Welches Futter für L6 Hymenopus coronatus

  • Guten Tag,


    Ich bin mir nicht ganz sicher, welches Futter für mein Tier geeignet ist.

    Habe mir einen Becher Fruchtfliegen gekauft, scheinen ihr aber zu klein

    zu sein.

    Eine Möglichkeit währen da noch kleine Heimchen, da wird einem aber

    generell von abgeraten, glaub ich. Hab sie bis jetzt mit Fliegen die ich

    im Haus gefangen habe gefüttert, die hat sie genommen. Spricht generell

    etwas dagegen, Mantiden mit selbstgefangenen Tieren zu füttern? Oder

    gibt es da bessere Alternativen?


    Liebe grüße Josh

    Wer arbeitet macht Fehler, wer viel arbeitet macht viele Fehler. Wer nicht arbeitet, macht keine Fehler. Wer keine Fehler macht wird befördert.

  • So Hallo noch ein Mal Joshi,


    Generell gilt bei Mantiden, dass die Futtergröße immer ihrer aktuellen Größe angepasst werden sollte. Meist wird nur angenommen, was kleiner als die Mantis selbst ist. Es gibt natürlich Ausnahmen je nach Art oder Ernährungszustand. Was genau man füttert ist weniger entscheidend als die Qualität und Abwechslung in Sachen Futtertieren.

    Fliegen oder sonstige Insekten von Draußen werden oft gerne als 'Wiesenplankton' bezeichnet und sind, sofern nicht geschützt oder giftig/zu wehrhaft, eine sehr gute und natürliche Ernährungsquelle.


    Zu allen anderen Futtertieren: Es gibt solche und solche Meinungen. Manche züchten ihre Hymenopus coronatus seit Generationen ausschließlich mit Fliegen oder Fluginsekten und raten von Grillen usw. ab, Andere züchten ihre Hymenopus coronatus genauso oder ähnlich erfolgreich seit Generationen mit allerlei Grillen, Heimchen, Schaben und Sonstigem.

    Ich selbst habe mit Grillen und Co. nie Probleme bei Hymenopus coronatus gehabt. Das Wichtigste sind gesunde und qualitativ hochwertige Futtertiere, die man anfüttert und ähnlich gut pflegt wie seine wirklichen Haustiere. Je höher deine Futtertierqualität, desto besser geht es deinen Tieren. Dies schlägt sich unter anderem in der maximal zu erreichenden Größe, Nachkommenzahl und deren fitness sowie der Lebensspanne nieder.


    Beste Grüße, Marco

  • Vielen dank dir für deine präzisen Antworten^^

    Hätte es eigentlich nicht erwartet, dass sich so

    viele Leute für Mantiden interessieren. Ist ein Klasse

    Forum.:thumbup::thumbup:


    gute Nacht, Joshi:)

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  • Bei der Größe empfehl ich dir nen Terfly-Zuchtansatz zu kaufen, der hält bei gutem Ansatz und guter "Wartung" gut 2, bis manchmal sogar 3 Monate und du hast immer frische Fliegen parat.


    P.S. Terflys sind in der Regel flugunfähig, d.h. sie fliegen nur ein paar Zentimeter. Meine Hymenopos lieben sie und jagen sie regelrecht.

  • ein Ansatz 2-3 Monate ? Was für Ansätze hast du ? In der Regel schlüpfen irgendwann eine Welle an Fliegen und das wars. Trocknet auch zügig ab und von dem Milben dann irgendwann ganz zu schweigen.


    Wenn Fliegen geht meines Erachtens nichts an Goldfliegen vorbei. Das Handling muss man erlernen bzw. rausbekommen, aber dann ...


    Ich sehe es wie ello. Heimchen und Co funktionieren jedoch bedarf es ein Wossen um das Handling gesunder Futtertiere. So werden Fliegen (auch Drosos) gerne ganz ohne Zufütterung verfüttert.

    Eines der besten Futtertiere sind einfach Schaben in so vielen Punkten. Leider ists mit denen immer ein zweischneidiges Schwert.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Gabriel ()

  • Hallo Gabriel,


    ja ich habe schon die diversesten Futteransätze gehabt und es waren auch viele grottenschlechte dabei, besonders die vom regionalen Fressnapf sind, was beispielsweise Drosophilas angeht echt mies.


    Der beste Drosophila-Ansatz, den ich je hatte, war auch der Günstigste und von Zoo Zajac: großer Becher, eine richtige Gazeabdeckung anstatt des so oft gesehenen giftigen, da chemisch, wasserabweisend imprägnierten und ungewaschenen Damenstrumpfes (was tatsächlich unverständlich ist, da wasserabweisende Impränierstoffe im Körper eindeutig zu Organschäden führen je nach Dosis), viel Ansatzbrei und viel Holzwolle.


    Das Ding hat wirklich 10 Wochen durchgehalten, was aber auch daran liegen mag, dass er bei 8°C in der Kühlschranktür stand. Die Holzwolle habe ich dabei einmal ausgetauscht und den Brei nachgefeuchtet.


    Milben kann man präventiv super mit Neem bekämpfen, indem man die Holzwolle mal mit Citrosept oder Neem behandelt, beides ungiftig und rein natürlich und für Nutzinsekten ungiftig (alternative Medizin ist mein Hobby und da gibts Sachen, die sind so gut, dass sie versucht werden vor der breiten Masse zu verstecken aus Kommerzgründen, gerade Niem, ein Mittel der täglichen Anwendung in Indien und einer der genialsten Naturprodukte ist hier nochmals zu nennen, selektiv hat dieser Baum über die Evolutionsgeschichte es geschafft nur Schädlingen zu schaden, während Nützlinge verschont bleiben) und gerade weil er aus Indien kommt lag das in Bezug auf die Mantis eben sehr nahe.

  • Terflys und Drosos sind zwei paar Schuhe, aber egal wierum, kommt es auch darauf an wie weit der Ansatz entwickelt ist. Der Kühlschrank hemmt nicht nur die Entwicklung sondern tötet auch, je nach Temperatur, in gewissen Stadien ab. Pauschalisieren lässt sich das Vorgehen so also nicht. Was funktioniert und von den Goldfliegen übernommen werden kann, ist das Abwarten bis die ersten größeren Mengen schlüpfen und dann ab in den Kühlschrank. Aber selbst hier gibt es Unteschiede. Ansätze müssen zu immer komplett erwärmt werden, bei Reincastern, wie bei den Goldis, reicht eine dosierbare Menge zum Erwärmen aus.


    Thema ZooZajak ist vermutlich Geschmackssache. Wir waren vor einigen Wochen hochgefahren und waren sehr enttäuscht von Vielem. Da ist es besser man kennt seine Pappenheimer 😉 Unsere Ansicht zumindest ...

  • Hallo Mantimaniac,


    bezüglich deiner Aussage zur Behandlung der Holzwolle mit Neem würde ich dir zur Vorsicht raten. Neemprodukte enthalten den Wirkstoff Azadirachtin, welcher nicht selektiv schädlich für viele Insekten in verschieden Entwicklungsstadien ist. Dieser wirkt Abschreckend auf Insekten, jedoch auch als Fraß- und Kontaktinsektizid. Sollte davon etwas von der Holzwolle in den Futterbrei gelangen kann dies die Ausbeute des Ansatzes, und im schlimmsten Fall deine Pfleglinge schädigen.


    Gruß,

    Exo

  • mache mir ein kleines bisschen sorgen weil ihr Abdomen so dünn ist


    PS: Danke für die schnelle Antwort:)

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