Aufzuchtbox für Hierodula majuscula

  • Hallo,


    es folgt ein, dem Aufwand eher nicht entsprechend, ausführlicher Bericht über den Werdegang meiner 5.8l-BraPlast-Box zur Aufzucht meiner Hierodula majuscula. Gerechtfertigt sehe ich den Text dennoch, da ich mir selbst bei der Einrichtung etwas mehr Anregung durch Terrarienberichte Anderer in Fließtextform gewünscht hätte. Leser werden eventuell feststellen, dass mir das Herrichten der Box außerdem ungemein viel Spaß macht. Wer diesen Quatsch nicht lesen möchte, kann die folgenden Absätze überspringen und bitte die Fragen am Ende des Textes lesen, nach Möglichkeit beantworten, sowie einen Kommentar zu den angehängten Bildern abgeben. Ich würde mich freuen. :)


    Als ich meine Hierodula majuscula in (wahrscheinlich) L3 bekommen hab, hatte ich wenig Vorstellung, wie ich ihr zu Hause einrichten sollte. Irgendwo, ich glaube in der Mantopedia, hatte ich gelesen, dass Larven bis L4/L5 lieber nicht in großen Terrarien, sondern in kleineren Behältern aufgezogen werden sollten. Daher ist sie in diese relativ karge BraPlast-Box eingezogen, die ich mit einer im Ergebnis ziemlich hässlichen Doppellüftung aus feiner Metallgaze versehen habe (falsche Farbe in der Heißklebepistole und keine Übung im Umgang). Ausgestattet war sie mit ein paar kleineren kahlen Ästen, einem Stück Rinde und Küchenpapier als Bodengrund. Wenn das Tier mal nicht an den Seitenwänden oder der nackten Decke hing, hat es eher selten die beiden größeren Kletterzweige benutzt - na, besser als gar nicht!


    Mittlerweile ist meine majuscula (was übrigens Latein für "etwas größer" ist :search:) vermutlich L4 und vermutlich ♂, und heute habe ich der Box endlich mal ein kleines Upgrade verpasst, das mir - und hoffentlich dem Tier - sehr viel besser gefällt.
    Zuallererst hab ich das schlichte Küchenpapier gegen Substrat ausgetauscht: Blumenerde (gedüngt) mit Seramis gemischt. Feucht natürlich. Die Luftfeuchtigkeit hat sich daraufhin gleich spürbar stabilisiert. Trotzdem habe ich noch ein paar Stückchen Moos besorgt und auf dem Grund verteilt. Die Temperatur lag tagsüber bei 28 bis 30° C am Boden und die Luftfeuchtigkeit ist jetzt seit ca. 7 Stunden zwischen 91% und 93% geblieben. Das blöde Küchenpapier war natürlich nicht zu vergleichen. Da ist mir die Luftfeuchtigkeit bei 25° C innerhalb von zwei Stunden um ca. 10% gefallen!
    An den Klettermöglichkeiten habe ich kaum etwas verändert. Meine beiden bewährten Äste sind natürlich drin geblieben. Jedoch habe ich den Deckel mit Heißkleber und Sorgfalt mit Fliegengaze bespannt. Vor allem die Sorgfalt hält ziemlich gut. Das ist nun viel gemütlicher zum Klettern, sagt zumindest das Tier.
    In den neuen Boden hab ich direkt noch einen Ficus benjamina-Steckling gesetzt damit der Kleine es nicht so kahl hat. Hoffentlich wächst das Ding. Außerdem ein halb vertrockneter Zweig, der das Ganze auch noch etwas freundlicher macht.
    Die Rinde am Boden soll eigentlich nur noch verhindern, dass mein Thermohygrometer nicht direkt auf der nassen Erde steht.


    Ich habe diese Boxen im Forum auch mit verkleideten Wänden gesehen. Das habe ich aus mehreren Gründen nicht getan. Zum einen wusste ich, wie bei so einigen Terraristik-Dingen, nicht wie und womit ich das machen kann. Zum Anderen macht das die Box noch kleiner als sie schon ist und natürlich auch dunkler. Was auch bedeutet, dass ich das Tier viel schwieriger beobachten kann. Dieses Konzept schwebt mir allerdings noch für eine Seitenwand meines Terrariums vor. Für Anregungen in dieser Richtung, vor allem Alternativen zu dicken Kork- oder Xaximplatten, wäre ich also sehr dankbar!



    Fragen:
    1) Man hört immer mal, dass man keine gedüngte Erde nehmen sollte. Ich habs getan. Macht das nun was oder ist das ein Gerücht?
    2) Ich messe die Temperatur immer am Boden und hatte da an den heißeren Tagen jetzt immer so annähernd 30° C. Bei der Größe der Box denke ich aber, dass das an der Decke nicht viel anders sein wird (Lampe ist eingeschaltet). Denkt ihr, das ist zu viel? Ich frage, weil das Tier nämlich so gut wie immer an der Decke hängt. Allerdings würde es sich wohl nicht dort aufhalten, wenn es ihm zu heiß wäre, oder?
    3) Fehlen noch mehr Klettermöglichkeiten? ;)
    4) Ab wann, denkt ihr, kann es in das "große" Terrarium (30x30x40) umziehen?
    Bonusfrage) Auf einem Foto sieht man auch, dass eins seiner Beine geknickt ist. Das ist ein Häutungsfehler, dessen Ursache ich nicht erklären kann. Die Parameter waren alle ok. Er und seine Exuvie waren nur ziemlich nah am Boden als es schon vorbei war, doch Platz hatte er mindestens an der Decke eigentlich genug. Ich nehme an, außer Feuchtigkeit, Temperatur und Platz kann ich ihm beim nächsten Mal nicht viel helfen?



    Liebe Grüße
    Flo

  • Hallo Flo,


    liest dich doch hübsch :) würde ich mir bei so manchen Terrarienberichten wünschen...einfach was hat sich der "Einrichter" vorgestellt ( und warum) wie hat er es umgesetzt und funzt dann auch so :) und vor allem wie funzt es nach vielen Monden.


    Ein paar Ideen zu deinen Fragen...
    1) mit ungedüngter / unbehandelter Erde ist man immer auf der sichern Seite. Ich für meinen Teil, ich weiß nicht was an Dünger da drinnen ist und zudem kenne ich mich den Düngern nicht aus :) allemal nicht in welchen Menge es den Tieren, vorallem auch den Futtertieren, schädlich sein kann. Bei Bodenbewohnern würde ich sie garnienicht verwenden.


    2) an der Decken hängen ist schön...ev kannst ja mal weiter oben kontrollieren. Bei mir hängen zur Zeit manche Tiere im Garten, da ist echt gut warm...aber alles schön in Gaze und somit gut belüftet.


    3) Klettermöglichkeiten, sicher ein paar würden da schon noch reinpassen...beim Flanieren durch den nächsten Park, könnte man da ja mal dran denken :)


    4) ich habe nicht für alle Hierodulas so ein exklusives Terrarium wie du, aber wenn die sicher Fliegen fangen pack ich gern um...einfach weil dann mehr Fliegen im Terrarium sind. Aus der Box hauen mir recht viele Fliegen ab .


    ein Bonusfrage...wie lustig , die könnte ich ja auch mal jemand anders lassen :) ich sag nur soviel, bei jeder Spezies gibts ungeschickte ...manchmal fragt man sich da schon... passiert halt.


    ach die Rückwandverkleidung, hmm...hatte ich anfangs auch alles mögliche ausprobiert. Ganz gut ist ganz dünnen Korkrückwand, die ausm Baumarkt...ist ja ganz dünne.Ich muß ehrlich sagen, ich mach da nicht mehr lange rum. Warum, ganz einfach es ist ohne viel einfacher mal sauber zuhalten und auszuwaschen. Uuuund es können keine Futtertiere dahinter ...
    Nächster Punkt, viele Arten brauchen sie nicht , in der brasplastdose die Rückwand...einfach auch mal an den vielen Müll, Verschwendung von Naturprodukten usw. denken. Kann man mit ein paar Ästen schon viel machen


    Gruß Carmen

  • Also zur gedüngten Erde kann ich was sagen , weil ich gärtnerisch veranlagt bin.


    Die kannst du auf jeden Fall verwenden , wenn die Futtertiere die Erde nicht fressen.
    Bei Asseln im Substrat sollte das aber auch kein Problem sein , weil unsere heimischen Asseln auch in gedüngter Erde vorkommen.
    Bei Springschwänzen ist es auch egal.
    Jedoch sollte man die gedüngte /behandelte Erde nicht verwenden , wenn man die Asseln und Springschwänze über lange Zeiträume verfüttert. Das heißt , wenn du
    jetzt deine Mantiden/Frösche oder was auch immer nur in kleinen Stadien bzw. nicht zu lange damit fütterst , dann dürfte das kein Problem sein , auf die Dauer könnten aber
    "schlechte" Schadstoffe mit enthalten sein und die Düngermittel (unten) sollte man auch nicht jeden Tag in Mengen zu sich nehmen.
    Aber wir Menschen nehmen diese Stoffe ja auch in geringen Maßen durch schlechte Luft und teilweise durch Trinkwasser mit auf.


    Die gedüngte Erde enthält einfach Stoffe wie Phosphat und Stickstoff. Das regt das Wachstum von Pflanzen an.
    Das heißt , wenn du Pflanzen im Terra hast , dann wachsen sie erst mal relativ schnell. Das habe ich auch gemerkt , weil ich genauso gedüngte Erde verwendet habe.
    Nach 2-3 Monaten hat die Düngerleistung deutlich nachgelassen und jetzt wachsen meine Pflanzen so gut wie gar nicht mehr.
    Dünger (gedüngte Erde) ist also nichts schlechtes , auch wenn es oft so dargestellt wird oder so verstanden wird.


    Wenn die Düngerleistung nachlässt , kann man auch einfach Blaukorn (enthält extrem viel Stickstoff) oder andere Dünger dazu geben..Hiermit reichert man
    dann die Erde wieder mit Stickstoff an und deine Pflanzen wachsen wieder schneller. Aber nicht zu viel dazu geben sonst werden die Pflanzen aufgrund des schnellen Wachstums
    "gaglig". Und oftmals stinkt/gast das Blaukorn auch erstmal eine ganze Weile. Das heißt du solltest dir schon eine Weile vorher ein bisschen Blaukorn aus dem Sack nehmen und dann
    mal eine Woche vor dem Anreichern der Erde etwas auslüften.


    Blaukorn ist auf jeden Fall
    die günstigste Variante. Viele Düngermittel sind mehr "Geldmacherei" und enthalten dann von allen möglichen Stoffen ganz wenig, welche man vielleicht gar nicht benötigt.
    Jedoch düngt Blaukorn eben nur für kürzere Zeiten , weswegen man mit Blaukorn mindestens zwei mal im Jahr Pflanzen düngen sollte. Dann gibt es natürlich noch unzählige Universal Dünger oder so etwas die andere Wirkungszeiten haben, aber teurer sind. Wer eine lange und günstige "Düngerzeit" im Terra haben will , greift einfach auf Düngerstäbchen /Kegel zurrück. Die versenkt man dann direkt neben der Pflanze im Terra und dann braucht man höchstens jedes halbe Jahr einen neuen. aber wenn deine Pflanzen nicht wachsen sollen , dann brauchst du sie natürlich auch nicht düngen ! ;)


    Oftmals wird auch gesagt , dass der Kompost ein guter Dünger sein kann. Ja das kann stimmen , da werden einfach alle entsorgten Materialien durch Bakterien zersetzt und dabei
    entstehten oftmals Stoffe wie Stickstoff und solche Sachen. Aber wenn man jetzt nur nährstoffarme Abfälle auf den Kompost schmeißt , also meinetwegen Zelluslose in Form von
    Eierschachteln , dann wird dein Kompost auch keine guten "Düngerwerte" haben. Wenn du dann zum Beispiel Brennesseln (Stickstoffanzeiger) mit drauf schmeißt , dann wird dein Kompost
    wieder mit Stickstoff angereichert. Aber lasst bitte ein paar Brennesseln für die Tagpfauenaugen (Schmetterlingsraupen) übrig ;) Das ist die einzigste Wirtspflanze von deren Raupen

  • Hallo,


    danke erstmal für deine Ausführung, bekommt man ja als Leihe nicht viel mit...fang jetzt auch nicht an jeden Sack Blumenerde umzudrehen, um zu gucken was da drin ist :) Ausfallend ist ja schon, dass sich mit dem Zeug ne Menge Kohle verdienen lassen muß, in unserm neuen größten deutschen " Hörnchenmarkt" gibts gefühlte 1000 verschiede Erden für jeden schitt extra verpackt...
    Zum Thema zurück, bei den Springschwänzen und Asseln, hm...also ich hätte da schiss, weil viele Tierarten sich doch regelmäßig an den Springschwänzen laben. Bei Fröschen würde ich niemals den Versuch wagen, slebst bei kleinen Mantidenarten...die kleine Arten fressen schon regelmäßig die Springschwänze mit. Liegt aber sicher auch mit an mir :D wenn was vor seiner Zeit verstribt, ah...fang ich an zu krümeln obs jetzt auch an mir gehangen hat.


    Ans Team... wäre diese Erdegeschichte nicht auch mal einen eigenen theard wert...also ich find schon :) ging mir oft schon auch so, dass ich mir nen Kopf um diese schitt Zusätze gemacht habe und deshalb lieber zur überteuerten Terrarienerde gegriffen habe... wie sagt youngster immer... Safety first :thumbup:


    Grüße Carmen

  • Also ich halte von diesen extra Erden wirklich gar nichts. Für mich ist das alles nur Geldmacherei und dadurch , dass man nur 5 -10 l Säcke bekommt wird der Literpreis nochmal teurer. Wenn ihr einen
    kleinen Garten habt oder einen unbenutzen Fleck in der Garage , dann kauft euch einfach die billigste Blumenerde die es gibt und lagert sie für 6-12 Monate. Die "Billigerde" ist fast immer schlecht verrottet und hält oftmals das Wasser sehr schlecht. Wenn ihr die Erde erst mal ein paar Monate gelagert habt , dann ist sie qualitativ hochwertig.


    Außerdem weiß man nicht mal , ob die teuere Erde vielleicht genauso schlecht verrotet ist bzw. ähnlich schlecht und mit dem Wasserspeicher ist es dasselbe. Wir kaufen im Herbst meistens ca 20 Säcke mit 45 Liter Fassung bei der Fundgrube für ich glaube 1,50 oder 2 Euro. Im nächsten Frühjahr bis Herbst brauchen wir die dann auf und kaufen uns neue. Als wir mal keine Erde mehr hatten , haben wir uns mal einen teureren Sack bei uns im Ort gekauft und da waren zwei zerstückelte Wäscheklammern mit drinnen ^^. Also war die Erde nicht besser ;).


    Und zum Thema teure Erde = bessere Erde: Das kann man ja auch nie sagen. Viele gehen davon aus , aber was wirklich dahinter steckt weiß keiner so richtig. Selbst in unbehandelter Erde können Schadstoffe und Düngermittel drinnen sein wie in normaler Erde. Genauso siehts mit der teuer verkauften Terrarienerde oder Terrariensubstrat aus. Das ist oftmals billiger selbst herzustellen. Schaut euch die Inhaltsstoffe an und machts selbst nach ;). Meistens sind für die Terrarienerden Zusätze wie Sand und Seramies , sowie Torf drinnen.


    Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt , dass ihr so gut wie keine Schadstoffe in euren Terras habt , dann würde ich mir reinen Torf kaufen , was dann aber wieder schlecht für Moore ist.( Soll jeder selbst entscheiden) Ich kauf den Torf zwar auch , aber kultiviere auch meine Moorbeetpflanzen dadrinnen ;). Falls ihr euch für Torf entscheidet , dann schaut genau auf die Verpackung! Meistens besteht der Torf aus einem Gemisch aus normaler Erde und Torf und oftmals sind Düngerzusätze mit drinnen. Wenn ihr keinerlei Schadstoffe oder Gefährdung für eure Tiere wollt dann achtet darauf , dass ihr 100 % Torf kauft und keine Gemische. Dasselbe gilt auch für die Kultivierung von Moorbeetpflanzen, sonst gehen die nähmlich ein ;).


    Übrigens: Wenn man unerwünschte Pflanzenbestandteile oder Samen in irgendwelchen Erden abtöten will (da ist immer was mit drinnen) , dann füllt die Erde in einen umgedrehten Erdsack , sodass die schwarz beschichtete Innenseite nach außen schaut und schnürt den Sack zu. Anschließend stellt ihr die Erde an warmen und vorallem sonnigen Stellen ab , sodass sich die Erde durch die schwarze Beschichtung extrem aufheizt. Da erreicht man schon Temperaturen um die 50 oder 60 Grad im Sack und das reicht bei den meisten Keimlingen und Samen aus , dass sie eingehen bzw. nicht mehr keimfähig sind. Lasst die Säcke ruhig 2-3 Wochen in der Sonne , damit ziemlich alle Pflanzen abgetötet sind.

  • Im großen und ganzen kann man sagen , dass schwarze Erde fast immer hochwertig ist. Und es stimmt auch was die dort beschreiben , jedoch sind 48 Euro für 500g einfach nur lächerlich :rofl:
    Also die würde ich mir nie im Leben kaufen. Bei der schwarzen Erde ist halt alles natürlicher entstanden , also die Nährstoffe und Co. Aber: Es ist doch völlig egal ob du chemischen oder von der Natur hergestellte Düngerprodukte verwendest , weil beides das ein und dasselbe ist. Stickstoff ist Stickstoff. Ob du den durch teure Erde schon drinnen hast und der lange anhält oder ob du die billige Erde nach einer Weile aufwerten musst ist völlig egal.Jedoch ist die 2. Variante wesentlich billiger und die schwarze Erde ist auch irgendwann ausgelaugt und muss aufgwertet werden wenn noch etwas gut wachsen soll. Es gibt keinen chemischen Unterschied zwischen natürlich hergestellten und chemischen Stoffen. Bei Düngern und solchen Sachen finde ich als schon durchaus naturbewusster Mensch Biodünger und solche Sachen völligen Schwachsinn. Also wenn auf deiner Düngerflasche Bio oder so etwas drauf steht ist es meistens Geldmacherei.
    Etwas anderes ist es wenn du meinetwegen Kuhfladen oder Pferdeäpfel verwendest. Das ist auch guter und wirklich biologischer Dünger , aber der stinkt wie die Pest im Haus. Den kannst du nicht im Haus verwenden ;). Oder es gibt auch Bio Dünger aus Brennesseln oder anderen Pflanzen , aber es ist sowohl in den Brennesseldünger (teuer) als auch in den "normalen" Billigdüngern/Blaukorn der gleiche Wirkstoff Stickstoff drinnen. Natürlich sind in manchen Düngern noch andere Stoffe enthalten , aber die brauchen die meisten Pflanzen für das Wachstum gar nicht!


    Ich weiß nicht ob das jetzt zu weit führt was ich jetzt schreibe , aber falls ihr Hortensien (Zierpfflanze) kennt , über die Blühfarbe dieser Pflanze ist der Stickstoff entscheident. Wenn die Pflanze wenig gedüngt ist , dann blüht sie ich glaube rot-pink und wenn der Boden viel Stickstoff enthält dann ist die Blüte glaube ich blau. (könnte auch umgekehrt sein) Bei anderen Züchtungen mit anderen Farben kann
    man dann aber glaube ich nicht mehr über die Blühfarbe entscheiden.


    Und bei vielen anderen Pflanzen erzeugt Dünger auch eine intensiviere Farbe der Blüte und mehr Blüten. Das merkt man bei uns im Haus an der Flamingoblume.


    Aber Vorsicht! Zu viel Dünger ist auch nicht gut! Lieber 3-4 mal im Jahr in geringen Mengen , anstatt 1mal im Jahr eine ganze Hand voll Blaukorn auf die Pflanze ! ;)
    Bei zu viel Dünger können die Pflanzen auch eingehen ^^


    Nimm einfach wie gesagt eine Billigerde und lager die eine ganze Weile und dann kaufst du dir entweder einen Sack Blaukorn oder billigen Allzweckdünger. Das reicht völlig aus.
    Damit reicherst du die Erde einfach an und fertig ist die gute Erde ;) Wenn du dann noch etwas Torf mit rein mischst dann hast du noch den optimalen Wasserpeicher. Wenn du willst kannste ganz unten als kleine Schicht Seramies oder Lavasteine (Die kosten zwar auch ein bischen was , aber haben noch andere Mineralien dabei) ausbringen um noch einen zusätzlichen Wasserspeicher zu erzeugen.


    Was ich aber oben vergessen habe zu schreiben ist , dass der Torf sehr nährstoffarm ist . Aufgrund des nährstoffarmen Boden können nur die darauf spezialisierten fleischfressenden Pflanzen kultiviert werden.
    Also muss man den Torf oder das Torf-Erde Gemisch ein wenig mit Dünger/Blaukorn/Düngerkegeln(direkt neben der Pflanze) anreichern.Jedoch gilt für Moorpflanzen : Düngen = Tod. Zumindest für die meisten gilt dieses Prinzip die nur auf Torf und nicht auch auf saurer Erde kultiviert werden können.


    Wenn du nur die gekaufte "Billigerde" das erste mal verwendest dann sind noch genügend Nährstoffe drinnen. Die sind meiner Meinung nach schon irgendwie nährstoffreich bzw. gedüngt. Da brauchst du dann erst nach 2-3Monaten die erste Düngung zu geben. Ich verwende die Billigerde übrigens auch bei der Aussaat für meine Erbsenblattlauszuchtansätze und das funktioniert super.

  • Hallo,


    aber sag bei der schwarzen Erde gehts doch ned nur um Düngerzusätze die ist doch ganz anders " aufgebaut" ....klar der Preis, aber ich kenn den eigentlich doch nicht ganz so hoch, und ja ich habe das mal ausprobieren müßen, aber wie gesagt nicht zu dem Preis.


  • Also klasse, dass das mit der Erde jetzt mal so eindeutig behandelt wurde. Danke, arnulfmeter :)
    In meinem Fall dürfte die gedüngte Erde also kein Problem darstellen. Ich habe nur weiße Asseln in der Box, keine Springschwänze. Außerdem ist er eh schon zu groß für Springschwänze. Ich probiers jetzt mit kleinen Heuschrecken.


    Carmen : Wie ichs mit dem Umsetzen mach, überleg ich mir mal noch. eigentlich ist die Box nach den Faustregeln noch immer groß genug für ihn.


    Zur Bonusfrage: Passenderweise hat er sich gerade eben gehäutet. Damit müsste er dann L5 sein, bin mir aber nicht sicher, ob das von der Größe her passt (ca. 4 cm oder größer). Dummerweise hat er sich wieder knapp überm Boden aufgehängt. :pillepalle:
    Außerdem ist das geknickte Bein jetzt komplett in der Exuvie hängen geblieben und er "blutet" ein wenig an der Bruchstelle. :-/ Ich weiß nicht genau, wie oft er sich noch häutet, aber kann das Bein jetzt überhaupt noch komplett nachwachsen?


    Grüße
    Flo

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    0.0.283 Drosophila melanogaster

  • Hallo Flo,


    auf dem Foto erkennt man jetzt nicht so genau, wie groß das Tier aktuell ist.
    Wenn du es als L3 bekommen hast, es nun L5 ist, sollte es noch min. 3 Häutungen durchmachen. Da stehen die Chancen recht gut, dass das Bein nachwächst.


    Grüßle,
    Regina

    "Jetzt koch ich Mama"

    Satzzeichen können Leben retten

  • Hi,
    da wir hier sowieso schon total offtopic sind/waren, noch eine Dünger-Frage an den Dünger-Spezialisten von mir: was ist mit Hornspänen? Ich hab die mal im Garten verwendet, weil ich dachte Bio und natürlich und so, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, es würde nur Unkraut noch schneller zum Wachsen bringen. Einbildung?


    Viele Grüße, andrea

  • @ cawi:
    Ich hab mir das Video jetzt nicht angeschaut. Natürlich sind da noch andere Stoffe drinnen die den Pflanzen auch gut tun , aber die brauchen sie nicht zwingend. Es geht mehr um den Stickstoff (auch Phosphat ) für das Wachstum. Die ganzen anderen Mineralien hat man auch in geringen Mengen in der einfachen Erde oder vorallem auch an Steinen. Du kannst wie ich oben geschrieben habe auch noch ein paar Lavasteine oder so etwas mit unters Substrat bringen , dann hast du auch genug Mineralien drinnen ;)


    sprotte81 :
    Les dir diesen Artikel mal in Wikipedia durch. http://de.wikipedia.org/wiki/Hornd%C3%BCnger
    Also Horndünger besteht aus allen möglichen knochenartigen Teilen von Tieren. Also Hufe , Hörner, Skelett usw. Und wie schon in Wikipedia steht ist Stickstoff mit 15 % am meisten vertreten. Und der macht auch das Wachstum aus. Die anderen Mineralien sind nur in sehr geringen Mengen vorhanden. 15% hört sich vielleicht wenig für euch an , aber es sind noch organische Stoffe drinnen die dem ganzen quasi einen Halt geben , also die das ganze "Strecken". Die organischen Stoffe sind jetzt im einfachen Sinne vergleichbar mit Zellulose . Also die machen Masse ohne große Wirkung.


    Die Biobauern dürfen offiziell keine synthetischen Düngerprodukte also künstlich hergestellte Dünger verwenden. (machen aber trotzdem einige)
    Trotzdem ist der selbe Wirkstoff im teuren Hornspänedünger wie im billigen Blaukorn/billigen anderen Dünger.
    Und meiner Meinung nach ist auch der künstlich hergestellte nicht schlechter , weil der Stickstoff ja auch aus irgendwelchen anderen Stoffen gewonnen wird.
    Der wird quasi nicht irgendwie chemisch hergestellt oder so , der wird ja aus anderen Naturmaterialien gewonnen. Stickstoff ist ein Element , das kann man nicht einfach herstellen sondern muss man
    wieder aus anderen Stoffen gewinnen/raus ziehen. Also das Wort Kunstdünger ist eigentlich sogar falsch. Es wird der Dünger nur durch künstliche Prozesse aus Naturmaterialen hergestellt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine ;) Somit hat man dann im einfachen Sinne gesagt eine hohe Konzentration und Stoffmenge vom benötigten Stickstoff mit geringer anderer Masse verbunden.


    Und außerdem wie man in Wikipedia lesen kann düngt die Hornspähne ganz abhängig von der Körnung , also wie schnell sich die Körner im Boden auflösen (je gröber , desto langsamer , je nasser , desto schneller). Das heißt es kann sein , dass deine teuren Hornspähnen genauso schnell die Wirkung verlieren wie das Blaukorn. Der einzige Vorteil von den Holzspähnen den ich sehe ist , dass die Hornspähne eigentlich langsam den Stickstoff an den Boden abgibt und somit hast du nur einen dauerhaften leicht ansteigenden Wert des Stickstoffes wenn er nicht gleich verbraucht wird.Wenn du jetzt aber wie oben beschrieben eine feine Körnung+feuchten Boden hast , dann löst es sich genauso schnell auf die Blaukorn oder billige Alternativen. Das Blaukorn gibt schneller größere Mengen an Stickstoff ab , sodass du eher anfangs einen hohen Stickstoffgehalt hast , sodass du quasi eine Überdosis hast aber die nach und nach aufgebraucht wird bis man dann eben wieder nach einer Weile neues Blaukorn hinzu gibt.


    Das heißt für den feuchteren Terrariengebrauch ist es dann auch wieder grötenteils egal ob du jetzt die Hornspähne oder das Blaukorn nimmst. Und in der Hornspähne können ja auch geringe Mengen an Schadstoffen drinnen sein , die die Tiere vor dem Schlachten aufgenommen haben. Also wenn die Tiere (wie alle aus der Massenzucht) Antibiotika bekommen haben , dann wirst du höchstwarscheinlich auch Spuren davon in deiner Hornspähne finden.


    Und durch den Stickstoffgehalt der Hornspähne wachsen natürlich auch deine Unkräuter im Garten. Die Nutzpflanzen natürlich auch.


    Und hier nochmal was zu Blaukorn:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blaukorn
    Wie ihr hier seht wird Blaukorn sogar als Volldünger bezeichnet , also da ist alles drinnen was deine Pflanzen brauchen.

  • Wow, danke für die ausführliche Antwort. Im Moment dünge ich, jedenfalls im Garten und Gewächshäusern, schlicht und einfach mit Mist. Ich hab auch schonmal Jauche angesetzt (von Hühnerkacke), das muss man allerdings sehr vorsichtig dosieren. Auf jeden Fall ist weder Antibiotika noch sonst was drin - man braucht aber Schnupfen oder eine Wäscheklammer, sonst würgt es schon sehr im Magen <X


    viele Grüße, andrea

  • cawi :
    Ich habe mir das ganze jetzt doch einmal aus Neugier angeschaut ;)
    Die Erde ist einfach sehr qualitativer Kompost. Da werden Materialien in bestimmten Mengen zugegeben. Die Kohle wirkt wie schon im Film als Wasserspeicher und ist gleichzeitig als Wirt für viele Bakterien.
    Die Bakterien erledigen dann ihren Job und zersetzen die Erde und setzen dabei wieder Mineralien und andere Stoffe(Stickstoff) frei. Das ist jetzt einfach die vollkommen natürliche Düngerherstellung. Also die mag den anderen überlegen sein , da sie wirklich biologisch ist , falls keine gespritzten Pflanzen (was man leider nicht ausschließen kann) drinnen sind. Jedoch ist dann wieder der Kohleabbau oder die Kohleherstellung , welche ein wichtiger Bestandteil für diese Erde ist sehr umweltschädlich. In der Erde sind natürlich auch viele andere Mineralien drinnen , welche im einfachen Dünger nicht drinnen sind. Aber die Pflanzen brauchen wieder die meisten der Mineralien nicht , weswegen die dann für deinen Pflanzenanbau Schwachsinn sind.
    Also die Erde hat genauso Vor- und Nachteile. Man kann alles so und so sehen. Das könnte zu einer unendlich langen Diskussion führen :vain:


    Und am Anfang kamen die Argumente : Überdüngung und Auslaugung des Bodens könnten bald zu schwerwiegenden Folgen in der Wirtschaft führen. Das mag stimmen , aber wir als Hobbygärtner oder wie auch immer düngen doch nur in geringen Mengen , sodass der Dünger nicht in das Grundwasser oder in Flüsse gelangt. Außerdem wird der Boden bei uns doch nur gedüngt wenn er wieder Nährstoffe braucht. Bei uns ist das alles in kleinen Ausmaßen.


    Jetzt gehen wir mal in die Landwirtschaft. Dort wird rein aus Prinzip regelmäßig gedüngt , obwohl der Boden vielleicht sogar noch überdüngt ist. Aber ob du den Boden dann mit natürlichen Materialen oder mit künstlichen Dünger anreicherst , das ist doch größtenteils egal. Wenn der Boden total überdüngt ist , dann kommen die Stoffe immer weiter unter die Erde bis ins Grundwasser. Viele Bauern streuen auch beim Düngen gerne die Flüsse und Bäche nebenan , sowie die Straßen mit. Sowas ist dann finde ich auch richtig schlimm. Da wo gar nichts hin soll wird trotzdem mitgedüngt. In der unberührten Natur regelt sich auch alles noch von alleine , aber im kleinen Terrarium kann sich kein Ökosystem aufbauen , welches sich selbst mit Nährstoffen versorgen kann.
    Außerdem haben die Bauern auch mitlerweile riesige Flächen ohne Windschutzstreifen oder ähnlichem. Da war früher doch noch etwas mehr Natur durch diese Anlagen und außerdem wurden damit auch die Wetterextremen etwas abgehalten. Also bei zu viel Regen wurde das Wasser aufgefangen und der Boden wurde nicht in alle Richtungen weggespühlt. Be zu viel Sonnde haben die Bäume außenrum etwas Schatten gespendet und damit die Verdunstung etwas aufhalten können. Bei zu viel Wind genauso. Das gibt es alles nicht mehr . Alles nurnoch in großen Ausmaßen und großen Maschinen , sodass der Boden zerstört ist und sich nicht mehr schnell genug erholt. => Dünger


    Und viele Bauern fahren auch in Massen Gülle auf die Felder was finde ich am schlimmsten ist. Gülle ist bestimmten Mengen ist in Ordnung und dient auch als Dünger , aber wenn das Feld trotz Pflanzen darauf einfach nurnoch braun ist und die Gülle gar nicht mehr richtig versickern kann , dann ist es zu viel des guten.


    Früher wurden auch Flächenstillegungen immer wieder vorgenommen und oftmals wurde dann Klee auf den Acker gesäht , weil der wieder den Boden mit Stickstoff angereichert wurde.
    Das heißt ,der Boden konnte sich erholen.


    Aber bei uns im Garten kannst du doch keine Flächenstilllegung machen , sodass sich der Garten von alleine erholt oder? Die Flächen sind zu klein. Da bräuchtest du dann schon 3 Gärten. Und zur Hilfe geben wir eben immer wieder kleine Mengen an Dünger hinzu , welcher aber nicht ins Grundwasser durch Überdüngung gelangt. Und dadurch , dass wir keine Monokultur betreiben , also versch. Pflanzen mit versch Boden/-Nährstoffansprüchen pflanzen , wird der Boden nicht so ausgelaugt wie bei den Bauern mit einer Pflanzensorte auf 50 hektar.


    Aber heut zu Tage kann es sich kein Bauer mehr leisten , so wie früher zu bewirtschaften. Und dadran sind zum großen Teil die Großindustrieen , welche nur auf Gewinnmaximierung aus sind Schuld.
    Außerdem steigt die Weltbevölkerung immer weiter an

  • Hallo,


    erstmal, würde ich doch vorschlagen wir trennen den Teil von Flohs Thema ab, ich find es seeehr spannend und unter der Aufzuchtbox findet auch keiner in der Zukunft mehr sinniges und unsinniges zum Thema Erde/ Dünger und so weiter :)


    nochmals vielen Dank an arnulfmeter :thumbsup: vlt dürfen wir ja mal auch einen Namen erfahren :) im Profil steht xy also eher nicht xx ... ?(


    Die schwarze Erde fand ich mal deshalb ganz interessant, weil diese Wasserspeichergeschichte...naja hört sich ganz sinnig an. Weltweit gesehen eh...und für giessfaule sowieso :)


    Zitat

    In der unberührten Natur regelt sich auch alles noch von alleine , aber im kleinen Terrarium kann sich kein Ökosystem aufbauen , welches sich selbst mit Nährstoffen versorgen kann.


    Da habe ich mal gelesen, dass Froschschitt schon genug Dünger sei :) wenn ich mir den output meiner Hierodula im Freilauf anschau...da fragst dich ernsthaft was so ein kleines Tier sch....n kann.


    Kannst vlt noch was zum Orchideendünger in den Terrarien preis geben...bin ich imemr etwas geizig damit, wegen den Tieren.


    Grüße Carmen


    @Sprotte: habe dieses Jahr einen suuupertolle Dünger ausgebracht, kurz drauf liefen die Hunds durch den Garten wie ein Staubsauger....gekotzt habns wie die irren :twisted: selbiges mit dem Kompostbeschleuniger..saß der Hund aufm Kompost und hat das Zeug gefressen. Alles doofe sammelt sich um mich...sag euch :popcorn:

  • Zum extra Dünger für die Orchideen:
    Also für unsere Phalenopsis nehmen wir auch immer ganz normalen Dünger. Ist meiner Meinung nach auch Geldmacherei. Aber da nehmen wir nur Flüssigdünger.
    Jedoch sind die Orchideen bei uns nicht sehr schön , weil wir nur schlechte Standorte haben und unter jedem Fensterbrett eine Heizung ist :/
    Die werden bei uns nie so richtig was , das liegt aber sicher nicht am anderen Dünger ;)


    Den Dünger im Terrarium fressen doch die Mantiden nicht , von daher kannste ruhig düngen. Nur ich würde eben lieber öfters geringe Mengen geben , und vorallem bei anderen Tieren im Terrarium.
    Die Springschwänze überleben zwar auch in der billig Erde wenn sie feucht ist , aber ich weiß nicht wie die Asseln auf zu hohe Düngermengen auf einmal reagieren. Also ich würde es nicht riskieren zu hohe Mengen auf einmal rein zu schütten. Mach doch einfach die Hälfte oder ein Viertel der angegebenen Menge. Normalerweise passiert dann nix. Die Asseln fressen ja auch eigentlich weniger das Substrat. Die meisten füttern ja mit Fischfutter oder Karottenschalen und Co zu. Ich wühl später mal in meinem Terrariumsubstrat nach weißen Asseln. Ich habe den halben Zuchtansatz den ich vor 4-6 Wochen gekauft habe in das Terrarium (ist billige Erde drinnen ;) ) . Aber ich habe die Hälfte der mitgelieferten Erde mit rein geschüttet. Die roch damals sehr sauer. Mal sehen ob die Tiere sich mehr in der mitgelieferten Erde oder auch in der anderen Erde aufhalten.


    Wegen dem Wasserspeicher in deiner schwarzen Erde. Ja die speichert gut Wasser das stimmt. Das schafft die billige Erde warscheinlich nicht in diesem Ausmaße , vorallem nicht wenn sie frisch gekauft ist. Aber wie gesagt , etwas Torf dazu mischen und ganz unten 2-3cm Seramies und damit hast du deinen guten Wasserpeicher. Der ist dann warscheinlich wieder besser als die schwarze Erde.


    Mein Name ist übrigens Gabriel. Habe ich schon einmal irgendwo geschrieben.

  • Als erstes noch ein kleiner Zusatz zu den Orchideendünger. Bei meiner Oma im Haus gedeien die Phalenopsis wunderschön . Da bekommt mein Vater jedes Jahr eine zum Geburtstag geschenkt.
    Sie bekommt dann immer wieder unsere leider verkümmerten Orchideen , welche sie immer wieder aufpeppelt und ab und zu bekommt sie auch einmal einen Ableger von ihren eigenen.
    Sie düngt ausschließlich mit einem billigen Dünger aus dem Supermarkt und sie düngt auch nur sehr selten. Sie ist etwas geizig ;) Also braucht man sicher keinen speziellen Dünger , wenn man etwas spezielles für Orchideen braucht , dann sind es bei speziellen Arten die Bodenbedürfnisse. Manche Orchideen brauchen zum Beispiel sauren Boden oder karken Boden. Da müsst ihr euch eben je nach eurer ausgewählten Art informieren.


    Und jetzt noch ein kleiner Zwischenbericht zu den weißen Asseln. Ich habe gerade in einem Terrarium die Erde umgewühlt und habe weiße Asseln in der billigen Erde gefunden. Was mich gewundert hat , ist , dass die kleinen Tierchen mehr im trockeneren und leicht feuchten Berreich unterwegs waren. Sie haben den nassen Bereich gemieden. Ich kann jetzt nicht sagen , ob sie den ehemaligen Substratboden sogar weniger mögen als die billige Erde oder ob es die Feuchtigkeit ist. Denn an der Stelle des ehemaligen Substrates ist meine ziemlich nasse Zone. Da habe ich keine einzige gefunden.


    Wie es sich auf die Vermehrungsrate auswirkt habe ich keine Ahnung , weil die Tiere erst seit ca. 4 Wochen im Terrarium sind. Und vorallem sind es recht wenige im Zuchtansatz gewesen.


    Jetzt werde ich als nächsten Schritt ein paar wenige Asseln in eine kleine Dose setzen und Dünger hinzu geben. Mal sehen wie er sich auf die Tiere auswirkt.

  • Hallo Gabriel ;)


    immer wieder schön wenns jemand gibt der vermasselte Orchideen aufpäppelt, habe ich auch jemand ... sie stöhnt schon als :)


    [quoteDen Dünger im Terrarium fressen doch die Mantiden nicht , von daher kannste ruhig düngen][/quote]


    ich dachte da auch etwas an die Frösche z.B. oder auch alles "Geckoartige" die "Haut" der Frösche...keine Ahung warum, aber irgendwie mein ich immer die ist empfindlich, kein Plan wer mir das in Kopf gesetzt hat :) und Geckos, Chamäleons usw. schlecken halt auf.Asseln und Springschwänze verfüttere ich halt regelmäßig, aber berichte mal deine Beobachtung mit den Asseln, klingt ja schon interessant...ich glaub klitschnass mögens ned , eher durchfeuchtet.


    Grüße Carmen

  • Also die Haut von Fröschen ist auf jeden Fall sehr empfindlich da gebe ich dir recht. Da kann es auch sein , dass der Dünger die Schleimhaut ein wenig angreift (muss aber nicht), aber du düngst ja nicht das komplette Terrarium , sondern gezielt die Pflanzen. Also haben die Tiere noch genügend andere Plätze wo sie hin können ohne auf Dünger zu hocken. Und nach einer Woche oder so ist doch das meiste im Boden so eingespeichert oder schon verbraucht , dass die Tiere wieder drauf können. Außerdem kannst du ja speziell bei Amphibien wöchentlich oder alle 2 Wochen nur einen kleinen Berreich düngen , sodass die andere Stelle bereits wieder nutzbar ist.


    Und bevor du jetzt denkst , dass es dir zu risikoreich ist:
    Die Luft die wir alle einatmen besteht aus 80% Stickstoff. Also der Stickstoff sollte deinen Fröschen nichts ausmachen. Da wäre noch das Phosphat in den Düngern , welches schädlich ist. Aber wie schädlich es ist weiß noch keiner so richtig. Und wer Fastfood ist , der ist immer Phosphat mit. Also auch wir Menschen. Vielleicht mag das Phosphat bei uns Menschen die ein oder andere Krankheit auslösen , was aber noch nicht einmal erforscht ist , aber bei Fröschen ? Ich weiß nicht wie lange Frösche so leben , aber ich denke die meisten Arten nicht länger als 5-10 Jahre. Ich glaube da macht das Phosphat dann noch nicht so viel aus wie bei uns Menschen. Wir nehmen ja über unser ganzes Leben das Phosphat auf. Also weitaus länger als die Frösche.


    Viel schädlicher sind für die Schleimhäute deiner Tiere Säuren oder vielleicht schon übersäuerte Böden. Mit Säuren meine ich nich nur Salzsäure , sondern auch einfache Kohlensäure ;) Die greift die Schleimschicht an. Wenn du deine Tiere anfasst zerstörst du übrigens auch schon einen kleinen Teil der Schleimhaut , welche sich aber wieder nachbildet. Aber als Angler sollte man beispielsweise vorallem untermaßige Fische mit nassen Händen anfassen , damit die Schleimhaut nicht zu sehr beschädigt wird.


    Ich will dir nicht 100% versichern , dass der Dünger vollkommen harmlos für deine Tiere ist , aber ich glaube er wird nicht so sehr ausschlaggebend sein , wenn die Düngermenge reduziert wird und nur gezielt gedüngt wird.


    Und du züchtest bestimmt die größte Menge der verfütterten Springschwänze und Asseln in extra Behältern oder? Wenn du da einmal die billige Erde rein füllst dann kannst du die immer wieder verwenden ohne diese zu düngen. Der Dünger soll ja hauptsächlich für die Pflanzen im Terrarium sein.

  • Ich will hier jetzt noch einmal einen kleinen Bericht abliefern.
    Wie schon angekündigt habe ich ein paar weiße Asseln in "Billigerde" und dazu noch ein paar Körner Blaukorn (Dünger) dazugegeben. Das ganze habe ich
    jetzt etwa 3 Wochen herum stehen und die Tiere leben immernoch. Das heißt es macht keine Probleme , wenn man mal seine Pflanzen im Terrarium düngt.


    Das wars auch schon wieder von meiner Seite ;)