Idolomantis Diabolica 4 Tage nach Adulthäutung verstorben

  • Hallo Zusammen

    Mein Idolomantis D. Mänchen hat vor 4 Tagen erfolgreich die Adulthäutung geschafft. Ich hatte ihn seither 1 Mal gefüttert (mit Zitronenfalter, welche es im Moment haufenweise in unserem Garten gibt). 2 Tage später, also Heute, habe ich ihn tod bzw. reglos im Terri vorgefunden. Ich weiss nicht wann genau er in der Nacht gestorben ist, aber bis jetzt ist die für Insekten typische Starre noch nicht eingetreten. Ich habe ihn also noch im Terri belassen (sinnlose Hoffnung auf Wiederauferstehung).

    Da ich noch 3 andere Tiere dieser Art besitze, welche kurz vor der Adulthäutung stehen wollte ich Fragen was ich womöglich falsch gemacht habe

    (Verfütterung des Falters, ect.?)

    Hat jemand schon etwas ähnliches erlebt?

    Benötigen die Tiere nach Adulthäutung mehr Futter?...

    Bin froh um Hinweise. Gruss David

  • Hallo,


    nu da hat er recht zeitig wieder angefangen zu fressen. Dauert zumeist länger bis die wieder richtig an Futter gehen.

    Von dem wie du das beschreibst klingt es nach einem schwachem Tier. Wie lange dauerte die subadult Phase ?

  • Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass ich in letzter Zeit ab und an junge Phasmiden verfüttert habe, da ich massiven Schlupf hatte und gemerkt habe dass die Mantiden sie gerne annehmen. Habe aber gleichtzeitig immer auch Fliegen verfüttert...

  • denke nicht das es am Futter lag. Eher das lange Verweilen in der sub Phase. Diese dauert normal nur etwas über 3 Wochen. Vermutlich saßen die Tiere zu trocken wenn es genug Futter gab.


    Meist haben sie Probleme bei der Imaginalhäutung, bleiben auch oft stecken oder stürtzen ab. Es kommt aber auch vor das sie es schaffen und kippelig bis hin zu steril sind.


    Kam er fehlerfrei raus ?

  • Ja fast. Ein hinteres Bein war nach der Häutung leicht nach dorsal gebogen hat sich aber (zu meiner Verwunderung) nach ungefähr 2 Tagen normal ausgerichtet. Wie gesagt, nach 2 Tagen hat er gut gefressen und gestern Morgen als ich ihm etwas anbieten wollte hat er überzeugend Drohhaltung eingenommen. Habe ihn dann "sofort" in Ruhe gelassen. ( könnte es damit was zu tun haben?) Luftfeuchtigkeit ist um die 50-55 Prozent. Er war bis zum Todeszeitpunkt immer noch recht blass in Farbe mit nur leichten Ansäzen in das typische Grün.

  • die vollständige Ausfärbung dauert auch etwa 2 Wochen dann tut sich nichts mehr. Rein von der Färung war er also normal.

    In Drohhaltung gehen die einen schneller die Anderen langsamer. Oft drohen sie sogar nur der Scheibe wenn das Licht von außen ungünstig kommt. Hat aber nichts mit dem Ableben zu tun. Der Stress hält sich dabei auch in Grenzen.


    Recht trocken, aber für ein Adultes Tier kein Probelm. Wie gesagt hängt es mit der subadulten Phase zusammen. Sie brauchen einen Anreiz um sich auf die Häutung vorzubereiten und dieser ist Feuchtigkeit. Hatten hier schon Becken stehen bei denen waren die Scheiben dauerbeschlagen. Der Bodenaufbau fraß mehrere Liter Wasser in der Woche und trotzdem wurde gesprüht. Auf Dauer sicher nicht gut für Pflanzen, aber es ist nur für ein paar Wochen so extrem. Nach den Imaginalhäutungen kann man die Wasserzufuhr wieder zurückfahren. Die Technik erledigt den Rest.

  • Ok. Ich habe gelesen dass man die Feuchtigkeit vor der Imaginalhäutung leicht ( 60-65%) erhöhen sollte um die naturhabitatsspezifischen Umschtände während der Regenzeit zu simulieren. Wenn ich aber sprühe und befeuchte wie du empfiehlst, werde ich vermutlich in meinen Terris auf 85-90% kommen. Nicht zuviel?

    Welche Futtermenge würdest du zur jetzigen Zeit empfehlen?

    Danke schon mal für die Antworten bis jetzt! Bin froh über möglichst viel Erfahrungsberichte

  • Nunja Regenzeit in Afrika. Obgleich es die letzten Jahre wohl eher trocken war kommt dort schon ordentlich was runter. Zuviel nein. Ist auch nur die paar Wochen bis zur Imaginalhäutung angedacht. Danach reichen die 60% in etwa dicke aus. Trau diesen Hygrometern aber nicht so sehr. Luftfeuchte ist nicht gleich Feuchtigkeit im Becken. Zumeist ist Letztere deutlich höher. Aber wie gesagt, bei der Technik die bei der Art drübergehört ist die Feuchtigkeit schnell wieder raus 😉


    Futter bei Idolomantis handhabe ich wie bei allen anderen Arten auch, all you can eat like. In Gruppenhaltung so und so nicht anders lösbar. Aber die verbraten schon ordernlich was an Fliegen. An Goldfliegen brauch ein adultes Weibchen zum "Aufpumpen" nach der Imaginalhäutung bzw. wenn sie wieder anfängt zu fressen schnell mal die 100 und mehr. Über mehrer Tage klar, aber sie bekommt die unter. Am Besten stehen sie immer im Futter und laufen nie trocken (in Form von Fliegen). Die Fliegen im Becken noch gefüttert heben die auch schön und bauen nicht ab. Nachteil ganz klar (Regina schrieb es mal an anderer Stelle) die Scheiben sind fast immer zugekackt, aber das ist das Leid der Laute die Empusen halten