Moin...
Also zuallererst einmal:
Ich finde alles unter 26°C im Tagesdurchschnitt für untragbar, wenn man ein Tier wie eine Hierodula membranacea hält. Diese Tiere kommen aus Indien, und dort hat es in den kältesten Jahreszeiten selten weniger °C. Das Tier durchgehend im "Wintermodus" zu halten ist, in meinen Augen, alles Andere als in Ordnung.
Wenn Du dir kein Terrarium leisten kannst/willst, pack wenigstens eine Lampe über den Ficus. ![]()
So, zu deinem "Problem": Was Du da siehst sind Dehnungshäute, und die hat jede Gottesanbeterin:
Du musst bedenken, dass die Tiere einen festen, d.h. nicht verformbaren/dehnbaren Chitinpanzer besitzen und dennoch Beutetiere vertilgen, die eine ähnliche Größe haben wie sie selbst. Wenn da nur so begrenzt Platz ist, wie die Segmentplatten an sich hergeben, würden bereits wenige Fliegen ausreichen um das Tier "zu stopfen". Dann kommen aber noch die Eier dazu, die das Weibchen in seinem Körper heranreifen lässt - Du hast sicher schon gesehen, wie groß die Ootheken sind, und bestimmt öfter als einmal gelesen wieviele Jungtiere hieraus schlüpfen.
All das benötigt Platz, viel Platz!, und der wird durch extrem strapazierfähige Dehnungshäute zwischen den Segmentplatten geschaffen. Deshalb sieht man sie am Besten, wenn das Tier frisch gefüttert ist bzw. kurz vor der Ablage einer Oothek steht, und am Wenigsten, wenn es bereits "ein paar Tage hungern musste" oder die besagte Oothek frisch gelegt ist.
Grütze,
-Kraehe