Soooo viele Eier? Phyllium phillipinicum

  • Hallo Leute!

    Ich hab im letzten August vom Nachbarn einige Phyllium bekommen, wohl phillipinicum.
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    Vom ersten adulten Paar hab ich keinen Nachwuchs bekommen.


    Nun sind die allerletzten erwachsen geworden und legen tatsächlich Eier.


    Ich habe eine Gruppe von 4 Weibchen seprat, Terra 30x30x40

    Bodengrund Lavakies und drauf ein Gästehandtuch, ist einfacher zum Eier absammeln.
    ca. 23 Grad (bei Zimmertemp 19-21) mit um die 70% Luftfeuchtigkeit.


    Ich hab mich zwae belesen und die meisten Quellen sagen ca. lle 3 Tage ein Ei.
    Gestern hab ich 8 eingesammelt. Heute schon 12! Hab ich falsche Quellen oder hab ich Legemaschinen?


    Die Eier zeitige ich in einem Mini Terra. Ich hab eine Art Regal gebaut, mit Vermiculit und auf dem Boden wieder Lavakies, damit die Luft feucht ist, aber die Eier nicht nass. Rückwand ist eine dünne Korkplatte

    ca. 24 Grad bei 80% Luftfeuchtigkeit.


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    Ich überlege jetzt, wie ich weiter machen soll.
    Zuerst hatte ich nur 10 Eier pro Woche, da hab ich den Plan gemacht, wenn die ersten 30 Nymphen unterwegs sind, (die natürlich direkt in das große Terra umziehen sollen, das ist 50x50x80 und hat Erde und Moos aus Wald mit weißen Asseln und Springschwänzen am Boden) dann wollte ich die nächsten einfrieren und entsorgen.


    Aber wenn das so viele sind, wie hoch stehen die Chancen, dass die überhaupt befruchtet sind? Kann man das von außen sehen?


    Ist einfrieren die schonenste Methode?

    Freue mich auf Feedback!


    :) Liebe Grüße

  • Moin..


    Je Weibchen darfst Du mit etwa/bis zu 5 Eiern pro Woche rechnen.

    Alle 3 Tage 1 Ei ist definitiv zu wenig. ;)


    Ob befruchtet oder nicht ändert an der Anzahl nix, sie legen immer gleich viele Eier. Wenns 4 Mädels ohne Mann sind, sind die Eier jedoch fix nicht befruchtet (woher auch?), da die Art der Parthenogenese fähig ist sollte trotzdem was schlüpfen.


    Die nicht benötigten Eier kannst Du einfrieren oder mit heißem/kochendem Wasser übergießen.


    -Kraehe

  • Also die 4 Weibchen halte ich erst separat, seit sie um Ostern rum wie wild bestiegen wurden.


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    Die hatten gar keine Ruhe vor den Jungs.


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    Also denk ich schon, dass die Eier befruchtet sind.


    Aber bei 4 Weibchen sind 20 Eier in 2 Tagen doch ziemlich viel, oder?


    Heute sind es übrigens mindestens 6 weitere, hab sie noch nicht rausgeholt.

    Mein Regal wird dann schnell voll und ich will aber nicht hinterher da stehen und nix schlüpft, weil ich die falschen Eier entsorgt habe.... 🫢

  • Hi,

    Das klingt alles komplett normal.


    Lass schlüpfen was du schlüpfen lassen möchtest und vernichte den Rest.


    Glg Simon :P

    Mantiden sind doch auch nur missgebildete Schaben.

    :twisted:

    Die Kultur von Honigbienen ist kein Naturschutz.

  • Also heute morgen hatte ich schon wieder 6 Eier


    ich mach mir schon irgendwie Gedanken um die Gesundheit meiner Tierchen,

    merken die vielleicht, dass die Eier weg sind und werfen deshalb dauernd nach? Dann würd ich das sammeln erstmal einstellen.....


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    Würde mich eh mal interessieren, wie "intelligent" die Tierchen so allgemein sind.


    Also z. B. ob die wissen, dass sie sich kennen, wenn ich sie wieder zusammensetze.

    Im großen Terra hab ich noch 4,4 wovon alle 4m und 3w adult sind.


    Da hab ich keine Begattungen festgestellt, seit die Weibchen adult sind, interessanterweise aber vorher schon. (Unzucht mit Minderjährigen)


    Was ich schade finde, denn da sind 2 sehr helle Weibchen dabei, wäre spannend, ob die auch helle Babys bekommen.

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  • ich glaube sie erkennen muster, und nehmen einander wahr, aber sie haben kein Bewusstsein von menschlicher Persönlichkeit, und auch nur beschränkt "Erinnerungen", Erinnerungen sind für Insekten in meiner Vorstellung eher sowas wie einer Reiz-Fussabdruck, mit ihren Fühlern kommen sie mir vor wie "Messinstrumente" an welchen ein Taschenrechner befestigt ist. naja der andere teil von mir denkt dass sie sich derart feinfühlig sind, dass sich in ihren Fühlern microtubuli befinden, durch welche sie mit dem kosmischen Bewusstsein in Verbindung stehen

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von fantomas ()

  • Hach ich freu ich über die informative Beteiligung!


    Ich frag mich das immer, wenn es neues Futter gibt und ich mal wieder nicht aufgepasst habe und eins der Tierchen ausbüchst. Sie sitzen dann eigentlich immer außen am Terra, als folgen sie dem Grün.

    Oder wenn ich Licht anmache.
    Oder wenn sie sich versehentlich gegenseitig anknabbern. Also oft.


    Das Thema Fühler erinnert mich an eine Beobachtung:


    ein Männchen saß seitlich auf dem Weibchen und ruckelte sich zurecht und dann haben bei beiden die Fühler kurz ganz schnell "gezittert", das Weibchen fing an, wie eine Zustimmung. Sooo romantisch! 😍


    Ich werde das mal testen und die Eier ein paar Tage drin lassen, heute waren es schon wieder 8.

    Weil ich es auch seltsam finde, dass bei dem ersten Paar so gar keine Eier kamen.
    Vermutlich mach ich mich (und euch) verrückt.


    Ich werde berichten. 😁

  • Jede Phasmide agiert für sich alleine, sprich sie können hintereinander in die selbe Falle tappen … manche Gattungen haben eine gewisse Interaktion in der Gruppe wie zum Beispiel Eurycantha welche sich auch in Gruppen in Höhlen aufhalten, aber nicht zwangsläufig immer die selben Tieren immer in den selben Höhlen/Versteckplätzen. Sie dulden sich wohl eher mehr als andere.


    Von Phyllium und den Schwestergattungen ist das nicht bekannt und für Höheres darin zu erkennen … naja es war vermutlich kein Champignon …


    Sie regulieren ihre Ablage lediglich nach der Umgebung, sprich gibt es Futter oder müssen sie hungern, ist es zu warm, zu kalt usw. und das ist auch eher Stoffwechselbedingt als bewusst umgesetzt. Abzählen tun sie auch nicht, selbst sollten sie das können, ist es in rund 20 Metern Höhe eher schwierig Eier auf und in einem Blätter übersäten Waldboden zu erkennen.

    Das Anfressen ist teils auch von den Tieren gewünscht. Es gibt zumindest Theorien darüber das die Tiere so sich besser tarnen möchten. Bei genug Platz, insbesondere der Fläche, und geringer Individuendichte kommt es eher selten vor. Von daher bleibt es wohl bei der Theorie auch.


    Paarungsverhalten, insbesondere jene nach dem Aufspringen/Aufkrabbeln der Männchen unterliegen oftmals einer Art Ablauf und Kommunikation/Interaktion untereinander selbst wenn die nur auch eine Irritation des Gegengeschlechts basiert. Im Grunde ist das bereits schon die Pheromonabgabe der Weibchen auch schon.


    Das die Tiere nicht vom Becken weglaufen/fliegen ist mit dessen Standpunkt und dem Zeitraum des Ausbüxen oft gut zu erklären. Die Tiere zieht es am ehesten hoch, wenn es nicht mehr weitergeht wird geschaut ob irgendwas anlehnend ist. Die Hauptaktivitätszeit von den meisten Phasmiden ist nachts (übrigens auch der meisten Mantiden, aber diese sind eher flexibel unterwegs, wenn sich die Möglichkeit bietet). Tagsüber wird sich versucht zu tarnen. Einige Gattungen wie zum Beispiel Archioptera mal außen vor

  • Fichte Aaaaaaahhhhhh


    Gabriel
    Wow, eine Phasmiden Abhandlung!

    Soviel hab ich über meine Tiere bisher nicht gewusst. Vielen Dank!

    Das mit dem alle laufen nacheinander in die Falle hab ich allerdings auch schon erlebt.


    Nachdem mir immer mal wieder einzelne Tierchen außerhalb auffielen.


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    Ich habe dann die vermutlichen Schwachstellen abgeklebt.
    Mit dem, was mich nach der Arbeit erwartet hat, hatte ich nicht gerechnet


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    Die Minis klebten von innem am Tesafilm fest. 🥴

    Ich konnte sie ablösen und die meisten haben es unbeschadet überstanden, zumindest die, die sich kurz danach gehäutet haben.
    Anderen hat es wohl die Füßchen kaputt gemacht.


    Diesmal weiß ich es besser.

  • Das Anfressen ist teils auch von den Tieren gewünscht. Es gibt zumindest Theorien darüber das die Tiere so sich besser tarnen möchten. Bei genug Platz, insbesondere der Fläche, und geringer Individuendichte kommt es eher selten vor. Von daher bleibt es wohl bei der Theorie auch.

    hahaha also sie knabbern sich aus "Nächstenliebe" gegenseitig an um unüberzeugten räubern zu zeigen, dass die Tarnung tatsächlich echt ist, und wirklich ein Blatt und kein tier xD