Streitfrage Honig

  • Dass Mantiden für sie ungewöhnliche Stoffe aufnehmen, ist nichts Neues. Gibt Berichte übert die Aufnahme von Früchten, Honig oder Pollen. Dass man diverse Zucker im Darminhalt findet, ist dagegen kein Indiz, dass soolche Stoffe aufgenommen werden. Zum anderen enthalten viele Beutetiere Zucker im Darm, weil sie Pollinatoren sind, zum anderen sind Zucker auch Ergebnisse oder Zwischenergebnisse des Stoffwechsels.


    Die Frage ist weniger, ob Mantiden Honigh fressen, sondern vielmehr, ob das Sinn macht. Es ist eines, seine Fliegen mit Honig zu füttern, weil die derlei Futter (Nektar) auch in der Natur aufnehmen und verwerten können, und was anderes einem Räuber sowas zu geben. Sicher wird es zurzzeitig vertragen, kann sogar dazu dienen, nahrungsarme Zeiten zu überdauern, aber man muss sich klarmachen, dass die Verdauung eines Räubers auf proteinreiche Nahrung ausgelegt ist.


    Solange also der Zweck nicht ist, Räuber vegan ernähren zu wollen, kann man solche Experimente durchführen, Immer natürlich mit dem Risiko, dass der eine oder andere Proband das Zeitliche segnet.

    Die Gottesanbeterin hatte,
    Ihr Männi zum Fressen gern;
    Sie schlang eine Portion Gatte
    Und lobte mit Rülpsen den Herrn.

  • Moin,

    Räuber vegan zu ernähren ist eigentlich nie die Rede gewesen, in keinen der Inhalte.

    Ist eben schon erwähnt, das Mantiden pflanzlichen Darminhalt bei Futtertieren nicht anrühren, Fructosehaltigen dagegen verspeisen.

    Bei Fliegen ist der Anteil von Fructose und Glucose in den Verdauungsorganen im Promillebereich, da dieser Organismus darauf ausgelegt ist, diesen Zucker sofort den Flugmuskeln zuzuführen,anders bei Fliegenmaden, dessen angefütterte Protein und Zuckeranteile sind sehr hoch.

    In keiner Existierenden Wissenschaftlichen Dokumentation finde ich, das Mantiden Früchte anknabbern.

    Mfg

    Peter

  • Honig ist übrigens nicht vegan Atlantis-Mantis :p aber ich versteh worauf Du hinaus wolltest (selbes Prinzip wie Maisflocken im Hundefutter).


    -

    "Also mal so nebenbei gesagt, du kannst mich ned beleidigen, dazu hast du deinen Handwerker Hintern bischen zu weit unten."

    ~Czecky, per PN am 27.06.2020

  • begEhbares Terrarium, richtig klasse, hätte mir auch gefallen. Dann aber mit Fröschen :) Ich hatte das Vergnügen mich mit jemanden zu Unterhalten der Frösche im Gewächshaus hat. Anderes Programm , ganz klar, beobachten sieht da anders aus :))


    Tja der Honig und die biobasis, die Bienen aber naschen auch in Nachbars Kirschbäumen usw. Will keiner wissen was da draufkommt. Bin schon froh, dass die den "Prozess" der gewerblichen Obstplantagen überleben. Hast hier leider....

    Ich gehe schon davon aus, dass ich das Zeug immer an die selbige Stelle gemacht habe. Gibt ja nicht viel Möglichkeiten :))

    Honig kann schon auch sein, dass der schon wieder am kristallisieren war. Für solche Sachen nehm ich bevorzugt den Honig der zulange rumstand, ist nicht schlechter. Durchaus aber anders...

    Habe auf alten Fotos aber gesehen, dass ich die Spielchen mit den Stäbchen auch gemacht habe:modo: Jungend forscht nachholen :)


    Intressant


    Grüsse

  • Zitat

    Honig ist übrigens nicht vegan

    Ich weiß, der stammt aus Massentierhaltung... :lol:

    Die Gottesanbeterin hatte,
    Ihr Männi zum Fressen gern;
    Sie schlang eine Portion Gatte
    Und lobte mit Rülpsen den Herrn.

  • Moin Cawi,

    Begehbares Terra mit Fröschen, Uff..... Ne menge Vorarbeit so ein Zimmer das Spezialzeugs an den Wänden,Decke und Boden, kostet ned grad wenig, samt Spezialfarbe, ich habs vonner Firma machen lassen die Großterras für Zoos baut.


    Mit diversen Cams an verschiedenen Stellen, stell ich mir so ein Froscherrarium interressant vor, hatte selbst mal großes Terra mit Pfeilgiftfröschen.später dann Epomis Beetles mit Grasfröschen, war aber nicht so meins, durch die Untersuchungen an Mantis bin ich bei denen hängen geblieben.


    Tja, Bio ist ned glei Bio, wenn ich in die Arbeit fahre habe ich schon oft gesehn das Bio Bauern in der Früh um 5:00 AM mit der Spritze unterwegs sind in ihren Bio Obstplantagen.

    Mein Imker hat auf unseren Rat wieder Bienenkörbe in alter Art aus Stroh, die Nachteile von den neuen Behausungen liegen auf der Hand, schlecht isoliert, demenstsprechend ist der Schimmel zu bekämpfen usw.

    Zu der Misere mit dem Bienensterben sind die Imker selbst schuld,das erklär ich hier mal.

    Das Urvolk der Bienen waren im heutigen Jargon, Faule Bienen!

    Diese Bienen, haben beim Einflug die Arbeiterinnen geputzt, von Milben ecetera befreit.

    Zwangsläufig wurde nur Honig eingedeckelt für den Eigengebrauch und zum überwintern. Der Honigertrag war eigentlich für den Imker nur für den Eigengebrauch gedacht.

    Diese Bienen schwärmten drei oder viermal im Jahr aus.


    Durch Kreuzungen und spezialisierte Zuchten wurde die Superbiene erschaffen, das schwärmen und putzen rausgezüchtet, vergleichbar mit der Supermilchkuh mit einer riesen Milchleistung im Jahr. Dessen Flugradius zum sammeln ist enorm, ebenso die Geschwindigkeit mit der die Bienen Honigwaben zudeckeln.


    Jetzt konnten die Imker auch Honig verkaufen mit dem Nachteil, das Keime und Milben ungestört im Stock sich tummeln konnten. Der Einsatz von Chemie blieb dann nicht aus, hinzu kamen die praktischen Behausungen die man übereinander stapeln konnte wie leichter zugänglich, durch die hohe Luftfeuchtigkeit kamen dann auch Schimmel dazu die Teilweise auch die Deckel der Waben befallen,obwohl die Arbeiterinnen im Speichel entkeimende Wirkstoffe freisetzen.


    Man hat dann versucht mit der afrikanischen Biene zu kreuzen, die Milben eceteta entfernen und den Stock sauber halten, ging aber wegs der Aggression in die Hose, dies wurde Hauptsächlich in Amerika fabriziert, weil wir in Europa diesbezüglich andere Gesetze haben.


    Ob die Imker daran schuld sind mag ich teilweise bezweifeln, ich denke eher die Nachfrage und was eine süss naschende, steigegende Bevölkerung mit sich bringt mit den dazugehörigen Nachteilen zu lasten der Nutztiere.


    Mfg

    Peter