Streitfrage Honig

  • Man liest, sieht viel darüber auf Stream Plattformen.

    Zucker ist bei vielen Insekten ein wichtiger Bestansteil ihrer Nahrung.


    Wir besitzen bei Tropischen Mantiden seit 20 Jahren Erfahrung in Punkto Nahrung.


    In Tropischen Wäldern Von Australien finden wir Mantiden stehts gut aufgeteilt an Nektar bildenden Pflanzen in den Baumwipfeln oder zumindest in der Nähe. Seltsamer Weise an Blüten die von Stachellosen Bienen besucht werden, der Gattung Tetragonula carbonaria und Austroplebeja australis, wird sehr oft mit Hummeln verwechselt von den Australiern.

    Unsere Zeitraffer Kameras haben noch nie Mantiden erfasst, die Nektar direkt von Blüten nehmen,jedoch diese Bienen sehr oft erbeuten unter anderem.


    Diese Plätze sind auch sehr stark umkämpft von der Gattung Hierodula majascula Weibchen, diese Pflanze wird gegen Artgenossen verteidigt bis aufs letzte, wobei die Stammhalterin recht aggressiv reagiert und meistens zum Tod des Neuankömmling führt mit auffressen.


    In unserem Institut und bei mir zuhause, geb ich den Tieren mit einem Japanischen Stäbchen alle 7 Tage einen kleinen Tropfen Honig.

    Dieser wird sehr gerne angenommen, bei Tieren die etwas scheu reagieren einfach auf die Fangarme, der Rest erledigt sich wenn das Tier sich putzt.

    Ebenso bei Weibchen nach der Eiablage und bei allen nach dem Häuten. Schwache Mantiden aller Art bringen oft Freunde oder Terraner zu mir, ich päpple sie hoch mit Honig und Nachtfalter ecetera, seltenst ein Ausfall. Ausgefallen sind eher Weibchen vor oder nach der Eiablage die keine Wassertröpfchen aufnehmen konnten, dies machen Ausnahmslos alle Mantiden, Regenwassertropfen trinken.


    Meine Meinung dazu ist eindeutig und klar, viele Terraner füttern zu einseitig, wobei wie schon erwähnt, Heimchen, Grillen aus Großzuchten für Mantiden sehr gefährlich und zu einseitig sind, aus diesem Grund züchten wir selbst unsere Futterstämme Parasitenlos. Von Groszüchtern hatten wir sehr viele Ausfälle und Nahrungsverweigerung bis zum Tod.


    Ebenso wird der Stoffwechsel der Mantiden künstlich hochgehalten durch Überfütterung und zu hohen Temperaturen in Terrarien die meißtens zu klein sind,alle Mantiden haben Wärmesensoren an den Fangarmen, deshalb ist es Augenwischerei anzunehmen, schwarze Tarsien kommen von zu heißen Wärmequellen im Terrarium. Ganz leicht zu testen, klebt die Mantide an der Scheibe und erhitzt diese Stelle, wird sie sofort diesen heißen Platz verlassen oder eine der Tarsien abheben. Der Wechsel von Tag und Nacht geht in Terrarien zu schnell von statten, was auch Streß auslöst bei den Tieren, je größer das Volumen des Terrariums desto natürlicher geht der Tag und Nacht Wechsel von statten, ebenso die Luftfeuchtigkeits Regulierung. Zur Überfütterung, in der Natur findet eine Mantide nicht alle halbe Std etwas zu futtern, sie gehen schließlich nicht auf die Jagd, sondern sind Standorttreue Lauerjäger. Das Geheimnis einer lang lebenden Mantide ist Abwechslungsreiches Futter, dazu gehören auch Falter, Schmetterlinge, Stinkwanzen, eingeschleppte Asiatische Marienkäfer, bitte keine europäischen, ergo auchTemperatur, Marienkäfer,Feuerwanzen usw. Je nach Saison. Aber in Maßen füttern, dann hat man auch länger die Tiere und trägt mit dazu bei, das seine Mantiden älter werden.


    Wobei vielen Terranern die Angst umgeht das Insektizide ihre Lieblinge dahin raffen. Futter Insekten die mit Insektiziden in Berührung kamen, eigentlich nicht lange leben,sondern meistens sofort verenden, fliegen oder krabbeln nicht putzmunter umher.

    Also traut euch, die Gefahr bei gekauften Futtertieren ist größer als ihr denkt durch endogene Schläferparasiten.

    Dann züchtet lieber selbst eure Futtertiere.


    Dann noch zu Fliegen, diese Insekten, haben von allen, ausser Fruchtfliegen fast gar keinen Nährwert, ausser diese beinhaltet Eierpakete.


    Für Fragen bin ich gerne offen.


    Gruß

    Peter

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Czecky ()

  • Hi,

    ich stimme dir zu das Fütterung ein großes Thema ist. Auch M. religiosa Weibchen findet man oft an Blühstauden/Pflanzen (wenn Allium sp. blühen und M. r. vertreten ist, such ich da zuerst).


    Sehr gern verfütter ich Schaben diverser Arten, welche eine ausgewogene Ernährung haben, auch Spinnen, Fliegen und diverser Wiesenplankton gehören bei uns zur Ernährung.


    Möchtest du uns dein Institut mal vorstellen? Kann mir darunter nicht viel vorstellen.


    Glg Simon :P

    :twisted:
    Mantiden sind doch auch nur missgebildete Schaben.

  • Ausgewogene Ernährung ist immer gut, egal um welches Lebewesen es sich handelt. Die Frage ist wohl eher, ist es machbar? Wenn man 1-2 Mantiden hat, macht es da Sinn mehrere Futterinsekten in der Zucht zu haben? Allein mit einer Zucht hat man mehr Futterinsekten als man verfüttern könnte, da sind Fliegen, die man gezielt schlüpfen lassen kann, wohl die beste Lösung. Bei Wiesenplankton besteht schließlich auch immer das Risiko, das die mit Chemie vollgepumpt sind.


    Was mich interessieren würde, warum sollen Fliegen kaum Nährwert haben? Klar frisch nach dem Schlupf füttern bringt nicht viel, aber mit Honig/Obst gut angefüttert sollte doch den Nährwert erheblich steigern?

  • Die meisten Intressenten die hier landen sind Einsteiger im Hobby, die sind erstmal froh wenn sie die Tiere von L2 nach Adult bringen.

    Die Futtertierzucht, ist doch oftmals anspruchsvoller als die Tierhaltung . Das Zeitmanagement allemal ...


    Eins muss man sich mal klar machen, wer Futtertiere nebst Mantiden züchtet, macht sonst nix anderes mehr....muss man mögen. Zudem, wer mag auch noch die Futtertierzuchten im Wohnzimmer laufen haben, bzw im Kinderzimmer einiger User hier, sind ja oftmals keine schöne Terrarien.

    User die Züchten sind sicher gut beraten sich über gute Futterquellen Gedanken zu machen, machen die auch. Sonst kämen sie nicht weit ....

  • Dravn

    Kann ich dir genau erklären, zerlege mal unterm Microskop eine Fliege und ein gleich großes Heimchen.

    Fliegenmaden hingegen sind vom Proteingehalt wertvoller als das Endprodukt, dessen Aufgabe in dem Stadium nicht anderes ist, als sich zu paaren und Eier zu legen, Kalorienreiche Nahrung zu dippen mit ihren Saugstempeln für die Flugmuskeln und Eierproduktion,der Rest ist ausser dem Kopf nur Chitin. Die Männchen haben fast keinen Nährwert demenstsprechend sind die Organe winzig.

    Die Mehrzahl der Mantiden fressen bei Pflanzenfressenden Insekten um den Darm herum und lassen diesen fallen. Untersuchungen haben ergeben das dieser Insektendarm säuberlichst abgetrennt ist ohne oberflächliche Verletzung,trotz dieser enormen Geschwindigkeit der Mandibeln. Sie müssen schon beim Fressakt heraus schmecken, ob im Darm Pflanzliche Nahrung oder Fleischnahrung sich befindet. Das ist ein interressanter Aspekt, Bienendarm oder Fliegendarm hingegen wird verputzt.


    Füttert man dazu aus der Natur entnommen, was eh nur geht ab Frühjahr bis zum Herbst, macht man nichts verkehrt. Wie gesagt, in einer Blumenwiese wird ja nicht gerade mit Insektiziden gespritzt oder im eigenen Garten. Endogene Mikroparasiten kann man sich immer einfangen, ob man Futtertiere nun kauft oder draußen fängt, die Gefahr ist größer wenn man Insekten in der Nähe von Flüssen, Seen und Bächen entnimmt. Endogene Mikroparasiten gibts in Tropischen Urwäldern zur genüge.


    Der Hauptsächliche Parasit bei den Australischen Mantis sind eben die Pferdehaarwürmer Nematomorpha,mit einem Aber..... Das bezieht sich auf Wildfänge, dieser Parasit lebt Weltweit wie oben beschrieben in Seen, Bächen und Flüssen. Hauptwirte sind immer, Grillen, Heuschrecken, Wasserkäfer, Mantiden. Ergo es gibt auch Fehlwirte, wie Fliegen und Mücken.

    Das fatale beim Fehlwirt ist, die Larve kann sich in deren Körper nicht weiter entwickeln und bildet irgendwo im Gewebe des Fehlwirts eine Zyste,erst wenn der Fehlwirt mit der Zyste gefressen wird, in unserem Falle Mantide, wird die Larvenentwicklung fortgesetzt bis zum adulten Stadium, erst dann wird ein Hormon abgegeben das dieses Wirtstier ins Wasser zwingt.


    Nicht ohne Grund zitierte ich, nur gewisse Insekten aus der Natur, die sich nicht von anderen Insekten oder Aas ernähren.


    Also sich mit Mantiden zu beschäftigen Cawi und dann Zeitmangel anzugeben, ist überzogen. Dann lege man sich eine Katze zu, fressen geben, kuscheln und schmusen, den Rest geht die Katze seiner Wege.


    Es ist nicht verkehrt zu wissen, von was leben Insekten und mit welchen Parasiten muß man rechnen. Wie Krähe schon sagte, man kann heutzutage alles ergoogeln. Wobei in Wiki jedermann sein Wissen einstellen und je nach Autor und Erlaubnis editieren oder erweitern kann,Quasi auch viel Mist drin steht in Wissenschaftlicher Hinsicht.


    Zum Beispiel das verpaaren der Mantis, die Weibchen sind Aggressiv und fressen das Männchen danach auf. Das passiert in freier Natur selten oder fast nie, da muß das Weibchen schon in einer Astecke stehen beim anfliegen oder angehen des Männchens.

    In Gefangenschaft hingegen zu oft und unnötig, aus Platzmangel und unwissenheit des Halters. Denn die Weibchen senden ihre Pheromone erst bei Dunkelheit aus und nicht am Tag, ein zusammen führen des Pärchens am Tag ist eine Zwangsbegattung, da braucht man sich ned wundern wenn Weibchen ein unentschlossenes Männchen als Futter sieht. Erst die Pheromone lassen das Männchen im Hormonrausch schnell und sicher handeln.

    Schafft genug Platz und wenn es auf dem Wohnzimmertisch ist, am besten Badewanne und lasst sie mal machen.

    Im Adulten Stadium und vor der Geschlechtsreife, sollte mann Männchen zu der Glücksfee stellen, nebeneinander, aufeinander wie ihr halt Platz habt,wenn das Weibchen soweit ist, glaubt mir, dreht das Männchen in seiner Box durch.Die Männchen haben nicht umsonst am Thorax ein Sinnesorgan das Ultraschall wahrnimmt um

    auszuweichen in der Dunkelheit vor eventuellen Fledermäusen.

    Wer das nicht erkennt, soll lieber Schaben züchten.


    Dann mal weiter, was Ootheken betrifft von Tropischen bis subtropischen Mantidenarten. Das Besprühen dieser Ootheken ist falsch, das löst an den äußeren Schichten in den Eiern eine zu schnelle Abkühlung aus durch die Verdunstung. Diese Ootheken sind stets Nässegeschützt vor Regen an der Unterseite eines Blattes angebracht. Es reicht die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit wie gute Belüftung.


    Gruß Peter

  • Czecky hmm okay, klingt logisch. Jedoch bleibt weiterhin die Frage, gibt es denn eine bessere Alternative, nebs selbstzüchten. Das es viel Zeit frisst stimmt nicht, füttern, ausbruchsichere Zuchtbox, gute Belüftung um Schimmel vorzubeugen, etc. sind eher alles Sachen die beim ansetzen einer Zucht "Arbeit" machen.


    Nur ich hab z.B. Blepharopsis mendica und sind auch meine ersten Mantiden und die Art ist auf Fluginsekten spezialisiert und fressen nur bedingt anderes. Bis auf gelegentlich gefangene Falter und Fliegen, war die Begeisterung für andere Insekten nicht vorhanden. Heuschrecken ging man aus dem Weg, Schokoschaben wurden gar nicht erst bemerkt und Grillen wollte ich gar nicht erst probieren.


    Und ich sehe ein Problem bei der Masse an Futterinsekten, die man bekommt sobald eine Zucht gut läuft, hat man nich genug Münder die man zu versorgen hat, versinkt man im Futter und je nach Stadium der Mantide, kann man auch nur einen Bruchteil der Futtertiere überhaupt anbieten, Größenbedingt.

  • Die kleine Teufelsblume ist ein interessantes Tier, als Futter kommen eben nur Fluginsekten in Frage.

    Probier mal gegen Schimmelbildung einfachen Waldboden oder Springschwänze in das Zuchtbecken zu tun, viele Mikroorganismen leben vom Schimmel oder Abfallprodukte des Zuchtfutters. Wenn man sich nur auf eine Art spezialisiert, oder nur ein Pärchen hat, ist eine Futterzucht natürlich ein Fragezeichen, das aber auch lösbar ist.

    Man kann Überschuß in Kühlschrank stellen, eine Art Zwangstarre an den Fliegen nicht zu Grunde gehn, man kann sie bequem nach Größe sortieren ins Terrarium legen bis sie aus der Starre erwachen. Das kann man auch mit Obstfliegen machen, ohne das sie in der Wohnung umherschwirren.

    Viele Heimische Insekten gehen ja in die Winterstarre die man auch Nachschubmäsig in den Kühlschrank legen kann. Solltest du aber mit deiner Oberwelle abklären, ich hätte beinah schon mal den Koffer vor die Türe gesetzt bekommen.


    Anderer Seits hast du ja schon mit Heat Terrarium erfahrung, dann sollte es ein leichtes sein Rotaugen Laubfrösche zu halten oder Geckos, somit den Überschuß nützlich aufbrauchen. Zumal das sehr schöne Tiere sind.


    Abwechslung bringste mit Apfelschwärmer in die Bude, ruhig mal ein bis vier befallene Äpfel inne Zuchtbox bis die adulten Schwärmer schlüpfen. Leider nur Saison bedingt, die Zucht ist aufwendig, denn die Schwärmer benötigen eine sehr lange Diapause die bis zur Fruchtbildung des Apfels dauert.


    Zummindest finde ich es gut, das du viel durchexperimentierst an heimischen Flichzeugs.


    Hast du schon erfolgreich die Mantiden Art gezüchtet?

    Gruß

    Peter

  • Naja, ich hab das Glück in einem großen Wasserschutzgebiet zu leben, hier sind Pestizide und co. stark reguliert und dürfen nur in wenig eingesetzt werden. Daher kann ich schon das eine oder andere unterwegs einsammeln und anbieten, anderswo wäre mir das zu Risikoreich. Ich hab immer ländlich gelebt und daher weiß ich auch, wie sehr die Landwirte ihre Felder/Wiesen spritzen.


    Da die beiden meine ersten Mantiden überhaupt sind, hab ich noch nicht erfolgreich gezüchtet. Ist auch nicht wirklich mein Ziel, ich hab zwar ein Paar und werde es auch versuchen sie zu verpaaren, aber das ist nicht mein Hintergrundgedanke bzw. Priorität. Die Art hat mir von Anfang an gefallen, vom Aussehen her und ihre starke Farbunterschiede. Zum Einstieg fand ich die nicht schlecht, da die Luftfeuchtigkeit nicht sehr hoch sein muss und man sich nur um hohe Temperaturen Gedanken machen muss.

    Wenn eine Zucht klappt, werde ich die Art beibehalten und wenn es nicht klappt, hab ich dennoch viel Erfahrungen sammeln können und werde mich an andere Arten ranwagen

  • Terrarien sind mit einer entsprechenden Lampe ausgestattet und sie stehen so, das in den Morgenstunden Sonne draufscheint. Aber wir scheifen vom eigentlichen Thema ab


    Welche Honigsorte verwendet ihr denn? Und wird der Honig von allen Mantiden angenommen oder nur von Arten die an blühenden Pflanzen auf der Lauer liegen?

  • Ich verwende Honig von einem Imker in meiner Nähe, Industrie Honig aus dem Supermarkt trau ich nicht so ganz, weil ich nicht weiß woher der Honig stammt,ob die Bienen gegen Milben usw. Behandelt werden,solche Rückstände landen beim eindeckeln der Waben immer im Honigvorrat.


    Wird von fast allen Mantiden angenommen, weil auch fliegende Insekten immer zum Energiebedarf naschen und Spuren davon im Körper haben.

    Die Mantiden bei mir umgreifen dieses Stäbchen sogar beim trinken, wie erwähnt bei einigen die sofort in Drohstellung gehen gibts das auf die Fangarme, beim putzen nehmen die das ebenso auf.


    Probieren geht über studieren, zumal hat Honig Wirkstoffe zur Entkeimung, bei jung geschlüpften hab ich immer ein sehr flaches Schälchen Regenwasser vermischt mit Honig, nicht viele aber einige gehn schon mal ran zum trinken.


    Auf Ästen zu deponieren bringt nichts, meine Mantiden hingegen trinken Wasser nur an Blättern, Ästen, wenn die Beregnungsanlage sich einschaltet oder Wasser die Scheiben herunter perlt, ergo Bewegung in der Sache ist.

  • Habs eben in nem anderen Threat schon geschrieben. Mantiden Honig einflößen finde ich sehr fragwürdig. Der einzige natürliche weg auf dem ein Mantis Honig essen würde wäre wenn sie ne volle Honigbiene fängt.

    Sie mit klebrigen Zuckersaft zu beschmieren ist definitiv nicht artgerecht. Die würden so auch Öl "essen".

  • Hi,

    Naja, kein Mantidenhalter beschmiert sein Tier mit Öl, was sie zweifellos umbringen würde.

    Zu gewissen Jahreszeiten bekommste eben keine Biene als Futter.

    Einflößen geht au ned, entweder nimmt sie es freiwillig oder gar nicht,ergo schon ein winziger Tropfen genügt und ist nicht als Futterersatz anzusehen, eher zum Aufbau vor und nach der Häutung oder wie schon erwähnt.


    Von dem angesehen, was ist natürlich?

    Doch sicher das Tier in freier Natur in nid innen Glaskasten oder?


    Dann kommt noch hinzu, eine Stockbiene beinhaltet beim Einflug Blüten Pollensäckchen an den Hinterbeinen, die erst durch schlucken einspeicheln, im Vormagen verarbeitet, hochgewürgt anschließendem Eindeckeln zu Honig wird.

    Mehr Honig im Darm haben Wildbienen erst zu kalten Jahreszeiten, wenn es keine Pollen gibt.

    Unsere heimischen Honigbienen Stöcke bekommen im übrigen eine Zuckerlösung im Winter, der noch vorhandene Notvorrat der ihnen überlassen wird, bekommen die Larven.

    Ich mach seit 20 Jahren gute Erfahrung damit, auch bei geschwächten Tieren. In meinem begehbaren Terrarium, umklammern die meißten meiner Mantiden sogar das Stäbchen beim Honig schlabbern?

  • Wenn du aber sagst du schmierst es an die Fangarme und es wird beim putzen aufgenommen, ist das ja auch nicht freiwillig. Das Tier muss es dann ja aufnehmen, weil es sich sauber putzt. Fragwürdig


    Wenn man 20 Jahre gute Erfahrungen macht, heißt das nicht automatisch, dass diese Erfahrungen richtig sind :)

    Viele Menschen füttern ihre Haustiere komplett falsch und trotzdem leben sie lange. Heißt trotzdem nicht das es gut für das Tier ist


    Artgerechte Tierhaltung ist immer ein Streitthema.

    Grüße von Noa

    _____________________________________________


    In Gedenken an:

    Hierodula membranacea Khaleesi

    Hierodula membranacea Ramsay

    Creobroter gemmatus Nymeria

    Polyspilota cf. aeruginosa Grauwind

    Hierodula membranacea Hodor

    Chloroharpax modesta Sommer

  • Hi,

    Deswegen kann man ja streitlos diskutieren.

    Viele Mantis findet man stets in der Nähe von Blüten, das haben wir in Australien beobachtet, in Südamerika und anderen Ländern, sogar bei Religiosa M. Sowie weiteren Europäischen Arten,denn diese Arten ernähren sich zwischendurch von Insekten die Nektar haltig sind, wie Schmetterlinge Bienen und weitere Süssigkeitsnascher.


    Egal, welche tropischen Mantiden Arten aus freier Natur zerlegt und unter dem Mikroskop untersucht wurden, Fructose und Clucose war immer ein kleiner Bestandteil des Mageninhaltes,wäre ein bischen Zeiträumig diese Analysen hier genauer darzulegen.


    Das Ergebnis von Kotablagen haben auf jeden Fall gezeigt, Mantiden und auch andere Insekten die ohne Fruc wie Cluc. haltigen Futtertiere aufgezogen wurden, besaßen sehr viel grobteilige Chitinreste.

    Ist das Gegenteil der Fall, waren die Kotablagen sehr fein, in den Kotproben befand sich 0% Zuckerlösung, das heißt das diese Insekten diese Stoffe restlos verwerten und im Blutkreislauf den Muskeln zuführen, sowie zur Verdauung benötigen.


    Solche Tiere hatten in Vergleichsstudien , schönere Farben, festere Gelenksmembranen und Chitinpanzer, alle Häutungen gingen reibungslos ohne Verluste, ergo auch besserer Wachstum.



    Einen feinen Unterschied fanden wir bei Mantiden, deren Stoffwechsel, Temperaturbedingt sehr hoch war.


    Ich zitiere mal Honig.

    Honig ist eine dickflüssige bis feste, teilweise auch kristallisierte Substanz, die hauptsächlich aus den Zuckerarten Fructose (Fruchtzucker, 27 bis 44 %) und Glucose (Traubenzucker, 22 bis 41 %) sowie Wasser (15 bis 21 %


    Die erste Dokumentation über Fructose und Clucose bei Insekten, ist eigentlich älter und in einigen Büchern nachlesbar.


    Mein Beitrag ist keine Aufforderung es zu tun, es bleibt jedem selbst überlassen, was und wie er seine Tiere füttert. Ich versuche lediglich diese Streitfrage aufzulösen und so gut es geht zu klären in zwanzig Jahren Erfahrung Insektenforschung und Eigenhaltung.


    Es liegt in der Eigenschaft des Menschen, wenig zu hinterfragen, sondern was die Massen und Medien suggestieren.


    Mfg

    Peter

  • Hatte Tiere die den Honig von den Ästen genommen haben. Cremiger Honig , nen guten Honig vom Imker meines Vertrauens.

    Ausgelegt war der eigentlich für die Fliegen im Becken. Halten sich besser....


    Keine einmalige Sache, öfters beobachtet. Ob es ihnen um den Honig ging, oder nur um Aufnahme von nem Tropfen Flüssigkeit k.P.

  • Hi Cawi,

    Das erstaunt mich, bei meinen Tieren noch nie erlebt. Obwohl man das nicht vergleichen kann mit deiner Erfahrung, weil ich das noch nie so gemacht hab.

    Ich werd mal die Zeitrafferkamera aufbauen und dasselbe probieren.

    Meinst du den gelben Honig der cremiger ist?

    Aber der ist meines erachtens schon am kristallisieren,das kristallisierte ist reiner Zucker,in verbindung mit Wärme und Feuchtigkeit zieht die Pampe Wasser.


    Ausnahme machten die Nymphen, die mit Honig verdünntes Wasser aufnahmen.


    Deine Erfahrung werde ich mal mit meinem Professor teilen, ist ein intressanter Aspekt.

    Mfg

    Peter

  • Ich müsste mal auf alten Bildern schauen, den Löwenanteil habe ich gelöscht weil Festplatte voll.Bzw ich mich von Tieren in Glasbecken weitestgehend zurückgezogen habe. Habe es etwas zuweit getrieben :))


    Haben eigenen Honig, um die Becken nicht zu versauen habe ich gerade bei Gruppenarten eben den Honig der sich bei uns Frühjahrstracht nennt, genommen. Der tropft halt nicht, war rigentlich meine einzige Überlegegung zu dem Thema. Mir ging's es nur um die Fliegen. Bis ich eben Tiere sah die sich aktiv auf das Zeug zu bewegten und das Zeug aufnahmen. Bevorzugt P. Paradoxa...es muss aber iw dahinterstecken, machen nicht alle ev hatten die gerade zufällig Durst? Verwechslung mit Tautropfen? Hatte es bei mehreren anderen Arten versucht , es sind immer nur wenige einzelne die es überhaupt wahrnehmen und sich selber dorthin bewegten.

    Sah aber lustig aus...


    Ich hatte schon nen Arsch voll Becken, Zimmer voll....jede Wand von oben bis unten voll mit unterschiedlichen Terrarien. ( es saß nicht in jedem Becken ne einzelne Hirodula ?)

    Bezeichne mich trotzdem nicht als sooo erfahren, das man das erwähnen müsste ;) einen guten Einblick habe ich mir verschafft ... ja.

  • Moin...


    Cremèhonig wird durch gezieltes und langes Rühren hergestellt, nix mit kristallisieren. Der kristallisierende Zucker im Honig wird durch die Rührerei zermahlen und deswegen so dickflüssig/fluffig.


    Wirds unsauber oder falsch gemacht kristallisiert das Ganze dann wirklich und wird zu einem einzigen, harten Klumpen (Pferde und Ziegen essen das dann zwar gern, sollte man aber mit sparen sonst kriegen sie Löcher in den Zähnen....andere Geschichte).


    Ist zu viel Wassergehalt im Honig schmeckts nach nix, dann kanns Sinn machen den Honig vor dem Rühren mit bereits kristallisiertem Honig aus dem Vorjahr oder sehr süßem Blütenhonig zu impfen. Zum Verfüttern an Mantiden würde ungeimpfter, wasserhaltiger Cremehonig aber vermutlich mehr Sinn machen.


    -

    "Ei paska punniten parane."
    (Finnisches Sprichwort)

  • Moin Cawi,

    Deswegen habe ich begehbares Terrarium gebaut, spart menge Arbeit und viel Zeit zum saubermachen, zu meiner Studienzeit sah es bei mir ned anders aus.

    Jupp den Frühjahrshonig kenn ich, anscheinend hast nen Imker auf Biobasis ohne Chemieeinsatz?


    Ich trau mich mal wetten das du den Honig immer auf diesselbe Stelle getan hast, Mantiden lernen sehr schnell, bzw manche andere Insekten.

    Wobei wir meinen, je größer, desto intelligenter die Tiere, aber nicht zu verwechseln mit Tieren die Gemeinschaften bilden und sich steuern mit chemischen Signalen, das haben mehrere Experimente gezeigt das Insekten lernfähig sind bis zu einen gewissen Grad.


    Um das zu verstehn erklär ich mal was wir machen.

    Unser Ziel des Fachbereichs für Insektenkunde ist, evolutionäre Anpassungen von Insekten zu untersuchen, die von chemischen Signalen verursacht werden. Das Konzept der Koevolution formt den theoretischen Rahmen, in dem die Wechselbeziehungen zwischen Insekten und Pflanzen, Insekten und Mikroben, sowie Insekten und Insekten untersucht werden. Pflanzen entwickeln bestimmte Strategien, z.B. auch Gifte, um Fraßfeinde abzuschrecken und somit nicht gefressen zu werden. Insekten begegnen daraufhin diesen Strategien mit Entgiftungsmechanismen. Die Anpassungen mikrobischer Pathogene, Insekten als Nahrungsquelle zu nutzen, treffen auf eine komplexe, insekteneigene Immunantwort. Chemische Signale, mit denen Insekten miteinander kommunizieren, werden von interspezifischem und intraspezifischem Selektionsdruck beeinflusst. Da aller evolutionärer Wandel auf eine genetische Basis zurückzuführen ist.


    Meine eigene Forschung war, Mantiden unter Umwelteinflüssen zu verändern in mehreren Generationen, zu selektieren nach Größe und Verhalten.


    Da Tropische Mantiden schneller auf Umweltveränderungen reagieren als schon spezialiesierte Mantiden dessen Gene sich schon mal verändert haben, war es leichter solche Mantiden in mehren Generationen an andere Temperaturen und LFs zu gewöhnen.

    Ausergewöhnlich, entwickelten sich die Wärmerezeptoren demenstprechend mit, diese Tiere sind aktiver in Wohlfühlzonen unterwegs,sind größer und massiger und die Eier in der Anzahl gestiegen in den Ootheken,ergo auch der Chitinpanzer wesentlich dicker, sowie die Tracheenklappen kleiner.


    Wir haben sogar einen Weg gefunden Mantiden Farben zu verpassen,was nur geht in Häutungsstadien. Werde ich hier aber nicht kund tun aus verständlichen Gründen, siehe beliebte Fehlfarben bei Reptilien.


    Mfg

    Peter