Beiträge von Atlantis-Mantis

    Der Punkt ist, ihr wisst es nicht. Und unterstellt einfach was. Wenn man einen wissenschaftlichen Artikel kritisieren oder gar widerlegen will, braucht man entsprechend gegenteilige Daten, die wissenschaftlich erhoben wurden, besser sogar mehr als die Daten des kritisierten Artikels. Ab und zu mal einen Blick in seine Terrarien zu werfen ist ja schön, ich mache es auch, aber das sind keine wissenschaftlich erhobenen Daten. Und was viele über ihre Mantiden zu wissen glauben, hat sich sehr oft als Unfug herausgestellt. Man muss nur die Foren bemühen, oder, wenn man wirklich kotzen möchte, das Fratzenbuch.

    Hallo.


    Also man kann von dem Artikel halten, was man will, aber zumindest wurde der gegengelesen und für abdruckreif befunden, was man vom meisten Geseiere im Netz nicht sagen kann.


    Was nun die Ausgangsfrage angeht, so gibt es das tatsächlich. Ja, Mantiden und auch andere invertebrate Räuber sind zu rudimentären Lernprozessen in der Lage (etwa, wenn eine Beute lohnt, dann wird sie vermehrt gefangen, wenn sie nicht lohnt, weil z.B. giftig, weniger). Außerdem besitzen sie angeborene "Jagdprogramme", die je nach Beute abgerufen werden. Mantiden, die Ameisen fressen, jagen diese z.B. anders als andere Beute. Das nennt sich Prädationsversatilität oder Polyspezialisierung. Besonders bekannt ist der Fall der Springspinne Portia.


    Also, bevor man das, was andere schreiben, abtut und was man über Mantiden zu wissen glaubt nur an seinen Terrarientieren beobachtet hat, sollte man kleinere Brötchen backen und zugeben, dass es Verhaltensweisen bei Mantiden gibt oder geben könnte, die man noch nicht kennt.


    VGC

    Hallo.


    Ausnahmsweise helfen hier Leichen auch nicht weiter. Das Problem ist folgendes: der Typus von R. megaera ist ein Weibchen (also keine Genitalpräpare sinnvoll). Die Merkmale dieses Tieres stehen etwas außerhalb der Spanne der Zuchttiere, etwa die Coxalbedornung. Solange diese Merkmalslücke nicht geschlossen wird, muss man die Zuchttiere cf. megaera bezeichnen.


    VGC

    Kannst jegliches mögliche Verhältnis nehmen, die vertragen sich ganz gut. Ich hatte schon um die 50 Stück in einem ähnlich großen Becken, aber dazu muss dieses richtig eingerichtet sein, also mit verkleideten Rück- und Seitenwänden.

    Hi.


    Ja, sieht irgendwie nach einer Entwicklungsstörung aus. Dieses Tier kann man nicht zur Zucht verwenden. ich würde es gerne nach dem Ableben (oder auch vorher) für Studienzwecke haben. Ich vergleiche dann die Genitalien mit denen normaler Männchen.


    Danke und VG

    Zwei Dinge sollte man bei Wibellosen nicht verwechseln: unnötiges Leiden und Schmerzen. Ob Tiere wie Insekten Schmerz im gleichen Maße wie Wirbeltiere empfinden, ist noch nicht eindeutig geklärt. Vieles spricht dafür, dass das nicht der Fall ist, etwa, wenn angefressene Insekten noch eine Weile weiterleben und scheinbar nur wenig beinträchtigt sind. Andererseits haben sie Sensoren für Wärme und Chemikalien. Das unnötige Vegetieren bei Lebensunfähigkeit (Verletzungen, Fehlhäutungen, Alter) sollte man ihnen als Hobbyist trotzdem ersparen. Tiefkühlfach, Äther, Alkohol, das sind alles gute, probate Mittel, am einfachsten kann man auch mit einem Schuh draufhauen, das dauert eine Millisekunde. Hat man größere Tiere, kann man die betreffende Mantiden auch verfüttern. Die Frage ist also weniger, wie, als vielmehr dass man es tun sollte. Dass wir hier von schnellen oder schonenden Methoden reden, versteht sich von selbst, alles andere ist nicht mal eine Diskussion wert.

    Vor allem, wenn im Wasser auch Bewohner sind, gibt es sicher Probleme: was kleiner als Guppys ist, wird nicht selten von Mantiden aus dem Wasser gezogen (gibt tatsächlich Publikationen zu sowas), hat man Barsche oder Schildkröten drin, hat man über kurz oder lang keine Mantiden mahr im Becken.


    Was die Schwimmfähigkeit angeht, so scheint die damit zusammenzuhängen, ob im Lebensraum der betreffenden Art Überschwemmungen häufig sind.

    Ach, die gabs hier auch, nur interessiert sich niemand für solche Arten, also verschwinden die recht bald wieder aus der Zucht. Aufwand betreiben lohnt ja nur, wenn man die NZen auch losbekommt. Dass jetzt nach zwei Jahren mal wieder jemand danach gefragt hat, ändert ja auch nichts an der Gesamtsituation. Dieses Schicksal teilen ja die meisten Arten, die neu in Zucht sind. Ist ein typisches Beispiel fürs übersättigte Deutschland. Gäbe es bei uns nur 4 Arten in Zucht, würden einem alle diese kleinen Sachen aus den Händen gerissen.