Beiträge von Kraehe

    Moin...


    Ich möcht dazu einwerfen, dass es nebst Meerschweinchen, Vielzitzenmäusen und Degus sogar Weißbauchigel gab 🥰 natürlich auch ne bunte Auswahl Schlangen, Frösche/Kröten und Geckos. Auch Terrarien, Einrichtung, Technik und Futtertiere gabs.


    Ein paar Aussteller konnten deutsch, der Rest zumindest englisch. Man ist also irgendwie schon zusammen gekommen.


    Kurzum,trotz dass es klein war gabs eigentlich "von Allem etwas". Mir hats (aus an Exoten interessierter Besuchersicht gesehn) besser gefallen als Wien :pardon:


    -Kraehe

    Moin..


    Das bewegt sich noch gut im Rahmen.


    Könnt bei H.keralensis anders sein, die Art hatt ich noch nie und daher wenig Erfahrungswissen, aber im groben Rahmen leben adulte Hierodula-Männchen noch so rund 2-6 Monate. Einzeltiere, die aus diesem Zeitrahmen ausbrechen, bestätigen die Regel.


    3 Monate ist halt ein Mittelwert, den die meisten Männchen erreichen. Oft fangen sie dann schon an zu schwächeln, wenn sie älter werden hat man aber immerhin alles richtig gemacht ;)


    -Kraehe

    Moin..


    Naja, was heißt "verbockt".


    Wir hatten 20 Tiere bekommen, und innerhalb der ersten 2 oder 3 Nächte nach Erhalt sind 15 davon tot in ihren Bechern gelegen. Futter gabs, Parameter passten - weiß der Teufel.


    Die restlichen 3.2 wurden adult und verpaart.

    Die Mädels zwar recht flott nach Adulthäutung, da die Männer leider einfach früher adult wurden. Vielleicht war das dann der Fehler, laut Erfahrungsberichten vom Rönisch macht er das aber offenbar öfter und es klappt immer - darauf hamma uns halt verlassen. Die Männchen warn jedenfalls bei beiden Weibern schnell aufgesprungen und haben ihr Werk getan.


    Blöderweise hat dann nur Weib 1 genau 1 Oothek gelegt, die halt nicht geschlüpft ist. Sie ist auch recht jung verstorben.

    Weib 2 hat nicht gelegt, sondern sich nur die Plauze fett gefressen bis sie irgendwann ihrer Schwester gefolgt ist.


    Andere würden bei so einem Hergang gleich wieder "Inzucht" schreien. Die Tiere warn aber aus nem recht jungen Import, daher: Nö sicher nicht.

    Von "verbocken" würd ich da auch nicht sprechen, ich mein, was sollst auch machen außer Parameter kontrollieren und füttern?



    Da die Helvia aber eh "meins" gewesen wären - mir dieser Riesenausfall gleich zu beginn aber, auf gut bayerisch gsagt, "das Kraut ausgschüttet hat" - gibts bei uns jetz' keine Orchideen mehr. :rolleyes:


    -Kraehe

    Moin..


    Hast Du den Link überhaupt angeschaut oder einfach "übersehen" :p


    Laut Bericht vom Bruno sollen die Männchen der Art z.B. schon mit 3 Monaten, die Weibchen mit 5 Monaten adult sein - laut Aussage der Besitzerin waren diese Tiere bereits "mehrere Monate" alt und sie hatte keine (sub)adulten Tiere.

    Laut Brunos Beschreibung sind die Fühler bei der Art länger als das vordere Beinpaar, bei den Männchen mit weißen Spitzen (auf den beigefügten Fotos zum Haltebericht ist das auch schon zu erkennen); Soweit auf den Fotos erkennbar sind die Fühler der hier gezeigten Tiere kürzer als das vordere Beinpaar, weiße Spitzen sind auch nirgends erkennbar.


    Das sind jetzt die 2 Sachen die ich ausm Kopf noch weiß.

    Aber lies doch gerne selber nach, der Link steht oben.


    So long,

    -Kraehe

    Moin...


    Gemessen daran dass Hierodula membranacea in der Lage sind, juvenile Kornnattern zu töten, glaub ich nicht dass ein A.gigas groß genug sein kann dass er vor Übergriffen durch eine Gottesanbeterin sicher wäre. :pardon:


    Sphodromantis sind idR aggressiver und weniger Beutescheu als Hierodula, mindestens drei der genannten Arten würd ich daher schonmal ausschließen.

    Rhombodera sollen laut Hörensagen angeblich auch eher aggressiv sein - von denen hab ich tbh aber keine Ahnung.


    Andersrum sind die Tausis aber auch für Mantiden nicht unbedingt ungefährlich. Tausis klettern Nachts gerne auch mal rum, und können dabei die Gottesanbeterin vom Ast schubsen - grad dann wenn die sich evtl grad häuten wollen kann das fies enden. (Aber die Tausis beseitigen ihre Spuren auch gleich selber wieder, immerhin da kann man ihnen nix vorwerfen. :P )


    Abgesehen davon sollten bei den Tausis die falschen Parameter herrschen. Ich kann mich für A.g. noch an Temperaturen von 20-26°C bei einer RLF von 65% aufwärts erinnern. Für die Mantiden sollts schon 26°C+ haben, nicht weniger. Es irgendwie so hin wursteln dass es warm genug für die Mantiden aber noch irgendwie kühl genug für die Tausis ist - im Endeffekt also einen Kompromiss zu schaffen der für keinen so richtig passt - ist auch der falsche Weg.


    -Kraehe

    Moin..

    dass sie aufreißen können wenn man dies nicht rechtzeitig bemerkt und die Temperatur als auch die Luftfeuchte ausnahmsweise nicht erhöht.

    Wenn man die Tiere von vornherein und dauerhaft so hält, wie es nötig ist, muss man für die Oothekenablage gar nichts ändern.


    Manche Weibchen legen sehr spät, manche sogar gar nicht - sie sind auch in der Lage die Eier wieder zu reabsorbieren. Das Schlimmste was man bei adulten Weibchen tun kann ist, die Fütterung einzustellen weil sie dick sind - damit kann man sie effektiv verhungern lassen.


    Wenn sie ein anständig eingerichtetes Terrarium und angemessene Sitzplatzmöglichkeiten mit genügend "Grip" haben, besteht idR auch keine Gefahr dass die Tiere aufreißen/platzen. Selbst wenn sie runterfallen, landen sie bestenfalls irgendwo im Substrat und haben noch die Chance dass sie das unbeschadet überleben.

    Vollgefressene Tiere die aus +/-1m vom Zimmerficus auf den Holzboden knallen, können(werden) schon platzen. Genau deshalb haben sie ja aber auch nix aufm Zimmerficus verloren, sondern gehören ins Terrarium. :pardon:


    Zudem können Weibchen Pheromonen Absondern oder abspritzen die anscheinend als weiße Substanz festzustellen ist, wie ich in einem Beitrag in diesem Forum gelesen habe.

    Wat ^^ Also, ich mein Frauen können schon "abspritzen" aber bei Mantiden wär mir das neu. :P


    Pheromone sind Botenstoffe, quasi ein 'gasförmiger Riechstoff' der eine Reaktion bei Lebewesen der gleichen Art hervorrufen soll....in diesem Fall ein Lockstoff, der Männchen die Paarungsbereitschaft vermitteln soll. Bestenfalls über eine größere Distanz, es wär eher kontraproduktiv wenn das irgendwo punktuell an 'ner Wand landet. ;)

    Pheromondrüsen haben Insektenweibchen idR am Hinterleib zwischen den Segmenten (bei unbeflügelten Schmetterlingen gibts dazu schöne Fotos) ...und was Mantiden gelegentlich weißliche Flüssigkeit abgeben ist am Ehesten noch "Pipi" - eigentlich überschüssig aufgenommenes Wasser, das eben irgendwo wieder raus muss - da wo der andere "Abfall! auch raus geht, eben aus der Afteröffnung. Diese Flüssigkeit wird laut Hörensagen von einigen Tieren und meist mit Schwung gegen die Scheibe befördert, wenn man am Terrarium vorbei geht (vermutlich als Abwehr).


    Geht man bei einem Weibchen ein höheres Risiko, dass etwas bei der Haltung schief läuft als bei einem Männchen oder ist es etwas worüber man sich keine Gedanken machen müsste?

    Meiner Meinung nach sind Weibchen und Männchen gleich schwierig zu halten.


    -Kraehe

    Moin...


    Das SIND Cornflakes-Dosen... Schüttdosen für Trockenvorräte mit Clip-Verschluss um genau zu sein, in die halt ein Lüftungsgitter eingearbeitet wurde. ^^


    Es ist generell nix Falsches dran, man kann das aber auch selbst machen wenn man das Werkzeug dazu hat.

    Wenn Du das ganze "außenrum" erst kaufen müsstest, ist's sicher sinnvoller die einfach fertig zu kaufen. Sicherheitshalber würd ich dann aber die mit 2 Lüftungsflächen nehmen, wenns eine Art eher feuchter haben will kann man notfalls immer noch eine der Lüftungen abdecken - eine dazu basteln ist ohne Werkzeug immer eher schwierig.


    -Kraehe

    Moin...


    In der Konstellation würd ich jetzt auch auf die Fliegen tippen.


    Das "abtrocknen lassen" ist zwar nett gemeint, es liegt aber in so einem Fall nicht dran dass die Fliegen physisch feucht sind. Du könntest die Fliege, wenn korrekt inkubiert, direkt vorm Verfüttern in Wasser tunken und sie tropfnass verfüttern, und es würd der Mantide nicht schaden ;)


    Wenn im Zusammenhang mit Mantiden (zumindest hier im Forum) von "feuchten Fliegen" die Rede ist, ist normalerweise gemeint dass die Fliegendose geschwitzt hat, oft weil sie sonst im Kühlschrank gelagert werden und einfach draußen vergessen wurden, und die Maden in Folge vorm Schlupf (oder gar schon als Puppen) irgendwann im Feuchten gesessen haben.

    Oft (aber nicht immer) riecht das Ganze dann auch unangenehm. Wenn die Puppen im Kühlschrank nass werden kommts teilweise auch vor, dass die geschlüpften Fliegen völlig verklebte Flügel haben, oder sie beim Schlüpfen direkt abreissen. Spätestens wenn man sowas feststellt, sollte man die Fliegen wirklich nicht mehr verfüttern.


    Fliegen aus schwitzenden Dosen haben spekulativ schon öfter zu verführtem Ableben von Einzeltieren geführt. So wie hier auch: Alles Andere war wie immer, ausschließlich die schwitzenden Fliegen waren der einzige Ausreisser aus den anderen Konstanten.


    -Kraehe

    Moin...


    Wenn zwei Tiere so zeitnah das Zeitliche segnen gibt's ne Ursache, nur die im Nachhinein noch zu finden ist immer schwer wenn man nicht dabei war.


    Mit 6/7 Wochen nach Adult würd ich erstmal aufs Geschlecht deuten, nachdem Du dir aber sicher bist dass es Weiberl warn fällt das wohl aus.


    Irgendwas am Terrarium verändert? Neue Deko? Neue Futterquelle? Die Werte stimmen sicher (d.h. gemessen, nicht geschätzt)?


    Es gibt öfter mal Weibchen aus allen möglichen Arten die entgegen jeder Erfahrung einfach keine Oothek ablegen. Dafür gibts bestimmt organische Gründe, allerdings sind Insekten schlecht genug erforscht dass es dazu keine fachliche Meinung gibt.


    -Kraehe

    Moin...


    Ich versteh gerade nicht: Hast Du das Tier angefasst während es sich noch gehäutet hat, oder wars schon aus der Haut draußen?


    Wenn Letzteres:

    Halb so wild, künftig aber bitte nicht mehr machen. Das Exoskelett der Tiere ist direkt nach der Häutung noch weich und die Tiere dadurch idR nervöser als sonst. Nur dadurch dass Du sie angefasst hast, hast Du ihr aber keinen unmittelbaren Schaden zugefügt.


    Im Zweifelsfall ist das aber mit Foto immer leichter zu bewerten als nur von Beschreibungen ausgehend. ;)


    -Kraehe

    Moin...


    Laut einer PN die er mir geschickt hatte, war das Männle Subadult. Wenns jetzt gehäutet "wieder normal aussieht", geh ich mal davon aus dass es erfolgreich durch die Adulthäutung gekommen ist und - wie's bei der Art nunmal ist - mit den aufliegenden Flügeln das Abdomen nun gestreckt getragen wird.


    Die 28°C sollten tagsüber recht durchgehend bestehen bleiben, tendenziell lieber wärmer als kälter. Lass die Temperaturen bitte nicht wieder so absacken das bekommt ihnen auf lange Sicht nicht gut.


    -Kraehe

    Moin...


    Ich hab mir sagen lassen das einige Tiere aus der Familie der Acanthopodidae nur bei Befruchtung Ootheken bauen.

    Beispiel hierfür wäre Acanthops erosula.

    Wie hat man hier "einige Tiere" zu verstehen?

    Betrifft das dann nur bei Einzeltiere oder alle Weibchen der Art?


    Es kommt halt bei Einzeltieren quer durch die Bank aller möglichen Arten vor, dass die adulten Weiberl keine Oothek ablegen. Evtl. ist's am Ende sogar ein Unterschied obs die Art oder Unterart, oder nur Stämme aus bestimmten Herkunften betrifft, etc...

    (Schlechte Haltung/Fütterung schließe ich hier mal als Ursache aus.)


    Aus angelesenen Quellen heißts gegensätzlich z.B. aber auch, dass die genannte A.erosula "legt wie am Fließband". Ich hatte die Art noch nie und tbh auch kein Interesse dran, kann mich da also generell nur auf angelesene Quellen beziehen.

    (Nicht falsch verstehen, sie sind schon putzig aber es gibt Arten die mir besser gefallen.)


    Wir hatten im ganz krassen Gegensatz auch schon Mädels verschiedener Arten hier sitzen, die trotz Verpaarung keine Ootheken abgelegt haben. Bei sowas heißts dann immer "ach so ein Pech", Gründe dafür gibts aber nur aus der Rätselkiste :hmm:

    Bei jungfräulichen Nichtlegern kanns nicht einfach dasselbe "Pech" sein?



    Lange Rede kurzer Sinn.. Ich werd wohl bei "in der Regel legen alle adulten Weibchen Ootheken ab" bleiben. Getreu dem Sprichwort: Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Selbst wenn bei den beiden genannten Arten (unabhängig davon obs die ganze Art oder nur einzelne Stämme betrifft) die Jungfrauen generell nicht legen, sind das bei 2400+ bekannten Arten an Fangschrecken weniger als 0,1% :p solche Minderzahlen werden im Prinzip nirgends berücksichtigt.


    -Kraehe

    Moin..


    Ich muss dazu sagen, ich versteh jeden der Hemmungen hat, selbst nachzuziehen.

    Die Menge an Nachzuchten, die man vor Allem mit "groß und grün" zu erwarten hat, kann einen schon mal richtiggehend erschlagen!

    Und dann hat man als Jemand, der eine richtige Beziehung zu seinem Tier aufbaut (weil mans, wenn man ehrlich ist, von anderen Haustieren auch einfach nur so kennt), natürlich auch Hemmungen die Jungen sich gegenseitig reduzieren zu lassen...


    So gings mir auch - meine ersten Tiere warn 2.1. Hierodula membranacea. Nachgezogen hab ich nicht, obwohl die Konstellation perfekt gepasst hätte - weil ich auch nicht wusste, wohin mit den Kleinen.

    Realistisch betrachtet ist's halt genauso wie Fichte sagt: Schlüpfen lassen im Terrarium, und die Kleinen einfach beisammmen lassen bis die gewünschte Anzahl erreicht ist.. Und dann vereinzeln, was man behalten will. :pardon:


    Man darf auch nicht vergessen, "Draußen" werden sie auch von Artgenossen, Vögeln, Ameisen, Mäusen, Spinnen etc gefressen, von Wind und Wetter bei Häutungen gestört, von größeren Säugern zertreten (oder ausversehen mitgefressen) und so weiter - eine so hohe Überlebensrate wie in Gefangenschaft haben die Tiere in ihrer Heimat niemals. Zudem sind sie, trotz empfundener Intelligenz, genauso Insekten wie alle Heuschrecken, Fliegen und Schaben die man an sie verfüttert.


    Probierts einfach mal mit dem selber nachziehen! Nur Mut, so schwer ist das gar nicht! :)


    -Kraehe

    Moin...


    20-28°C - tbh bei solchen Wertangaben schüttelts mich.


    Tageswerte für Hierodula membranacea sind ab 26°C aufwärts in Ordnung, als Vergleichswert darf man sich die Durchschnittstemperaturen aus dem Herkunftsland hinzu ziehen.

    Alles darunter ist zu kalt.

    H.membranacea verkraften das zwar oft, jedoch darf man bei Haltung in "Zimmertemperatur" letztlich auch nicht jammern, wenns die Tiere eben doch nicht packen.


    -Kraehe

    Moin...


    Sorry fürs blöde Nachfragen aber Jones192 hast Du grad Beispiele für Arten die unverpaart generell keine Ootheken legen?


    Nix für ungut. Mir wär nur keine Art bekannt bei der das die Regel ist und man will ja seinen Horizont erweitern wo's geht ;)


    Danke~


    -Kraehe