Verdaungsprobleme

  • Hey Leute,
    ich habe gehört , wenn die Luftfeuchtigkeit im Terrarium zu hoch oder zu niedrig ist, kommt es zu Verdauungsproblemen , wenn das nicht stimmt bitte berichtigen ;) . Nun frage ich mich, ob das auch gilt, wenn die Luftfeuchte nur über Nacht zu hoch ist. Ich habe nämlich das Problem das bei meinem Phyllocrania Paradoxa Terrarium die Luftfeuchtigkeit über Nacht extrem steigt, tagsüber sind es ca . 50 % doch nachts 70-80 %, ist das schlimm ? Denkt ihr es kann zu Problemen etc kommen ?


    Liebe Grüße
    Finn

  • Hallo Finn,


    ich halte eine zu hohe Luftfeuchtigkeit für weniger tragisch, wie eine zu niedrige Temperatur (in Bezug auf Verdauungsprobleme / Kotzeritis). Meist geht dann das eine mit dem anderen einher. Zu geringe Temperatur, zu hohe Luftfeuchtigkeit. Erhöht man die Temperatur, sinkt die Luftfeuchtigkeit automatisch (was im Umkehrschluss bei dir passiert, wenn du das Licht ausknipst).
    Ab und an eine zu hohe Luftfeuchtigkeit ist OK... aber versuch doch einfach mal etwas weniger zu sprühen. Wenn du einen feuchtigkeitsspeichernden Bodengrund hast, dann tausche diesen zum Beispiel gegen Sand aus.


    Grüßle,
    Regina

    "Jetzt koch ich Mama"

    Satzzeichen können Leben retten

  • OK, also die Temperatur stimmt soweit, tagsüber 30 Grad und Nachts 22 Grad. Ich habe Kokoshumus als Bodengrund und sprühe nie :-) Das war so ein Stein, den man in Wasser auflösen musste, ich habe ihn dann noch feucht ins Terrarium gegeben und jetzt ist er immer noch feucht, nur die obersten 2 cm sind getrocknet, ich werden ihn einfach mal ein wenig durchwühlen , damit die nassen Schichten oben sind und auch diese trocknen, hoffe mal das alles klappt :-)



    Gruß
    Finn

  • Hallo Finn,


    Ich habe Kokoshumus als Bodengrund und sprühe nie :-) Das war so ein Stein, den man in Wasser auflösen musste, ich habe ihn dann noch feucht ins Terrarium gegeben und jetzt ist er immer noch feucht, nur die obersten 2 cm sind getrocknet


    Genau daran liegt es.
    Wenn du die Möglichkeit hast täglich den Bodengrund etwas aufzumischen (geht natürlich nur wenn nich alles bepflanzt ist) ist das natürlich gut und der Humus trocknet schneller.
    Für das nächste Mal den Kokoshumus einfach vorher etwas trocknen lassen.


    tagsüber sind es ca . 50 % doch nachts 70-80 %, ist das schlimm ?


    Bei den Werten brauchst du dir derzeit keine Sorgen machen. Einfach die nächsten Tage nicht sprühen (zumindest nicht den Bodengrund ansprühen).
    Ein Tipp noch: Soll die Luftfeuchtigkeit nicht hoch sein/bleiben, sprüht man eher dann, wenn das Licht/Wärmequelle noch an ist, damit das meiste Wasser wieder abtrocknen kann.
    Sollen nachts hohe Werte erreicht werden, sprüht man kurz bevor das Licht ausgeht.


    Liebe Grüße, Tanja

    Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf

  • Danke für die Antworten,
    ich habe den Humus gestern Abend umgewühlt und über Nacht einfach die Lampe angelassen ( keine Angst, es sind noch keine Tiere drinnen ;) ) , jetzt habe ich auch, wenn das Licht aus ist eine gute Luftfeuchtigkeit.
    Habe da noch eine Frage : Es ist doch kein Problem, wenn ich auch eine Seite des Terrariums mit Gaze bespanne oder ?


    Liebe Grüße
    Finn

  • Hallo Finn,


    nein, im Gegenteil, ist sogar super für die Tiere ;)
    Kannst ja mal ein Bild einstellen wenn´s fertig ist.



    Liebe Grüße, Tanja

    Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf

  • Ja klar,
    die Tiere dürften morgen oder übermorgen kommen ;)


    Liebe Grüße
    Finn



    EDIT : Auch wenn das jetzt nicht hier rein passt : Das Terra ist 30x30x50 für 3 L4 Weibchen, finden sie denn da ihr Essen ? Ich verfüttere die Fliegen aus Pinkymaden, soweit ich mich entsinne können die ja fliegen. Die müssen ja da drinnen verhungern , das dauert doch mehrere Tage bis da mal ne Fliege zufällig vorbeikommt oder nicht ? Ich kann sie ja auch mit der Pinzette finden, aber ich denke das gefällt denen auch nicht gut und dann müsste ich auch Terflys nehmen oder ?
    Freue mich wenn ihr mir sagt ob sie da drinnen verhungern oder nicht ^^


    Liebe Grüße
    Finn


    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von DerFinn ()

  • Hallo Finn,


    ja, die Fliegen verhungern/verdursten. Stell einfach ein kleines Töpfchen (Schraubdeckel oder Kronkorken) mit Honig rein. Wenn Du dann noch manchmal etwas sprühst, halten sich die Fliegen gute 10-14 Tage da drinnen und sind außerdem auch noch "good loaded". Aber mach Dir keine Sorgen, die Mantiden fangen die sich schon.


    Viele Grüße, Andrea

  • Also , meine 3 Phyllocrania paradoxa sind jetzt da, eine hat sich direkt auf der Fahrt gehäutet o.O . Denen geht es aber gut. Ich habe auch zwei Töpchen mit Fliegenmaden bekommen, beim einen sind sie noch weiß und bewegen sich auch,die habe ich in den Kühlschrank gestellt. Das andere Töpfchen beinhaltet schwarze maden, ich denke sie sind verpuppt , oder ? Die habe ich jetzt bei Zimmertemperatur hingestellt. Ist alles so richtig ??


    Liebe Grüße
    Finn

  • Hallo Finn,


    ja das ist so, die schwarzen Tönnchen sind verpuppte maden. von denen kannst du aber auch einen Teil in den Kühlschrank stellen, sonst schlüpfen dir alle auf einmal.



    viele Grüße, Andrea

  • Und die verpuppten Maden bewegen sich nicht, ist das auch richtig ? Ich denke mal schon.
    Muss ich die irgendwie anfüttern die Maden oder einfach in dem Topf lassen ?


    Liebe Grüße
    Finn

  • Ja, das ist richtig so.



    Füttern brauchst Du weder die Tönnchen noch die Maden. Wenn die maden in den Handel kommen, sind sie "fertig" und brauchen nix mehr zum Fressen.


    Das kannst Du aber auch alles nachlesen, schau mal bei "Futtertiere".


    Vieel Grüße, Andrea

  • Hey,


    um ein bischen Angst zu schüren :twisted: :
    Schwarze Maden können auch durchaus Abgestorbene sein. Erst die "Tönnchen" (klasse Wortwahl Andrea // so ist der Spitzname unseres Weimaraners :-P ) sind dann das Gewollte. Aber Vorsicht ! Bei zu langer Lagerung im Kühlschrank sterben auch die Caster (=Tönnchen) ab.


    Ich selbst lagere nur noch die Maden und ziehe die Caster non stop. Da muss aber ein Rhythmus alla Drosoansätze entstehen sonst sitzt man zeitweise auf dem Trockenen (und die Tiere besorgen sich anderweitig Futter ...).

  • Ich möchte hier darauf hinweisen das von honig im terrarium stark abzuraten ist!
    Darin können sich kleinere Insekten (auch Mantiden!) verkleistern!
    Besser ist ein Zuckrwürfel oder Magermichpulver mit Traubenzucker mischen und anfeuchten :)


    Und achtet auf Milben, vor allem wenn ihr was süßes ins Terrarium gebt habt ihr da sehr schnell mal milben drin bei hoher Luftfeuchtigkeit :b
    Muss nicht gefährlich sein-ist aber nicht lecker :D

    Mein Zoo: Pandinus imperator, Blaptica dubia, Periplaneta brunnea, Princisia vanwerebeki, Archimandrita tesselata, Blaberus craniifer, Carausius morosus, Phaenopharos khaoyaiensis, Eurycantha calcaratha, Phyllium giganteum, Phyllocrania paradoxa, Pogona vitticeps, Chamaeleo calyptratus

  • Hey,


    für gewöhnlich wird auch Honigwasser oder Zuckerwasser zur Fütterung der Fliegen verwendet. Reiner Honig ist sicherlich eine Gefahr für junge Mantiden, aber Drosos (welche in den Stadien wohl hauptsächlich noch gefüttert werden) fressen noch vieles mehr ...
    Bei Größeren kenne ich keinen der ein ganzes Glas Honig reinkippt.


    Zitat

    achtet auf Milben


    Mit Sicherheit aber nur Futtermilben wenn überhaupt 8)
    In einem gut eingelaufenem Becken haben selbst diese aber mehr als nur einen Fressfeind und das Futter wird ja auch regelmäßig gewechselt (und für gewöhnlich auch auf Deckeln oder Ähnlichem serviert). Beim Wechsel werden viele (falls vorhanden) entnommen und sollte mal doch eine Invasion eingetreten sein helfen auch hier Raubmilben, Springschwänze und Asseln.