Befürchtungen und Erfahrungen?

  • Moin Leute :whistling:


    Ich würd mal gern ein wenig Smalltalken und ich glaub, die Frage wurde hier auch noch nie gestellt.


    Was war eigentlich das, was ihr so befürchtet (oder erwartet) habt, als ihr mit der Mantidenhaltung begonnen habt, und hat sich das dann als richtig herausgestellt oder wars doch nicht so schlimm?


    Ich hatte z.B. aufgrund Schilderungen aus dem Internet befürchtet, Gottesanbeterinnen wären (innerartlich) deutlich aggressiver als sie's sind, und würden bei Sichtkontakt ohne Umwege beginnen sich (gegenseitig) zu belauern bzw. jagen. Außerdem, dass bei der Paarung das Männchen ausnahmslos immer gefressen wird und das nicht vermeidbar ist. :popcorn:

    Das war auch der Grund warum ich jahrelang nur geliebäugelt habe und, bis zur Anschaffung der ersten Tiere, noch mehrere Jahre vergangen sind.



    Haut mal raus, nix ist zu peinlich ;)

    -Kraehe

  • Hi,

    Ich dachte anfangs Mantiden halten ist total schwierig und man muss immer Futtertiere kaufen damits funktioniert.


    Inzwischen weis ich das man nie Futtertiere nachkaufen muss wenn man sie selbst züchtet, vor allem "Groß und Grün" kann man auch komplett ohne Fliegen zu kaufen übet viele Generationen halten.


    Allerdings dachte ich auch die meisten Halter ziehen nach (ich kannte es nicht anders) und war dann schockiert wie wenig Engagement 90% der Tothalter mitbringen.


    Glg Simon :P

    Mantiden sind doch auch nur missgebildete Schaben.

    :twisted:

    Die Kultur von Honigbienen ist kein Naturschutz.

  • Hi,

    bin ja noch ganz neu in dem Hobby, sowohl speziell Mantidenhaltung als auch allgemein Terraristik. Wollte ich schon lange mal machen, war mir aber nie sicher, ob ich damit klar komme. Bin dann eher zufällig auf die Haltung von Mantiden und Phasmiden gestoßen, beides fand ich faszinierend. Ich hatte irgendwie gedacht die Haltung von Wirbellosen sei fürchterlich schwierig :)


    Habe mich dann zunächst für die Haltung einer Hierodula membranacea entschieden. Die Idee war, dass ich ein relativ einfach zu haltendes Tier habe, das keine besonders lange Lebenserwartung hat. Sollte ich damit nicht klar kommen oder es mir keinen Spaß machen wüsste ich, dass ich mich nicht länger als maximal 1 bis 1,5 Jahre um das Tier kümmern muss.


    Meine größte Befürchtung war, dass ich nicht mit den Futtertieren klarkomme. Aber das hat sich zum Glück nicht generell bestätigt, auch wenn es nicht immer leicht war :D Die Probleme sind eher die richtige Menge Futtertiere zum richtigen Zeitpunkt zu haben, und da lernt man mit der Zeit dazu. Und auch wenn ich noch nicht selber züchte, muss ich die Futtertiere ja trotzdem halten (so viel frisst ein Einzeltier dann schließlich auch nicht), und auch die Futtertiere sind interessant.


    LG,

    Phil

  • Ein super Thema ist das :thumbup:


    Bei mir ist's so, dass ich mir gewisse Dinge wesentlich leichter vorgestellt habe, als es in der Praxis bei mir so war:

    1.) Die Verpaarung: ich habe schon sehr viele verschiedene Tiere gezüchtet/vermehrt - aber, die Verpaarung meiner Orchideenmantiden hat mich wirklich Nerven gekostet ^^

    2.) Futtertiere: auch jetzt nach 6 Monaten hab ich den Dreh noch immer nicht raus, dass ich die richtige Menge Fliegen zum Verfüttern habe - entweder ich habe gar keine für ein paar Tage, oder ich habe viel zu viele, welche ich dann zum Teil wieder frei lasse...

    3.) Nachwuchs fressen sich gegenseitig: von rund 20 L2 Babys in einem 20x20x20cm Terra sind jetzt leider nur noch 14 Tiere übrig - ich konnte sehen, wie sie von Bruder/Schwester gefressen wurden :dash:


    Dennoch bereue ich die Haltung und Zucht NICHT - im Gegenteil, ich habe soo viel über Insekten gelernt, wodurch ich jetzt weniger Angst vor ihnen habe und es macht mir große Freude die Tiere täglich zu beobachten :love:


    LG Maja

  • Hi,

    ja, an die Zucht habe ich mich noch nicht getraut. Hier überwiegen bei mir noch die Befürchtungen, dass mir das zu viel wird, ich den Platz nicht habe und auch wieder dass ich das mit den ganz kleinen Futtertieren nicht hinbekomme. Insekten bekommen ja doch erschreckend viel Nachwuchs :D


    LG, Phil

  • Hi,

    Naja das Problem mit zu viel Nachwuchs gibts bei Mantiden glücklicherweise nicht ;)

    Desto mehr Nachwuchs desto weniger Futter brauchts wenn man nur wenige Tiere aufziehen will.


    Glg Simon :P

    Mantiden sind doch auch nur missgebildete Schaben.

    :twisted:

    Die Kultur von Honigbienen ist kein Naturschutz.

  • Moin..


    Ich muss dazu sagen, ich versteh jeden der Hemmungen hat, selbst nachzuziehen.

    Die Menge an Nachzuchten, die man vor Allem mit "groß und grün" zu erwarten hat, kann einen schon mal richtiggehend erschlagen!

    Und dann hat man als Jemand, der eine richtige Beziehung zu seinem Tier aufbaut (weil mans, wenn man ehrlich ist, von anderen Haustieren auch einfach nur so kennt), natürlich auch Hemmungen die Jungen sich gegenseitig reduzieren zu lassen...


    So gings mir auch - meine ersten Tiere warn 2.1. Hierodula membranacea. Nachgezogen hab ich nicht, obwohl die Konstellation perfekt gepasst hätte - weil ich auch nicht wusste, wohin mit den Kleinen.

    Realistisch betrachtet ist's halt genauso wie Fichte sagt: Schlüpfen lassen im Terrarium, und die Kleinen einfach beisammmen lassen bis die gewünschte Anzahl erreicht ist.. Und dann vereinzeln, was man behalten will. :pardon:


    Man darf auch nicht vergessen, "Draußen" werden sie auch von Artgenossen, Vögeln, Ameisen, Mäusen, Spinnen etc gefressen, von Wind und Wetter bei Häutungen gestört, von größeren Säugern zertreten (oder ausversehen mitgefressen) und so weiter - eine so hohe Überlebensrate wie in Gefangenschaft haben die Tiere in ihrer Heimat niemals. Zudem sind sie, trotz empfundener Intelligenz, genauso Insekten wie alle Heuschrecken, Fliegen und Schaben die man an sie verfüttert.


    Probierts einfach mal mit dem selber nachziehen! Nur Mut, so schwer ist das gar nicht! :)


    -Kraehe

  • Da hat Krähe absolut Recht!

    So geschützt, wie in unserer Obhut sind sie in der Natur nicht...


    Danke, das lindert ein wenig meine Trauer, dass die kleinen Teufelchen trotz viel Futter einander dezimiert haben :pardon:


    LG Maja