Beiträge von Gabriel

    eine Verpaarung klappt nur beim Adulti. Ootheken werden oft auch ohne abgesetzt, aber nicht jedes Tier legt und es fehlt auch eine Regelmäßigkeit bei der Ablage. Manche Gattungen sind in der Lage sich auf Parthenogese (Jungfernzeugung) zu vermehren. Bei den meisten Gattungen sind die daraus enstehenden Larven jedoch sehr instabil und werden oft nicht adult. Auch schlüpft nicht jede Oothek und bei weitem nicht die Masse wie sie aus Verpaarten kommen würden. Ok, es gibt auch Arten welche relativ stabil darauf laufen teils auch Männchen in Natura nicht sehr häufig sind, wenn überhaupt fertil (wie zum Beispiel Brunneria borealis aus Nordamerika).


    Zurück zum Thema ... von Crebroter ist zwar die Jungfernzeugung bekannt, aber tritt eher selten auf.

    Temperatur, Futter, Futterqualität, Lüftung, Einrichtung, Feuchtigkeit (viele halten sie zu feucht), usw. Im Grunde all die Dinge für die man mit der Zeit ein Gefühl entwickelt

    Wie Noooooa weiter oben schrieb ist es risikohaft. Keine Frage sie lassen sich mit füttern nur der Umgang bzw die Vorbereitung derer ist zu weit ausgeholt als das es wirklich auf Dauer umgesetzt wird.

    Am Besten fütterst Heuschrecken wobei Schaben noch weitaus besser wären

    punktuell ? Bei mir ist's direkt unter der Technik deutlich wärmer. Die Decke hat am äußersten Rand über 30C


    Zum Ablauf hab ich obig alles geschrieben. Wasser würde ich selbst nicht geben ist aber im eigenen Ermessen


    Der Fleck gute Frage. Kann vom schlechten Stoffwechsel kommen

    ein bekanntes Problem vielleicht bei schlechter Futterqualität oder unpassenden Haltungsbedingungen, aber generell ein Problem bei Hymenopus ist mir neu. Manche schwächere Tiere (artunabhängig) reagieren auch mit Erbrechen, wenn auch nicht die stinkende Variante. Diese Tiere sind durchweg sehr jung und auf der Strecke geblieben und kippen innerhalb weniger Wochen.


    Hier würde ich auf die Futterqualität tippen. Werden die Fliegen selbst auch gefüttert und wie lagerst du diese ?


    Die Fütterung vorerst einstellen. Ggf sogar das Tier in eine Box umsetzen welche einfacher zu kontrollieren und zu säubern ist. Viel Lüftung, wenig Feuchtigkeit und warm.

    Das Tier wird sich regelrecht auskotzen. Wenn es dabei nicht zu sehr abnimmt diesen Zeitpunkt abwarten und ein paar Tage halten bevor du wieder anfängst wenig zu füttern. Bis dahin am Besten andere Futtertiere organisieren.

    Nunja das Restwasser läuft wieder zurück in den Kreislauf. Ungebraucht in den Augen der EU Wasserverordnung. Im Grunde kostet es nur Geld, der Rest verliert sich in der Masse.

    Im Sommer lässt es sich zum Gießen verwenden, aber dazu muss es auch erstmal rauskommen. Läuft der Ausschuss nicht mit genug Druck das du es mit einem langem Druckschlauch bis raus legen kannst ?


    Haben hier auch relativ hartes Wasser mit einer Leitfähigkeit von etwa 800. Zwar noch nichts gegen die Betonwasser in Berlin und München, aber trotzdem recht weit oben. Duschkopf, Wasserhähne und alles was das Wasser abbekommt verkalkt schnell. Auch die Leitungen sind nicht so ohne dadurch. Zum Gießen und Sprühen (Handsprüher) der Becken reicht es aber

    gewisse Aussagen halten sich sehr vehement im Hobby. Leider beruht das meistens auf Unwissenheit die weitergegeben wird.


    Ein sauberes Terrarium relativ. Kommt drauf an was man möchte und wie hart ein Ausgangswasser bei einem ausfällt. Orchideen und besonders Moose vertragen keinen hohen Kalkgehalt. Zumindest bei den bestimmten "Standartorchideen" funktioniert es aber auch mit relativ hartem Wasser.

    Sauber im Bezug von Kalkreste an den Scheiben ja, aber auch destilliertes Wasser hinterlässt Wasserränder also ganz ohne regelmäßiges Putzen geht es auch hier nicht (wenn man darauf Wert legt).

    Dem Boden und den Tieren ist es egal ob sie nun hartes oder sehr weiches Wasser erhalten. Läuft mit beidem.


    Das eine Gefahr für das Tier besteht wenn es nur destilliertes Wasser erhält ist eines der Beispiele wie sich eine Aussage von Unwissenden so halten kann wenn sie als Wissen verkauft wird.

    Den Tieren macht es absolut nichts aus. Zwar befinden sich nur wenig gelöste Stoffe darin aber sie beziehen ihre Nährstoffe auch aus dem Futter. Falls es dieses Gerücht mit dem Zellenplatzen war ist es noch weiter hergeholt. Da kann schlichtweg nichts passieren und wenn du trotzdem Bedenken mit haben solltest, da ja auch Regenwasser einen gewissen Anteil an Stoffen mit sich bringt, setze dich mit dem Thema der Leitfähigkeit in der Aquaristik auseinander und salze nach Bedarf mit Aquaristik-Salzen auf (nur mit einem Leitfähigkeitsmesser !), aber da hast natürlich auch wieder mehr Rückstände an den Scheiben nach dem Abtrocknen. Dem Tier bringt es jedoch trotzdem nichts 😉


    cawi : ich bin schuldig im Sinne der Anklage. Betreibe mein Nano nur mit Destilliertem weil eine Osmose sich nicht rechnet. Aber mir geht das auch nach mit den Kanistern. Hab mir jetzt testweise aus einem einen Fliegenspender gebaut. Bin begeistert ... aber klar 2 Kanister weniger im Müll ...

    Nunja du würdest somit mit der doppelten Leistungsaufnahme wie zuvor fahren was einiges mehr an Wärme mit sich bringt je nach Lampentyp. Solange du die Möglichkeit hast die Entfernung zum Becken zu variieren und das Thermometer im Auge behälst dürfte das Einstellen kein Problem sein.


    Ein Nennwert gibt es nicht. Temperaturen im Terrarium hängen von zu entscheidenden Faktoren ab als das man hier eine Pauschalantwort geben könnte. Ausprobieren ist der einzige Weg.


    Einige Halter haben sich auch Dimmer vor die Strahler gebaut um sie genauer einstellen zu können ohne mit dem Abstand zu spielen. Drastisch reduziert ist das Licht der Technik somit aber auch wesentlich schwächer und dieses Vorgehen funktioniert auch nicht mit jeder Beleuchtung.

    na dann ... weiter so. An den Rest die das lesen haltet eure Tiere nach der Herkunft artgerecht. Das hier gezeigte Problem ist eine von vielen möglichen Stoffwechselproblemen

    die einen fressen direkt die anderen später, wenn sie keinen Macken abbekommen hat auf dem Transport. An der Farbe wirst nicht viel erkennne können die Art ist sehr variabel. Hast du vielleicht ein Bild der Mantide gemacht ?


    Das Becken ist in Ordnung einzig ob die Tilandsien lange leben werden hängt halt von deren Herkunft ab. Ein paar mehr Äste fänd sie sicher auch nicht verkehrt. Die Parameter sind klasse, nur der analogen Messtechnik traue ich nicht da gibt es zuviele die nicht richtig laufen

    das cf. steht lediglich für 'confer'. Kurzum die Art schaut magaera ähnlich. Keine Ahnung ob sie mittlerweile bestimmt wurden. Laut IG Liste zumindest nicht, aber ich weiß das verschiedene Halter sie als magaera anbieten ohne Bestätigung (also auch ohne das Küzel cf.).


    Irgendwas hab ich auch mal gelesen das es keine seien ... da können andere User sicher mehr zu sagen.


    Och die Sinnhaftigkeit steht nicht mehr zur Diskussion keine Bange. Gerade bei sowas wie dieser Art bei der kaum einer genau durchsteigt sind die Nummern Gold wert, wenn damit nicht auch Schindluder betrieben würde ... die Gattung Rhombodera sieht sich untereinander sehr ähnlich und teils sogar den Hierodulas. Beide Gattungen sind sehr artenreich und häufig. Es gibt genug die schon eingeführt und einfach eine Nummer oder Namen dazugedichtet haben

    Anaxarcha graminea (ex. Vietnam 'Hòa Bình') bekam ich 2018 von Achim.

    Zuerst stand ich den Tieren extrem skeptisch gegenüber. So klein und schwarz erinnerten sie mich doch an die Massen an Parasphendalen und Co. aus meinen früheren Afrikaimporten. So zogen alle 10 Tiere zusammen in ein gut bepflanztes 30iger Becken. Die Parameter waren wie bei allen meinen Waldarten bei etwa 30C am Tage bei 12-14 h Licht je Tag und bei Raumtemperatur in der Nacht. Einzige der Sommer 2018 und die Dachgeschosslage trieben die Werte auch zur Nacht recht nahe den Tagwerten (trotz Dauerlüftung). Gesprüht wurde und wird nach Bedarf, bei Hitze mehr im Rest des Jahr etwas weniger. Die Hauptfeuchte kommt über den Boden und die Pflanzen. Der Boden selbst wurde nach dem Thema von Carmen und Jürgen "Bodenaufbauten" gestaltet und leistet dicke was versprochen wird. Als Gesellschaft erhielten sie einen Ansatz großer Drosos im Freigang.

    Kurz nach Ankunft häuteten sich bereits die ersten Tiere. Die Körperfärbung änderte sich in ein Rot mit sehr dunkler grünen Oberseite des Abdomens was mich auch da nicht groß abheben ließ und ich mir sicher war das ich sie nicht lange in Zucht behalten würde. In diesem Zeitraum etwa entschloss ich mich meine Beleuchtungstechnik gänzlich auf T5 aus dem Tageslichtspektrum der Aquaristik umzustellen. Kaum starteten die Röhren über den Becken leuchteten die Anaxarchas förmlich auf. Erst jetzt konnte ich auch sehen das ihre Schreitbeine grün waren und das Rot an ein mattes Bordeux-Rot rankam. Selbst die zuvor verwendete Solar Raptor (35Watt Flood Vesion) zeigte nicht die Farben der Tiere so schön. Kurzum ich war hin und weg von meinen ehemals "Grauen-Mäusen".

    Im Zuge der nächsten Wochen entwickelten sich die Tiere sehr schnell. Lediglich die Umstellung von Droso auf Goldfliege haperte etwas durch ihre Vorsicht. Kaum war diese geschafft entwickelten sie sich weiter in der gewohnte Geschwindigkeit. Selbst die subadult Phase dauerte kaum 2 Wochen und schon schauten mich kleine komplett grüne Mantiden mit leicht blauen äußeren Flügelkanten mit ihren runden Augen an.


    Die Verpaarungen verliefen denkbar einfach. Kaum sah ein Männchen ein Weibchen steuerte es sie schon schon an und sobald er sich sicher war sprang er schon auf ihren Rücken. Die Kopulationen dauerten meist jur wenige Stunden. Dafür wurden sie bis zum Ableben der Männchen mehrfach wiederholt.

    Die Weibchen legten für eine solch kleine Art je Tier relativ wenig Ootheken an die Unterseiten von breiten Blättern (Efeututen und breitblättrige Orchideen) oder teils auch an die Wände. Mehr als 5-6 Ootheken je Weibchen wurden bei mir jedoch nicht abgesetzt. Nach etwa 6 Wochen schlüpften aus ihnen wieder die schwarzen kleinen Larven. Die Schlupfraten waren sehr unterschiedlich und bewegten sich zwischen 5-40 Larven je Oothek wobei nicht alle Weibchen reproduktive Eierpakete absetzten und die Schlupfrate nicht an Oothekengröße absehbar war. In Rücksprache mit Achim erfuhr ich auch das die erste Nachzuchtgeneration bei ihm mit je etwa 60 Larven die Oothek schlüpften.


    Von mehreren Seiten hörte ich um das unheimliche Kannibalismus-Potential dieser Gattung. Bis Heute hält es sich bei mir in Grenzen solange ausreichend aktive Beute vorhanden ist. Lediglich ab etwa subsub gewöhnte ich es mir an sie einzeln zu setzen um eine Weiterzucht nicht durch Futtermangel selbst zu verhindern.


    Diese Gattung gehört mit ihren etwa 5cm zu den eher kleinen Mantodeen und wird somit auch mehr einem kleinen Teil von Haltern am Herz liegen. Es wäre wünschenswert, wenn die Tiere und allgemein gerade die Kleinen unter den Kleinen, in den nächsten Jahren mehr Enthusiasten finden würden.

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    Müslischale oder was Ähnliches. Du kannst sie auch rennen lassen und graben sich Schaben gerne in lockeren/groben Boden direkt ein oder verstecken sich schnellst möglich. Groß am Tag sind die normalerweise nicht in Tour.


    Mantiden haben fast immer Hunger 😉 also keine Sorge. Probiers aus nur so sammelst du Erfahrungen in Haltung und Umgang. Du hast bei den beiden Gattungen keine Mimöschengewählt