Beiträge von Othopi

    Hallo Till,

    ich kaufe nicht nur bei Terrarstikläden, denn wie Gabriel schon erklärt hat, ist das für Mantiden relativ irrelevant, denn die fressen ja keine Pflanzen. Allerdings verfüttere ich auch relativ selten Grillen oder Heuschrecken Freilaufend bzw. habe in den Becken wo ich das tue eh Asseln drin und für die Asseln auch immer frische Zucchini. Jede Grille und Heuschrecke frisst lieber Zucchini bevor sie sich an einer giftigen Pflanze vergiftet. Ausnahme sind meine Fittonias (und die Grünlilien, die von Ablegern aus x-ten Generation einer Bekannten stammten), die sind nicht giftig und anscheinend wohlschmeckend - auch für die Asseln 🙄 - ich habe Fittonias aus dem Terrarstikladen und welche von Ikea. Beide hatte optisch dieselbe Setzerde und ja, ich hab die von Ikea sicherheitshalber Mal abgewaschen. Hatte aber auch bei den Ikea-Pflanzen kein Asselsterben und die sind ja die ersten, die mir die kleinfressen 🤬


    Freijagt ist halt immer potenziell gefährlich, denn wenn hungrige Grillen und Heuschrecken nichts anderes finden, probieren sie alles, ganz egal, ob Giftpflanze oder vergiftete Pflanze, sie werden aber mit so einer Magenfüllung für Mantiden vermutlich nicht bekömmlicher.


    Und ob wirklich alle Pflanzen in Terrarstikläden aus düngemittel-, insektizid- und pestizidfreien Gärtnereien stammen und dann auf dem Weg zum Terrarstikladen niemals bei irgendeinem Zwischenhändler mit sowas in Berührung kamen, weiß ich auch nicht, würde es aber Mal einfach bezweifeln 🙈


    Aber ich sag Mal so, man steckt nie drin. Ich hatte mal ne schweineteuere Biozucchini, die bei mir ein Grillensterben ausgelöst hat. Und Bio-Ruccola wird verschmäht, der aus meinem Garten ratzfatz weggeputzt.

    Also man steckt da nie drin und geht bei allem ein Risiko ein. Insofern, mache ich es immer so ein bisschen nach Gefühl. Wenn ich eh was bestelle, dann bestelle ich bei meinem Fittonia-Dealer auch gleich ein paar Pflanzen mit. Ikea war ein Versuch, der gut war, aber blöderweise seitdem ausverkauft. Und ansonsten habe ich auch viele Ableger von meinen Zimmerpflanzen in die Terrarien gesetzt und wie gesagt, die sind idR einfach schön lange in Privathand.

    Ich hatte auch ein paar Pflanzen vom Dehner und aus dem Zooladen, aber die sind allesamt von sich aus giftig und da gibt's Grille/Heuschrecke mit Pinzette oder so, dass sie gleich geschnappt wird, bzw ist eh Zucchini drin. Das System funktioniert soweit bisher ganz gut.

    Also außer Verluste bei Fittonias und Grünlilien gab's sonst keine zu beklagen...


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Marlon,

    es tut mir Leid für deine Tiere und dich, dass du anscheinend ein Problem hast 🙈

    Also sofern beide Tiere aus unterschiedlichen Quellen stammen, ist irgendeine Grunderkrankung sicherlich auszuschließen.

    Manchmal, gerade in so normalen Hund-Katze-Maus Tiergeschäften werden Mantiden sehr schlecht gehalten und die Verfassung der Tiere ist, dann schon beim Kauf so schlecht, dass es eher Glück braucht, sie überhaupt durchzubringen.

    Wenn du die Tiere von einem Züchter oder einem auf Exoten spezialisierten Fachhandel hast, sollte eigentlich eine Vorerkrankung sehr unwahrscheinlich sein.


    Natürlich gibt's dann auch noch das Pech. In jeder Oothek gibt es Tiere, die einfach schwächlich sind. Zwei Mal hintereinander so ein Tier zu erwischen, wäre schon sehr unglücklich.


    Und bei deinen Haltungsbedingungen mag es wie immer einiges zu Verbessern geben. Mehr Äste im oberen Bereich, so dass das Tier oben auch Kreuz und quer dreidimensional hinklettern kann, wäre sicherlich noch etwas schöner. Und auch in Punkto Häutung könnte es angenehmer sein. Oben direkt unter der Lampe wären womöglich auch 28 Grad oder sogar etwas mehr nicht ganz verkehrt. In Java, wo diese H. venosa anscheinend herkommen, wird es sogar knapp über 30 Grad warm.

    So steht's zumindest hier:

    https://www.klimatabelle.de/kl…ien/klimatabelle-java.htm

    Und wenn's zu warm ist, kann sie nach unten klettern, aber wenns zu kalt ist, dann wird's schwierig, dir das mitzuteilen aus Mantidensicht 😉


    Eventuell kann zu niedrige Stoffwechselaktivität auch zu Verdauungsbeschwerden führen und ggf hängt das mit der Temperatur zusammen.


    Aber bliebe noch die Fütterung: D. hydei erscheinen mir fast etwas klein für die Größe. Also da sollten doch schon mindestens Goldfliegen gehen.

    Bei den Kurzflügelgrillen gibt es mehrere Problematiken. Zum einen wirst du die vermutlich nicht selbst züchten, oder? Bei gekauften Tieren ist dann die Frage, wie lange hast du sie vorher gefüttert?

    Ich züchte Steppengrillen und verfüttere die problemlos. Aber ich habe auch schon gehört, das Grillen problematisch sein sollen. So ausgehungert wie die armen Gestalten aus den Zoohandlungen sind, würde mich das aber auch nicht wundern, wenn an einer Kaufgrille wenig nahrhaftes und gesundes dran ist.


    Und dann ist die Frage, wie fütterst du? Also wenn dein Tier in dem Terrarium mit der schönen, aber giftigen Anthurie lebt und dort gefüttert wird, dann können zwei Probleme auftreten. Zum einen besteht die Schwierigkeit bei großen Terras überhaupt genug zu fangen, insbesondere wenn das Futter Drosos sind und damit die Angelegenheit ziemlich mühsam wird. Und bei Grillen ist die Frage, wie schnell wurde die erbeutet. Denn wenn du eine hungrige Kaufgrille in dieses Terra setzt, ist nicht auszuschließen, dass sie aus Verzweifelung doch Mal an der Pflanze knabbert. In diesem Fall nimmt sie Gift auf, das vermutlich noch im Körper ist, wenn die Mantide sie erwischt. Und ggf. könnte dieses Gift auch für die Mantide schlecht sein.

    Hättest du in einem anderen Behälter oder von der Pinzette gefüttert, am besten erst dann wenn die Grillen schon ne Woche bei dir gut mit Haferflocken, Weizenkleie, Trockenhundefutter und Biogemüse gemästet worden wäre, dann würde ich die Grille als Ursache eher ausschließen.


    Dann noch eine Frage zur Pflanze: hattest du sie vor dem Einsetzen ins Terra abgespült? Manchmal werden Pflanzen gegen Schädlinge behandelt. Und naja, das sind in der Regel Insekten und damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Mantide auch von dem Insektizid vergiftet wird sehr hoch.


    So aber viel mehr fällt mir jetzt auch nicht dazu ein. Ich hoffe, dass die Mantide sich wieder fängt und du nicht noch ein Tier verlierst.

    Sollte das aber trotzdem der Fall sein, solltest du es ggf sicherheitshalber noch Mal mit einer neuen Terrariumeinrichtung und Futtertieren aus anderen Quellen probieren.

    Also nur zur Sicherheit. Aber vielleicht kann auch jemand anderes die Ursache genau benennen...


    Ich drücke dir und deiner Venosa auf jeden Fall die Daumen 🍀👍


    Liebe Grüße,

    O.

    Wenn die restlichen so empfindlich sind, dann arbeite besser über Boden befeuchten. Ich weiß nicht was du hast... Erde? Dann vorsichtig gießen, ich nehme dafür gerne Einwegspritzen. Und bei Küchenrolle, dann die Küchenrolle nass machen, auswringen und dann reinlegen. Ich nehme dann gerne mehrere Lagen und zum nachbefeuchten auch die Spritze.


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo SkyMantis_YT,

    deine Ausfälle tun mir Leid 😔


    Ich kenne mich mit deiner Art nicht aus, allerdings ist es mir selbst schon passiert, dass mir Babys durchs sprühen gekippt sind. Manche Arten haben kein Problem, andere fallen quasi direkt tot um.


    Das manche Babies erst am nächsten oder je nachdem wann sie geschlüpft sind, auch erst am übernächsten Tag was fressen ist nicht unnormal. Ich glaube, das variiert von Art zu Art. Je nachdem, sollte verhungern aber zumindest nicht der Grund für das Massensterben sein.

    Also ich weiß es nicht, aber ich würde annehmen, dass Baby Mantiden sich im Zweifelsfall gegenseitig räubern, statt einfach zu verhungern... Und wenn sie Drosos haben, würden sie wohl die nehmen. Also verhungern ist vermutlich nicht die Ursache.


    Ich würde eher auf das Sprühen und/oder zu schlechte Belüftung tippen. Beides können für Babys sehr wahrscheinliche Todesfallen sein.


    Ich ziehe meine Babys immer in so faltbaren Gazeterras auf. Bei Amazon nennen die Dinger sich Schmetterlingskäfig. Da ist gute Belüftung garantiert. Muss sich die Feuchtigkeit länger halten, dann kann man Frischhaltefolie drum wickeln... Die Handhabung ist einfach, auch gerade das Droso füttern und saubermachen. Und von Ootheken, die ich darin aufziehe, habe ich noch nie größere Ausfälle bemerkt. 1-2 Tiere mögen Mal kippen, aber das war es schon...


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Till,

    ich kann mich Kraehe nur anschließen. Auch die 10cm Höhenunterschied, würde selbst wenn du nicht nur dieselben Lampen hast, die gleiche Menge Wasser sprühst und die Tür öffnest für einen anderen Mikrokosmos sorgen.

    Selbst wenn du die Mutter rausnimmst und Oothek im alten Terra belassen würdest, würde es nicht genau gleich wie vorher sein.


    Aber wie auch immer außer warten bleibt nichts übrig. Einfach Warten. Irgendwann kommt was und wenn nach 6 Monaten nichts kam, kommt wohl eh nichts mehr.

    Ein bisschen Geduld gehört einfach zur Zucht dazu 😉


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Till,

    ich habe zwar keine Erfahrung mit deiner Art, aber bei meinen Hierodula Blues ist zwischen 4 bis 12 Wochen schon quasi alles vorgekommen.

    Genau 4 Wochen habe ich nur, wenn ich die Ootheken da hängen lasse, wo sie gelegt wurden. Sobald ich Inkubiere dauert es länger, werden sie verschickt dauert es noch länger (wobei ich nicht weiß, ob's am Verschicken oder der Inkubierung bei den anderen liegt).

    Bei meinen Blues ist es so, dass, wenn nach 4-5 Monaten noch nichts gekommen ist, dann schwinden die Chancen...

    Aber was bleibt? Entweder warten oder entsorgen. Beim Warten kann man aber weniger falsch machen, also würde ich zu warten tendieren 😉


    Ich drücke dir aber die Daumen, dass noch Babys kommen 👍🍀👍


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Saskia,

    ich habe auch schon Ootheken abgegeben und eine Garantie kann man da nie geben.

    Ich denke, dass für den Interessenten Transparenz wichtig ist. In der Regen will man auch wissen mit der wie vielen Oothek man zu tun hat. Die erste könnte trotz Verpaarung natürlich, wenn die Verpaarung nicht geklappt hat, unbefruchtet sein. In der letzten schlüpfen oft weniger Tiere als in der ersten.

    Insofern wenn du sie anbietest, wird die Frage vermutlich eh kommen.


    Der nächste Punkt ist, je nachdem wie man die inkubiert kann es gut oder schlecht gehen. Du machst alles richtig, alles schlüpft gut oder du machst alles falsch, nix kommt.

    Dieses Risiko hast du (nur durch schon vorangegangene Schlüpfe ist auszugehen, dass du es so falsch nicht gemacht haben wirst), aber der Käufer kann es genauso falsch oder richtig machen. Und dann gibt es ggf noch den Versand/Transport dazwischen, der Einfluss auf den Schlupf haben kann.


    Beim Kauf von Ootheken kann es immer sein, dass nichts kommt, mit dem Risiko muss der Käufer leben.


    Liebe Grüße,

    O.

    Liebe Saskia,

    du hast da echt ein fleißiges Weibchen 😁

    Und dem scheint es gut bei zu gefallen 👍

    Also Kompliment!


    Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Mal abgesehen davon, dass ja jede Art eine unterschiedliche Anzahl legt, gewöhnlich sagt man ja, eine Verpaarung würde reichen. Aber ob das wirklich der Fall ist, bei so vielen Ootheken 🤷


    Ich hatte Mal ein Blepharopsis mendica Weibchen, das hat mir 21 Ootheken geschenkt. Allerdings hatte sie mit ihren Männern zusammen gelebt und sich fast bis zum Schluss immer wieder gepaart. Ist also nicht ganz zu vergleichen...


    Im Grunde bleibt dir vor allem abwarten, denn selbst wenn die Eier befruchtet sind, wer weiß ob was rauskommt 🤷

    Da gibt es ja auch keine Gewissheit drüber. Ich hatte auch Mal Citharomantis als Gruppe. Sie paarten sich x-fach und ich hatte von 3 Weibchen trotzdem nur 4-5 Ootheken insgesamt aus denen nur 2 Jungtiere schlüpften.


    Insofern rate ich einfach zur Geduld und freue mich auf deinen Bericht, wie viele Babies es dann wurden 😉


    Alles Liebe,

    O.

    Hallo Till,

    wenn du es wegen einer etwaigen Legenot genau wissen willst, dann schneide sie mit einem Skalpelle auf. Wenn sie gut durchgefroren ist, ist die Sauerei auch begrenzt.

    Dann siehst du, was genau im Bauch los war.


    Wenn im Bauch keine oder nur durchsichtige Eier sind, dann wird es nicht an einer Legenot gelegen haben. Wenn du schwarze, harte Eier findest, dann ist die Todesursache Legenot. Was der Grund dafür ist, ist schwierig. Ich hatte Weibchen, wo die schwarzen Eier das Gedärm abgedrückt haben, das sich dann zersetzte. Die sind so wie man es klassisch kennt, dick und rund.

    Ich hatte aber auch schon Weibchen, wo nur wenige Eier im Bauch schwarz waren, die anderen durchsichtig und gesund. Aber die schwarzen waren unten und haben den anderen den Weg versperrt. Vermutlich konnten sie bei der vorangegangen Oothek nicht abgelegt werden. Wer weiß vielleicht würde sie gestört 🤷

    Und da muss das Weibchen nicht dick sein.


    Bei Grillen hatte ich durch Buckelfliegen schon Madenbefall in den Tieren. Also eine andere Todesursache, die sich nur durch Aufschneiden klären lässt.


    Klar, eine endgültige Sicherheit wird's vermutlich nie geben, ist ja nicht so, dass das eine professionelle Autopsie wäre, wie beim Menschen. Aber es gibt womöglich etwas mehr Aufschluss, was für ein Problem dein Tier hatte und vielleicht hilft es dir beim nächsten etwas besser zu machen.

    Man lernt ja immer dazu.


    Es tut mir auf jeden Fall sehr Leid für dich und ich bin mir sicher, dass sie bei dir ein gutes Leben hatte und so wie du geschrieben hast, hast du dir sehr große Mühe gegeben.

    Also bitte verstehe mich nicht falsch und denke nicht, dass ich dir Vorwürfe machen wollte. Manchmal steckt man nicht drin, ein Tier hat vielleicht ein Handicap und wäre überall und bei jedem gestorben.


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Till,

    wenn eins meiner Tiere über ein paar Tage so geschwächt ist und nicht mehr mit Appetit frisst, dann erlöse ich es in der Tiefkühltruhe.


    Es mag zwar hart klingen, aber die Chancen, dass da eine Wunderheilung einsetzt, sind extrem begrenzt.

    Vermutlich hat sie Legenot. Das passiert manchmal, wenn die Mädels nicht wissen wohin mit ihrer Oothek, also es im Terra nicht die perfekten Bedingungen gibt. Adulte Tiere haben einen größeres Spektrum, was sie an Parametern vertragen, als Ootheken und Babys. Dann womöglich einmal ein zu großes Futtertiere, die Temperatur etwas niedrig während der Verdauung und schon wird es schwierig.


    Ich denke nach fast drei Wochen, die sie Zeit hatte, sich zu veräppeln, solltest du ihr helfen, damit sie sich nicht weiter wiälen muss 😥


    Es tut mir sehr Leid, dass traurig sein wirst 😔


    Liebe Grüße,

    O.

    Krähe meinte mit "2 Drähten" die Stelle, wo sich die Drähte berühren. Also idR ist Gaze ja so schachbrettartig gewebt. Und in jeder Ecke des viereckigen Luftlochs berühren sich die "2 Drähte" und wenn die da nicht 100% in einander gepresst sind entsteht ein Spalt, wo eine Tarse hängenbleiben könnte.


    Gaze unterzuspannen ist einfachste Lösung, aber auch nicht 100% sicher, denn auch an Fliegengitter aus Stoff können Tarsen hängenbleiben und bei welchen aus Fieberglas durchrutschen.

    All das kann gut gehen, muss aber nicht, so wie ich inzwischen gelernt habe. Kleine Fläche gehen, große Flächen machen mehr Probleme. Tier, Alter etc sind auch nicht unerheblich.


    Am sichersten gehst du vermutlich mit einem luft- aber mantidenundurchlässigen Astgeflecht. Denn Tarsen sind für Rinde gemacht, nicht aber für menschengemachte Kunststoffe.


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Till,

    solange sie fit und munter ist, musst du dir keine Gedanken machen. Klar, je mehr Tarsen sie verliert, desto schwerer fällt klettern und festhalten. Aber ich sag Mal so, es ist trotzdem nicht zwangsläufig ein Todesurteil, selbst wenn sie keine Tarsen mehr hätte.

    Jagen könnte sie dann nicht mehr. Also du müsstest alles mit Pinzette reichen. Gleichzeitig mit z.B. mit Korkrindestücken ihr Sitzmöglichkeiten schaffen, wo sie nicht runterfällt... also selbst schwer eingeschränkte Mantiden können noch eine Weile leben.

    Die Frage ist eher, ob du sowas dem Tier und dir zumuten willst. Ich denke, das ist immer eine Einzelfall Entscheidung. Ich hatte Tiere, da hab ich das gemacht, weil du zu fit und lebenslustig waren und andere habe ich eingefroren.


    Auf jeden Fall ist es doch gut, dass ihr die mehr Klettermöglichkeiten gefallen und sie hat Glück, dass du dich so gut kümmerst 👍


    Alles Liebe,

    O.

    Ja, das sieht nicht sehr entspannt aus 😬


    Und zu den abgebrochen en Tarsen. Wenn die Mantiden alt werden, dann brechen die "Knochen" leichter, genau wie bei uns Menschen 🤷


    Also ganz egal welche Art von Gaze, also Metall-, Stoff- und Fieberglasgaze bisher kamen die ganz alten Tiere immer irgendwann an den Punkt, wo die Tarsen abbracheb.

    Die einzigen, bei denen das Tarsenbrechen extrem selten ist, sind meine Freigänger, die nur auf Pflanzen und Ästen sitzen.


    Es gibt den doofen Spruch, "irgendworan muss man sterben" und das stimmt.

    Mit 5 Monaten adult ist das zwar eigentlich noch nicht so alt, aber jung auch nicht mehr.

    Und wenn du dein Tier "stoffwechselschnell" gehalten hast, dann altert es auch schneller. Dazu kommt vielleicht noch persönliche Veranlagung. Es ist alles nicht so viel anders als bei uns 🤷


    Mach dir keine Vorwürfe und auch mit nur noch vier Tarsen kann dein Mädchen ein schönes Restleben haben. Und insgesamt scheint sie ein gutes Leben zu haben - zumindest sieht sie sehr gut aus.


    Das einzige was mir einfiele, um die Metallgaze zu "entschärfen" und Tarsenbruch komplett zu vermeiden, wäre sie mit Ästen zu überdecken, dass deine Tiere nicht mehr dran kommen. Sie nur mit ner anderen Gaze zu überspannen wird vermutlich nicht die Lösung sein. Wenn dann aber unter der Metallgaze, die andere Gaze schmilzen würde, wäre die Gaze einfach zu heiß. Also eigentlich sollte keine Gaze so heiß werden.

    Also es sollte gehen und wenn nicht, dann ist die Hitze an sich schon das Problem. Du willst deine Mantiden doch nicht grillen 😉

    Ich habe noch keine wirklichen Langzeiterfahrungen, aber Organza-Stoff habe ich in einigen Terras und zumindest bisher ohne Tarsengefährdung. Aber die Tiere sind auch noch nicht so alt wie deine.


    Wie auch immer du es löst, ärgere dich nicht. An den gebrochenen Tarsen wird sie zumindest nicht sterben.


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Line,

    weil ich gerade mit Freunden darüber geredet habe und da meinte die eine, die Dornen am Bauch seien bei beiden Geschlechtern in unterschiedlicher Anzahl vorhanden, so wie bei den Blepharopsis auch.


    Ich hab bei meinen gezahlt. Mein Mädel hat vier und der Kerl sechs Dornen seitlich am Abdomen.

    Wenn ich bei deinem Foto richtig zähle, dann wäre es tatsächlich ein Weibchen.


    Liebe Grüße,

    O.

    Hallo Gottesanbeterin 77,

    ich persönlich finde Gruppen am spannendsten. Zumindest zum Beobachten.

    Also z.B. bei den Phyllocranias ist zwar eigentlich nicht viel los, aber 10 Phyllocranias machen die Sache schon wieder spannend. Man kann sie immer wieder suchen und ist schön wenn sie sich Paaren und Ootheken legen... Also lebenszyklisch betrachtet auch wegen der unterschiedlichen Farben und da sie echt anspruchslos sind, eine tolle Art.

    Auch Citharomantis (die ich anscheinend nicht richtig halten könnte) waren, obwohl echt klein richtig aktiv und dann diese Handzeichen wie auch Boxermantis sie zur Kommunikation nutzen sind echt toll zu beobachten. Also vielleicht wären so Boxermantis-Arten ansprechend für dich.

    Wenn du eher auf spektakuläre Jagdszenen aus bist, wäre ein Rudel Blepharopsis vielleicht interessant. Gerade als Nymphen sind das echt krasse Killer, die schlagen doppelt so große Fliegen und das ist schon spektakulär.

    Mann kann sie mit genug Futter und Platz auch beidgeschlechtlich zusammen halten. Klar, gibt's auch Mal Kannibalismus, aber dafür paaren sich die adulten am laufenden Band. Ist also immer Action.


    Oder Männergruppen... Pseudocreobotra wahlbergii Kerle als Rudel sind nett. Hymenopus coronatus fliegen in großen Terras was echt zu cool ist. Sind jetzt nicht so die Killer, Männer halt. Aber dafür immer unterwegs.


    Wenn es doch ein Einzeltier sein soll, finde ich es schwieriger. Also könnte ich nur eine einzige Mantide halten, wäre es wohl ein Weibchen dieser drei Arten:

    Also meine Deroplatys desiccata hatte ich mit den Kerlen zusammen. Gut, jetzt ist sie dann doch Single. So alleine passiert nicht mehr viel. Aber es ist ein wahnsinnig erhabenes Tier. Bei der Deroplatys liegt der Reiz für mich im Finden. Sie ist wahnsinnig gut getarnt.

    Die Polyspilota ist echt eine Killerin und frisst alles. Auch ein sehr großes Tier und viel in ihrem Terra unterwegs. Sie jagt auch aktiv hinter der Beute her. Man kann sie auch gut von Pinzette füttern. Und ihr sogar Beute zu werfen, quasi wie einem Hund den Ball. Eine tolle Art und echt hübsch.

    Dann habe ich noch Hierodula sp Blues. Die sind super, wenn du eher was mit "Menschenbezug" suchst. Sie klettern gerne rum und können durch Pinzettenfütterung und wenn man sich lieb mit ihnen beschäftigt extrem zahm werden. Also sie sind neugierig und kommen gerne auch aus dem Terra raus. Eine schöne Art, auch schön anzusehen.


    Ich habe noch Danuria barbozae und Parasphendale affinii. Ich mag beide sehr. Aber sie machen nicht viel Action. Sitzen auf ihrem Ast und gut ist. Also vermutlich nicht das richtige für dich.


    Und was das Alter betrifft, ich glaube nicht mehr daran, dass Mantiden so alt werden können, wie auf vielen Seiten steht. Oder aber höchstens zu dem Preis, sie ständig auf unterem Stoffwechselniveau zu halten. Sprich eher unteres Temperaturlevel und beim Futter knapp halten. Dann mag das gehen.

    Allerdings irgendwie, ich würde als Mantide lieber aktiv sein und mich pudelwohl fühlen wollen und genug Beute machen können, als immer nur zu warten. Also das Leben ist eh viel Warten für so ne Mantide. Noch mehr? Ich weiß nicht.

    Ich persönlich mache es lieber so, dass sie es passend warm haben und dann auch gut Beute machen können. Also meine Nymphen sitzen immer im Futter und mit der richtigen Temperatur wachsen sie unglaublich schnell. Alle 12-16 Tage eine Häutung und dann sind die Ratzfatz einfach adult. Dann vier Wochen und die ersten Ootheken kommen. Alle zwei Wochen eine, also nach 6 Ootheken ist bei den meisten Arten Ende. Das bedeutet sie sind dann ungefähr vier Monate adult und quasi in den Wechseljahren wären sie Menschen. Und naja, es gibt Menschen, die werden 120 Jahre. So mag es auch Mantiden geben, die dann noch 3-5 Monate drauf legen, aber die Regel ist es nach meiner Erfahrung nicht. Die Mädels sind irgendwann einfach alt und das sieht und merkt man ihnen auch an.

    Also meine Blues sind ca. 5-7 Monate adult, dann sterben sie oder sind so tattrig, dass es gnädiger ist sie einzufrieren.

    Ich denke ein gutes Leben ist wichtiger als ein langes. Und Insekten sind nicht unbedingt fürs alt werden gemacht.

    Fang lieber an mit züchten. Das ist spannend, du hast immer Tiere und siehst das ganze Leben. Das ist wahnsinnig schön. Macht es auch einfacher, wenn eine stirbt.

    Zumindest hat sich meine Einstellung seit ich züchte sehr geändert. Klar, ich bin auch noch traurig wenn ein besonderes Tier stirbt und bin auch etwas betrübt, wenn Nymphen sterben - insbesondere wenn ich was falsch gemacht habe, ist das sehr quälend. Aber ich habe auch gelernt, dass das Sterben dazu gehört. Und manchmal ist es auch eingeplant. Also Männchen z.B. die werden nicht alt. Die wollen sich v.a. paaren. Fressen ist für sie nicht wichtig. Aber paaren und fliegen können. Soll ich sie die ganzen 3-4 Monate ihres Lebens aus Sicherheitsgründen einsperren? Nein, die gehen zu den Mädels und wenn sie den Kopf verlieren ist das traurig. Ich versuche es zu vermeiden so gut ich kann, aber wenn es passiert, dann ist das so. Besser als umsonst gelebt zu haben und nur im kleinen Terra gesessen zu haben.

    Ich denke, die Männchen sehen das ähnlich, zumindest wirkt es auf mich so. Und deswegen kann ich gut damit leben, wenn ihr Leben kürzer ist.

    Und ja ich hatte auch schon richtig körperlich alte Mantiden und so... Das ist auch dann anstrengend. Wenn irgendwann das Tier nicht mehr so kann und der Körper alter, dann mit Pinzette füttern über Wochen und Monate. Hab ich auch schon gehabt. Aber ist anstrengend und für niemanden schön ehrlich gesagt.


    Ich würde dir raten, suche dir eine Mantiden Art die dir gefällt vom Aussehen und Verhalten. Für die du Platz hast und züchte. Davon wirst du auf Dauer einfach mehr haben und das Hobby wird langfristig spannend bleiben.


    Liebe Grüße,

    O.