Beiträge von Kraehe

    Moin..


    Kein Thema!


    Mich wundert nur fast, dass er die Haut nicht eh selbst abgeknabbert hat... Vielleicht war/ist er noch nervös vom Versand 🤷‍♀️ aber wenn er abgesehen davon selber klettert und sich festhalten kann sollte er sich erholen. Dass er sich putzt und das Bein nicht abgeworfen hat ist auch ein gutes Zeichen. Ich drück die Daumen für die Aufzucht ;-) !


    -Kraehe

    Moin..


    Nachdem die Haxerln allesamt noch dran sind, sollten sie nach einer Häutung eigentlich wieder intakt sein.


    Wenn Beine ganz oder teilweise abreißen werden sie innerhalb von 2-3 Häutungen so weit regeneriert dass man (normalerweise) keinen Unterschied erkennt - je nachdem wann das Bein schütt ging, in welchem Zustand das Tier ist, wie gut es gefüttert wird, etc etc... Aber eben nur solange sich die Tiere noch häuten - bei adulten Tieren wächst nix mehr nach.


    Du könntest ein Video z.B. auf Youtube hochladen (und einfach nicht listen lassen, dann findet man es nur wenn man den Link dazu hat) und das dann hier verlinken oder einbetten - oder das Tier einfach mal machen lassen, wenn es die Beine generell nutzen *kann*, wird es sie zur Häutung vermutlich auch irgendwo einhaken.


    Ich drück weiter die Daumen ;)


    -Kraehe

    Moin..


    Das mit dem "Haare fressen" ist nicht weiter schlimm, sie könnens halt nicht verdauen und deshalb kommts hinten so raus wie's vorne rein ging. Ein paar Katzenhaare schaden dem Tier aber sicher nicht ;)


    Wegen der nicht belasteten Beine ist nun die Frage. Aus der Ferne und ohne das Tier in Bewegung zu sehen ist das schwer zu beurteilen. Die Beine sehen halt nicht verletzt aus :pardon: wobei man allerdings nicht weiß, was da alles kaputt geht/gehen kann wenn das Tier aus plusminus ein Meter auf den Zimmerboden fällt.

    Sehr viel tun kannst Du da glaub ich nicht. Schau, dass das Tier möglichst gute Möglichkeiten zum festhalten hat und dass die Parameter stimmen. Selbst wenn sie die zwei weggestreckten Beine nicht nutzt hat sie immer noch zwei weitere Beine mit denen sie sich zur Häutung festhalten kann, es haben schon Tiere mit bedeutend schlechteren Voraussetzungen eine Häutung geschafft. Ich drück die Daumen dass das klappt.


    -Kraehe

    Moin...


    "Dachgeschosswohnung" und "nicht warm genug" sind mal zwei Ausdrücke die ich niemals im selben Satz erwartet hätte :crazy:

    Meiner Erfahrung nach stellt man im Dachgeschoss doch den Backofen zum Kühlen an - welche Parameter hast Du denn momentan? (Also, hauptsächlich das Terrarium, wobei mich auch interessieren würde wie Du deine DaGe so kalt hältst dass die Mantide friert :P )


    Dass das Tier einen Haxen wegstreckt würde mich erstmal nicht besonders beunruhigen. Die hat zum Laufen noch 5, und zum Häuten 3 andere Beine, mit denen sie sich festhalten kann - und wir haben schon Berichte hier im Forum, in denen sich Tiere denen beide hintere Schreitbeine komplett gefehlt haben, sich erfolgreich gehäutet haben - das wird sie also schon schaffen.


    "Kot am Schnürchen" kenn ich allerdings so nur von Phasmiden, wenn die versehentlich Haare oder irgendwelche anderen, nicht verdaubaren "Fäden" mit gefressen haben die am Futter hingen. Die Möglichkeit besteht natürlich auch bei Mantiden, wenn z.B. in der Pinzette ein Haar festhing, oder eine Futterschabe gerade auf ebendiesem rumgekaut hat oder sowas... Abschneiden ok, bitte nicht rausziehen - es ist nicht ausgeschlossen dass man dem Tier damit innere Verletzungen zufügt.


    Darf man aber fragen wieso Du Fliegen von Pinzette fütterst? Hat sie einen Fangbeinschaden oder sowas?

    Fangen können Mantiden normalerweise selbst ganz gut.


    -Kraehe

    Moin...


    Hierodula sp. sind generell in der Lage, verschiedene Farben anzunehmen. Wie/warum genau ist variabel, so haben wir z.B. eine Art hier die dazu neigt, eher orange-bräunliche Farbtöne auszubilden wenn sie auf frischen Zweigen aufwachsen die während dem Aufwuchs vertrocknen, werden jedoch grasgrün wenn sie auf schon trockenen Ästen aufwachsen. Andere Hierodula-Arten 'reagieren' auf so etwas hingegen gar nicht.


    "Eure" Farbabweichung hat aber am Wahrscheinlichsten was mit der unterschiedlichen Unterbringung zu tun.



    Ob sich das im "normalen" Varibialitätsrahmen für H.sp."Papua" bewegt ist die Frage, das könnte man leichter beantworten wenn die Art bestimmt wäre, d.h. wenn man genau wüsste welche Art es ist. Ich würde aber mal behaupten: Ja isses.


    Wenn generell Zweifel an der Art vorliegen: Das lässt sich leider erst nach dem Ableben mittels eines Genitalpräparates feststellen, an optischen Merkmalen kann man die meisten Hierodula-Arten nicht unterscheiden.

    Bei Einzeltieren sollte das nicht weiter tragisch sein, sollte das Tier für eine Zucht vorgesehen sein würde ich bei Zweifeln darauf verzichten es einzusetzen.


    -Kraehe

    Moin..


    Sind die Tiere denn alle aus derselben Quelle? In dem Fall müssten zumindest deine Männer und Dame/n die selbe Art sein - also ohne Probleme züchtbar, selbst wenns nicht die Art sein sollte die drauf steht.

    Vielleicht kannst Du ja mal bei deiner Quelle anfragen ob die eine Herkunft wissen. Grad die "jüngeren" Händler wie home-of-insects wissen die Fundorte häufig noch.


    Es kommen öfter mal frische Importe ins Land die einfach als "irgendwas" angeschrieben werden, weil sich "mit Name" besser verkauft als "ohne Name". Ich erinner mich da nur zu gut an die angebliche "Sphodromantis sp. 'Giant' " die sich dann doch als Polyspilota aeruginosa entpuppt hat - oder dass Miomantis sp. als Hierodula verscherbelt werden, kam schon öfter vor. :pardon:

    Dass aber speziell H.membranacea mit falscher Beschriftung, bzw. ganz besonders als H.keralensis in Umlauf kommen wär mir zugegeben neu.


    Wenn Du generelle Zweifel an der "Echtheit" deiner H.keralensis hast, wärs ggf besser die Tiere die Du gerade hast "sein zu lassen" und Dir welche aus einer vertrauenswürdigen Quelle zu organisieren.


    -Kraehe

    Moin..


    Ich glaub, der Michl hat da was falsch im Kopf.

    Kleine Naturkunde: Bei Gottesanbeterinnen bzw. generell bei Wirbellosen werden immer Gattung und Art benannt (z.B. Hierodula = Gattung, keralensis = Art). In der Terrarienhaltung ist das meistens auch ausreichend. Eine Unterart wäre es dann, wenn *nochmal* was dabei stehen würde.

    Mantis religiosa ist so ein Beispiel, von der es mehrere Fundorte mit Bestimmung bis zur Unterart gibt, z.B.: Mantis (Gattung) religiosa (Art) caucasia (Unterart). Ich mein von der Art gibts über 10 bestimmte Unterarten, darunter dann z.B. auch Mantis religiosa religiosa, Mantis religiosa major, Mantis religiosa polonica... Alles dieselbe Art, aber verschiedene Unterarten.


    Wäre H.keralensis also eine Unterart von H.membranacea, müsste sie Hierodula membranacea keralensis heißen ;) oder eben andersrum, je nachdem welche den Art- und welche den Unterart-Status zugesprochen bekommt. Da aber beide Arten ohne einen solchen Zusatz im Umlauf sind, sollten auch Beide eigenständige Arten sein.



    Bei den Größenangaben möcht ich noch den Rat loswerden dass man bei Mantiden die Flügel *nicht* mit misst, möglicherweise radiert das ja ein paar der benannten Größenunterschiede aus. Innerartliche Schwankungen von 0,5cm in der Adultgröße halte ich jedoch für normal.



    Allein an optischen Merkmalen wirst Du verschiedene Hierodula-Arten aber (bis auf wenige Ausnahmen) nicht unterscheiden können.

    Wenn Du dir also über die Art unsicher bist, führt vermutlich kein Weg dran vorbei, jemanden um eine genaue Bestimmung via Genitalpräparat zu bitten.


    -Kraehe

    Moin...

    eine App, die auch draußen flächendeckend funktioniert

    Versuchs mal mit iNaturalist - das ist eine Meldeplattform mit wissenschaftlichem Wert, die außerdem eine recht gute Erkennungsdatenbank hat (die Macher der App haben nebenher das Projekt "Seek", das zur Identifizierung gedacht ist, falls man nix hochladen will - die App muss aber noch jede Menge lernen).


    Ansonsten hör ich immer wieder dass GoogleLens angeblich total gut sein soll.

    Dazu jedoch die Vermutung, dass GL möglicherweise auf deine Standortdaten zugreift und nur auswirft was bei Dir wahrscheinlich sein könnt. Ein Phyllium (0.1 adult) konnte mir die Anwendung beim ausprobieren nämlich nicht mal als Lebewesen identifizieren, ein paar einheimische Käfer gingen dafür problemlos.


    -Kraehe

    Moin..


    Wie gesagt, je nach Besatzdichte machts eh keinen echten Unterschied. Zumal, nur indem man eine Hand voll Heuschrecken einsammelt macht man sicher nicht so viel Schaden, wie die Mähroboter die in jedem dritten Garten ihre Runden ziehen - die fragen nicht sondern zerhäckseln einfach alles, was nicht schnell genug beiseite rennt.

    Fühl Dich also von nix abgehalten, ich wollt Dich nur ein wenig aufziehen. ;)


    Was den Schaden an kultivierten Bienenvölkern angeht ist der wohl sehr überschaubar. Dadurch dass die Tiere gefüttert werden, durchgängig eine trockene und warme Unterkunft haben etc, sind die paar Arbeiterinnen die man für seine Mantiden einsammelt ruckzuck ersetzt - dass die fehlen fällt weder dem Volk noch dem Imker auf.

    (Dem Specht btw guten Appetit und eine gute Brutsaison fürs nächste Jahr <3 )



    Was ich bei der letzten Antwort vergaß:

    Gottesanbeterinnen wissen, wie sie mit wehrhaftem Futter umgehen müssen. Auch wenn sie im Leben noch keine Biene gesehen haben, sind sie idR in der Lage, das schmerzhafte Ende von sich wegzudrehen um nicht gestochen zu werden.

    Der Größe des Tiers angepasst sind übrigens auch Spinnen sehr gutes Futter - da gilt dasselbe.

    Wenn dein Tier also nicht unbedingt der trotteligste Fänger der Welt ist, wär ich da nicht besorgt.


    Wobei Spinnen wie auch Bienen (oder generell "wehrhaftes Futter") nur unter Aufsicht verfüttert werden sollten - mindestens den Fangschlag abwarten, sobald das Tier frisst passt schon alles. Sollte die Biene/Spinne nicht gefangen werden, bitte unbedingt wieder aus dem Becken entfernen, das kann sonst auch schief gehen.


    -Kraehe

    Moin..


    Die Sumpfis und normalen Grashüpfer teilen sich das Habitat teilweise. Keine Ahnung wie's bei euch aussieht ;) bei entsprechender Bestandsdichte machts aber eh keinen echten Unterschied ob da nun 50 oder 45 Grashüpfer pro m² rumspringen.

    Bestimmungen am Genital klappen bei Insekten btw erst am toten Tier.


    Fliegen sind eh gutes Futter, Honigbienen für L5, kommt wohl auf die Art an. Ist alles ein wenig Gefühlssache. Wenn dir Bienen zu groß erscheinen (oder die Mantiden zu klein) lass es lieber noch.


    Othopi - Honigbienen sind, abgesehen von Hummeln, so ziemlich die einzigen, fluffigen, gelb-schwarzen Bienen die's bei uns gibt. Die meisten Wildbienen würde man als unbedarfter Bürger gar nicht als "Biene" erkennen, die sind meistens eher unifarben schwarz.


    Honigbienen sind bei uns rum auch die einzigen Bienen die so riesige Völker machen: Wenn Du auf Ausschau bist und irgendwo 'ne Blühhecke siehst die vor lauter Bienen fast wegfliegt: Das sind Honigbienen (Apis mellifera). Da brauchst dann mMn auch gar kein schlechtes Gewissen haben wennst ne Dose voll mit heim nimmst. ;)


    -Kraehe

    Ahoj,


    Schaben sind ja recht nah mit Mantiden verwandt. Sie legen genauso wie Gottesanbeterinnen keine einzelnen Eier, sondern Ootheken. Wenn ich mich recht entsinne gibts auch keine bzw. nur sehr wenige Schabenarten, welche die Ootheken ablegen - die Meisten tragen sie so lange (in einer "Bruttasche" im Hinterleib) herum, bis die Jungen schlüpfen.

    Die weiße "Kugel" ist also zumindest kein Schaben-Ei. Was es dann ist, hm - gute Frage. Ohne "es" zu sehen, unmöglich zu sagen.


    Gut möglich dass die kleinen, grauen Viecherl Jungtiere waren. Kannst Du bei Gelegenheit mal versuchen ein Foto davon zu machen?

    Sie sehen halt aus wie kleine Schaben ohne Flügel - leicht ovale Körperform, längere Fühler auf der Kopfseite, 6 Haxerl untendrunter :pardon:


    -Kraehe

    Moin...


    Nur so als allgemeiner Einwurf:

    Hier sind kaum Biologen und/oder Entomologen anwesend. Nachdem die Meisten von uns sicher auch nicht ausm Kopf wissen wie eine Schmeißfliege "in Schlau" heisst, ists auch ausreichend wenn Du halt "Fliegen" hinschreibst - "Brachycera" müssen die Meisten vermutlich erstmal googlen um adäquat reagieren zu können, und die Frage ist dann, wer das tut.


    Wenn Du Chorthippus parallelus (wobei das aktuell Pseudochorthippus parallelus sein müsste) "gemeiner Grashüpfer" - von Pseudochorthippus montanus "Sumpfgrashüpfer" unterscheiden kannst, was Du offenbar können musst wenn Du gezielt die nicht auf der roten Liste vorgemerkte Art verfüttern möchtest, hast aber meinen höchsten Respekt ;)

    mWn sind die morphologisch so ähnlich dass man sie nur am Genital unterscheiden kann. ;P


    Btw auch Honigbienen sind wunderbares Mantidenfutter.


    -Kraehe

    Moin..


    Wie Fichte schon sagte, Sichtschutz. Ein Blatt Papier oder so reicht da, Hauptsache sie sehen nicht mehr durch.


    In Terrarien bietet es sich an, einfach Seitenwände einzubringen.

    Die haben dann sogar doppelten Nutzen: Sichtschutz gegen die Nachbarn, und zusätzliche "griffige" Lauffläche. (Auch wenn sie's jetzt noch gut können, im Alter finden Hierodula zunehmend weniger Halt an blankem Glas.)


    -Kraehe

    Moin...


    Seitlich verlaufende Flecken sind idR Kotze; Stresskotze ist meist auch geruchlos.

    (Generell ist der beschriebene Geruch von Mantidenkotze unauffälliger, je älter und wässriger die Kotze ist, und je größer das Becken dazu.)


    Ansonsten das was Othopi gesagt hat ;)

    Wobei es bei entsprechender Nachbesserung an Belüftung durchaus schon ausreichend sein kann, erstmal einfach das Sprühen einzustellen bis das Tier sich berappelt hat.

    Exo können schon auch für "empfindlichere" Arten hinhauen, man muss nur sicherstellen dass das mit der Belüftung klappt. Ich bin generell auch kein Fan von den Exo-Becken muss ich zugeben.


    -Kraehe

    Moin...


    Natürliche Migration von Arten gibts selbstverständlich, und natürlich eingezogene Neozoen werden tendenziell auch begrüßt und geschützt - siehe Mantis religiosa.


    Aber natürlicher Weiterzug erklärt nicht, wie z.B. Achatina/Lissachatina sp. aus Afrika nach Florida kamen - die wurden von Menschen dorthin importiert, ausgesetzt und machen nun massive Probleme.


    Mit Zucht- und Halteverboten soll genau sowas aufgehalten (oder zumindest reduziert) werden.


    Wenn man künstliche Verschleppung und natürlichen Weiterzug nun natürlich auf dieselbe Stufe stellt, sind gezielte Verbote einzelner Tier-/Pflanzenarten tatsächlich ein zweischneidiges Thema. Aber Du kannst mir nun nicht erzählen, dass ein schwarzer Zwergwels (ein Süßwasserfisch aus Nordamerika) auf natürlichem Wege irgendwie in europäische Gewässer käme.


    Es gibt *immer* 1 Idioten ders für alle Anderen versaut - das ist überall so, nicht nur in der Tierhaltung, und damit muss man halt leben.

    Sicher gibt's z.B. auch in den USA tausende Tierhalter, die sich um das Wohl ihrer (Riesen-)Schnecken sorgen (würden) - und einen, der die Eier in den Garten wirft, ohne sie vorher abzutöten. Wegen dem einen Trottel dürfen die Anderen nun halt auch nimmer.

    (Dass afrikanische Riesenschnecken in Zentraleuropa noch erlaubt sind, ist btw auch nur unseren kalten Wintern zu verdanken, nicht den sorgfältigen Tierhaltern, die wir hier haben - zur Diskussion standen die nämlich schon öfter.)


    Abgesehen davon stellt's die Leute eh nur dort auf, wo es um Tiere geht, die sie selber haben wollen; ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, dass irgendwer jammern würde, würd irgendwann Arion vulgaris auf der Liste landen :P


    -Kraehe



    PS: Moskitofische wurden jahrelang zur Bekämpfung von Mückenlarven in künstlichen und natürlichen Gewässern ausgesetzt, die sie in Folge eben leergefressen haben. Als Aquarienfisch sind die nur als Futterfische interessant - außer ihrer hohen Reproduktionsrate haben sie nichts, was sie irgendwie attraktiv macht. Als Futterfische kann man aber alles Mögliche an Kärpflingen nutzen (Para-Kärpflinge, Guppys, Mollys..), ist also nicht so als wärn die irgendwie unersetzlich.

    Moin..


    Interessant wär halt wie die Flecken am Glas ausgesehen haben, nicht wenn sie schon abgewischt wurden. Das seh ich auf den obigen Bildern nirgends.


    Fehlende Luftzirkulation und Staunässe kann für Hymenopus tatsächlich ein großes Problem sein wie Till schon erzählt hat. Das kann durchaus dazu führen, dass die Tiere "Stresskotzen", weil ihnen das Wasser die Tracheen verlegt und sie dadurch Schwierigkeiten haben, zu atmen. Oft wirkts dann auch so als wärn die Tiere super gesund weil aktiv, derweil sie eigentlich versuchen irgendwo hin zu kommen wo's trockener/sonniger/luftiger ist. (Der Vergleich hinkt zwar, aber stell Dir das ungefähr so vor, als würdest Du in 'nem Pool sitzen, wo Du dir auf den Zehenspitzen stehend grade so das Gesicht ober Wasser halten kannst und trotzdem jeden zweiten Atemzug Wasser in Mund und Nase kriegst. Das bringt Dich auch nicht sofort um, ist über Zeit aber tödlich, und Du würdest auch nochmal ordentlich Power geben um da raus zu kommen, bevor Du letztendlich absäufst..)


    Wenns nun "nur" Durchfall war hat das Tier einfach bedeutend mehr Wasser aufgenommen, als es nötig hätte und kackt deshalb flüssig (Gottesanbeterinnen können Flüssigkeit zwar extra absondern, pinkeln idR aber nicht).


    Kurzfassung: Egal was es war, hör mal auf zu sprühen, und kontrollier ob wirklich eine gute Durchlüftung im Becken herrscht.


    Das letzte Mal als ich ein Exo mit CompactTop gesehen hab, war ich der Meinung dass da eine effektive Be-/Entlüftung quasi *nicht* stattfinden kann.


    -Kraehe

    Moin..


    Sorry fürs Doppelpost ;)


    Ich war mir im Nachgang nicht ganz sicher über den Moskitofisch (der auch Koboldkärpfling, Texaskärpfling, Silberkärpfling, und mittlerweile sogar "Pest-Elritze" genannt wird - der gängige Trivialname der Art in Deutschland ist aber Koboldkärpfling), bzw. wollt ich meine verdunkelte Erinnerung etwas erhellen und hab deshalb "Kurzrecherche" auf Wikipedia betrieben:


    Koboldkärpfling – Wikipedia


    Ein paar kurze Zitate zu dieser Art die mir jetzt besonders in Auge gestochen sind:


    • Er bewohnt hauptsächlich Gewässer in einem Temperaturbereich von 12–29 °C, kann aber auch bei Temperaturen von nur 3–4 °C und bis zu 42 °C überleben.
    • Eigentlich ein Süßwasserfisch, lebt er auch im Brackwasser.
    • Er ernährt sich von ins Wasser gefallenen Insekten, Krebstieren, Schnecken, den Eiern, Larven und Puppen Wirbelloser sowie von Algen und anderer pflanzlicher Nahrung. Kaulquappen und die Eier von Amphibien verzehrt der Koboldkärpfling ebenfalls. Gejagt werden auch kleinere Fische.
    • Ein Koboldkärpfling ist in der Lage, täglich das Eineinhalbfache seiner Körpermasse zu konsumieren.
    • Die Brutsaison dauert von der Mitte des Frühjahrs bis Mitte Herbst; Koboldkärpflinge können etwa alle 3 bis 4 Wochen gebären, und nach nur einer Paarung mehrere Bruten haben.
    • Nach 2 bis 3 Wochen Tragezeit wird der Nachwuchs geboren.
    • Die Größe des Wurfs schwankt zwischen 5 und über 100 Jungen, die bei ausreichendem Nahrungsangebot nach 3 Monaten selbst die Geschlechtsreife erreichen.

    tl;dr:

    Wirf diese Fische in irgendein Gewässer, und es ist dabei völlig egal was für ein Gewässer es ist:

    Sie werden es schlicht und ergreifend leer fressen.


    Er verdrängt also nicht eine gewisse, einheimische Art sondern über Zeit einfach alles, was im selben Gewässer leben möchte, wie er. Sei es nun, weil er der anderen Art das Futter weg-, oder einfach die Jungtiere der anderen Art auffrisst.


    -Kraehe

    Moin..


    Als "Invasiv" gilt jede der Arten auf dieser Liste ;)


    Bei Manchen gehts auch nicht darum dass sie irgendwen auffressen können oder sowas. Oftmals sind solche Tierarten (wie der Moskitofisch) einfach unglaublich vermehrungsstark, und besetzen dieselbe Nische wie irgendein einheimisches Tier, das sich jedoch nicht so stark vermehrt.

    Dadurch dass der Neozoe aber in (sehr) kurzer Zeit eine (viel) stärkere Population aufbaut als das einheimische Tier verdrängt er Dieses mit der Zeit.


    Mit Zucht- und Weitergabeverboten soll das verhindert (oder zumindest im Rahmen gehalten) werden.

    Je weniger Leute die besagten, invasiven Tiere in die Hände bekommen, desto geringer ist auch die Gefahr dass der nächste Trottel sein Aquarium im Bach ausleert, weil er keine Lust mehr drauf hat, und so solche Tiere in die heimische Fauna entlässt ;)


    -Kraehe