Bring vielleicht mal 'ne Isolierung am/um das Terrarium an. Und, trotzdem, mal bitte ein anderes Thermometer ausprobieren.
Wenns natürlich um das Becken außenrum eher frisch ist und entsprechend viel Wärme einfach "verduften" kann ist das auch eine mögliche Fehlerursache. Dass es direkt unter der Lampe nur 25°C haben soll kann ich mir aber noch immer nicht vorstellen. Mittig im Wärmekegel direkt unter der Lampe MUSS es wärmer sein, sonst hat die Lampe was außer, es ist eine Lampe mit hoher Energieeffizienz, da die deutlich weniger Wärmeabgabe haben als Wärmelampen - dann gehört 'ne andere Birne in den Leuchter - generell müsstest Du bei der Terrariengröße aber mit deutlich weniger Watt auskommen.
Von Wärmemitteln IM Terrarium rate ich übrigens ab, ganz egal wer oder was drin sitzt; die Tiere können sich daran verletzen, es wär nicht die erste Mantide die sich alle Tarsen an der Lampe versaut.
Ist das die Lampe, die direkt auf dem Fliegengitter aufliegt?
Da stimmt was mit dem Thermometer nicht. Bei 60W Licht/Wärmeleistung können es nicht nur 25°C sein. Ich beheize mein mittelgroßes Natternbecken (das ist größer als euer Mantidenbecken, und mit Scheibe zwischen Lampe und Thermo) mit weniger Watt und komme auf höhere Temperaturen :x
Zur Art... Ist halt schwer zu sagen dann.
Privatpersonen glaub ich idR eher als Händlern muss ich zugeben. Was aus Zooläden schon alles falsch bestimmt rüberkam...ist ja wieder ein eigenes Thema. In Zooläden ist oftmals die Fachkenntnis (und/oder das Interesse) gar nicht da, um sich genauer mit den Tieren zu befassen. Da werden Gottesanbeterinnen manchmal auch von Lieferanten angeboten weil der grad woher auch immer welche sitzen hat, werden dann mitbestellt weil die sich eh verkaufen, kommen dann mit irgendwelchen Namen am Becher und, wenn überhaupt, wird nur mal kurz via Google geschaut wie plausibel das ist. Plausibel genug (alá "groß, grün, sechs Beine") reicht dann oft, und so hab ich schonmal eine Deroplatys (oder was Ähnliches) als Idolomantis beschildert gesehen
So oder so. Heizt den Tieren mal ordentlich ein (peilt mal 28°C an) und versuchts nach ein paar Tagen "Wärmekur" nochmal. Evtl. nicht übermäßig viel mit den Tieren hantieren in der Zwischenzeit und nach Möglichkeit auch die Herren in einen anderen Raum als die Dame.
Anfüttern, Dämmerung usw habt ihr ja eh schon richtig gemacht. Dann drück ich euch die Daumen dass es doch noch klappt und es den Dreien nur 'n bissl frisch war
Oder die Männchen gehören doch einer anderen Gattung an, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
Kommen die Männchen vom selben Händler wie das Weibchen?
Hierodula sp. sehen sich alle extrem ähnlich und im Regelfall kann man sie ausschließlich an äußerlichen Merkmalen nicht unterscheiden. Dafür benötigt es ein Genitalpräparat und das ist erst am toten Tier möglich. (Selbstverständlich gibt's dabei auch Ausnahmen wie H.majuscula, die man eindeutig an der Färbung der Innenseite ihrer Fangbeine erkennen kann.)
Das heißt, selbst wenn sie äußerlich "völlig gleich" aussehen ist es trotzdem möglich dass es sich um verschiedene Arten handelt.
Bei einer Art wie H.membranacea ist's zwar wirklich eher schwer vorstellbar dass da wer Tiere unter falschem Namen verkauft, selten sind sie ja nicht und dran bereichern kann man sich auch nicht. Andererseits hatten wir's aber auch schon dass jemand Tiere als Hierodula membranacea verkauft hat, und beim Käufer angekommen ist dann Miomantis sp.
Sollten die Tiere aber alle vom selben Händler stammen, hab ich nix gesagt.
Ein Prolaps (dt. Eingeweidevorfall) kann, wie von Fichte schon gesagt, bei Wirbellosen vor Allem dann auftreten wenn die Tiere dauerhaft überfüttert werden, bzw. zu kalt (und/oder) zu feucht gehalten werden.
Oft liegt auch eine Kombination aus beiden Gründen vor.
Das kann auch so geringfügig sein, dass es dem Halter an und für sich "gar nicht weiter auffällt", z.B. wie bei geringfügigen Unterschreitungen von benötigten Temperaturen über lange Dauer - bei genauerer Nachfrage erfährt man häufig, dass die Temperatur halt schon eher am unteren Ende des Wohlfühlspektrums herum gedümpelt ist ("so 26°C hats schon Mittags mal bekommen, aber nicht immer/jeden Tag").
Wenns zu kalt ist, ist es im indirekten Folgeschluss häufig auch zu feucht - 65% RLF sind bei 24°C eine völlig andere Feuchtigkeit als bei 28°C. Es wär wichtig, dass Temperatur und Luftfeuchte zusammen passen, wenn nur einer der Werte passt ist das eher schlecht und sollte nachgebessert werden.
Noch dazu wird auch gerne mal deutlich überfüttert - "jeden Tag eine Grille weil das Tier immer so hungrig ist" mag klappen wenn die Temperaturen dazu passen und das Tier das auch alles zeitgerecht verdauen kann. Je kühler es ist, desto träger geht aber auch die Verdauung vonstatten, und desto eher kann es auch zu Zwischenfällen kommen.
Das verkraften zwar viele Tiere, aber halt nicht Alle.
Deswegen pochen wir hier ja immer so auf passende Parameter bei Wirbellosen kann man leider nix mehr gutmachen oder behandeln, wenns mal passiert ist...
Bei Gottesanbeterinnen ist's in der Regel der Enddarm, der sich ausstülpt. Oft können die Tiere dann keinen Kot mehr absetzen und der "Ausgang" für eventuelle Ootheken ist dann idR auch blockiert - wie lange das Tier damit noch leben kann, entscheidet also im Prinzip wie ausgeprägt der Prolaps ist.
Manchmal kommt ein Prolaps auch ohne nennbare Gründe vor (davon ausgehend, dass die gemachten Angaben immer stimmen). Das ist schade, aber kann leider einfach passieren.
Unabhängig davon, ob man Gründe gefunden hat oder nicht, würde ich bei sowas immer empfehlen nochmal die Messtechnik zu kontrollieren (wenn das Thermometer auf den eingeschalteten Heizkörper gelegt immer noch 27°C anzeigt - oder das Hygrometer aufm Heizkörper drauf beharrt dass es 60% RLF hat stimmt z.B. was nicht :p ) und unbedingt drauf zu achten, dass künftig die Parameter wirklich passen, und die Tiere nicht dauerhaft kugelrund gefüttert halten.
Auch wenn das ggf. nicht der ausschlaggebende Grund war, hat's sicher eine Rolle gespielt.
Ich dachte, dass die Tiere aufhören zu fressen, wenn es ihnen zu viel wird.
Der Zustand von Überfluss und Überfütterung tritt in der Natur halt normalerweise nicht auf. Es hat im Prinzip nirgends einen solchen Futterüberschuss wie in Gefangenschaft, deshalb stellt sich die Frage "wann bin ich satt, wann höre ich auf zu fressen" für die wildlebenden Verwandten unserer Schützlinge nicht.
Viel eher sollten wir als Mensch die Umsicht besitzen das zu berücksichtigen, und die Tiere nicht so lange zu mästen bis wirklich nix mehr rein passt.
Die Tiere sind wechselwarm (d.h. dass sie keine eigene Körperwärme produzieren, sondern auf die Umgebungstemperatur angewiesen sind). Bei solchen Tieren sollte man sich für die Haltungstemperatur bestenfalls nach der Herkunft orientieren:
Hierodula membranacea kommt aus Indien. Die von Dir genannten 21-24°C sind dort grade mal Wintertemperatur...im Sommer ist's wärmer.
Das heißt - wenn Dir mal die Lampe durchbrennt, wie es meistens so ist halt am Samstag um zehn vor Licht aus und es dann drei Tage dauert bis Du Ersatz hast weil der Montag noch dazu Feiertag ist, ist das kein Grund zur Panik. Auch in Indien ist's nicht immer heiß sondern auch mal regnerisch und kühler.
Aber Du solltest halt anpeilen dass die Tagestemperatur im Terrarium so durchgängig wie möglich auf mehr als 26°C steigt.
Jede Lampe ist in Ordnung, solange sie Wärme abstrahlt. Zu hell kann es den Tieren eigentlich kaum sein, zumindest nicht mit einer einfachen Schreibtisch-Lampe - wenn Du bedenken hast kannst Du ihr ja vonwegen Schatten eine Pflanze mit größeren Blättern (oder einfach 1-2 künstliche, größere Blätter) anbieten.
Ich mein, nix für ungut, aber so ist's natürlich auch schwer abzuschätzen ob nicht einfach die natürliche Lebensspanne des Tiers vorbei war.
Weibliche Hierodula sp. haben noch eine Lebenserwartung von rund 8 Monaten (plus-minus) nach Adulthäutung.
Beim nächsten Tier behältst Du dir vielleicht grob im Hinterkopf, wann es adult wurde. Zum ungefähren Abschätzen reicht der Monat.
Die Temperaturen hätten generell gepasst (zwischen 26-29°C als Tagestemperatur ist ein guter Wert), Luftfeuchtigkeit hast Du zwar keine Werte ist für adulte Tiere aber eher sekundär.
Flecken sind im Prinzip nie ein gutes Zeichen, angenommen das Tier wurde im Frühling adult könnte das aber auch einfach vom Alter kommen.
Trotzdem nochmal das Kabel:
Weißt Du, wie warm es wird? Also, schonmal getestet (im Betrieb angefasst) oder gemessen?
Angenommen das Kabel ist "biss-sicher" (es ist für die Benutzung mit Tieren zugelassen, richtig? "Wasserfest" macht leider keine Tierzulassung aus.), Hitze kann einer Mantide trotzdem schaden.
Leider merken die Tiere es selbst nicht, wenn eine Oberfläche zu heiß ist - es haben sich auch schon genügend Gottesanbeterinnen die Tarsen an Lampen abgebrannt, die im Becken angebracht waren.
Ich gehe zwar jetzt nicht davon aus, dass das Kabel was mit dem Ableben des Tiers zu tun hat - aber sicher ist sicher.
Die Augen verfolgen einen nicht, das ist eine optische Täuschung die bei Wirbellosen mit Facettenauge auftritt (dazu gerne die Googlesuche: "Pseudopupille").
Mach mal ein Foto des Tiers und zeig es her, ohne ist das nun auch nur Rätselraten. Außerdem interessant wären dann noch Geschlecht, und ob das Tier adult ist (und seit wann).
Wenn das Tier aber Zugriff auf ein stromführendes Kabel hat....das kann schiefgehen.
Versuchs mal entweder im Unterbereich "Phasmiden" oder bei "sonstige Tiere". Wenns ohne weitere Erklärung gelöscht wurde, warst Du vlt einfach im falschen Forenbereich.
Ich wüsste da nun leider auch nicht, was man machen soll, außer drauf hoffen dass sie ihre Oothek nun doch noch irgendwo hin klebt - und den Anderen mit etwas mehr Erfahrung die mitlesen, wirds genauso gehen, sonst hätt schon wer was gesagt
Die angeführten Parameter sowie das Futter passen, nachbessern kann man da eigentlich nicht.
Nachdem sie bereits mehrere Ootheken abgelegt hat sollte es eigentlich auch keine organischen Ursachen haben, dass das nun Probleme macht...
Normalerweise können die Tiere auch dann noch problemlos Ootheken ablegen, wenn ihnen beide Cerci fehlen. Selbst wenn die also irgendwie verletzt wären, wäre die Ursache nicht da zu suchen.
Ich hatte schonmal ein Weibchen das extrem fett war weil sie die Oothek so lange zurück gehalten hat, die hat ihren Hintern irgendwann einfach gerade abgestreckt gegen die Wand gedrückt und da hin gelegt (war nicht schön aber zweckmäßig). Die Körperform hindert die Tiere also meist nicht.
Das Einzige, das Du wirklich tun kannst ist, ihr weiter (dosiertes) Futter anzubieten, und die Parameter aufrecht zu halten. Wenn sie wieder Schaum am Po hängen hat, entfernen und generell genügend Zweige und raue Oberflächen bereit halten dass sie die Oothek ablegen könnte. Leider kann man sie nicht dazu "überreden", mit der Ablage anzufangen und sie erzählen einem ja leider genauso nicht, warum sie es nicht tun...
Dass die Segmenthäute so aufgebläht sind ist halt leider ein sehr schlechtes Zeichen. Ich befürchte, dass sie das nicht überleben wird.
Generelles zu Hierodula sp. und deren Häutungsintervallen:
Wir haben hier mal ein Thema, in dem ein paar Mitglieder schon Häutungsintervalle von Hierodula membranacea notiert und veröffentlicht haben: Häutungsabstände Hierodula membranacea
Man sollte trotzdem bedenken, dass es Tiere sind, und sie keinen Kalender lesen können. Etwas von der Norm abweichende Abstände sind normal.
Im Groben wird davon ausgegangen, dass der Abstand zwischen zwei Häutungen etwa 2 Wochen sind - außer zur Imaginalhäutung, dann geht man von ca. 3,5 Wochen aus. Je jünger die Nymphen, desto eher sind die Abstände mal kürzer - je älter, desto eher sind die Abstände mal etwas länger. Wenn die Kleinen also von L1 auf L2 nur 10 Tage brauchen, von L5 zu L6 dann aber 15 Tage ist das auch noch völlig normal.
Darauf Einfluss nehmen kann gerade in den kleinen Stadien (L1-L3) auch, wie viele Geschwister das Tier in den ersten 1-2 Tagen/Wochen/Stadien gefressen hat, ob es einen "besseren Sonnenplatz" hatte als seine Geschwister, etc.
Die Altersangaben irritieren mich aber mal wieder.
Weibchen von Hierodula membranacea haben in Gefangenschaft eine Lebenserwartung von ca. einem Jahr oder etwas mehr (etwa 4 Monate von Schlupf bis Adult, und dann eben nochmal um die 8 Monate als Adulti. Häufig werden sie nach Imaginalhäutung noch 10-12 Monate alt, man hat im Prinzip aber auch alles richtig gemacht wenn sie 8 Monate alt werden).
Männchen brauchen etwa gleichlang bis sie adult sind und haben als Adulti durchschnittlich noch eine Lebenserwartung von 4 Monaten (bis 6-7 Monate ist auch noch sehr normal, deutlich älter werden die aber idR nicht).
Es mag Einzeltiere geben, die nochmal deutlich älter werden, aber die Regel ist das nicht und man sollte auch nicht davon ausgehen. Das führt auf lange Sicht nur zu Enttäuschungen.
Andere Gattungen sind übrigens auch andere Gattungen.
Es gibt Gottesanbeterinnen, und da vornehmlich kleine Arten, bei denen die Männchen als Adulti im Durchschnitt nach anderthalb Monaten tot am Boden liegen und schon als weise Greise gelten wenn sie 2 Monate erreichen. Aber wie schon begonnen ist das ist auch eine andere Gattung.
Das ist ungefähr so als würdest Du die Lebenserwartung 'ner deutsche Dogge mit der eines Yorkshire Terrier vergleichen.
Was die Zählerei der Stadien angeht kannst Du 5 Leute fragen und 10 Meinungen kriegen.
Meine ist wie folgt:
Wenn die Tiere aus der Oothek kommen, sind sie als Prälarve erst noch in der Eihülle. Dabei wirken sie wie kleine, beinlose Würmchen mit Fühlern. Die Eihülle wird abgestreift, dann fangen die Tiere an zu laufen und sind L1 (=Larvalstadium 1).
Das Ganze hier als Video (aufgenommen war das im Hochformat. Die schlüpfen also nicht seitwärts, das Video ist falschrum ;p ) :
Ab dann erhöht sich das Larvenstadium mit jeder Häutung. Erste Häutung = L2, nächste Häutung = L3, usw.
Andere zählen das Abstreifen der Eihaut schon als erste Häutung, und verkaufen die Tiere die bei uns L1 sind als L2. Der Rest ist gleich.
Letzten Endes ist es aber auch egal in welchem Stadium sie sind, ich betrachte die Angabe hauptsächlich als Anhaltspunkt darüber wie groß die Tiere aktuell etwa sein sollten bezüglich der anzunehmenden, benötigten Futtergröße.
Viele Züchter (und so genannte) zählen das auch gar nicht mit und schätzen das Stadium - zählen tun wir btw auch nicht - sollte man fairnesshalber dazu sagen, tun die Meisten leider nicht. Bei größeren Gruppen Jungtieren ist's eh nicht möglich, jedes Einzelne zu beobachten und jede Häutung zu dokumentieren, vor Allem dann nicht wenn sie (wie bei den Meisten) die ersten paar Stadien im Gemeinschaftsbecken verbringen dürfen.
Irgendwann werden sie aber eh alle adult und spätestens dann ist's gehupft wie gesprungen ob sie "L8" oder "L10" oder "L120" waren
Ich orientiere mich an der "Regel", wonach das Futterinsekt ungefähr so groß wie der Kopf der Nymphe sein sollte.
Ich werf ja selbst gern mal mit Faustregeln um mich, aber die ist mir neu. Wo kommt das denn her wenn ich fragen darf?
Erfahrungshalber dürfen die Beutetiere schon deutlich größer sein als der Kopf der Nymphen.
Ich hatte nun deine Art noch nicht und Fliegenfresser sind vergleichsweise eher "schüchterne" Beutegreifer. Aber an dieser Regel gemessen würde das ja bedeuten, dass man die Tiere selbst in Subadult noch mit kleinen(!) Schmeißfliegen füttern müsste
Greif ruhig mal zu größeren Beutetieren, wenn du den Eindruck hast sie haben kein Interesse mehr an den Drosos. Solange die Gottesanbeterin das Getier greifen und festhalten kann, kann sie es auch fressen.
Sorry für die Themenverfehlung, aber bitte immer die Gattung und nicht (nur) die Art nennen.
Wenn schon nur die Art genannt wird bitte zumindest die Gattung abgekürzt davor stellen.
Es war hier im Forum auch mal eine Regel, die Artnamen immer komplett auszuschreiben - das wird inzwischen von den Moderatoren nicht mehr durchexerziert (es wäre aber trotzdem schön, wenn man sich an den Usus bei wissenschaftlichen Bezeichnungen halten könnte).
Das heißt also: Phyllocrania paradoxa - oder, wenn einem das zu lang ist, zumindest P.paradoxa.
Die Gattung wird immer groß geschrieben, die Art immer klein.
"Man weiß ja eh was gemeint ist", mag in diesem Fall stimmen. Wir befinden uns hier quasi auch in einer relativ begrenzten "Bubble" und es ist eigentlich auch klar dass von Gottesanbeterinnen die Rede ist.
Es gibt aber etliche Tiere, bei denen es eben nicht klar ist (ich werfe hier beispielsweise einmal "gigas" oder "regius" in den Raum - verschiedene "regius" krieg ich ohne Nachdenken z.B. 3, mit Nachdenken sicher 5+ hin die nicht mal ansatzweise was miteinander zu tun haben).
Genau wegen Solchen würde ich euch bitten, es euch einfach gleich "richtig" anzugewöhnen. Das vermeidet Fehler (und ggf. auch unnötige Diskussionen).
Der Chef von der Firma ist ein netter Kerl. Schreibt einfach ne Email, oder ihn bei FB an wenn ihr unsicher seid. Er sagt euch sicher gern wie und wo genau man drücken muss dass alles nach Wunsch läuft.
Könnte auch einfach ein "Funktionscheck" sein ob noch alles so funktioniert wie es soll. Zumindest bei Wirbeltieren ist das eine normale Schlaf- bzw. Ruhefunktion. Ein Teil dieses "Funktionschecks" sind übrigens auch Morgenla....na ihr wisst schon :p
Bei Mantiden übernimmt das Weiberl die Spermatophore, und befruchtet damit die Eier selbst - soweit ich weiß, während sie die Oothek baut
Wie genau sie mitkriegt (oder was sie darüber/dabei "denkt") dass sie nutzbares Erbgut mit sich führt kann ich Dir nicht beantworten. Aber die Tiere wissen bzw. bemerken dass sie befruchtet sind, und verhalten sich auch dementsprechend.
Solange nicht befruchtet behalten die Damen die Eier ein solange es möglich ist, sobald verpaart werden so viele Ootheken wie möglich gelegt.
Viel Erfolg mit den Tieren, ich wünsch Dir gute Schlupfzahlen und erfolgreiche Aufzucht!
Heatpacks mit längerer Laufzeit (2 Tage) kriegt man oft im Zooladen (besonders, wenn die selbst einen Aquaristikbereich haben) oder, ganz simpel, auf Amaz*n.
Kontrollier aber unbedingt, welche Temperaturen die Heatpacks erreichen können(! steht außen drauf) und plan im Paket entsprechenden Abstand zwischen Heatpack und Tieren ein. Ist auch keinem geholfen, wenn die Dinger 50°C+ kriegen und die Dosen mit den Tieren genau drauf stehn..
Die 72h-Heatpacks die Fichte da herzeigt bleiben relativ "kühl" (siehst eh, 38°C steht drauf), sind in Deutschland aber leider nicht erhältlich...er hat sie aus England bestellt.
In D recht geläufig sind so Weiße mit roter Beschriftung, die werden deutlich wärmer (ich mein irgendwas um die 48-52°C). Die müssen halt mit etwas Puffer weiter von den Tieren weg sein, funktionieren aber auch tadellos.
Nein, man kann leider nicht erkennen ob eine Paarung erfolgreich war.
Grob gesagt legen befruchtete Weibchen schneller mehr Ootheken ab als unbefruchtete Weibchen. Die Bildung von Eiern und Schaum zehrt an der (Lebens-)Energie der Tiere, und solange nicht befruchtet werden die Eier idR einbehalten solange es halt irgendwie möglich ist.
Wenn dein verpaartes Weibchen nun zeitnah eine Oothek an den Ast klatscht (wobei Zeitnah bei einem seit ca. 2W adulten Weiberl noch ca. 2W dauern kann, sie muss die Eier ja erstmal ausbilden bevor sie welche legen kann, herzaubern kann sie leider keine ) ist es gut möglich dass die befruchtet ist.
Versprechen kanns Dir aber keiner, einfach mal inkubieren und aufs Beste hoffen.
Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, nach der ersten Oothek einfach nochmal verpaaren.