unterschiedliche Werkstoffe für Terrarienbau und die Auswirkung....

  • Hallo,


    ich hatte die Tage ein Kleineres Streitgespräch...in dem ging's um die Werkstoffe mit denen Terrarien gebaut werden. genauer um die Innenfläche und die Auswirkungen auf das "Klima" im Becken.


    lässt sich wirklich mit allen Werkstoffen das selbige Klima einstellen ?


    Gruss Carmen

  • Hey Carmen,


    grundsätzlich ja, aber es hängt auch von der jeweiligen Technik ab, wie auch der Bauart und dem Aufstellungsort des Beckens.


    Dachte ehrlich gesagt bei der Überschrift jetzt eher an die verwendeten Baumaterialen und ihre Eignung als eigentliches Becken als an den "Innenausbau" ;)


    liebe Grüße
    Tobias

  • Hallo,


    @ Tobias, war ja fast wieder zu erwarten, dass keiner versteht auf was ich raus will Behausungen kannst klar aus jedem x- beliebigem Material zusammenklopfen. Klar vlt brauchts für den Gedankengang auch ein paar etrasensibleWellen in der Birne aber guck mal, hört sich jetzt sicher doof an, aber lager doch mal ne Scheibe Brot in ner Plastikbox, in nem Tontopf in ner Holzkiste...das Ergebnis fällt unterschiedlich aus. Dito Wein, Obst und Käse, eigentlich alles.Selbst die Kompostfreaks sehen unterschiedliche Prozesse. So kam mir die Idee, ob sich manche Arten vlt in manchen " Räumen" vlt nicht z.B. Nachziehen lassen ? so der schwierigere Teil. Klar wirds Hierodula egal sein wo's abhängt .


    Styrodurterrarium habe ich mal gebaut für Chamäleon und ich mein da hat's doch z.B. Ne ganz andere Masse dahinter wie beim Glasterrarium.
    Klar kann man Luftfeuchtigkeit und Temperatur einstellen, trotzdem... Kommt doch alles anders wieder " zurück".

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  • Fällt aber mehr unterschiedlich aus aufgrund der Keimbelastung des jeweiligen Untergrundes als an den Bedingungen die sich räumlich ergeben.


    Styrodur dämmt extrem stark. Merkst auch gleich den Unterschied zu Vollglas. Die Scheiben sind immer kälter als die Terrariumluft. Bei Styrodur wird die Wärme wesentlich schlechter weitergeleitet. Klar, Dämmstoff eben, aber das bringt schon auch wieder eine ganz anderes Oberflächenklima auf den Wänden als es Glas je könnte. Mit den dünnen Styroporplatten oder aus was man sonst noch alles Rückwände in Glas baut, kommt man damit nicht weit.
    Nachteil beim Styrodur ist eben klar die Instabilität und die Impfindlichkeit für Beschädingungen und Hitze. Super Erstazmaterial, was aber ähnlich gute funzt, aber eben die Nachteile von Sytodur nicht hat ist Forex und Co. Dessen Nachteil ist aber das es sogar noch teurer ist als Glas.

  • Styrodur ist nicht unstabil, hatte meins von außen verputzt und von innen verkleidet, da passiert nix, aber auch garnix.
    Forex, hatte ich mal als Plattenzuschnitt, auch verbaut, schweineteuer ... Seh kein weitern Vorteil, wollte es mal stapeln.Beides flog mit der Zeit wieder raus...und musste mit viel Aufwand entsorgt werden, da ist jedes Glasterrarium recycelbar :)


    mag's bei trockenen Becken wieder anders aussehen, aber bei feuchten und dann noch kleinen Becken , Hmm, ich find das Klima schon in den braplastdosen immer komisch und anders als in ähnlich großen Terrarien. Vlt macht da aber auch das untere Lüftungsgitter, also wies angebracht ist was aus.braplast habe ich jetzt auch keine Rück- und Seitenwände.
    so in der Grauen Therorie, kann's Arten geben die einfach nicht in den Boxen gehen, aber in gleich großen Glasterrarien, Holz hatte ich noch nie.

  • Musst mal nen Strahler auf Styrodur draufhalten, dann hast den Hauptgrund warum Forex in der Hinsicht die bessere Wahl ist ;)


    Wie oben angedeutet ist Glas ein sehr guter Wärmeleiter. Kunststoff und Holz hingegen ein sehr schlechter. Macht schon was aus rein von den Oberfläche der Wände.
    Feuchtigkeit und Holz verträgt sich da aber leider nicht auf Dauer. Hatte auch schon Becken die, trotz Epoxidharz Beschichtung, irgendwann fertig waren. Kunststoff und Glas ist da wieder das einzige was auf Dauer standhaft bleibt.


    Zum Thema Stabilität und Züchtbarkeit mancher Arten möchte ich noch kurz erwähnen das es bei dem einen Halter fürchterlich in die Hosen gehen kann währenddessen es bei einem Anderem einwandfrei funktioniert. Hängt meist an den kleinsten Dingen wie zum Beispiel die 15 Minuten direktes Sonnenlicht am Mittag oder sonst was.

  • Hatte auf dem Styrodurterrarium einen 75 Watt Strahler drauf, wobei ichs jetzt auf der Gaze hatte nicht auf Styrodur ;)


    Schon klar, dass Holz schneller in die Knie gehen kann...mir gings um die Beeinflussung der Werkstoffe, könnte ja sein, dass die Luft in nem Holzhaus besser wäre als in nem Styrodurhaus :) ich kanns mir nicht vorstellen, dass die Werkstoffe, egal obs nun das Terrarium selber oder das verkleiden der Wände ist sich so garnicht auf das Kleinklima auswirken, wenn ich jetzt ne schnöde Plastikdose mit z.B. grad nem Holzbecken vergleichen würde... egal :)


    Fruchtbarkeit usw. ich glaub wenn man mal weiß worauf ankommt, wo juckt denn da die Sonne am Mittag, stellst das Klima ein und fertig. Bei Zufalls- Zuchterfolgen, klar da könnte die Sonnen auch ne Rolle spielen. War nicht ganz mein Gedankengang...


    Alles gut...


    Grüße Carmen

  • Nabend,


    ich bin auch der Meinung, dass die Materialien sehr wohl einen Einfluss auf's Gesammtklima haben. Tobias, wenn du Keimbelastung ansprichst... auch das hat für mich in weitestem Sinne etwas mit dem Terrarienklima zu tun. Warum entstehen den die Keime? Nicht nur, weil sie auf der Oberfläche mehr Fläche haben, als auf dem verhältnismäßig leicht zu reinigenden Glas, sondern eben auch weil die Oberfläche so schwül warm ist und sich die Luft eher staut.
    Die Luft bewegt sich in einem Glasbecken ganz anders, eben durch die unterschiedlichen "Temperaturzonen". Hitze von oben, Seiten (je nach Dämmung durch Seitenwände) kühler. Bei Kunststoff, insbesondere Styropor braucht man viel größeren Lüftungsflächen um das wieder einigermaßen auszugleichen.
    Manche Arten funktionieren bei mir partout nicht in BraPlast Dosen, dafür wunderbar in Glasterrarien. Bei manchen Arten hatte ich es schon, dass mir die Ootheken am Besten in Plastikdosen geschlüpft sind, die Jungtiere dann aber innerhalb von 24h umgesetzt werden sollten, weil man sonst schon in dieser Zeit erheblich höhere Ausfälle hatte, als bei gleichen Bedingungen in Glasterrarien. Mag sein, dass das bei anderen Leuten anders ist, aber das ist meine Beobachtung. (Und nein, mit Lüftungsflächen habe ich nicht gespart ;) ).
    Plastikdosen, Styroporterrarien und Co. sind für mich eher Notlösungen und empfindliche Arten setze ich da nur ungern rein.
    In nem Dixi-Klo ist das Klima ja bekanntlich auch nicht so dolle :lol:


    Grüßle,
    Regina

    "Jetzt koch ich Mama"

    Satzzeichen können Leben retten

  • Moin,


    grundsätzlich darf man nicht vergessen, was für einen Transmissionswärmeverlust die Bauteile haben. Faustformeltechnisch kannst du sagen, je dichter ein Stoff ist, destso schlechteres Raumklima bekommst du. (Als Beispiel) Es gibt Putzarten z.B. Lehm oder Wachsputz, die einen gewissen grad an Luftfeuchtigkeit annehmen können und ihn immer auf einen punkt X nachregulieren. Ich will da nicht groß ins detail gehen oder kompliziert machen. Grundlegend gesagt, das Material "Atmet". Deswegen sind die Schwankungen im Klima nicht so drastisch. Nimmt man hingegen einen Dämmstoff wie z.b. Styrodur, dort bleibt die Feuchtigkeit so wie sie reinkommt. Qausi perlt sie ab. Das hingegen bietet somit eine auf dauer Höhere Schwankung als z.b. aufnehmende Materialien. Bei mir laufen die Terrarien immer noch so Einwandfrei wie ich sie mal beschrieben hatte. Mit dem Humus und dem Bodenaufbau, der gleichbeibend die Feuchtigkeit nachschiebt.


    Gruß Jan



    Wollte noch Hinzufügen, das gewisse Materialien als Wärmemedien warzunehmen sind, da sie die aufgenommene Wärme als Strahlung abgeben. Hat zur Folge das theoretisch der Luftstrom höher ist, dementsprechend die Geschwindigkeit zunimmt, je Wärmer die Umgebung ist. (Konvektion)

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