Beiträge von Atlantis-Mantis

    Kannst jegliches mögliche Verhältnis nehmen, die vertragen sich ganz gut. Ich hatte schon um die 50 Stück in einem ähnlich großen Becken, aber dazu muss dieses richtig eingerichtet sein, also mit verkleideten Rück- und Seitenwänden.

    Hi.


    Ja, sieht irgendwie nach einer Entwicklungsstörung aus. Dieses Tier kann man nicht zur Zucht verwenden. ich würde es gerne nach dem Ableben (oder auch vorher) für Studienzwecke haben. Ich vergleiche dann die Genitalien mit denen normaler Männchen.


    Danke und VG

    Zwei Dinge sollte man bei Wibellosen nicht verwechseln: unnötiges Leiden und Schmerzen. Ob Tiere wie Insekten Schmerz im gleichen Maße wie Wirbeltiere empfinden, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vieles spricht dafür, dass das nicht der Fall ist, etwa, wenn angefressene Insekten noch eine Weile weiterleben und scheinbar nur wenig beinträchtigt sind. Andererseits haben sie Sensoren für Wärme und Chemikalien. Das unnötige Vegetieren bei Lebensunfähigkeit (Verletzungen, Fehlhäutungen, Alter) sollte man ihnen als Hobbyist trotzdem ersparen. Tiefkühlfach, Äther, Alkohol, das sind alles gute, probate Mittel, am einfachsten kann man auch mit einem Schuh draufhauen, das dauert eine Millisekunde. Hat man größere Tiere, kann man die betreffende Mantiden auch verfüttern. Die Frage ist also weniger, wie, als vielmehr dass man es tun sollte. Dass wir hier von schnellen oder schonenden Methoden reden, versteht sich von selbst, alles andere ist nicht mal eine Diskussion wert.

    Vor allem, wenn im Wasser auch Bewohner sind, gibt es sicher Probleme: was kleiner als Guppys ist, wird nicht selten von Mantiden aus dem Wasser gezogen (gibt tatsächlich Publikationen zu sowas), hat man Barsche oder Schildkröten drin, hat man über kurz oder lang keine Mantiden mahr im Becken.


    Was die Schwimmfähigkeit angeht, so scheint die damit zusammenzuhängen, ob im Lebensraum der betreffenden Art Überschwemmungen häufig sind.

    Ach, die gabs hier auch, nur interessiert sich niemand für solche Arten, also verschwinden die recht bald wieder aus der Zucht. Aufwand betreiben lohnt ja nur, wenn man die NZen auch losbekommt. Dass jetzt nach zwei Jahren mal wieder jemand danach gefragt hat, ändert ja auch nichts an der Gesamtsituation. Dieses Schicksal teilen ja die meisten Arten, die neu in Zucht sind. Ist ein typisches Beispiel fürs übersättigte Deutschland. Gäbe es bei uns nur 4 Arten in Zucht, würden einem alle diese kleinen Sachen aus den Händen gerissen.

    Hallo.


    Man merkt oft, dass manchen Leuten das nötige Gespür dafür fehlt, was Tiere brauchen, wie sie funktionieren und wie sie sich voneinander unterscheiden. Deshalb gibt es immer wieder welche, die alle Gottesanbeterinnen gleich füttern und die ein tierisches X nicht von einem U unterscheiden können. Das ist zum Glück zum Teil Erfahrungssache, und die meisten kriegen noch die Kurve. Doch gibt es auch die Unbelehrbaren, die alles besser wissen und jene mit dem Schwarzen Daumen, denen jegliches biologisches Verständnis abgeht, egal wie lange sie es machen (z. B. jene, die seit Jahren Mantiden auf Börsen in vollgesprühten, tropfnassen Dosen anbieten). Ich meine jetzt niemanden Bestimmten hier, ich habe das nur allgemein geschildert. Das erklärt nämlich ganz gut, wieso sich manche Fehlinfo über Jahre und Jahrzehnte hält - eben so lange, wie der Betreffende aktiv ist und sein Geblubber verbreitet. Hier muss ich dann doch ordentliche Publikationsorgane und auch Foren gegenüber Fratzenbuch, Gezwitscher und Co hervorheben, denn da gibt es immer Kontrollgremien, die auf das, was letztlich erscheint oder nach dem Erscheinen bleibt, erheblichen Einfluss haben. Denn generell muss man sagen, dass im Internet hauptsächlich Blödsinn steht (fängt bei Fantasienamen an bis hin zum Füttern der Futtertiere), und das Trennen der sinnvollen Information vom Unfug ist gar nicht so einfach. Und der Wille, ein Fachwerk zur Hand zu nehmen, ist ja gerade bei denen, die am lautesten tönen, oft am geringsten ausgeprägt.


    VG

    Ich denke nicht, dass die aktuell in Zucht sind; womöglich aber in Anzucht, weil ja öfter mal welche gefunden bzw. aus Amerika erstanden werden. Eine dauerhafte Zucht dieser Arten ist nicht ganz so einfach, aber möglich. Generell sind Arten der gemäßigten Zone etwas heikel bei der Zucht. Tenodera etwa kümmert oft, wenn sie nicht ordentliche Bedingungen bekommen.