Beiträge von Kraehe

    Moin...


    Bitte gerne.

    Ich mein, ausprobieren kannst Du's mit den Asseln ja trotzdem. Vielleicht nehmen deine Tiere die ja wenn sie's gewöhnt sind welche zu kriegen :pardon: Außerdem sind die Viecherl selbst auch was Feines, da wuselt immer irgendwas und es macht echt Freude, ihnen zuzusehen ;)


    Die brauchen nur halt auch etwas Fürsorge, also einfach die Dose ins Eck und nur reinschaun wenn Du grad welche brauchst ist da auch nicht drin ;p Erfahrungshalber laufen die am Besten wenn sie eine Kalkquelle (wir geben Sepiaschale, da wir die meiner Schnecken halber ohnehin im Haus haben) zur Verfügung haben und im Prinzip dauerhaft Futter (Futterlaub, etwas weißfaules Holz und irgendwelche Gemüse-/Obststücke die grad abfallen tuns für Unsere bisher ganz gut).


    -Kraehe

    Musst Dir nur putzige Schaben holen, sowas wie Dominoschaben (Therea sp.) oder Bananenschaben (Panchlora nivea). Die werden von den Meisten für Käfer gehalten, fällt also nicht weiter auf :p


    Spaß beiseite:

    Im Endeffekt wärn die Schaben ja weitere Haustiere mit Nebeneffekt, für Einzeltiere lohnt eine Futtertierzucht nur des Futters halber eigentlich nicht. Du solltest sie, wenn Du dich überhaupt damit weiter beschäftigen möchtest, auch selbst haben wollen.


    Eventuell erfrag mal die Gründe, informier Dich über die gewünschte Schabenart, und halt nochmal ein offenes Gespräch mit deiner Familie darüber.

    Wenns nicht grad amerikanische Küchenschaben werden sollen (die sich echt überall ansiedeln können) geht von den üblichen Futterschaben keinerlei Pestgefahr aus. Auch für die Gesundheit sind sie im großen und ganzen unbedenklich (Allergien mal ausgeschlossen - doch mit der richtigen Allergie kann einen auch 'ne Erdnuss töten, insofern...).


    Wenns allerdings einfach das Thema "Ekel" ist...da helfen leider idR die fachlichsten Gespräche nix.



    Alternativen:

    Im Sommer könntest Du durchaus Beifang von Draußen verfüttern (keine Bienen oder Wespen bitte, die habens auch so schon schwer genug). Alles was flattert/fliegt wird im Regelfall gut genommen, einzig mit Motten haben wir keine guten Fress-erfahrungen machen können.

    Spinnen ausm Keller (der Größe des Jägers angepasst - bitte keine 3cm KL Kellerspinne zur L2er Nymphe :P ) sind im Regelfall auch willkommenes Futter. Bitte nur unter Aufsicht und ggf. die Spinne wieder entfernen, das kann nämlich auch nach hinten losgehen.

    Auch in der Zoohandlung kann man Futtertiere kaufen; wenn man nett nachfrägt kann man bei manchen Händlern auch einzelne Futtertiere kriegen (meist, wenn der Laden selbst Tiere ausstellt die Insekten fressen. Die müssen ja auch gefüttert werden, und angebrochene Futterboxen werden nicht mehr verkauft.) - oder man findet jemanden, der z.B. für größere Abnehmer wie Reptilien einkauft und gewillt wäre seine Dosen zu teilen.


    Mit ganz viel Glück hat man wen in der Nähe, der selber Futtertiere zieht und dem man welche abnehmen kann - solltest Du aus Linz/UU sein könnten wir uns da sicher mal was ausmachen ;)


    -Kraehe

    Moin...


    Erfahrungshalber werden Asseln eher schlecht als Futter akzeptiert.

    Jungtiere kleinerer Arten, die generell eher laufendes Futter (Springschwänze, Ofenfischchen, Erbsenblattläuse, etc) wollen, machen gelegentlich aktiv Jagd auf weiße Asseln... Aber das lässt sich vermutlich nicht auf größere Arten übertragen.


    Ich muss zugeben wir haben (noch) nicht versucht, unsere Mantiden mit Asseln zu füttern - und es eigentlich auch nicht vor - ich kann mir aber auch nicht vorstellen dass die Tiere dran Freude hätten. Asseln sind im Vergleich ja doch eher "schwer gepanzert". Meiner Meinung nach fährst Du mit Schaben als Futterquelle auf Dauer gesehen sicher besser.


    -Kraehe

    Moin...


    Wie schauts denn mit der Belüftung aus? Das letzte mal als ich mir die ExoTerra-Becken genauer angesehen habe, hatten die diese (für die meisten Arten unglaublich unnötige) Riesenlüftung über die gesamte Decke.... dadurch geht natürlich auch Einiges an Luftfeuchte flöten.


    Hast Du da einen Exo-Lampenkasten drauf oder was Anderes?


    Etwas Abhilfe schaffen kann da z.B. die Lüftung zu verringern - aber keinesfalls(!!) komplett abdecken! - Frischluft muss ja trotzdem rein.


    Auch 'ne gute Möglichkeit, die RLF zu beeinflussen ist es, lebendige Bepflanzung einzubringen. Einfache Sachen wie Dreimaster, Grünlilien oder Efeututen machen sich im Terrarium immer gut, müssen aber ggf. zugeschnitten werden damit sie nich' alles zuwuchern.

    Je kleiner das Becken desto begrenzter ist mal leider auch mit der Auswahl, auf ner Grundfläche von 20x20cm hätt man mit 'ner Efeutute z.B. keine Freude, die macht 3 Blätter und man sieht nix mehr... also ein wenig Terrarienabhängig auswählen.


    Das schon genannte Moos als Bodendecker ist natürlich auch 'ne Möglichkeit, mir persönlich gefällts optisch nicht deswegen nutz ichs nicht so gern ;)


    Generell wär aber evtl. auch ein Foto vom Terrarium (inkl. Einrichtung), Beleuchtung und Lüftung von Vorteil... Vielleicht gibt's da irgendwelche "Störquellen" die einfach zu beseitigen sind und dein Problem vielleicht nicht beheben aber positiv beeinflussen können.


    -Kraehe

    Moin...


    Du darfst dem Tier ruhig schon was Größeres als Drosophila gönnen, so die Größenordnung Schmeiß-/Goldfliege müsste sie schon locker nehmen.

    Es würden generell schon noch ein paar Fliegen reinpassen, aber sie ist jetzt weder dick noch besonders dünn.


    -Kraehe

    Moin...


    Hör auf zu zählen und wirf die Fliegen einfach rein. Für ne Katze würdest Du ja auch nich die Brekkis abzählen und hinterher tragen oder 🤷‍♀️ solang sie Futter hat verhungert sie schon nicht. Die hat 6 Haxen und kann laufen, die schafft das schon.


    -Kraehe

    Moin..


    Ich glaub es hapert eher daran, dass wir nicht wissen, was er so bedenklich findet. Zuerst dacht ich er meint die Cerci, aber wenn ich mir den Thread so nochmal durchlese ists wohl die Form vom letzten Segment?

    Ein rotes Ringlerl um das, was ihn so aufregt, würd vermutlich mehr bringen als schärfere Fotos... Wenn keiner weiß wo er hingucken soll kanns das schärfste Foto der Welt sein und es kann Dir keiner sagen können was Du hören willst :spiteful:


    Lange Rede kurzer Sinn ich seh da nix bedenkliches, sieht aus wie 'n normaler Frauenpo. Bissi fett vielleicht (frisch nach der Häutung sind die Mädels aber immer etwas aufgebläht), abgesehen davon aber nicht wirklich auffällig :/


    -Kraehe

    Solche Angaben sind immer "kälteste zu wärmste Stelle" zu lesen.

    Bei Unsicherheit kann man sich immer noch informieren wo die Tiere herkommen und daran messen ob man die gelesenen Angaben als für die Nachahmung tauglich befindet.


    Laut Klimadiagramm hats in/um Kapstadt im Winter zwar grade mal durchschnittlich knapp unter 20°C, aber in Terrarienhaltung zielt man doch mehr auf Sommerdurchschnitt (oder knapp darunter) und da sinds einfach um die 27-28°C.

    24°C entsprechen eher Frühling(/Herbst). Da schlüpfen sie zwar in der Natur (oder legen dann langsam die letzten Ootheken vorm Winter...) aber leben tun sie bei den Temperaturen nicht dauerhaft.


    -Kraehe

    Moin...


    Es war zu kalt.


    Auch vor dem Heizungsproblem schon, 25°C als Tagestemperatur für Omomantis zebrata sind schlicht und ergreifend zu kalt. Ich mein, die Tiere stammen aus Südafrika.... sehr viel kühler als 28°C im Tagesmittel würd ich mit denen nicht gehen.

    Wenn Nachts die Temperatur mal kippt ist das, solange die Tageswerte passen(!), nicht so wild.


    Die "herauslaufende, schwarze Flüssigkeit", dass das Abdomen weich war und das Tier keine Körperspannung mehr hatte, lassen darauf schließen, dass sie Verdauungsprobleme hatte und innerlich zu verfaulen angefangen hat (was eine direkte Auswirkung von dauerhaft zu kühler Haltung ist).


    Schwarze Flecken am Abdomen oder den Flügeln können eine Auswirkung davon sein, oder z.B. der Beginn einer Pilzinfektion die sich ansiedeln konnte da das Tier bereits geschwächt war.


    -Kraehe

    Moin...


    Die, die ich mal hatte haben quasi nur genommen was geflattert hat (auch Artgenossen, btw). Große Ausnahme warn Spinnen, vor Allem auf diese (sorry, aber superekligen) Zitterspinnen fuhren sie total ab. An Schaben hab ich sie nur mit viel animieren von Pinzette gekriegt.


    Fliegen, Schmetterlinge, Motten usw und die besagten Spinnen gingen aber auch ohne Pinzette wunderbar.


    -Kraehe

    Ich hab jetz gar nicht unbedingt Dich gemeint Merli_oo7 ;)


    Zimmerhaltung wird hier halt im Allgemeinen nicht unterstützt, da Viele denken es ist dann auch ok die Viecher bei 21°C im Wohnzimmer am Gummibaum zu haben und das isses halt nicht. Wenn mans richtig macht und passende Parameter bieten kann, gehts dem Viehzeug auch am Zimmerficus gut.... aber das können oder tun die Meisten nicht. Ist eh ein eigenes Thema.


    -Kraehe

    Der MM empfiehlt aber auch Zimmerhaltung (und behauptet noch so ein paar Dinger wegen dem er nich' unbedingt glaubwürdiger dasteht - das issn anderes Thema).


    Aber ich seh schon, wenn die Profis gesprochen haben sind alle anderen Meinungen eh fürn Mist und zu Erklärungen um den kuriosen Pöbel zu erleuchten lässt man sich dann auch nimmer herab.

    Sollt ich mir merken und künftig auch so argumentieren. 😛


    -Kraehe

    Moin...


    Egal wie ich zähle, ich komm nich' auf 9 Häutungen/10 Larvenstadien. Bei mir ist nach höchstens 8 Häuten Schluss, und da hab ich schon das Abstreifen der Prälarvenhaut als Häutung mitgezählt (was ich normalerweise nicht mache).


    Erleuchte uns doch bitte wo die zusätzliche Häutung herkommt. Ich halbseniler Vogel komm einfach nich' drauf 🙄


    -Kraehe

    Hey Dilara,


    freut mich dass ich euch helfen konnte. Und spitze dass es geklappt hat!


    Dann hing wohl wirklich nur eins der Anhängsel an der Haut fest, das kann manchmal einfach passieren ;)


    Das Einzige, was mich an deinen angeführten Werten etwas irritiert ist, dass die Luftfeuchte nachts niedriger ist als Tagsüber? Ist das so gemessen oder ein Schätzwert?

    Üblicherweise ist's nämlich eigentlich so, dass die RLF nachts steigt, nicht fällt :pardon:


    Abgesehen davon passen die Werte allerdings (es "könnte" tagsüber zwar etwas wärmer sein, aber solange dein Tier mit der Verdauung keine Probleme hat, passt das schon). An den Haltungsbedingungen sehe ich an und für sich keinen Fehler, vor der nächsten Häutung vielleicht einen Extra-Sprühstoß ins Becken geben, um so ein "kleben bleiben" zu vermeiden.


    -Kraehe

    Moin....


    Mir würde auch noch als Grund einfallen dass T.sinensis mal als beabsichtigter Nützling zur Schädlingsbekämpfung in die Staaten eingeführt wurde (was jedoch grandios in die Hose ging, da die Schädlinge, die sie eigentlich bekämpfen sollten, andere Aktivitätszeiten und -zonen hatten als die Mantiden :P ).


    Da sie jetzt Neozoen mit recht stabilen Beständen sind (und u.A. dort heimische Mantidenarten bedrohen, Beutespektrum usw) haben sie keinen direkten Schutzstatus.

    Da sie recht groß und daher einfach zu finden sind, landen daher sicher dann und wann als "Versuchsprojekt" in Jugend- und Wohnzimmern - quasi, erstmal was von Draußen holen, eh' man sich für teuer Geld was kauft, oder aufgrund kindlichem Forschungsdran, so wie man selbst früher auch mal irgendwelche Heuschrecken, Motten oder Würmer gefangen und im Marmeladenglas aufm Schreibtisch beobachtet hat.


    Nachzuchten von Tieren, die als WF jederzeit verfügbar sind, sind natürlich auch allgemein schneller/durchgängiger erhältlich und aufgrund des ggf. geringen "Anschaffungspreises" der Elterntiere auch nicht teuer. Man muss dazu jedoch auch sagen, dass in den Staaten eher liederlich mit solchen Themen umgegangen wird, es gibt dort etliche eingeschleppte Tierarten (bis vor ein paar Jahren sogar Kamele, bis die Bestände "entfernt" werden konnten).


    -Kraehe

    Moinmoin...


    Bezüglich der Geschlechterfrage schubs ich Dich mal >zur Mantopedia weiter<, direkt in die Bildergalerie bei den P.wahlbergii. Gleich die ersten zwei Fotos zeigen die Unterscheidung der Geschlechter ;)

    Auf deinem Foto ist's nicht optimal zu erkennen, ich schätze aber auf eine Frieda.


    Der Richtwert ist das Abdomen des Tiers: Wenns rund ist, braucht es nix - wenn flach(er) wird, wieder füttern. Ich hätt ihr an dem Foto geschätzt jetzt aber erst mal 1-2 Tage Futterpause gegönnt und sie quasi "unter Beobachtung" etwas verdauen lassen.

    Im Regelfall lassen die Tiere aber eh fallen, wenn sie satt sind - dass Mantiden fressen bis sie platzen ist ein leider weit verbreiteter Irrglaube.


    -Kraehe