argentinische Waldschabe züchten

  • Hi,
    da ich mir jetzt eine kleine Schabenzucht angeschafft habe bzw möchte, wollte ich mal fragen was ihr sagen würdet mit wie vielen Exemplaren ich da beginnen sollte.
    hab mir heute eine Schachtel mit 9 Stück im Fnapf gekauft und frag mich jetzt ob das reicht, damit die sich vermehren....
    und wie groß würdet ihr die Box dafür wählen ?


    Lg Justin

  • Hey Justin,


    vermehren tun sich schon zwei, jedoch bis du Tiere zum Verfüttern aus der Zucht nehmen könntest dauerts dann recht lange ;)
    Meine mich an einen Mindestansatzgröße von 100 adulten Tiere zu erinnern und selbst hier sollten nur die Männchen verfüttert werden. Zu kommt, das die Folgegeneration wiederum etwa 6 Monate bis zum Adulti braucht.
    Bis also so eine Zucht richtig was abwirft vergeht einiges an Zeit. Darüberhinaus bauchen die Tiere auch recht warm. Die Boxengröße kannst wählen wie du möchtest und denkst das es passt. Die Kerlchen sind sehr sozial, aber bei der Größe eines Zuchtansatzes wirst schon mindestens 50x40 Bodenfläche brauchen.


    Liebe Grüße
    Tobias

  • Ok Danke ^^
    naja ich brauch ja auch ne so viele, dass die sich jetzt gleich hunderterweise vermehren müssen


    aber ich denk ich beobachte das jetzt mal noch paar Wochen ob sich da was tut und wenn ne kauf ich mir demnächst auch mal noch paar ^^

  • Aber ich sage dir gleich , 9 sind zu wenig :)
    nehm wenigstens nochmal 2 Packungen dazu.
    Ich habe auch so minimalistisch angefangen , aber das hat keinen Sinn. Ganz oder gar nicht . Der Zeit und Kostenaufwand rentiert sich nicht,
    weil du am Ende doch noch etwas zukaufen musst :) Ich weiß zwar nicht wie viele Tiere von welcher Art du hast aber rechne doch mal hoch was du
    so täglich brauchen würdest.

  • @ arnulfmeter: danke für den Tipp, ich hab sobald meine Hierodula Erwachsen sind 5 Weibchen, ein Männchen und eine Wasserschildgröte zu versorgen, also eigentlich nicht sehr viel.
    hab mich aber inzwischen schon darum gekümmert und nen kumpel gefragt ob der jemanden kennt der auch welche hat....
    naja falls ich von dem keine bekommen kann muss ich mir halt noch paar Dosen kaufen ^^"

  • Bei einer Durchschnittstemperatur von rund 22 Grad dauerts wirklich lange bis die Schaben adult sind! und ob sie sich dann noch vermehren ist auch fraglich..
    Wenn du den Behälter auf rund 30 Grad erhitzt dauert es nurnoch 9 Wochen! Für die Zucht ein sehr sehr wichtiger Aspekt :)
    Hab die Erfahrungen schon selbst gemacht :D
    Gut ist auch wenn man verschiedene Größen zur Verfügung hat, dann hat man auch mal für kleinere Larvenstadien etwas :)


    Liebe Grüße Daniel

  • ja das mit der Temperatur weiß ich schon, aber trotzdem danke ;)
    ich hab die auf einem Terra stehen und eine Schicht leere Heimchendosen drunter, so das es genau 32°c sind :)


    Grüße Justin :)

  • Hast du auch gestapelte Eierkartons drin? Dort legen die weiblichen Schaben ihre Ootheken hin, also in eine tiefe Ecke :)
    Dann bleiben sie solange über ihnen sitzen bis die kleinen weißen Babys ausgehärtet sind :)


    Die Kartons haben noch mehrere Vorteile.. findet man aber sehr viel im www :)
    Viel Glück, auch mit deiner Suche! Hab auch gerade nur 8 adulte Weibchen zuhause, und nur 10 kleine Babys..

  • Hab jetzt schon zum 3. mal sowas drin gefunden (siehe Anhang)
    ist das eine Art Käfer, oder weiß jemand was das ist????


    Ist ca. 1mm größ und kann Scheiben hoch laufen, also ist es ja schonmal kein nachwuchs der schaben oder iwas anderes, oder???

  • Hallo,


    Du brauchst mehr Schaben für eine Zucht. Der Aufwand den Du da jetzt reinsteckst ist verschenkte Zeit und Geld.
    Und diese Päckchen aus den Zooladen sind dafür auch zu teuer.
    Da bekommst mindestens 40-50 Stück gemischt zum gleichen Preis wie du für die 9Stück bezahlt hast.


    Gruß

  • Ich tippe , dass du da kleine Käfer in deiner Zucht mit drinnen hast. Ein paar sind bei mir auch bei der Ofenfischchen Zucht drinnen. Scheinen sich nicht negativ auf die Zucht auszuwirken aber fressen auch Cellulose und vorallem Fischfutter welche meine Ofis bekommen. Ich sortier die Dinger aus. Sind auch ziemlich hartschalig. Lieber doch mal weg damit , bevor die sich zu groß vermehren und dann doch noch was anrichten ;)


    Und "nur" 5 Weibchen und eine Wasserschildkröte ist gut ^^
    Ich hatte bis vorgestern noch 3 Männchen und 2 Weibchen + Acromantis formosana. Und die Hierodula Weibchen fressen wirklich wahnsinnig viel . Die Männchen sind dagegen extrem
    genügsam. Ich habe jetzt in dieser Woche schon mindestens 15 adulte Heuschrecken an ein Weibchen verfüttert , weil ich es verpaaren will.(hab ich mir extra für vor dem Verpaaren gekauft) Aber das ist so sehr aggressiv , dass es das erste Männchen ohne Verpaarung trotzdem gleich verpreist hat. Heute wieder ein Männchen dazu , währendessen hat es 2 Heuschrecken bekommen , für jeden Fangarm einen . Das Männchen saß zwar auf dem Weibchen aber es hat keine Paarung statt gefunden. Als ich nochmal Futter für das Weibchen rein getan hatte, hat es schon wieder nach dem Männchen gegriffen , ist sehr demoliert (ohne Fangarme) . Mein drittes hat sich lieber mit der Scheibe gepaart :pillepalle: :fie: :thumbdown: :dash: Dadrauf setz ich jetzt alles in ein paar Tagen.


    Also wenn du auch verpaaren willst brauchst du da mal ne Woche richtig viel Futter nur für ein Tier und sonst brauchen die Tiere auch mindestens 2-3 adulte Schabenmännchen oder etwas subadultes.(Man könnte natürlich mehr füttern).


    Da solltest du meiner Meinung nach dann jetzt auch wirklich sogar noch mit 50 Tieren einsteigen. Schau mal in Kleinanzeigen nach oder geb hier mal eine Suchanzeige auf , dann kommst du günstiger weg.


    Was auch ganz gut ist , ist wenn du in das Substrat der Schaben einen Ansatz weiße Asseln mit rein schmeißt. Die Vermehren sich bei der Temperatur sehr schnell und veputzen dann Häute oder tote Tiere.
    Die fressen bei mir sofort runtergefallene Reste von Futtertieren auf und die Häute nehmen sie auch gern. Jedoch sind die schon seit 1Jahr in dem Terra , sind also wahnsinnig viele drinnen. Der Nachteil der Asseln im Terrarium ist , dass die auch Pflanzenwurzeln und Holz wegputzen wenn sie eine Weile im Terrarium sind. Jedoch musst du das ja jetzt noch nicht gleich am Anfang der Zucht machen , aber wenn du weißt , dass du die nicht mehr so schnell aufgibst , dann ist es schon hilfreich denke ich :)

  • Ok Danke für den Tipp ^_^
    ich versuch mir auch gerade noch paar zu organisieren ^^
    @arnulfmeter:... ja 50 Stück, hab ich mir schon gedacht, dass ich so viele doch noch brauchen werde ^^"
    Naja dann organisiert ich mir demnächst noch paar und dann wird es wohl klappen :)



    zu den Käfern: ich beobachte das jetzt erst einmal etwas, und sammeln die immer ab, sobald ich welche sehe
    sollten es jedoch mehr werden, werd ich wohl alles nochmal komplett neu "einrichten" müssen ...


    Grüße Justin

  • Moin...


    Auch wenn es immer wieder von allen möglichen Wissern mürbe geredet wird:
    Dauerhafte 32°C für Blabtica dubia sind ZU VIEL!
    Das gern genommene Argument, Argentinien sei ein warmes Land, möchte ich mit dem Ratschlag aushebeln, sich doch einmal Klimadiagramme anzusehen: Tatsächlich sind durchschnittliche Tagestemperaturen von etwa 32°C nur für etwa 2-3 Monate im kompletten Jahr gegeben - und zwar im Hochsommer, und das auch nicht im kompletten Land! Diese sommerlich-höheren Tagestemperaturen wechseln sich mit Nachttemperaturen von etwa 20°C ab, was de facto einen Temperatursturz von rund 12°C bedeutet (in den kühleren Regionen gibt's Nachts zT auch Minustemperaturen - ganz am Rande erwähnt gibt es in Argentinien durchaus aus Landstriche, in denen es selbst im Sommer kaum wärmer als ⌀14-15°C wird...). Einen Tag-Nacht-Wechsel mit so rapide und stark abfallenden Temperaturen bietet sicher niemand von euch seinen Schaben.


    Vom Hochsommer abgesehen sind die Durchschnittstemperaturen in Argentinien gemäßigt und bei etwa 19-25°C angesiedelt.
    Hierzu bitte ich dann noch die Tatsache zu beachten, dass die Waldschaben ihres Namens gemäß im Wald, und auch dort am Boden in den oberen Laubschichten leben, und nicht in den Baumwipfeln. Die anzunehmende Temperatur im Waldboden ist nochmals etwas niedriger! Den Feldtest kann man an warmen Sommertagen auch in Europa vornehmen: Einfach ein Stück in den Wald gehen und Finger in den Boden bohren, man fühlt gleich dass es da gar nicht mehr so warm ist wie auf der Sonnenwiese!
    Also hört doch BITTE auf, eure Schaben das komplette Jahr bei 30°C und mehr zu braten!


    Herzlichst,
    ein Schabenfreund.

  • morgen,


    @ Daniel, vlt magst uns mal deine Schabenzucht, vorstellen , wir freuen uns immer über gute threads auch super bebilderte Futtertierzuchten!


    Klimadaten finde ich auch immer klasse... Wie Merle schon sagte, der genauere Lebensraum der Tiere dient da als Grundlage. wobei ich jetzt nicht mal wüsste, wo die dort überall zufinden sind. deshalb werden, ja auch oftmals GENAUERE Fundorte angegeben. Argentinien reicht halt im Ernstfall nicht, wie Merle schon beschrieben hat.


    Wie oftmals, wird's sichs empfehlen, die Beckengrösse so einzurichten, dass die Tiere Wahlmöglichkeiten haben.


    mein Futtertierzühter möchte 10 Euro für 100 Schaben, dies empfiehlt er auch als Zuchtansatz.

  • Also zu den 32°C :
    ich hab dadurch das ich von der Zucht am Anfang keine Ahnung hatte, alle möglichen Internetseiten durchgeschaut und da stand überall, dass unter 30°C garnix geht und die sich stellenweise auch erst ab der Temperatur vermehren.... langsam weiß ich auch nicht mehr welche Temperatur nun richtig ist ????


    davon abgesehen wird die Temperatur nur in einer kleinen Ecke der Box erreicht, der Rest der Box ist 2-3°C über der Zimmertemperatur


    PS: hab auch eine Seite gefunden, auf der behauptet wird das die Temperatur zwischen 35 und 40°C liegen sollte, aber das erschien mir dann auch etwas zu hoch....


    Grüße Justin

  • Moin..


    Ich halte selber einige Blaptica dubia, da ich derzeit keine großen Mengen an Insektenfressern zu versorgen habe mehr zum Spaß als alles Andere. Und aus eigenen Beobachtungen kann ich sagen, dass ich beinahe Alles was zur Haltung und Weiterzucht empfohlen wird, nicht unterstützen kann.


    Meine erste Zuchtgruppe habe ich so gehalten, wie es von vielen Haltungsberichten erklärt wird: Hohe Temperaturen, nur Eierpappe und Klopapierrollen als Einrichtung. Das Restultat war zwar, dass sich die Tiere tatsächlich schneller vermehrt haben - im Ausgleich dafür allerdings als Adulti nur für sehr wenige Gelege lang lebten, viele Ootheken ungeschlüpft abgeworfen wurden und die Tiere schnell starben.
    Die Männchen wurden oftmals sehr grob und aggressiv gegenüber den Artgenossen, sowohl andere Männchen als auch Weibchen und jüngere Tiere hatten darunter zu leiden (ich hatte dort etliche Tiere, denen Fühler, Beine und Flügel abgefressen worden waren) und nicht zuletzt hat die "Eierkartonbox" angefangen zu stinken wie Hölle (weshalb auch immer, jeder den ich kenne meint er merkt keinen üblen Geruch auf seinen Eierkartonzuchten - evtl. auch nur persönliches Empfinden).
    Die Tiere begannen außerdem, trotz ausreichender Futtergabe, nebst ihrem Futter auch die Eierpappe in groben Mengen zu Gemüte zu führen (was das für den Nährwert heisst, wenn das Futter Pappe frisst... Naja).


    Dagegen hatte (und habe ich noch) später meine "Erdgruppe", die - ja - in Erde leben darf. Obenauf viel Laub, für Feuchtfutter ein Untersetzer aus Ton (rauhe Oberfläche = Kletterbar für Jungtiere) und nicht mehr als 25°C (außer es wird Sommers in dem Raum, in dem sie stehen, wärmer). Zudem keine aktive Beleuchtung (Waldboden ist ja auch nicht beleuchtet).
    Zugegeben, die Zucht lief in dieser Box deutlich langsamer an, ich hatte beinahe schon daran gezweifelt. Allerdings werden die Tiere ebenso deutlich älter, sind (in meinen Augen) erheblich vitaler und aktiver, man hört die Tiere quasi dauerhaft im Laub herumrascheln. Nicht zuletzt sind sie bei dieser Haltungsweise deutlich friedlicher zueinander. Angeknabberte Flügel oder Fühler gibt's nur noch bei Männchenüberschuss, die Weibchen und Jungtiere werden in Ruhe gelassen. Und, nun, wo keine Pappe ist kann eben auch keine gefressen werden - stattdessen wird am trockenen Laub genagt (für den Nährwert halte ich das für wertvoller).
    Man muss mit Bodengrund allerdings aufpassen, dass die Box nicht zu feucht wird, und Feuchtfutterreste (Obst/Gemüse) regelmäßig entfernen, sonst hat man schnell (Futter-)Milben in der Zucht (zu denen als Haustiere neigen die Argentinier aber ohnehin, in dem Sinne besteht die Gefahr also auch bei Eierpappenhaltung).


    Nicht zuletzt wirkt so eine Zuchtbox natürlich auch optisch schöner, wenn nicht nur ein paar Bögen Eierpappe drin liegen. Ich persönlich finde das äußerst trist und unschön. Um die Zucht möglichst praktisch und einfach zu halten, gerade wenn die Tiere als pure "Nutztiere" einziehen, eignet sich die Eierpappe aber natürlich bestens ;) ich mag sie nur einfach nicht mehr benutzen.


    Wenn es dann natürlich nur auf schnelle Zuchterfolge ankommt und weniger auf die Tiere selbst, dann natürlich nur hoch mit den Temperaturen. Da ich allerdings bei meiner anfänglich kleinen Zucht (erster Einstieg auch mit ca. 50 Tieren) schon in der zweiten Generation Rückgänge in der Schlupfrate merkte, wage ich zu bezweifeln, dass die "Grillzucht" auf lange Sicht hin gesehen ohne Zukäufe funktioniert.


    -Kraehe


    PS:
    Was das Abschätzen richtiger Temperaturen angeht, kann ich - wie Carmen schon sagte - nur dazu raten sich einmal die Klimadiagramme der jeweiligen Länder anzusehen. In diesem speziellen Fall merkt man dort äußerst flott, dass Argentinien leider selbst gar nicht weiß, dass es ein so heißes Land ist (wie Justin erwähnte, angeblich sogar bis 40°C) und sich erheblich anders verhält (in manchen Landstrichen hat es dort gerade einmal etwa 5-10°C Tagesdurchschnittstemperatur, mit Frost während der Nacht ;) aufs Jahr gerechnet plusminus bisserl).

  • Ok Danke für den Rat ^^
    dann wird ich die wohl etwas kälter stellen und neu einrichten muss ich die sowieso, da die oben erwähnten Käfer, Brotkäfer sind (hab ich mir durchs Fischfutter eingeschleppt, was ich als Protein Zusatz mit rein gegeben hab ^^") und die richtige Schädlinge sind v.v

  • Hallo zusammen.
    IC hoffe es ist OK das ich mein anliegen hier poste da ein extra Thema meiner Meinung nach unnötig wäre.
    Nun zum eigentlichen.
    Vor über zwei Jahren sind einige meiner Schaben zu groß geworden für meine Tiere. Also leben die seit dem bei mir. Jetzt endlich konnte ich Paarungen beobachten und habe auch Eipakete entdeckt. Jetzt weis ich nicht ob da noch was schlüpfen wird. Wäre dann mein erster Schabennachwuchs.
    Im Anhang seht ihr Bilder der Pakete.


    Gruß
    Stefan

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    Gruß
    Stefan