Beiträge von Atlantis-Mantis

    Tatsächlich sind Glühwendel- oder Gleichstromlampen besser, weil sie nicht flackern. Leuchtstofflampen und die meisten Handels-LEDs tun das. Trotzdem scheint es den Tieren wenig auszumachen. Die Spektren sind leicht verschieden, decken aber soviel von den Wellenlängen ab, dass das Licht weißlich erscheint. Mantiden haben Absorptionsmaxima in blaugrünen und blauen Bereich. Sie nehmen kaum oder schlecht rot war, was bei allen Lampentypen ähnliche Wirkung hat. Man sollte sie nicht mit Lampen beleuchten, deren Wellenlänge langwelliger als Gelb ist. Das wären bei uns nur Speziallampen, also sollte es erstmal kein Problem sein, welche LEDs man nimmt.


    Für Waldarten reicht die Abwärme der meisten LEDs. Savannen- und Wüstenarten bekommen zusätzlich Halogenlampen.

    ich bevorzuge gut getrocknete Tiere, aber man hat nicht immer die Wahl. Hobbyisten frosten sehr oft, weil es einfacher ist, während Wissenschaftler auf Reisen oft alles in Alk werfen, auch weil es einfacher ist (und bei Holometabolen generell funktioniert). Immer Ansprüche zu stellen ist blöd, da bekommt man gar nichts. Aber wenn ich gefragt werde, dann gebe ich immer an, dass ich trocken bevorzuge. Ich muss die Tiere eh aufweichen, also ist das für die Genitalpräparation auch kein Problem.

    Frosten ist oft ein Problem bei großen Weibchen. Die bleiben dann zwar auf den ersten Blick frisch, aber nach dem Auftauen gammeln sie schneller als Fisch in der Sonne, weil die Zellwände kaputt sind. Da hat man selbst bei Trockenofen den Wettlauf zwischen Gammeln und Trocknen. Solche Tiere schmeiße ich manchmal für 1-2 Tage in Alk.

    Grüne Ootheken sind bei den Polyspilotina nicht so selten, sowohl Prohierodula wie Plistospilota haben welche. Nur bei Polyspilota war das bisher nicht so bekannt. Natürlich ist das allein kein entscheidendes Merkmal, ist aber schon ein guter Hinweis. Die Pronotumform ist auch anders als bei Polyspilota aeruginosa. Die Gattung ist dringend revisionsbedürftig, also gibt es keine eindeutige Literatur mit sowas wie einem Schlüssel. Es gibt zwar den in Giglio-Tos 1927, aber der ist heillos veraltet. Ich lasse es mal als Andeutuing stehen, dass ich die Art nicht unter den bisher bekannten gefunden habe.

    Es gibt mehr als eine Art, die als Polyspilota griffinii abgegeben wurden. Das meiste, was früher kursierte, waren einfache P. aeruginosa, aber die große Art mit grünen Ootheken, die jüngst aufgetaucht ist, ist was anderes. Was genau, da bin ich noch dran. Nichts von den üblichen Verdächtigen.


    VGC

    Je nach Verfügbarkeit mit Bestimmungsschlüssel, mithilfe einer Revision der betreffenden Gruppe, anhand Vergleich mit bestimmten Exemplaren oder der Origibnalbeschreibung. Meistens eine Kombination aus allen. Man geht sowohl nach äußeren Merkmalen wie nach dem Bau der männlichen Genitalien.


    Die Amelinae im Speziellen sind sehr schwierig , weil es keinen Schlüssel zu allen Arten gibt, die Gattungs- und Untergattungszugehörigkeirt aber letztens geändert wurde.


    VGC

    Die sind heikel. Werden in etwa wie Eremiaphila gehalten, aber längere Erfahrungen gibt es nicht mit denen. Geh davon aus, dass sie unverträglich sind und es sehr warm brauchen, aber wahrscheinlich trotzdem eine Diapause.