Planung eines Gottesanbeterinen Terrarium Komplexes

  • Moin allerseits,


    vorweg möcht ich mich für meine Rechtschreibung entschuldigen, ich habe leider eine Rechtschreibschwäche,


    Ich Plane auch mit der Mantiten Haltung anzufangen und möchte mir daher ein Passendes Terrarium Bauen.


    Für den Bau möchte ich Acryl verwenden, ja ich weiß es zerkratzt schnell, Preis und Verarbeitbarkeit sind hier ausschlaggebend.
    Mein Ziel ist es Möglich variable zu bauen, um gegebenenfalls auch einmal die Arten zu wechseln.

    Eine erste Zeichnung habe ich angefügt.


    Warum selber Bauen?

    Ich wohne im Weserbergland und leider gibt es hier meines Wissens keinen passenden Händeler für Terrarien, gerade unter der berügsichtigung der besonderen ansprüche (Gaze etc.)

    Zum anderen bin ich durchaus Handwerklich begabt, und als ausgeblideter Bauzeichner auch in sachen Planung nicht unbewandert.


    Welche Arten?

    Ich möchte das Terrarium zweimal Bauen, einmal für "Hierodula membranacea" (Indische Riesengottesanbeterin) und einmal für "Parasphendale affinis"


    Der "Komplex" hat drei einzelne Terrarien, zweimal 20x30x40 cm und einmal 40x30x40 cm.

    In den beiden kleineren Kammern soll jeweils ein Weibchen sitzen, im großen Terrarium sollen meherer (3-4) Mänchen Wohnen.

    Da ich gerne auch züchten will, möchte ich so Insucht verhindern.


    Da ich auch mal ein paar Tag außerhaus bin möchte ich auch eine Beregnungsanlage einbauen (ok zugegeben ich bin auch ein Technik Fan...).



    Was sagt ihr zu den größen der Terrarien?

    Für die Weibchen sind Sie denek ich außreichend, aber ich hoffe auch die Männer finden ihren Platz und zerfleichen sich nicht.


    Abschließend möchte ich mich noch kurz Vorstellen, da dies mein erster Post ist.

    Ich bin mitte 20 und zurzeit Studten im bereich Baumanegment und arbeite auch in diesem Bereich.

    Terrarien haben mich schon immer Faziniert, als Kind habe ich zwei Landschildkröten bekommen (die bei meinen Eltern auch immernoch Leben), insofern bin ich es gewohnt mit meinen Haustieren nicht "Kuscheln" zu können, ich brauch das auch nicht.


    Das soll es erstmal genung sein.


    Über Tipps und Komentare aller art währe ich sehr dankbar.


    MfG


    FelixTerrarium.png


  • Hallo,


    tolle Idee! Ich würde am Ende gern das Ergebnis sehen bzw auch die Schritte dazwischen. Wäre super wenn du das festhalten könntest :)


    Das geht vielleicht nur mit so, aber ich würde es so anordnen: ein Kleines, ein Großes und ein Kleines. Sieht in meinen Augen besser aus, aber das ist nur Geschmackssache ;)


    Grüße!

    Grüße von Noa mit Polyspilota cf. aeruginosa Grauwind :)

    _____________________________________________


    In Gedenken an:

    Hierodula membranacea Khaleesi

    Hierodula membranacea Ramsay

    Creobroter gemmatus Nymeria

  • Hallo,


    haha! Ja genau so, sieht viel symmetrischer aus und in meinen Augen sieht das gut aus :)


    Vielleicht mag ja noch jemand was zu deinem Plan sagen? :)


    Grüße!

    Grüße von Noa mit Polyspilota cf. aeruginosa Grauwind :)

    _____________________________________________


    In Gedenken an:

    Hierodula membranacea Khaleesi

    Hierodula membranacea Ramsay

    Creobroter gemmatus Nymeria

  • Hey,


    schöne Idee, bin selbst da eher der Glasfan jedoch. Terrarienbauer gibt es ein paar gute, aber ist wie das Übel aller welche solche Qualität wollen, man muss fahren bzw. sich auf Börsen verabreden. Für mich ist einer der besten immer noch Micha vom Dendroshop im dem Bezug ... so Schleichwerbung out ...


    Spezielle Gaze ist eigentlich relativ. Um das Thema haben sich schon Generationen von Haltern das Hirn zermatert und viel Geld ausgegeben. Im Endeffeckt funktioniert es mit nahezu allem Deckenmaterial. Gute Alugaze ist da mein Favorit gerade. Langlebig und fängt auch nicht so viel Licht ab. Aber nicht die ganze Decke, sonst wirkt es später sehr dunkel. Ein 10-15 cmbreiter Streifen reicht bei der von dir geplanten Tiefe der Rest bleibt transparent.


    Ob du eine Beregnung wirklich brauchst musst du wissen. Mit einem vernünftigem Bodenaufbau mit Wasserreservoir halten die Tiere schon ein paar Tage (Urlaub waren wir bisher 12 Tage problemlos weg). Zu kommt das die Tiere durch die Sprühanlage auch gestört werden können. Besonders die Kleinen hauts regelrecht weg.

    War an dem Teil auch man interessiert unterwegs. Seither sprühe ich per Hand.


    Gruppenhaltung der Männchen von Hierodula und Parasphendale klappte als Adulti. Als Nymphe sind sie nicht weniger gefräßig als die Weibchen.


    Wie möchtest du Inzucht vermeiden ?

  • Hi Namensvetter,

    super Idee! Schön wäre auch wenn du den Bau mit Fotos und Text dokumentieren würdest. Vielleicht kann man sich ja was abschauen. ;-)

    Apropos Technikfan, hast du schon Ideen was Beleuchtung angeht?


    Gruß, Felix

    Es gibt keine artgerechte Tierhaltung!
    Man kann den Bedürfnissen des Tieres nur gerecht werden.


    ......und nochwas....KEINE HEIMCHEN!!!!!!!!!!

  • Hallo Felix,

    schaut gut aus. Beregnungsanlage ist sicher interessant. Ich denke allerdings, dass das zuviel des Guten ist. Sowas ist vielleicht eher was für Frösche die auch einen sehr feuchten Bodenbereich haben. Da kann sich dann auch gut, ähnlich wie bei einem Aquarium, ein ökologisches Gleichgewicht in der Mikrobenwelt einstellen. Falls die Anlage nicht dauerhaft läuft, hast du ggf. Schimmelprobleme und wenn sie dauerhaft läuft.. eventuell ist es den Mantiden dann doch etwas zu feucht. Ich denke aber mit viel Geschick und guter Belüftung kann es auch laufen. Davon ab würde ich bei so einem Kombiterrarium auf alle Fälle die Zwischenwände der einzelnen Bereiche direkt aus undurchsichtigem Plexiglas fertigen. Gerade bei der Beregnung wäre es unvorteilhaft, wenn du nachträglich eine zusätzliche Wand einbaust, weil die Weibchen (oder Männchen) versuchen, etwas "durch die Scheibe zu fangen" oder irgendwie in das benachbarte Terrarium kommen wollen.


    Grüße

    Lx

  • Hallo Felix und willkommen hier im Forum!


    Ich habe nicht mehr viel zu meinen Vorrednern zu ergänzen.

    Zum einen die Beregnungsanlage, natürlich angenehm wenn man nicht von Hand sprühen muss, nur muss man diese auch Warten und, wie von Gabriel bereits angesprochen, geht es für einige Zeit auch ohne Sprühen. Vor allem bei den von dir favorisierten Arten, die nicht so eine hohe Luftfeuchtigkeit brauchen.


    Dass du bei Acrylglas deutlich stärkere Platten brauchst, damit sie sich durch die Feuchtigkeit nicht verbiegen, weißt du ja bestimmt. Daher würde ich noch einmal etwas Recherchieren, ob Glas nicht eventuell doch günstiger wäre. Zumindest waren das immer so meine Berechnungen, zumal die lokalen Glaser teilweise noch günstiger sind als die im Internet. Die Bearbeitung von Acrylglas ist zwar angenehmer nur hast du von einem Glasterrarium länger was.


    Grüße

    Fabian

  • Beregnungsanlage ich finde es ne schicke Sache, aber nicht für Einsteiger.

    Es reicht nicht was nachzubauen was jemand anders gebastelt hat, ohne dass man es kapiert hat warum er er / sie es gemacht hat. Ne Hierodula in nem 30 Iger Becken braucht's nicht, zumindest wenn in dem Becken nichts "anderes los " ist. Sieht schon anders aus, wenn man z.B. Eine dauerfeuchte Ecke im Becken möchte, weil da z.B. Eben was dauerfeuchte sein muss! Weil sonst nichts blüht oder wächst oder schlüpft oder auch nur am Leben bleibt. Da sieht ein anderer einen Bedarf wo der nächste nicht mal im entferntesten dran denkt. Selber nachdenken, empfiehlt sich da.

    Egal was man macht in Richtung Beregung, man muss das Ding beherrschen Zumindest sollte man die Vorstellung haben wieviel Druck die Düsen haben. Es gibt Düsen die nur Nebel erzeugen, kosten halt, zudem kann man den so platzieren, dass es selbst in nem 30 Iger Becken nicht das ganze Becken nass macht, weils einfach auch unterschiedliche Winkel gibt für das Zeug ;)

    Nächster Punkt, man darf nicht so blöd sein und in Baumarkt rennen und dort ne Zeitschaltuhr holen. Da gibt's nur Minuten zum einstellen, zweimal am Tag gesprüht und Dein Terra nennt sich Aqua. Zeitschaltuhren gibt in Sekunden und Sekunden werden da auch gebraucht.

    Das mal nur als kurzer Anriss zum Thema Beregungsanlagen ...

    Terrarienanlagen stehen bei jedem anders. Der eine hat den Porsche der nächste den Dacia dort stehen. Nur weil der der Daciafahrer mit Porsche nicht kann, ist der Porsche kein überflüssiges Auto.

    Fazit: für nen 20 Iger Becken, nö braucht's selten :)

  • Bei so kleinen Becken brauchst du Feinnebeldüsen.

    Grobe Regendüsen, wie zB bei dem Exo Monsun oder Trixie Set spülen dir den Beckeninhalt an die Wand.


    Wenn es nur um das automatisierte Gießen der Pflanzen geht, kannst du auch Tropfer an der Druckpumpe verwenden.

  • die Frage ist dann aber auch geht es nicht auch ohne Porsche ?

    Da Must du den Porschefahrer fragen :)


    Vermute mal das liegt im Ermessen des einzelnen! wenn's Spaß macht und man sich damit richtig einschätzen kann sich nicht damit umbringt, ist doch für manchen spaßig ... belebt die Wirtschaft :) Nur Porschefahren ( Geschwindigkeit) und sich keine gescheiten Reifen leisten können/ wollen wäre Murks, oder? Ich weiß schon der Daciafahrer nölt gern


    Fürs Gießen von nem Ficus und ner einzelnen Hierodula würde ich auch keine 300 Euro ausgeben. In der Größenordnung geht's denn, aber machen wird's letztendlich jeder wie er mag. Gibt auch Leute die sich mondlampen einbauen und so Schnickschnack , braucht's nicht.

  • An der Röhre tust ne einfach Zeitschaltuhr, eh , einbauen kann man ja vieles, freaks die gern mit der Technik spielen sowieso.

    Ich seh's dann oft im Vergleich mit der Märklin Modelleisenbahn, da macht das Aufbauen eh am meisten Spaß. Der Zug ersetzt die Hierodula im Becken :) wird alles vorausschaubar.


    Zur Beregung muss jeder die Kosten- Nutzen- Rechnung selber aufstellen. Zumal Bein den Schuhschachtelbecken , aber Sprühanlagen müssen nicht täglich laufen, die guten Zeitschaltuhren können auch nur an gewissen Tagen bedienen. Ja und wenn's dann noch mehr Technik sein darf, gibt's ja noch Lüfter.

    Jeder für sich bedient sich aus dem Schlaraffenland der Technik wie er mag, man muss halt wissen was man tut und wenn sich's dann noch wie beim Vorschreiber, nützlich für den Tierhalter weißt....ja ist doch klasse:modo:

  • Moin,


    interessantes Thema!


    Zum Baumaterial: überleg' es dir noch einmal. Acrylglas verkratzt wirklich, wirklich schnell! Ich habe schon einige male mit dem Material gearbeitet (nicht für Terrarien) und finde es absolut nicht empfehlenswert für diesen Gebrauch. Zumal das bei der Menge, die du benötigst, auch nicht gerade günstig ist! Wenn du eine langfristig ordentliche Lösung suchst (mehr als 6 Monate), dann würde ich unbedingt zu Glas raten. Ansonsten wäre vielleicht auch noch Forex eine Möglichkeit für dich?

    Schau eventuell auch mal auf verschiednen Kleinanzeigen-Portalen. Manchmal wollen Leute ganze Terrarienanlagen für einen Spotpreis abgeben.

    Ansonsten lohnt sich auch ein Börsenbesuch.

    Die obere Belüftungsfläche ist wahrscheinlich etwas zu großzügig. Solltest du dich tatsächlich gegen eine Beregnungsanlage entscheiden (komme ich gleich nochmal dazu), dann wirst du Probleme bekommen die Luftfeuchtigkeit zu halten. Die totale Fläche, die du benötigst, liegt natürlich auch an der Gaze und deren Luftdurchlässigkeit. Zur Not kannst du auch noch einen Teil abdecken.


    Zum Thema Beregnungsanlage: Ich bin ein Fan davon. Mit dem Einsatz der richtigen Technik funktiniert eine Beregnungsanlage auch in einem 30er Terrarienwürfel und kleinen L1 Larven problemlos. Man muss nur wissen wie!

    Ganz wichtig sind:

    • Die richtigen Düsen. Bei den bereits angesprochnenen Nebeldüsen (Fog-Düsen) hat man keinen harten Wasserstrahl und bereits 3cm von der Düse entfernt spürt man kaum noch "Druck" durch den Nebel. Das heißt die Mantiden werden nicht von der Decke gefegt. Außerdem sollte man mit einstellbaren / schwenkbaren Düsen arbeiten, sodass man die Richtung und Position der Sprührichtung genau festlegen kann. Am Besten auf eine nahe gelegende Seitenwand sprühen, dass minimiert das Risiko nochmal, dass ein Tier wärend der Häutung getroffen wird. Außerdem sind dann nicht alle Nass.
    • Zeitschaltuhr. Und zwar keine mit Minuteneinstellung, sondern mit sekundengenauer Einstellung!!! Sonst hat man schnell einen Sumpf.
    • Die richtige Dosierung und der richtige Zeitpunkt zum Sprühen. Idealerweiße sollte die Einrichtung bereits oberflächlich wieder trocken sein, bevor das Licht ausgeht.
    • Richtige Bestückung. Die Anzahl an Düsen muss auf die Terrariengröße und den Bedarf angepasst sein. Sprich, größere Terrarien brauchen mehr Düsen, wenn sie an den gleichen Kreislauf mit kleineren Terrarien angeschlossen sind. Größere Terrarien sollten immer an das kleinste angepasst werden.

    All das muss exakt aufeinander abgestimmt sein. Dann kann eine Beregnungsanlage super funktionieren, einem Arbeit abnehmen und einen Bewuchs möglich machen, der sonst kaum zu erreichen ist.

    Ist eine Beregnungsanlage nötig?

    Nein. Aber ab einer gewissen Anzahl an Terrarien nimmt sie viel Arbeit am. Außerdem ist beispielsweiße ein ordentlicher Bewuchs des Terrariums mit Moos ohne Beregnungsanlage kaum möglich.

    Wer Spaß an Technik, am Ausprobieren und Basteln hat, für den ist eine Beregnungsanlage eine tolle Sache. Man braucht aber viel Vorlaufzeit, bis alles passt UND die Bereitschaft Geld in die Hand zu nehmen! Die meisten günstigen Anlagen, die ich bisher gesehen habe, sind schlicht und einfach zu grob. Man muss mit Preisen von etwa 20-30€ pro Düse rechnen.


    Beste Grüße und viel Spaß beim ausprobieren,

    Regina

  • Bingespannt für was du dich entscheidest.


    Noch was zur Beregung in kleineren Becken. Ich glaube eine sehr große Fehlerquelle ist es, wenn man nur oben an der Decke eine Düse einbaut , also keine Winkeldüse. Die normalen DÜsen die da einfach von der Decke blasen, die sprühen komplett über die ganze Fläche , also so im Ernstfall. Solche Düsen in kleinen Becken sehe ichJetzt schon als gemein an, weil das Tier keine Möglichkeit mehr hat sich " seine" Zonen nach Bedarf auszusuchen. Das komplette Becken tropft, ist doch ein Albtraum :( in die Richtung hätte ich nie gedacht. Da noch die Kombination mit der falschen Zeitschaltuhr, da braucht's ja dann schon wieder ein Ablauf, das wäre irr für Mantiden :) geht ja auch nicht mit Erde im Becken. Ansonsten seh ich es eben auch wie bei der Lampentechnik, da versucht man ja auch unterschiedliche Verläufe bzw Möglichkeiten für das Tier zu schaffen.


    Ich glaub jetzt habe ich Tobi verstanden :)