Fragen über Gruppenhaltung von Phyllocrania paradoxa

  • Hallo alle Zusammen,

    das ist mein erster Beitrag und ich hoffe ich mach nichts falsch:)


    Also ich habe ein 30*30*30 Terrarium zu Hause und möchte sehr gerne demnächst darin eine Gruppe Phyllocrania paradoxa halten.

    Ich habe mich auch schon ein wenig im Forum umgeschaut und mich über diese Art informiert. So musste ich leider feststellen, dass mein Terrarium für eine Gruppe Phyllocrania paradoxa etwas zu klein ist. : (

    Nun zu meinen Fragen:

    1. Würde die Terrarium Größe überhaupt für 2 Tiere ausreichen ?

    2. Kann man darin auch nur 2 Männchen oder 2 Weibchen halten, denn ich weiß nicht was sich sonst mit den ganzen Nachwuchs von einen Pärchen anfangen soll :D ?

    3. Würde mir die Tiere dann in L3- L4 besorgen sollte ich sie dann schon in mein Terrarium setzen oder erst noch in eine Aufzuchtdose ,,aufziehen" bis sie groß genug sind um das Futter im Terrarium zu fangen?


    Das war es dann erst mal von mir

    Vielen Dank im Voraus



    dankie83

  • Hallo,


    1. Ich empfinde die Terrariengröße für zwei Tiere als etwas zu knapp, sollte aber möglich sein.


    2. Ja, das sollte gehen. Ich meine auch, gelesen zu haben, dass eine Trennung nach Geschlechtern sinnvoll ist. Bei dieser Art ist es möglich, auch mehrere Weibchen zu vergesellschaften. Viele andere Arten sind einfach untereinander zu aggressiv, Ph. paradoxa aber eher nicht.


    3. Viele setzen auch die jüngeren Tiere direkt in das Endterrarium. Damit habe ich aber eher schlechte Erfahrungen gemacht und würde dir empfehlen, die kleinen paradoxas vorerst in einem kleineren Behälter aufzuziehen.


    MfG

  • 30iger Würfel reichen dicke für eine Gruppe. Natürlich kann man aber auch Einzeltiere in 90x60x120 halten und es ist einem selbst immer noch zu klein ...


    Hier im Forum wurde und wird diese Art im 30iger Maß gehalten ohne negative Resultate. Vor Kurzem erst wurde darüber geschrieben.

    Kurzfassung, es kommt viel auf die Einrichtung an.

  • Hi

    Danke für die Antworten:)


    Dann werde ich mich noch einmal über die Einrichtung passend zur Gruppenhaltung von Phyllocrania paradoxa schlau mache müssen.

    Ich denke ich werde mir 2 Weibchen holen, dass müsst dann mit genügen Futter eigentlich passen.



    Grüße

  • Hi Dankie,


    ich halte ebenfalls Paradoxas in einem Würfel gleicher Größe.

    Ich habe die Tiere als L3 bekommen und sofort da rein gesetzt.

    Sie sind jetzt L5 und kommen sich nicht annähernd in die Quere. Platz ist da wirklich nicht das Problem.

    Ich schätze dass man, wenn man ausreichend füttert, bis zu 5 adulte Tiere in diesem Terrarium halten könnte ohne sich Sorgen machen zu müssen, da sie bei mir bisher nie nur an der Decke rumhängen, sondern ziemlich ideal verteilt sind.


    Das mit den Geschlechtern ist so eine Sache, bei den Jungtieren kann man es oft noch nicht so gut erkennen. Bis sie adult sind ist es eigentlich auch komplett egal, die vertragen sich dann eigentlich in jeder Konstellation.

    Erst wenn sie geschlechtsreif sind würde ich die Tiere trennen und nur M mit M, W mit W zusammen halten. So ein zweiter 30x30-Würfel kostet ja auch nicht die Welt.


    Mit dem Füttern hatte ich noch keine Probleme. Habe bisher fast nur Fruchtfliegen gefüttert, die habe ich einfach oben reingekippt und jeder hat was abbekommen. Als L4 habe ich auch mal normale Fliegen gefüttert, das ging auch super. Jetzt habe ich die Terflys, die sind nicht so der Burner, habe das Gefühl dass die überall verenden, nur nicht im Abdomen von den Tieren. Kann aber auch sein dass mir das nur so vorkommt.


    Viel Glück noch mit deinem Vorhaben!

    Grüße

  • Hi,

    Ich musste jetzt wirklich etwas grinsen :)

    Zu klein für ne Gruppe, passt locker für ne Gruppe.

    Hierzulande würde man sagen " viel geschwatzt und nix gesagt".

    Wie groß ist die Gruppe?

    eine Gruppe sind für mich mind. 3 Tiere und die würde ich nicht in dem Becken halten...weiß nicht wo das geschwatz ist...


    Grüße

  • eigene Auffassung, Fakt ist das man deutlich mehr darin halten kann ohne das es zu Problemen kommt. In der Zahl saßen schon 8 adulte Weibchen so bei mir.


    Solange man keine eigenen Erfahrungen zu hat und seine Ansichten fast schon als Verpflichtung rüberbringt ists geschwatzt 😉

  • Hatte 4 Tiere in 30x30x40 und das fand ich schon grenzwertig. mehr als 3-4 Tiere auf keinen Fall!


    Grüße

    Solange man keine eigenen Erfahrungen zu hat und seine Ansichten fast schon als Verpflichtung rüberbringt ists geschwatzt 😉

    😉


    8 adulte Tiere in 30x30x30? Und das dann einem Anfänger empfehlen? Na wenn du meinst...


    Grüße

  • Genau darum ging's mir OR, jeder definiert seine Gruppengrösse wie er meint. Nur weil Person A Schwierigkeiten mit 3 Tieren hatte, muss das nix heißen. Ich meine Gabriel so verstanden zu haben.

    Vieles in der Tierhaltung unterliegt der Einstellung der jeweiligen Halter. Wird dann eben genauso weitergeben . Viele lehnen sich an die gesetzlichen Vorgaben der Reptilien , schon mal keine schlechte Idee....wobei bei vielen Tierarten dies schon sehr mau ist.

    Wer schon ne Weile Tiere hatte weiß, dass das ewige Geschreibsel "hängt vieles mit der Einrichtung zusammen und mit der Larvengrösse" durchaus berechtigt ist.

    Selber habe ich auch gern mehr Raum ums Tier, jeder der züchtet weiß, dass kurzfristige Änderungen leider sein müssen. Sonst muss man die Zucht generell in Frage stellen.


    Ich gebe dir aber recht, dass Anfänger im Hobby übersichtlich anfangen sollten. Was will man auch mit 8 Tieren :)

  • Hallo ich bin´s nochmal,


    das ist ja interessant wie unterschiedlich eure Meinungen bezüglich diesem Thema sind.

    Nun ja ich möchte mein Terrarium ja auch nicht all zu voll sondern lieber übersichtlicher haben ;) und denke, dass 3 Tiere zunächst ein gutes Mittelmaß sind. Kann gut sein, dass dort auch mehrere Tier Platz haben aber ich denke auch 3 Tiere sind für mich am Anfang genug : )


    Hoffe ich mach dann bei der Einrichtung nichts falsch. Gibt es bei der Gruppenhaltung irgendwelche besonderen Abweichungen als bei einer Einrichtung für eine Einzelhaltung ?



    Nochmals vielen vielen Dank für eure Antworten


    Grüße:pleasantry: 

  • Hallo,


    das wichtigste bei der Einrichtung ist wohl eine sehr dichte Bepflanzung, die den Mantiden Schutz und Versteckmöglichkeiten bietet. Dies mit einer sehr guten Fütterung sollte möglichem Kannibalismus vorbeugen und die Einrichtung sieht zudem noch toll aus (z.B. Äste mit verdorrten Blättern und dann die Phyllocranias :phat: - langes Suchen vorprogrammiert... :D).


    MfG

  • @O R

    Anfänger hin oder her. Mit ein wenig Ahnung über eine Art kommt man mit hin (Tipp : einlesen). Abgesehen davon habe ich keine Empfehlung gegeben wie du, aber wer dort eine lesen möchte bitte.

    Fakt ist das "auf keinen Fall" ist eine eigene Auffassung welche ich als einfach mal geschwatzt bezeichne 😉


    Thema Anfänger und Überforderung mit dem Tier kann auch bei nur einem eintreten. Macht also keinen Unterschied ob nun 1 oder 8 Tiere, oder alles dazwischen.


    Die 8 saßen übrigens nur mit nackigen Ästen sprich ohne Laub. Vielen aber. Hatte anderweitig mal ein Bild eingestellt, leider waren die Äste drauf schon ziemlich zerlegt durch die Oothekenentnahme.

    In Sachen aber schöne Einrichtung hatte Rene (glaube ich) mal ein schönes Foto mit einem Pfennigbaum im Becken eingestellt. Den sah ich heute auch mal wieder beim Dehner und begann zu träumen für die illudens ... egal. Aber in so einem kann man wirklich ne Weile suchen 😋

    Danke Rene jetzt bekomm ich das nicht mehr aus dem Kopf


    Ansonsten brauchts bei Gruppenhaltung immer Futter. Ich füttere da vorzugsweise nur Fliegen. Jürgen hatte mal was Interessantes zu in Mannheim auf der Börse gesagt das wenn er seine Phyllocranias mit Heuschrecken fütterte der Kannibalismus deutloch stärker ausfiel. Er vermutete das sie diese von den Artgenossen weniger unterscheiden konnten und naja Gewohnheit eben ...

    Die Schwaben ☺️

    das war damals auf Pfälzisch falls ihr euch nicht mehr dran erinert 😊

  • Moin,


    ja, dass mit dem Futter kann ich auch bestätigen. Das betrifft nicht nur Phyllocrania, sondern viele Arten. Beim Beispiel Sphodromantis hatte ich es recht extrem. Ich hatte einen ganzen Schlupf in einem 30er Würfel Terrarium. Solang die nur Drosophila bekamen, hielten sich die Ausfälle in Grenzen. Auch in L4 ging das mit sehr dichter Besetzung noch recht gut. Sobald es dann richtige Fliegen gab, die etwa ein Drittel bis die Hälfte der Körpergröße hatten, ging es schlagartig nicht mehr. Innerhalb von 2-3 Tagen hatte ich dann nur noch einen Bruchteil an Tieren. Die Beobachtung habe ich nicht nur einmal gemacht.


    Prinzipiell muss man schon sagen, dass das Risiko von Kannibalismus steigt, mit der Dichte des Besatzes. Das Hauptproblem ist aber aus meiner Sicht eher, dass man dann mal ein Tier dabei hat, dass "gelernt" hat, sich an seinen Mitbewohnern zu vergreifen. Reicht vielleicht auch, dass das aus einer "Abwehr" eines Artgenossen kam, der zu nah gekommen ist. Dieses typische "hau ab" ausschlagen, bei dem sich die Viecher dann verhacken...

    Hat man einmal ein Tier drin, dass andere anfrisst, dann wird das auf Dauer auch nix mehr mit der Gruppenhaltung.


    Dementsprechend, meine Meinung, lieber mit weniger Tieren anfangen. Gut strukturierte Einrichtung mit Blickschutz (z.B. Laub). Das minimiert das Risiko. Ein Restrisiko bleibt immer, sobald man mehr als ein Tier im Terrarium hat. Egal ob 2 oder 8. Aber als Anfänger, wenn man das "Fliegenmanagement" vielleicht noch nicht mal raus hat, sodass vielleicht auch mal ein paar Tage kein Futter da ist, Würde ich auf jeden Fall mit einer kleineren Anzahl an Tieren beginnen.


    Grüße,

    Regina