Beiträge von Kraehe

    Moin...


    Ein schönes Thema das leider relativ unbekannt ist (bzw. dessen Existenz zumindest immer wieder aus dem Bewusstsein rutscht), ist die jährliche Ernennung von Tieren/Pflanzen des Jahres.

    Das passiert üblicherweise immer zum Jahresende für das nächste Jahr - ich bin also eh spät dran mit dem Thema - und soll das Bewusstsein für bestimmte Tierarten oder Lebensräume erschaffen.

    Da das leider nicht passiert wenns keiner kennt, stell ich euch das Thema hier mal vor, und vielleicht nehmt ihr daraus ja was mit (man lernt über diese jährlichen Listen doch einige Arten kennen, von denen man zuvor nix wusste) oder könnt eure Lieben ein wenig dafür begeistern.


    Tiere und Pflanzen des Jahres in Deutschland:

    Natur des Jahres 2022: Alle Jahreswesen im Überblick - NABU

    Das Insekt des Jahres ist die schwarzhalsige Kamelhalsfliege - der Lurch des Jahres ist "verdienterweise" die Wechselkröte und das Weichtier des Jahres ist die bayerische Zwergdeckelschnecke!

    Recht interessant ist hier auch ein Blick auf die "Giftpflanze des Jahres"... ;-)


    2017 wurde übrigens die Gottesanbeterin "Mantis religiosa" zum Insekt des Jahres ernannt!


    Obwohl die "Natur des Jahres" im deutschen Sprachraum gesamt gewählt wird, kann es aufgrund regionalen Verbreitungsgebieten und Co. auch vorkommen dass sich die Tiere und Pflanzen des Jahres sich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz unterscheiden, und u.U. auch abweichende bzw. zusätzliche "Nominierungen" vergeben werden.

    So ist in Österreich das Weichtier des Jahres z.B. die europäische Posthornschnecke Planorbarius corneus geworden, und während es in Deutschland "nur" die kleine Hufeisennase als einzige Fledermaus als "Höhlentier des Jahres" in die Liste geschafft hat, sind in Österreich gleich 2 Fledermäuse dabei: Ebenfalls die kleine Hufeisennase als "Höhlentier", und das braune Langohr als "Fledermaus des Jahres" :-)

    Natur des Jahres - Naturschutzbund Österreich


    -Kraehe

    Huhu,


    die Börse war ja nun am 07.05. und ich freu mich, Regina mal wieder getroffen zu haben! Auch wenn wir sehr weit voneinander weg platziert waren und deshalb eher weniger quatschen konnten.


    Vielleicht sollten wir für die nächste "gemeinsame" Prag - sofern Filvy samt Begleitung überhaupt nochmal Lust haben, hin zu fahren - in der Anmeldung fragen ob wir beisammen platziert werden können :/ mehr als "nein" sagen (oder es halt einfach nicht tun) können sie ja eh nicht :pardon:


    Diesmal wars zugegeben ein eher mittelmäßiger Börsentag. Wir hatten zwar auch nicht unser ganzes Angebot dabei, da uns zwischen den Börsen viel Überschuss abgenommen wurde, der dann jetzt für die Börse halt nicht mehr verfügbar war :P - aber das betraf eigentlich nur 2 oder 3 Arten. Mantiden fanden diesmal allgemein nicht so den großen Anklang, beliebter waren diesmal tatsächlich Phasmiden.


    Der Zoo Prag hat mir 2 Paare Phyllium abgekauft - nachdem sie die letzten beiden Male nur geguckt haben, hat mich das schon sehr gefreut ;-)

    Komischerweise wollten mehrere Besucher einzelne(!) Phasmidenweibchen, Paare haben fast nur da den Besitzer gewechselt wo wir sie paar- oder gruppenweise in fertigen Verkaufsboxen sitzen hatten.

    Allgemein war's also diesmal irgendwie ein komischer Tag. Immerhin haben wir die Stand- und Fahrtkosten wieder eingenommen. Ich schätze, die Erste nach der Sommerpause wird dann wieder bedeutend besser sein.


    Bei uns mit heim gingen diesmal Humbertiella sp. (Fichte hat im eigenen Thema eh schon Fotos hergezeigt), Nacktschnecken (da wir unsere letzten Nackis leider verloren haben), neue Boxen für meine Käferlarven weil die auch irgendwann adult werden, und ein wenig Substrat dafür.


    -Kraehe

    Moin..

    Das Licht im Terra ist seit etwa 30 Minuten an. Elsi zeigte kein Interesse an den Fliegen.

    [...]

    Vielleicht will Elsi Puplikum beim Jagen

    Vielleicht ist sie 'n Morgenmuffel :-P


    Ich glaub wir beleuchten da, wo die Spinnen sind, mit LEDs. Was die verlegte Technik im Mantidenregal angeht hat der GöGa einen besseren Überblick als ich muss ich zugeben.


    -Kraehe

    Moin..


    Wenn sie ohne Oothek noch so moppelig ist würd ich sie noch ein paar Tage auf Diät setzen ;)


    Heuschrecken sind schon ein ganz schönes Futterkaliber, da braucht man nicht ganz so häufig füttern. Ich hab meine ersten Mantiden (Hierodula membranacea) damals ausschließlich auf Heuschrecken gehalten. Meiner adulten Dame gab ich bei ca 28°C etwa alle 10-14 Tage eine (sub oder adulte) Heuschrecke.


    -Kraehe

    Moin...


    Sorry - wir warn am Vorbereiten für Prag :)


    Wie gut oder schlecht Spinnen nachts sehen weiß ich zugegeben nicht. Ganz blind sinds im dunkeln nicht, weil sie (bei uns) auch im dunkeln Beute schlagen. Dass Elsi im ganz Hellen schneller auf Beutetiere anspringt kann aber gut eine Mischung aus "selber besser sehen" und "Beute ist vom Licht paralysiert" sein. :/

    Dass zumindest Phasmiden sitzen bleiben und wie hypnotisiert ins Licht starren kann ich aus unserem "Fotostudio" bestätigen.


    -Kraehe

    Moin...


    Ganz blind ist sie mMn nicht, direkt nach Vorne sieht sie allerdings wirklich nix mehr. Die Facetten die noch grün sind funktionieren aber weiterhin.


    Wie ists passiert. Gute Frage. Sie hat sich mit Sicherheit während oder kurz nach der Häutung die Augen irgendwo ruiniert, wenn das erst mach der Häutung aufgetreten ist. Was genau sie gemacht hat weiß aber nur sie 🤷‍♀️


    In Freiheit wäre das jetzt eher blöd. In Gefangenschaft ists (zwar auch blöd aber) nicht ganz so wild. Vermutlich musst Du sie jetzt per Pinzette füttern, ich würd aber dennoch mal ausprobieren ein (größeres) Futtertier wie bisher anzubieten. Vielleicht schafft sie's ja ;)


    Ansonsten kannst Du sie einfach so weiter halten wie bisher. Mantiden orientieren sich nicht ausschließlich über Sicht, sie wirds schon schaffen sich im Terrarium zurecht zu finden ;)


    -Kraehe

    Moin...


    Also, Du könntest da glaub ich ruhig die Hälfte der Holzwolle rausnehmen wenn ich das richtig seh :-)


    Aber ich mag dein Video. Es ist so niedlich wie sie mit so kleinen Tippelschrittchen durchs Becken(Doserl) wackeln <3


    Super, dass das Beinchen so gut regeneriert ist! Spricht auch dafür dass es ihr gut geht (und auch dafür, dass das Beinchen nicht beim Transport schütt ging). Nach der nächsten Häutung merkt mans dann optisch auch nicht mehr dass es ein Regenerat ist ;-)


    -Kraehe

    Hi,


    no - they GET fertile when they're around 3-4 weeks adult.


    Some species take a little longer - some are faster - it depends.


    Only some species (like Hymenopus coronatus) are known for the males (but the males only, if I recall this correctly) start to lose interest in the females after they're adult for more than 5-6-ish weeks.


    In theory mantids stay fertile until the day they die. (Practically it's not recommended to breed older mantids as there's a higher risk of them getting injured while mating, as well as older mantid girls often are not interested in breeding anymore and will just eat the male ;) ).


    -Kraehe

    Moin...

    aber man sollte dennoch überlegen, wohin mit den ganzen "Viechern" Ich werde jetzt nicht anfangen, Heuschrecken zu züchten, nur weil Betti ca jede Woche eine frißt.

    Als bescheidener Einwurf: Eine eigene Futtertierzucht für ein einzelnes Tier macht nur dann Sinn, wenn man auch Spaß an den Futtertieren hat.


    Da sind der Fantasie im Prinzip dann aber auch keine Grenzen gesetzt, grad "die großen Grünen" sind sehr anpassungsfähig damit, was sie fressen.


    Ich kenn ein paar Leute, die z.B. irgendwelche hübschen Schaben halten und die Nymphen (oder Überschusstiere) derer nebenbei für ihre 1-2 Liebhaber-Mantiden als Futter nutzen. Why not - denn wenn man ehrlich ist, auch 'ne hübsche Schabe ist im Prinzip nicht "wertvoller" als die Futterheuschrecken ausm Zoohandel.


    Aber wenn man gar kein Interesse an einer "Kolonie Nutztiere" hat, würd ich auch nicht damit anfangen.


    -Kraehe

    Moin...


    Sorry, aber das "überall" musst Du mir verlinken.


    Ich hab mal die Suchfunktion beiderlei mit "Grille" und "Parasit" bedient und finde nirgends die eindeutige Aussage (auch nicht von meinem Mann) dass alle Grillen parasitengefährlich sind.

    Der Einzige, der das irgendwann im Februar diesen Jahres mal aus heiterem Himmel behauptet hat warst >in diesem Thema< Du selbst, außer Dir hat niemand davon gesprochen oder das gar bestätigt.


    -Kraehe

    Moin...


    Darf man fragen woher die Info mit den Parasiten kommt?


    Futtertiere aus Zucht haben idR keine Parasiten. Das ist eher bei Wildfangtieren zu befürchten, und selbst da hatten wir die letzten X Jahre keine Probleme. (Parasitierten Insekten merkt man idR schnell an, dass was mit ihnen nicht stimmt.)


    Dass sich frisch gekaufte Grillen nur bedingt als Futter eignen stimmt zwar, das hat aber weniger mit Parasiten zu tun als mit (vermutlich) dem Futter, das die Grillen in der Zuchtanlage erhalten - und weil Grillen durchaus selbst räuberisch leben und die Gottesanbeterin verletzen und ggf. sogar töten können.


    Wenn man die Grillen selber nachzieht und nur unter Beobachtung verfüttert spricht aber im Grunde nix dagegen.


    -Kraehe

    Moin..

    Die Temperaturen die da auf deiner Seite stehen scheinen mir aber auch Quatsch, bei 15-20° überleben Wüstenheuschrecken nicht allzu lange.

    So abwegig sind die Temperaturen nicht. Mit 20°C (übliche "Zimmertemperatur") kriegt man die Tiere schon aufgezogen.


    Ich mein klar gehts ihnen damit nicht exzellent, man darf bei solchen Parametern auch keine großen/gut gehäuteten Tiere erwarten, und züchten kann man so auch nicht. Wenns aber nur drum geht die Biester bis zum Verfüttern zu hältern, langen sogar die 15°C. Wie auch bei Mantiden riskiert man dabei halt unnötige Ausfälle. 🤷‍♀️


    (DISCLAIMER: Solche Parameter sind nicht tiergerecht. Bitte haltet auch eure Futtertiere anständig, auch wenns nur Insekten sind - es sind genauso Lebewesen die ein Mindestmaß an Respekt verdient haben.)


    -Kraehe

    Moin...

    zeig

    Nix besonderes, nur der Dosenlocher für Filmdosen ;-) aber manchmal bin ich halt 'n Mädchen.

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    Ich glaub was Gabriel so durch die Blume bemängelt ist diese "Wegwerf-Gesellschafts-Haltung", die sich bei Wirbellosenhaltung mal mehr, mal weniger zeigt.


    Die "typische Haltungsart" bezieht sich dabei darauf, dass grad die üblichen Anfänger-Standardarten oft mit Haltungsangaben "weder Lampe noch Wärme nötig" weitergegeben werden, wobei dann oft Tiere im Zimmerficus landen und da halt langsam vor sich hin sterben vor sich hin vegetieren - in der "öffentlichen Wahrnehmung" jedoch ein "langes und glückliches Leben" führten.


    Im krassen Gegensatz dazu steht dass die Tiere früher oftmals mit Technik gehalten wurden, die heute wenn überhaupt noch nur mehr für Reptilien Einsatz findet, und das damals ggf. nicht nur für nötig empfunden wurde sondern (zumindest teilweise) tatsächlich noch war.


    Selbstverständlich ist Beleuchtung mit UV-Anteil bedeutend hochwertiger als ein 08/15-Halogen-, oder LED-Strahler, und wenige Arten reagieren auch auf veränderte Lichtanteile (Phyllium sp. reagieren auf sehr viel hochwertiges Licht, wie z.B. echtes Sonnenlicht, durchaus mit Umfärbung von grünen Nymphen zu gelb-roten Adulttieren - und z.B. Jungferngeckos reagieren auf UV-Anteile in der Beleuchtung damit, dass sie die Fähigkeit zur Farbänderung von Tag zu Nacht zeigen), benötigen Diese aber nicht und kommen bestens ohne sie klar. Das betrifft nicht nur, aber eben gerade auch die so gängigen Arten an Gottesanbeterin wie Hierodula, Sphodromantis und Co.


    Das wurde irgendwann festgestellt und der Trend wuchs daraufhin in die Richtung, dass die Tiere erst keine hochwertigen Tageslicht-imitation mehr bekommen haben, dazu dass irgendwann auch die Wärme-Halogen wegfielen und durch LED ersetzt wurde und irgendwann gabs auch keine LED mehr "weil die Tiere eh kein Licht brauchen".


    Dazu kommt dann noch, dass grad diese typischen "Zimmerficus-Überleber" auch aus Arten kommen die sehr einfach zu züchten sind, viele Junge abwerfen und eine eher geringe Sterblichkeit in jungen Stadien aufweisen. Dadurch ist bei vielen Tothaltern die Mentalität entstanden, dass es eh nicht schlimm ist wenn man 20 oder mehr Tiere verhunzt, weil die nächste Nymphe eh wieder nur 2,3,4€ kostet und auf Abruf von irgendwo verfügbar ist - diese typische "Wegwerf-Mentalität" eben, die zumindest hier nicht unterstützt wird.


    -Kraehe

    Moin...


    SOLLTEN überhaupt Tiere schlüpfen, und SOLLTEN Diese dann auch adult werden besteht theoretisch die Möglichkeit dass da auch wieder wenige Nachkommen rauskommen.

    Mantiden sind pathenogenet aber alles Andere als stabil und eine dauerhafte Population wird sich so nicht aufbauen lassen.

    Sexuelle Fortpflanzung sollte, gemessen an Erfahrungen mit Phasmiden, aber wieder ganz normal funktionieren.


    Es wird aber wie gesagt hier eh nix schlüpfen.


    Parthenogenese ist keine Verbesserung, sondern ein "Notfallplan" der Natur und kommt seltenst vor. Eigentlich nur dann wenn sich Arten in einem evolutionären Flaschenhals befinden und sonst aussterben würden.


    -Kraehe