Welche Komponenten für ein Feucht-/Regenwaldterrarium?

  • Hallo liebes Forum,


    ich bin momentan dabei ein 30x30x30 Terrarium als Feuchtterarium/Regenwaldterrarium einzurichten und brauche mal ein paar Tipps von den Experten. (In diesem Terra sollen später 24°C herrschen, bei einer LF von 80%-100%).


    - Welche Pflanzen kann man bei solchen Bedingungen halten (Interessant wären dabei "Luftwurzler")?

    - Welchen Bodengrund nimmt man bei solchen Terrarien ? Benutze in meinen anderen Terrarien Tonkugeln als Drainageschicht und Kokoshumus als "Bodengrund".

    - Wie sieht es mit der Nährstoffversorgung der Pflanzen aus , düngen wird ja nicht unbedingt erlaubt sein ?

    - Sollte man weiße Asseln/Springschwänze hinzufügen, damit nicht alles abschimmelt?

    - Welche Hölzer können solch einer LF/Nässe standhalten, ohne abzuschimmeln? Im Zoofachgeschäft gibt es zwar diverse Hölzer/Kork, welche jedoch extrem teuer sind.


    Wäre super wenn mir jemand ein paar Tipps und Anregungen geben könnte.


    Vielen Dank und liebe Grüße!

  • In ein 30er Terra passt doch gar nicht soviel Holz - da bist du mit der 5euro Grabbelkiste im Fressnapf/Baumarkt eigentlich gut bedient. Sonst gibts alle Arten von Hölzern meist größer/günstiger auch bei ebay/eKleinanzeigen.


    Bambus hält sich übrigens auch sehr gut im Tropenterra.


    Vorsicht bei den Überlegungen zu automatischen Beregnungsanlagen (kommt fast zwangsläufig, wenn man bei dem Terraklima auch mal ein paar Tage nicht zu Hause sein will): die Einsteiger-Komplettsets von Trixi, ExoTerra whatever haben meist viel zu grobe Düsen - da spühlt es dir selbst bei kurzzeitiger Aktivierung den Terrainhalt weg :D

    Besser sind hier Sets bei denen du Komponenten selbst zusammen stellen kannst und damit Düsen und Druck/Durchsatz variieren kannst.

  • Bei einem 30er Würfel wäre ich mit einer Beregnungsanlage so oder so ziemlich vorsichtig, nachher schwimmt dir der ganze Inhalt vor den Füßen herum :D

    Brauchst dann wahrscheinlich schon nen Abfluss.


    Ich hatte mal ein ähnliches Projekt, hatte da Weißtorfplatten verwendet und mit Destiliertem Wasser gegossen. Die Pflanzen wachsen stetig vor sich hin. Durch meinen Umzug haben die Pflanze jedoch etwas gelitten. Habe auch länger kein Update mehr gemacht, steht eigentlich mal wieder an. Hier der link zum Thema.

  • Hallo erstmal danke für die bisherigen Antworten.


    @cawi Das Terrarium dient als Übergangsterrarium für ein Paar Geosesarma Spec. (Vampirkrabben). Diese benötigen eine LF von mind. 80%.


    @ChrischiO Vielen Dank für deinen Beitrag, aber das es alle Arten von Hölzern gibt ist mir auch bewusst. Die Frage hatte sich eher darauf bezogen, welche Arten von Hölzern gut der Luftfeuchtigkeit standhalten ohne sofort zu schimmeln/faulen. Bambus ist eine gute Idee, leider für Krabben nicht so praktisch.


    Von einer Beregnungsanlage war nie die Rede, dementsprechend werde ich mir auch keine anschaffen/bauen.

    Evtl. habt Ihr ja noch Ideen welche Pflanzen in solch einem Klima gut wachsen :)?


    Vielen Dank !

  • Müssen die Becken trotzdem gut belüftet sein? Sorry aber ich kenne die nicht :(

    könnte mir aber dann doch eher die HÖlzer aus der Aquaristik vorstellen. Zum Planzenthema, ev schaun ob du Pflanzen aus der Aquarstik emers bekommst, oder, ich hatte schon ganz banale Bubiköpfchen im Becken, die mögen gern feuchtere Böden und Wasser eben nur von unten. Kann mir aber grad nicht vorstellen was die Tiere mit Pflanzen machen :)

  • Pflanzen kannst du einige nehmen. Bromelien vorzugsweise. In der Regel lassen sich auch fast alle Aquarienpflanzen im Terrarium anziehen, solang sie genug Wasser und Luftfeuchtigkeit haben. Habe das in einem Becken auch probiert und es klappt super. Weiß nur leider nicht mehr welche Pflanze das war, habe sie aber auch im Aquarienhandel gekauft und ins Terrarium gesetzt, nach ein paar Tagen hatte sich die Pflanze an die neuen Gegebenheiten gewöhnt und wächst seitdem fröhlich vor sich hin.


    Edit: Denk aber dran, dass Aquarienpflanzen häufig anders aussehen wenn sie emers gehalten werden! Zum Beispiel verlieren einige Pflanzen dann die rötliche Färbung etc.



    Grüße

    Fabian

  • Da kann ich mich anschließen.

    An ,,Aquarienpflanzen,, kannst du mit jeglicher Cryptocoryne nichts falsch machen.

    Auch Staurogyne oder Lobelia ,sowie die gängingsten Stängelpflanzen wie Hygrophila sind da recht einfach.

    An Holz würde sich Mangroovenwurzel anbieten da diese auch im kleinen Format nicht zu fiilligran sind und eine gute Klettermöglichkeit bieten.


    LG

  • Hallo Leute,

    erstmal Danke für die ganzen Antworten!!


    @cawi Becken müssen nicht zwangsläufig belüftet sein, da die Krabben eben viel LF brauchen. Wenn überhaupt dann nur damit die Scheiben nicht die ganze Zeit beschlagen sind :D. Pflanzen werden soweit ich das jetzt auch gelesen habe gerne gefressen (solange nicht giftig).


    easline & keule Kann ich die Wasserpflanzen dann einfach in das Substrat stecken, oder muss ich diese noch auf das "emerse" Leben vorbereiten?

    Welches Substrat wird dafür benötig? Hatte als Bodensubstrat an eine Mischung aus Torf/Kokoshumus/Laub und Blähton gedacht.


    Habe als grobe Bepflanzung jetzt einen buschigen Farn sowie zwei Bromelien an Land gezogen. Den Rest würde ich dann wohl mit Wasserpflanzen machen, falls der Aufwand nicht zu groß sein sollte.


    Vielen Dank und Grüße,

  • Also je nachdem wie robust die Pflanzen sind kannst du sie direkt in das Substrat stecken. Wenn es nicht so robuste Pflanzen sind dann wäre es ggf. sinnig sie langsam an eine emerse Lebensweise heranzuführen. Wichtig ist natürlich auch, wie die Pflanzen aufgezogen wurden bzw. wie lange sie im Aquarium sind und nicht mehr emers gehalten werden. Welche Pflanzen sich am besten emers halten lassen kannst du idR beim nächsten Aquarienladen nachfragen, bei einigen Onlineshops wird das auch angegeben.


    Als Substrat wurde mir dieses hier empfohlen: Dennerle Scaper's soil

    Mir wurde gesagt, dass es mit Torf auch gehen würde. Daher würde ich sagen, dass das mit deinem Gemisch auch funktionieren sollte.


    Den Blähton willst du dann als Drainage verwenden, wenn ich das richtig verstehe? Ich würde die Drainage dann noch von dem Bodengrund trennen. Kannst du mit einem Hydro Fleece oder ähnlichem machen.

  • Diese doch sehr hohe Luftfeuchtigkeit reicht zum emers ziehen. Zumindest mit den Pflanzen mit denen das möglich ist.

    Es gibt hier einen Thread im Forum zum Thema ;) sogar mit ein paar Pflanzen als Vorschlag von einem Verkäufer, der sehr viel Pflanzen im Shop hat. Nix neues ;) ganz grob, alles was fein ist geht nicht. Was gern mal nicht funzt ist alles was zu hoch wächst, also nicht wegen der doch sehr kleinen BEckengrösse . Die Wärme der Lampe, da gehen dann viele Pflanzen in die Knie. Zumindest aus meinen spärlichen Erfahrungen.


    Was stellen die Tiere für Anforderungen an den Boden?

  • easline Vielen Dank für die Antwort, hast du genau richtig Verstanden!


    cawi Der Boden muss laut der wenigen Infos die man findet immer feucht sein, da diese Krabben "Gattung" in der nähe von Flüssen und Seen lebt, aber trotzdem mehr dem Land angepasst ist. Dementsprechend kam ich auf die Torf/Kokoshumus-Mischung .

  • Ok, Da gibt's ja doch sehr viele Möglichkeiten , unterschiedliche Böden , unterschiedliche Höhen im Becken, Gefälle im Becken usw. Bei der Beckengrösse ist halt leider schnell voll. Wie Groß sind die zukünftigeN Bewohner? Sind die flott unterwegs?

    Das Flies überm Blähton, hält besser bei einer größeren Grundfläche, verrutscht mal gern so ein kleines Stück. Vlt bin ich aber auch nur zu ungeschickt in den Fingern :)

  • Auch nacH dem Umpflanzen ;) aaaber sag ja werd langsam tüttelig :modo: in kleine Becken habe ich keinen Blähton mehr reingemacht. Da war mir aquafilter lieber....immer schön Wasser unten drinne. Sonne drauf und gut...

    Wie gesagt, gibt zig Möglichkeiten, jeder wird das Zeug verbauen mit dem er gut zurechtkommt.

  • cawi Also der Carapax (Rückenschild/Panzer) wird ca. 2.5cm groß. Mit Beinen eventuell ne Spannweite von 4 cm? Sollen ziemlich soziale Tiere sein, welche relativ flink sind und gut klettern können.


    Da mein Terrarium leider nicht rechtzeitig fertig wird (dank der Rückwand) habe ich mir noch ne 40 - Liter Dose zugelegt mit größerer Grundfläche. Diese wurde mit ca. 10cm Torf aufgefüllt (Humus wird noch unter gemischt). Zusätzlich wurde dann ordentlich gemulcht. Als Bepflanzung habe ich momentan einen großen Farn der Gattung ??Adiantum??(Am Rhizomen aufgeteilt und im Behälter verteilt), sowie eine Tillandsia (wurde von meiner Spinne nur zugemüllt :D). Dann noch paar Korkstücke sowie einen kleinen Untertopf mit Wasser drin.


    Jetzt muss ich nur noch schauen das nichts abschimmelt, ich paar emerse Wasserpflanzen und ein paar weiße Asseln/Springtails bekomme :D


    Grüße

  • @ easLine... Das Zeug gibt's In blau und schwarz und gröber und feiner :) keine Ahung wo die Aqualeute das verbauen. Habe ich in mehreren Becken drinnen geHbat und in meinem ganz großen ist es immer noch....da ging's mir ums Gewicht ( wollte Kilos einsparen Verarbeite das Zeug je nachdem was an Wasser ins Becken soll. Ich selber nehme die groben , bilde mir ein ein, die Wurzeln können da besser Wurzeln und belüften. Kenne aber Leute die das feine schwarze Zeug als Rückwand hernehmen und bearbeiten.

    Was auch gut klappt ist ein Bodengrund mit bauschaum Diesen beflocken, ich habe Wurzeln eingearbeitet, klappt super weils unterm Bauachaum mit Wasser gefüllte Kammern bildet. Muss aber dazusagen ich habe In den Becken Xaxim als Seiten und Rückwand....das Zeug nimmt Wasser aus dem Boden .


    @. recaptcha...danke fürs auFdröseln, ich war mal fast dran an Krabben, wäre noch mal was mir Spaß machen könnte. Reicht die Beckengrösse wenn die sozial sind ( heißt da kommen mehrere rein) und sehr beweglich?

    Grüße Carmen

  • cawi Man muss dazu sagen das viele "Krabben" als Vampirkrabben gelten, obwohl sie teils aus verschiedenen Regionen/Habitaten kommen. Deswegen sind die meisten Angaben mit Vorsicht zu genießen. Für 5 - 10 Tiere wird aber oft eine Aqua-Größe von 60x30x30 angegeben. Für 2 - 3 Tierchen reicht dann auch ein 30x30x30 Cube oder eben ne große "Dose", solange das Klima stimmt und genug "Versteckmöglichkeiten" gegeben sind. Kann ja mal ein wenig was zu den Krabbis schreiben, wenn alles glatt läuft :)


    Grüße