Welche Börsen könnt ihr empfehlen?

  • Hallo liebes Forum,

    ich als Neuling in der Mantidenhaltung, habe leider noch keine Terraristikbörse oder Ausstellung besucht. Nun wollte ich fragen, welche Börsen ihr empfehlen könnt, auf welcher auch ordentlich Mantiden vertreten sind. Leider passt Hamm terminlich bei mir dieses Jahr nicht, doch würde ich trotzdem gerne eine Börse besuchen, auch mit dem Hintergedanken mir vielleicht eine andere Art anzuschaffen (natürlich mit vorheriger Überlegung). Allgemein geht es mir darum, ein paar der vielen interessanten Arten mal wirklich bestaunen zu können und nicht nur auf Bildern zu sehen.


    Ich würde mich über Vorschläge freuen, der Veranstaltungsort ist mir übrigens egal, solange er in Deutschland ist.


    Liebe Grüße ;)

  • nu keine Börse bietet einen Garant das auch viele Mantiden angeboten werden. Gut Hamm mal außen vor, aber selbst hier ist das Angebot manchmal auf wenige Gattungen beschränkt. Kurzum, wenn du was Bestimmtes suchst bis einfacher übers Web dran. Wenn es nichts Bestimmtes sein soll ists alla Glücksritter auf nahezu jeder Börse.

  • Guten Abend,


    in Hamm sind die Frühjahrs- und Herbstbörse immer recht groß und gut besucht. Gerade als Anfänger wird man hier immer etwas "Neues" und "Besonderes" finden. Ansonsten sind oftmals in Nürnberg auf der Insektenbörse viele Mantiden zu finden, schlicht und einfach, weil viele IGMler dort aus der Gegend kommen.

    Alle anderen Börsen sind wie bereits gesagt Glüchssache. Manchmal hat man einen Händler dabei, der 15 verschiedene super spannende, "neue" Arten dabei hat, manchmal findet man nur Hierodula und Phyllocrania.

    Wenn du gezielt eine Art suchst, bist du mit Kleinanzeigen online tatsächlich am besten beraten. Wenn du einfach nur "mal gucken" willst, dann solltest du vorher schauen, was so an Ausstellern auf den Börsen vertreten ist. Vielleicht auch einfach mal hier vorher eine bestimmte Börse explizit anfragen, ob da jemand ausstellt ;)


    Grüße,

    Regina

  • Neben Ebay-Kleinanzeigen ist Facebook auch noch einen Versuch wert. Da gibt es einige Gruppen wo Händler sowie Privatpersonen ihre Angebot reinstellen sowie die Möglichkeit Händlern direkt zu folgen.

    Abgesehen davon lohnt es sich auch auf terraristik.com nachzuschauen, vor allem vor größeren Börsen.


    Grüße

    Fabian

  • Danke für die Antworten.

    An die Ausstellerlisten habe ich auch schon gedacht, da die ja meist erst kurz davor einsehbar sind, zumindest bei den Börsen über die ich mich informiert habe und ich es ja gerne vorher wissen will, ob ich mit Mantiden rechnen kann, ist das eher suboptimal.

    Momentan habe ich die Börse am 26.05. in Augsburg ins Auge gefasst, die ja selber angeben, dass sie neben Schlangen etc. auch Mantidenangebote unter den Ausstellern haben.

    Auch wenn bis dahin noch Zeit ist, frage ich trotzdem schonmal. Wird denn voraussichtlich einer von euch dort sein, vielleicht sogar als Aussteller?


    Wenn ich mir irgendwann eine zweite Art zulege, würde ich zu Pseudocreobotra wahlbergii oder Creobroter gemmatus tendieren, ist damit zu rechnen, dass man auch auf einer eher weniger auf Insekten ausgerichteten Messe diese Arten findet? Phyllocrania paradoxa zum Beispiel wird man vermutlich fast immer finden, wenn es Mantiden gibt. Wie sieht es mit den anderen beiden Arten aus?


    Liebe Grüße ;)

  • Moin,


    in Augsburg war ich schon Jahre nicht mehr. Ich war vermutlich so um 2011/12 das letzte mal dort. Über den aktuellen Stand kann ich nichts sagen. Damals habe ich mich aber deshalb dazu entschlossen nicht mehr zu gehen, weil es sich nicht mehr gelohnt hat. Kaum Besucher, die an Mantiden interessiert waren (wenn du zwei mal auf einer Börse stehst und nicht mal die Standgebühr drin hast, geschweigeden den Sprit, dann war's das halt). Die Anzahl an Ausstellern ist auch immer weiter geschrumpft. Aber immerhin gibt es die wohl noch zwei mal im Jahr.


    Wenn du innerhalb von einer Stunde Anfahrt dort bist, dann kannst du es ja problemlos mal probieren. Ansonsten ist in Süddeutschland Anfang April auch noch die Börse in Ulm. Da bin ich regelmäßig. Auch diese Börse hat in den letzten Jahren ordentlich abgebaut, ist aber immer noch sehenswert.


    Grüße,

    Regina

  • Ist krass wie man von den lokalen Händlern hört, sie nehmen Tiere/Zubehör aus dem Sortiment, weil alle nur noch auf Börsen kaufen.

    Von Börsengängern hört man, dass es immer weniger wird und sich nicht mehr lohnt.

    ...wo sind die Kunden allen hin - alles online abgewandert?

  • Die Börsen im Süden werden sich verläppern, immer mehr Aussteller von Zubehör. Selbiger Kram den man in dem x- beliebigen Shops bekommt. Dafür setzt ich mich nicht in Auto :) geht vielen alten Bekannten die man so über Jahre auf Börsen trifft ähnlich.

    Hobbyzüchter werden jedes Jahr weniger. Ein paar große Verkäufer die auf 5 Meter Tisch eine diverse Auswahl an Tieren haben, da bleib ich nicht mal mehr stehen... auf WF kann ich verzichten, ebenso diverse " Farmzuchten" .

    Das Puplikum ändert sich, immer mehr die auf den Zug des schnellen Geldes aufspringen . Die Leute die mit Beigeisterung züchten werden weniger.

  • Ihr habt zwar alle im Grunde zum Teil recht, es ist aber nicht alles negativ zu bewerten. Börsen enstanden zu einer Zeit, als es kein Internet gab, und man schon Monate im Voraus wissen musste, wer wo sein wird. Es sind heute nicht weniger Hobbyzüchter als früher, aber man ist besser vernetzt, trifft sich auf selbstorganisierten Events und bietet auch Tiere online an, so dass der Börsengang per se nicht mehr unbedingt immer nötig ist.


    Dazu kommt dann erschwerend hinzu, dass sich manche Veranstalter bis aufs Blut bekriegen und/oder diverse Allüren an den Tag legen, Futtertier-, Zubehör- und Terrarienhändler ungleich behandelt werden und die Deutschen generell alles für selbstverständlich nehmen, aber selber Geizhälse ohne Ende sind. Börsen wie Hamm, Wien, Prag, oder auch Houten leben davon, international zu sein, und es ist das internationale Publikum, dass den Umsatz bringt. Gäbe es die nicht, würden besagte Börsen genauso rumdümpeln wie jene in Süddeutschland. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Berlin, das Ruhrgebiet und einige Ecken in Norddeutschland Ballungszentren sind, da gibt es schon rein statistisch mehr Hobbyhalter.


    Letztlich spielen auch Gesetze eine Rolle: wenn man nichts Interessantes mehr halten darf, wandert man weg oder gibt die Zucht auf, und das kostet auch Aussteller und Kunden. Sind ja nicht alles Mantidenhalter - man muss nur mal die Spinnentier-Leute fragen.


    Ich denke also nicht, dass es weniger Züchter gibt, nur dass die Rahmenbedingungen schlechter geworden sind, und diese sich deshalb anderen Wegen zuwenden, an ihre Tiere zu kommen bzw. diese an den Mann/die Frau zu bringen. Und ja, das ist die Schuld der Behörden aufgrund von falsch verstandenem oder falsch angewandtem Tierschutz. Man muss sich nur mal die Frage stellen, wieso Kinder und Jugendliche keine Insekten mehr sammeln oder Kaulquappen großziehen dürfen, aber die Bauernschaft fleißig Glyphosat und Gülle ausbringen und IKEA Filialen in Hamsterwiesen setzen dürfen, oder Bahnhöfe und Flughäfen immer genau da gebaut werden müssen, wo alte Eichen, Wiesenbrüter oder Eidechsen vorkommen.


    Man könnte mehr erreichen, wenn die Leute zusammenhalten statt sich bekriegen und den Tieren den Wert beimessen würden, den sie verdienen. Solange Leute ihre Wildfänge billiger anbieten als NZen, sehe ich da auch keinen Willen zur Einsicht, geschweige denn Besserung.

    Die Gottesanbeterin hatte,
    Ihr Männi zum Fressen gern;
    Sie schlang eine Portion Gatte
    Und lobte mit Rülpsen den Herrn.

  • War von euch zufällig jemand die letzten Jahre in Mannheim oder Karlsruhe?

    Wäre doch mal wieder eine ganz gute Idee, Terri's gabs immer sehr günstig dort.

    War zuletzt vor 6-8 Jahren, Mannheim hatte da bereits abgebaut, die Karlsruher gefiel mir persönlich besser.

    Weniger Zubehör-Händler aber mehr Zuchthändler.

    Allerdings musste man früher auch noch mindestens eine Stunde anstehn bevor man rein kam.:pillepalle:


    Denke mal der Thread ist super dafür.^^

    Würdet ihr für eine der beiden Börsen noch eine Empfehlung erteilen ?



    Liebe Grüße

  • War in Mannheim und Karlsruhe.

    Mannheim, also die Börse findet im luisenpark statt, der Park ist klasse. Die Börse, kommt drauf an was man erwartet. Ist der einer der Börsen, bei denen ich rauskomme und 5,50 Euro ausgegeben habe. Meine Meinung, ein Trauerspiel.

    Karlsruhe, die Aussteller die ich kenne , jammern übel. Als Besucher kann man da sicher noch was finden wenn man sucht.

    Irgendwo muss man mal Anfangen, Einsteiger brauchen nicht gleich ne Börse mit hochanspruchsvollen Tieren. Einsteigen mit einfachen Arten und dann schauen wohin der Weg führt. Die meisten die hier mal Angefangen haben, haben das Hobby längst an Nagel gehängt.

  • Ulm hätte durchaus die Chance (gehabt) eine der größten Börsen Deutschlands zu sein und zu bleiben. Bei der Börse in Passau vor knapp zwei Jahren hat man gesehen, dass durchaus das Interesse an einer guten Börse in Süddeutschland da ist! Gerade weil die Österreicher keine eigenen "richtigen" Börsen mehr veranstalten dürfen.


    Ulm hat sich in den letzten Jahren selbst kannibalisiert. Der Veranstalter ist seit ein paar Jahren ein größerer (online) Futterieranbieter. Der erste Schritt war sämmtliche Anbieter von Futtertieren von der Börse auszuschließen. Selbst Privatleute, die neben ihren Wirbeltieren noch ein paar Döschen Heuschrecken verkauften, mussten diese vom Tisch nehmen. Das hat dazu geführt, dass diese Privatzüchter ihre Teilnahme in Frage gestellt haben, da sie so bisher wenigstens die Standmiete rein bekommen hatten, wenn sie auch mal keine Tiere verkauft haben. Für die Besucher ist das auch frustrierend, wenn sie nur noch einen Futtertieranbieter "zur Wahl" haben. Ein Kreislauf. Weniger Besucher, weil weniger Auswahl, weniger Aussteller, weil weniger Besucher.


    Beste Grüße,

    Regina