine Lufttemperatur aufgezeichnet wird. Es wird aber dabei nicht berücksichtigt, welche Strahlungswärme wir da noch von der Sonne haben. Die ist dann für unsere Insekten ausschlaggebend. Sprich die 24°C im Schatten entsprechen dann in der Sonne mal gute 30°C.

    Da liegt dann auch das Problem der Abbildung der Werte im Terrarium. Es werden mal schnell Lufttemperaturwerte angenommen, die max. 4 Wochen im Jahr vorherschen, um miserable Terrarientemperaturen zu rechtfertigen. Aber auch in den 4 Wochen haben die Tiere nahezu jeden Tag die Chance sich für 2-3 Stunden aufzuheizen. Zumal dieser kurze Zeitraum dann oftmal nur ein bestimmtes Larvenstadium betrifft, z.B. adulte Tiere, die dann genau in diesem Zeitraum Ootheken legen und danach versterben.


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Bella,


    grundsätzlich würde ich dir da erst mal die Mantopedia oder Seiten wie mantisonline empfehlen. Du bekommst dort erst mal einen groben Überblick, was es denn alles gibt / bzw. in Haltung gab. Nicht alle Arten die vor 5 Jahren im Hobby waren sind es heute noch.


    Als erstes ist mir bei deinem Beitrag das hier ins Auge gestochen:

    -benötigt eine Temperatur von 25°oder weniger


    Es gibt extrem wenige Ausnahmen bei einigen sehr anspruchsvollen z.B. Hochlandarten. Aber wenn wir diese ausschließen ist die Antwort: KEINE!

    Dauerhaft sollten 99% der im Hobby vertretenen Arten bei diesen Temperaturangaben gehalten werden. Das erklärt sich für jeden, der sich einmal mit den Basics auseinander gesetzt hat. Insekten sind wechselwarme Tiere. Sprich ihre Körpertemperatur wird durch die Umgebungstemperatur geregelt. Ein normales Funktionieren sämmtlicher Körperfunktionen ist von der Umgebungstemperatur abhängig.

    Eine Haltung bei "Zimmertemperatur", wie sie von einigen (vor allem!) Händlern empfohlen wird ist schlicht nicht artgerecht. Es mag bei einigen Haltern gut gehen. Es mag sogar eine Vermehrung funktionieren. Allerdings zeigen sich manche Probleme eben erst nach der zweiten oder dritten Generation. Und dann wird wieder gern von "Inzuchtproblemen" gesprochen (die es bei guter Haltung nicht gibt!).

    Ich könnte dazu noch einiges schreiben... aber das habe ich schon oft genug ;) Also belassen wir es dabei.


    Zu deinen übrigen Punkten:

    alles wirst du nicht erfüllt bekommen. Oftmals schließt ein Punkt einen anderen aus: groß + Gruppenhaltungstauglich + bunt + kühlere Haltung (ich gehe jetzt von etwa 27°C Grundtemperatur aus) + einfache Haltung. Mir fällt dazu nichts ein.

    Vielleicht solltest du dir auch nochmal zur Terrariengröße Gedanken machen. Idolomantis diabolica oder Gongylus gongylodes, als Beispiel für große und gruppenhaltungstaugliche Arten, brauchen zum einen eine sehr gute Beleuchtung (viel Wärme + gute Lichtqualität = teure Leuchtmittel + hohe Stromkosten!), zum anderen brauchen sie viel Platz! Unter 60x60x60cm für 2 Pärchen für Gongylus gongylodes musst du da nicht anfangen, Idolomantis brauchen nochmal mehr Platz. Um Terrarien dieser Größe zu beheizen braucht es eine entsprechend gute Beleuchtung.


    Hymenopus coronatus ist nicht gerade eine "einfach" zu haltende Art. Gerade wenn schon die Frage nach "Niedrigenergie"-Arten kommt, dann hab ich da schon meine Bedenken... Gruppenhaltung ist bei dieser Art nur bedingt zu empfehlen, man sollte zumindest schon Erfahrungen in der Einzelhaltung und Aufzucht gesammelt haben und wissen wie die Terrarien eingerichtet werden müssen! Wenn man diese Pukte erfüllt, dann KANN es funktionieren. Muss aber nicht.

    Die Infos bei mantidenundmehr sind oftmals "lückenhaft", zum Teil würde ich auch einige Haltungstipps als nicht empfehlenswert beurteilen! Da muss sich aber jeder sein eigenes Bild machen und sich Informationen auch erarbeiten.


    Zum Thema fliegen:

    bei den meisten Arten sind die Männchen ganz gute Flieger. Lange Flügel vorausgesetzt. Weibchen sind meist kurz nach der Adulthäutung und nach der Oothekenablage in der Lage kurze Strecken zu überbrücken. Da würde ich aber eher von einem gezielten Gleitflug sprechen, als von Fliegen. Sehr kleine Arten bilden hier eine Ausnahme, wie z.B. Tropidomantis.


    Beste Grüße,

    Regina

    Moin,


    ???


    Du wunderst dich allen Ernstes, dass die Tiere erschrecken, wenn du mit einer rießigen Pinzette ins Becken kommst? Sorge für eine ordentliche Futterdichte im Terrarium und du musst dich nicht mit solchen Experimenten herum ärgern. Tiere die gesund sind und für die die Haltungsbedingungen stimmen, die fressen auch, wenn das passende Futter angeboten wird.


    Trauermücken für kleine bis mittlere Larven sollte klappen. Allerdings solltest du für Abwechslung sorgen. Sprich doch regelmäßig mal was anderes zufüttern.

    Eine Gruppenhaltung bei der Art ist auf Dauer riskant. Die Chancen sind sehr hoch, dass irgendwann ein Tier fehlt.


    Beste Grüße,

    Regina

    Guten Abend,


    prinzipiell solltest du die Maden ja in Sägespänen bekommen haben. Darin ist meistens genug Feuchtigkeit, damit die Puppen nicht vertrocknen.

    Willst du sie aber sehr lange im Kühschrank lagern oder du bist dir unsicher, dann würde ich dir empfehlen einmal mit einer Sprühflasch leicht darüber zu sprühen. Leicht heißt: Deckel offen und über der Dose (nicht IN die Dose) einen Pumpstoß. Die feinen Wassertröpfen, die dann runter in die Dose nieseln, reichen aus.

    Bei mehr ist die Gefahr groß, dass dir alles anfängt zu gammeln.


    Grüße,

    Regina

    Moin,


    mit Sicherheit wird nicht alles durch kommen. Aber an geschützten Stellen abgelegt, kann ich persönlich mir gut vorstellen dass sie das packen.

    Wenn man sich das Verbreitungsgebiet in Nord Amerika anschaut, dann kommen die auch in Gegenden vor, in denen es im Winter mal 8 Wochen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt haben kann.


    Grüße,

    Regina

    Nabend,


    flieg nach Spanien... dort hat irgendein Depp die Art ausgesetzt...

    Wird jetzt dort als invasive Art geführt.


    Beste Grüße,

    Regina

    Moin,


    im Moment hat sie aber (außer der Decke) gar keine Möglichkeit sich zu häuten.

    Deko kaufen musst du nicht, es reichen Zweige aus dem Garten oder Wald. Die Deko, die du im Laden bekommst, ist meistens viel zu grob!


    Zur Luftfeuchtigkeit... wenn die komplette Decke aus Gaze ist, dann kann die sich nicht halten. Durch den Kamineffekt wird die Luft ständig ausgetauscht.

    Decke am besten einen Teil der Gazefläche ab. 1/3 der Decke mit Gaze reicht für die Luftzirkulation. Wenn du dann noch mehr Pflanzen drin hast, bringt das auch noch was. Wenn es dann immer noch nicht reicht, dann könntest du noch Xaxim für die Seitenwände nehmen. Das speichert gut die Feuchtigkeit.


    Beste Grüße,

    Regina

    Moin,


    vom Ablauf einer Häutung bricht die alte Haut am Pronotum auf. Dann wird zuerst der Kopf "rausgezogen", dann die Fangarme und nahezu zeitgleich ein großer Teil des restlichen Körpers. Wenn allerdings der komplette Körper schon aus der alten Haut draußen ist, die Fangarme aber noch nicht, dann sind die Chancen recht gering, dass die Häutung noch gut abgeschlossen wird.

    Wenn dann sogar schon die Flügel aufgepumpt sind, dann ist es definitiv zu spät, weil die neue Haut bereits beginnt zu härten. So zumindest meine Erfahrung.


    Direkt nach der Häutung sollte man die Tiere möglichst wenig stören. Außer sehr kleinen Arten, brauchen die meisten Tiere einige Tage bis sie wieder ordentlich fressen.


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Phil,


    die Einrichtung passt so noch nicht.

    Du benötigst noch deutlich mehr Äste / Zweige (nicht zu dick!) und wenn möglich eine Rankepflanze mit größeren Blättern. Für eine Efeutute sind die Terrarienmaße allerdings etwas knapp, da müsstest du ständig nachschneiden.


    Beste Grüße,

    Regina

    Moin,


    es gibt ganz gute Energiesparlampen, mit tollem Lichtspektrum. Kommen nicht ganz an die HQI Strahler dran, aber es ist natürlich auch immer die Frage, wofür man es braucht!

    In der Terraristik sehr beliebt waren die Narva Biovital, die es auch mit einer E27 Fassung gab. "Waren" deshalb, weil die Firma die Produktion 2016 eingestellt hat und man nur noch Restbestände bekommt.


    Eine Alternative könnten die Lampen von viva-lite oder true-light sein. Allerdings habe ich mich dazu nur oberflächlich informiert, weil ich NOCH genug Narva Biovital Lampen habe. Grundsätzlich solltest du nach Leuchtmittel mit "Vollspektrum Tageslicht" suchen.


    Je nach Terrariengröße und Umgebungstemperatur ist es allerdings möglich, dass eine Lampe nicht ausreicht um auf die nötige Temperatur zu kommen.


    Beste Grüße,

    Regina

    Nabend,


    kommt drauf an, wie man es sehen möchte... Klar, fressen tun sie viel.

    Schauen wir es uns aber mal von der Seite rum an... du hast ja in einem anderen Thema beschrieben, weshalb es nicht unbedingt nötig ist richtige Orchideen ins Becken zu setzen. Die Tiere ahmen durch ihre Körperform und Färbung Blüten nach. Dazu setzen sie sich in der Natur an Blattachsen und locken (pollensuchende) Insekten an. Das sind in der Regel Fluginsekten. Ihr komplettes Tarnverhalten, ab etwa L3, ist darauf ausgelegt möglichst viele Pollensucher anzulocken.

    Dazu gibt es ein paar schöne Berichte, bzw kann man das auch gut beobachten, wenn man die Tiere im Sommer mal raus in den Garten setzt (und einen ein verschwinden der Tiere nicht zu sehr schmerzt).


    Wenn also schon äußerlich alles auf das Anlocken von Fluginsekten ausgelegt ist, sind die Chancen nicht auch recht hoch, dass sie auch was Nährstoffbedarf und Verdauung angeht, sich an diese Futterquelle angepasst haben?


    Beste Grüße,

    Regina

    Nabend,


    Glasscheibe vorsichtig aufziehen und dann mit einem scharfen Messer / Skalpell abschaben. Ansonsten kann man die Ootheken auch meisten "abbrechen", ohne das etwas passiert. Die Dinger sind robuster als sie wirken ;)


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Lucius,


    schmeiß doch mal den Begriff Heimchen hier in die Suche. Das Thema ist sehr umstritten...

    Aber unahängig von der grundsätzlichen Diskussion sind Heimchen für Hymenopus coronatus nicht das ideale Futter. Sie sind nun mal auf fliegende Beute spezialisiert. Da gehört Fliegen füttern zur Haltung der Tiere eben dazu. Alternativ kannst du dich auch mal nach Wachsmotten umschauen. Die kannst du auch selber züchten und sie sind deutlich einfacher im handling als Fliegen.

    Trotzdem solltest du auch da Abwechslung in die Fütterung bringen.


    In den Park solltest du die Biester auf keinen Fall entlassen. Entweder du entscheidest dich die Tiere noch zu verfüttern, zu verschencken an jemanden der Reptilien, Amphibien oder z.B. Rennmäuse hält oder du frierst sie ein und entsorgst sie dann.


    Zum Thema sprühen... das ist davon abhängig, wie du das Terrarium eingerichtet hast und welche feuchtigkeitsspeichernden Medien du verwendest. Wenn ich dir sage, ich sprühe alle drei Tage, dann bringt dir die Info gar nicht. Du weißt weder, wie meine Terrarien aufgebaut sind (Einrichtung, Substrat, Bepflanzung, Materialien), noch in welchen Mengen ich sprühe oder gieße. Also... ausprobieren. Je besser die Einrichtung und je intensiever du dich mit der Thematik auseinander setzt, desto weniger musst du sprühen.


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Lini,


    sprich du hattest keine ordentliche Beleuchtung / Wärmequelle im Einsatz?

    Gottesanbeterinnen sollte man nicht bei "Zimmertemperatur" halten. Auch wenn das gerne von, aus meiner Sicht unseriösen, Anbietern so propagiert wird. Diese wechselwarmen Tiere kommen aus Gegenden der Welt, in denen es deutlich wärmer ist, als bei uns. Die höheren Temperaturen werden benötigt, damit der Stoffwechsel richtig funktioniert.

    Was deine Creobroter also vermutlich gekillt hat, waren die dauerhaft falschen Haltungsbedingungen. Optimal wären Tagestemperaturen von etwa 27°C, punktuell auch wärmer, gut gewesen. Die Luftfeuchtigkeit sind bei den kalten Haltungsbedingungen zu hoch gewesen.


    Spontane Temperaturstürze vertragen die meisten Mantiden auch nicht so gut. Sollte aber hier nur nebensächlich noch ins Gewicht gefallen sein.


    Vor der Anschaffung einer neuen Gottesanbeterin würde ich dir empfehlen dir solide Infos, zum Beispiel über die mantopedia, mantisonline.de oder auch hier im Forum zu suchen ;)


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Lini,


    das ist natürlich sehr schade.

    Möchtest du uns etwas zu den Haltungsbedingungen deiner Mantide erzählen?

    3 1/2 Monate ist kein besonders hohes Alter, gut möglich dass da etwas nicht gepasst hat.


    Beste Grüße,

    Regina

    Hallo Hildor,


    dir ist sicher bewusst, das Mantis religiosa bei uns besonders geschützt ist. Auch eine Einfuhr aus anderen EU-Ländern ist nicht möglich. Einzig über Drittländer gäbe es unter Umständen über die offizielle Einfuhr (also mit Zoll, Amtstierarzt, ...) eine Möglichkeit.

    Weiter möchte ich darauf aber nun auch nicht eingehen...

    Ameles kannst du auch ohne Diapause versuchen durch zu ziehen. Die Chancen sind ganz gut, dass das klappt.


    Beste Grüße,

    Regina