Fragensammlung

  • Huhu :)

    Wie schon bei der Vorstellung erwähnt überlege ich mir eine Gottesanbeterin als Mitbewohner für mein bevorstehendes Studium zuzulegen.
    Inzwischen schwanke ich bereits etwas zwischen der Phyllocrania paradoxa und der Hierodula membranacea, da ich denke das letztere in der Einzelhaltung wohl durch die Größe optisch ansprechender sind und ich mir für den Anfang nicht zu viele Tiere aufhalsen möchte.
    Allerdings würde ich im Studium über das Wochenende regelmäßig nach Hause fahren.
    Daher stellen sich für mich einige Fragen:

    Wäre das Futter- und Luftfeuchtigkeitstechnisch möglich?
    Sind im Terra verbleibende Futtertiere nur in der Häutungsphase problematisch?
    Wäre für die Hierodula auch eine auf Fliegen basierende Ernährung okay?
    (Handelt es sich bei den Angaben nur um Präferenzen oder ist die Futtertierwahl von den Nährstoffen her bei den verschiedenen Arten wichtig?)


    Auch bin ich noch am überlegen ob ich das Terrarium selbst baue, aber das hat noch Zeit.
    Da ich aber auch auf diesem Gebiet noch keine Vorkenntnisse habe gibt es auch noch ein paar Fragen zum Terra:

    Wie sehr empiehlt es sich Echtpflanzen einzusetzen (Luftfeuchtigkeit?) ?
    Ab welchem Bereich der Luftfeuchtigkeit ist dieser Bodenaufbau empfehlenswert?
    Wäre das eine Lösung um die Luftfeuchtigkeit ohne sprühen auch übers Wochenende besser zu halten?
    Beim stöbern in einigen Onlineshops bin ich darauf gestoßen: "Bodenpolizei"?! Ist so etwas sinnvoll/ nötig?


    Ich denke das wäre es zumindest einmal für den Anfang :saint:

    Gruß, Hexe

  • Viele deiner Fragen sind mitunter abhängig von der Terrariengrösse und kann so nicht beantwortet werden. ..habe ich die Angabe überlesen?

    Echtpflanzen sind selten ein muss, In sehr kleinen Becken können sie gar störend sein, zumindest bei falscher Auswahl.


    Die ausgesuchten Arten brauchen keine so hohe Luftfeuchtigkeit, dass man sich damit sehr anstrengen mUss.

    Aufbauen, Lichtquelle drauf und an der angebrachten Messtechnik ablesen. Mehr kannst nicht machen .


    Grüße Carmen

  • Terra ist noch keines vorhanden und die Größe wäre dementsprechend davon abhängig was ich verhältnismäßig günstig im benötigten Bereich finde, oder komplett offen sollte ich mich wirklich zum Eigenbau entscheiden.
    Falls ich es selbst baue würde ich es gerne so auslegen, dass später die Haltung anderer Arten auch problemlos möglich wäre (wasserdicht; evtl. variable Belüftung und Nähe der Wärmequelle; ...).

    Anpeilen würde ich aber etwas möglichst platzsparendes, also vermutlich eine 20x20 Grundfläche bzw. nicht allzu viel größer. Dafür würde ich lieber etwas weiter in die Höhe gehen (falls beeinflussbar).
    Wenn ich richtig liege hätte das Tier bei der richtigen Einrichtung davon ja ohnehin mehr, oder?

  • Würde dann mit drandenken , dass Phyllocrania paradoxa auch gern in Gruppen gehalten werden " kann" . Da wäre die Grundfläche zu klein, egal wie hoch? Zumindest für mein Empfinden.

    Ansonsten hast du recht, wenn du baust dann wasserfest. Sitzt schnell mal was anderes im Becken :)

  • Hey Hexe,


    Das mit dem "regelmäßig nach Hause fahren" kommt auch darauf an was bei dir regelmäßig ist. Prinzipiell ist da gut, wenn die Tiere keine zu hohe Luftfeuchtigkeit brauchen oder eine Art Vorratswässerung der dann nötigen Drainageschicht für 2-3 Tage ausreicht. Futtertechnisch sollte das gar kein Problem sein und zur Not kannste auch vorrausschauend verpuppte Fliegen in das Terrarium legen.

    Solange du keine Zucht anstrebst bist du da zeitlich schon flexibel.


    Bodenaufbau mit Drainage finde ich, außer bei extrem heißen/trockenen Arten, immer sinnvoll, genauso wie Bodenpolizei bei entsprechendem Aufbau und echten Pflanzen. Du hast dann einfach eine Art kleines Ökosystem was in sich die Faktoren besser hält ind nicht so viel Fremdeinwirkung braucht.


    Was das Futter angeht ist es so, dass viele Arten in erhöhter Lage hängen und auf die Beute lauern. Die meisten reagieren da besonders auf Fluginsekten, aber generell wird meist auch vieles mehr gefuttert.

    Ich glaube in deinem speziellen Fall mit H.membranaceae ist es ab einem gewissen Punkt auch einfach praktikabler mal ein etwas größeres Futtertier zu reichen, als 100 Fliegen an denen nicht viel dran ist, da die Mantis auch etwas größer ist.

    Grüße, Marco

  • "Regelmäßig" wäre vorraussichtlich tatsächlich so gut wie jedes Wochenende, auch wenn das ohne Erfahrung etwas schwer vorherzusehen ist, da ich nicht weiß inwiefern ich am Wochenende auf dem Campus eingebunden bin.
    Hört sich aber soweit ja alles doch durchaus machbar an ;)

    Ab welcher Terra-Größe wären Echtpflanzen denn dann okay?
    Und welche Futteralternativen hätte ich denn?

    Schaben muss ich ehrlich gestehen sind jetzt nicht unbedingt meine Lieblingstiere und wenn ich das richtig gelesen habe kann es ja bei Grillen und Heimchen doch recht schnell einmal zu Problemen kommen.

    An diesem Punkt schonmal ein großes Danke für die schnellen und ausführlichen Antworten :)

  • Hey,


    ich füttere gern Heuschrecken, die machen keine Problem, wie wie Grillen oder Heimchen, weil sie höchsten die Pflanzen im Terrarium anknabbern :) Ansonsten sind sie ruhig und zirpen nicht, sind einfach zu halten und zu füttern und auch einfach zu verfüttern. Auf die Hand und rein ins Terrarium :)


    Ansonsten kann man gut mit Fliegen füttern, Zuchtansätze bzw fertige Fliegen kann man gut im Zoohandel oder im Anglershop kaufen.


    Grüße

    Grüße von Noa und Chloroharpax modesta Sommer

    _____________________________________________


    In Gedenken an:

    Hierodula membranacea Khaleesi

    Hierodula membranacea Ramsay

    Creobroter gemmatus Nymeria

    Polyspilota cf. aeruginosa Grauwind

    Hierodula membranacea Hodor

  • Moin...


    Auch Heuschrecken sind nicht wehrlos und können eine Gottesanbeterin verletzen. Insbesondere "große" Heuschrecken sollte man nicht unbeabsichtigt im Terrarium belassen, zur Fütterung am Wochenende (also wenn du aufpassen kannst, dass das Tier gefangen wird) sind Heuschrecken ok. Bei der "Langzeitversorgung" bleiben allerdings nicht wirklich Alternativen zur Fliege...


    Grütze,

    Kraehe

    "Ei paska punniten parane."
    (Finnisches Sprichwort)

  • Hey,


    ich schaue da sowieso zu, da mir die Heuschrecken ja sonst die Pflanzen anfressen ^^ das will man ja eher vermeiden


    Grüße

    Grüße von Noa und Chloroharpax modesta Sommer

    _____________________________________________


    In Gedenken an:

    Hierodula membranacea Khaleesi

    Hierodula membranacea Ramsay

    Creobroter gemmatus Nymeria

    Polyspilota cf. aeruginosa Grauwind

    Hierodula membranacea Hodor

  • Zu den Arten:


    Ich halte derzeit (nur) beide von dir favorisierten Arten - zwei Gruppen Phyllocrania paradoxa (Männchen und Weibchen) und ein Hierodula membranacea Weibchen, weil ich gern eine "Grande Dame" habe.

    Für mehr Arten habe ich derzeit weder Platz noch die Zeit.

    An den Wochenenden nicht da zu sein ist bei diesen Arten überhaupt kein Problem.


    Phyllocrania habe ich früher schon gehalten, es ist eine der unkompliziertesten Arten und m.E. auch eine der schönsten. Sie sind sehr verträglich solange sie genug Futter bekommen.

    Sicherer ist es jedoch, Männchen und Weibchen in getrennten Gruppen zu halten, da adulte Weibchen einen großen Appetit entwickeln und in einer gemischten Gruppe dann schon mal das eine oder andere Männchen fehlen kann...


    Mit der Hierodula bin ich nicht so glücklich - sie ist ängstlich, schreckhaft und zickig. Meine früheren Rhombodera megaera und Sphodromantis lineola waren wesentlich umgänglicher und auch nicht so mäkelig mit dem Futter, ihre Haltung ist genauso unkompliziert.

    Madame Hierodula ist dagegen recht wählerisch und nimmt auch nichts von der Pinzette.

    Man kann so vieles einwenden gegen eine Frau wie mich, und auf all dies gibt es nur eine Antwort, nämlich meinen Verstand und meine Seele - aber was ist dies für eine Antwort für die meisten Menschen...