Moin...
Wenn ich junge Phasmiden habe, zu denen wir keine Elterntiere haben da wir z.B. nur Eier übernommen haben, nehme ich sie aus der Schlupfdose und überführe sie in eine gut überwachbare Box/ein kleines Flexi (wo die nötigen Parameter hergestellt werden können etc).
Die Futteräste werden wie bei Adulttieren in Wasser gestellt und - da kommts ein wenig auf die Art an - entweder können die Kleinen eh problemlos selbst fressen, oder ich setze eine "Patenphasmide" dazu, welche die Blattränder anfrisst um die Jungtiere zum fressen zu ermuntern. Sollte das nicht möglich sein schneide oder reiße ich einzelne(!) Blätter etwas an; verletzte Blattränder bringen nur so lange etwas, wie sie nicht eingetrocknet sind.
Das "Problem", das manche Tiere haben, ist keineswegs dass die Blätter zu dick wären o.Ä., sondern dass sie die Blätter nicht sofort als Futter erkennen (die hiesige Futterbrombeere ist ein Ersatzfutter, die eigentlichen Futterpflanzen der meisten Phasmiden wächst hierzulande schlicht nur im Topf) - die verletzten Blattränder "duften" hingegen und zeigen den Jungtieren an "hier kannst Du essen" - sobald eine selbstständig fressende Nymphe in der Gruppe ist, haben sich die "Fressprobleme" aber üblicherweise erledigt (so zumindest meine überfundierte Meinung aus Erfahrung, wenns jemand besser weiß bitte ich um Ergänzung/Richtigstellung
).
Solange deine Blätter frisch sind, und Du im Blick hast ob die Nymphen zu fressen beginnen, kannst Du gerne so weitermachen wie Du beschrieben hast. Sobald die erste Nymphe angefangen hat zu fressen, ist weiteres Anschneiden idR nicht mehr nötig (schau eben ob sie dann weiter brav fressen, sonst schneid nochmal an). Die Dose muss halt hoch genug sein, damit die Tiere sich häuten können - mindestens die Körperlänge des größten Tiers mit ausgestreckten Beinen x2.
-Kraehe