Iris oratoria

  • Über diese sehr schöne Art ist leider sehr wenig beschrieben.

    Vorkommen der Art in unseren Europäischen Raum, ist Griechenland, Marokko, Italien, Spanien, Kroatien, Zypern, gefunden habe ich auch einige in Meran, Bozen und Ungarn.

    Vorab erst mal, wo oratoria sich aufhält, gibts auch keine Mantis Religiosa, diese Mantis Art ist ab L2 +L3 sehr kannibalistisch veranlagt, obwohl sie keine so großen Insektebvernichter sind wie viele andere Subtropische Arten.

    Mit dem fressen sind sie sehr genügsam und als einzige Art Standorttreu bis zur Begattung und Tod, als Nymphen spurten sie sofort auseinander in allen Richtungen, sobald sie ausgehärtet sind und stets an einen hohen Punkt wo sie alles übersehen können, meistens auf Pflanzen, Büschen und Sträuchern die Blüten tragen,also auch leicht zu finden, die Männchen sind bis zu L3 rot.

    In Kroatien habe ich mit meinem Kollegen beobachtet, wie L1 und L2 Stadien sich auch sehr gerne sich in der Nähe von Ootheken aufhalten von Mantis Religiosa oder anderen Arten,der Grund eröffnete sich spätestens beim Schlupf der Nymphen.

    Iris oratoria ist nicht wie angenommen, empfindlich und angewiesen auf hohe Temperaturen, die Diapause der Oothek ist zu ende an einem warmen Tag wenn z. B. 4-8 Wochen 4-7 Grad Dauer herschen und dann ein Tag mit 20 Grad beginnt.

    Meine oratoria Ootheken lass ich frisch geschäumt drei Wochen bei normaler Zimmertemperatur in einer Box liegen auf feuchten Zewa Tuch, das Tuch immer feucht gehalten, nach 3 Wochen kommt die Box in den Kühlschrank für exakt vier Wochen, eine Woche oder mehr spielt keine Rolle.Man kann auch den Schlupf so verschieben bis ins Frühjahr das es passt wie in der Natur. Danach kommt die Oothek in die Schlupfbox, ausgelegt mit Zewa das gut angefeuchtet ist und Holzwolle. Meine Schlupfboxen sind jeweils mit 8mm Klarsichtschläuchen ausgestattet die ich in Drosi Aufzuchtboxen stecke, damit ich die Viecher ned überall in der Wohnung habe.

    Ab L2 sollte man versuchen Zuchtpärchen zu sortieren und einzeln zu halten,sie sind ziemlich kannibalistisch veranlagt, den Rest eben als Futter für andere Mantiden, zwei bis dreihundertfünfzig Eier sind eine Ansage.

    Ein Kollege von mir steuert die Dia Pause bis ins Frühjahr und setzt seine Zöglinge an jede Pflanze in seiner Wohnung. Wie gesagt, die oratoria ist sehr Standorttreu, auch die Männchen, bis die Weibchen eben ihre Pheromone verströmen.

    Spinnen und Fliegen gibt es zu dieser Zeit bei ihm nicht und nehmen auch mit der Pinzette gerne Futter, einige nur mit Pinzette. Ab und an besprüht er diese mit Regenwasser samt Pflanze.


    Man findet ihn fast an jeder Börse wenn er mit mir nicht gerade Urwald unterwegs ist.

    Ootheken hat er quasi zum Saufuttern, ganz ehrlich, diese Art von Haltung wird zur Plage wenn man nicht aufpasst.

    Diese Tierchen sind sehr flink, haben keine Scheu, vor allem die Männchen, Weibchen hingegen ab dem adulten Stadium nicht mehrso sehr, es ist schön anzusehen wenn die Weibchen in Drohstellung gehen und die Flügel stellen das man das Auge sieht.


    Wichtig!!!!!

    Diese Tiere sind sehr resistent gegenüber Klimaverhältnissen und sehr anpassungsfähig, auch mit den Geschlechtern wenn Männchen oder Weibchen in Unter oder Überzahl sind.

    Bitte setzt diese Tiere nicht aus, sie würden unsere heimischen Mantis Religiosa ausmerzen mit Stiel und Stumpf,bevor sie eine Biene Grashüpfer ins Visier nehmen und daneben kreucht eine andere Mantide in ihrer Größe, wählt sie immer die Mantide, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche,sie sind ziemlich flink und schnell.


    Iris Oratoria:


    Größe des Terrariums 30×30x40

    30×30x50/60

    oder größer

    Die Tiere suchen sich immer den höchsten Punkt und bleiben,Bodentierfutter nur im Nymphenstadium, von L1-3

    Bodengrund:Lavagranulat oder Tongranulat, Sand und Pflanzen wie Geäst.

    Luftfeuchtigkeit Tag 15-30%

    Nacht 30-45%

    Temperatur 20-28 Grad


    Diese Temperatur Angaben beziehen sich wenn die Oothek aus der Natur von Ursprungort entnommen wurde.

    Nachzuchten und dessen Ootheken passen sich sehr schnell an andere Temperaturen an, ebenso an gegebenen Luffeuchtigkeit.

    Empfindlich vor der Häutung mit Kalkreichen Wasser, nur Regenwasser verwenden. Ansprühen ab und an sehr empfehlenswert.


    Futter: Eigenzucht mittlere und kleine Heimchen, Fliegen, Bienen, Heuschrecken in halber Größe der Mantide, mit Vorliebe Mantiden anderer oder gleichen Art (Wenn zuviel der Zucht, bitte nicht falsch verstehen.) sehr gerne nicht wehrhafte Raupen, Kleine Wespen.


    Diapause der Ootheken,entnommen vom Ursprungsort:

    Nach Schäumung, drei Wochen unter 20-26Grad in Box mit feuchten Untergrund, Feuchtigkeit 50-65% mit gelegentlichen Ansprühen, gut belüftet um Schimmel zu vermeiden.

    Danach in Kühlschrank oder Keller mit 3-5 Grad,gelegentkiches ansprühen nicht vergessen, entweder nach vier Wochen die Diapause beenden oder erst zum Frühjahr.


    Nachzuchten Oothek.


    Temperatur Tag : 22-26 Grad

    Luftfeuchte: 15-45 %

    Besprühen/ Ja

    Staunässe vermeiden.

    Diapause: 1-4 Monate bei 2-5 Grad


    Nach der adulten Häutung, Geschlechtsreif nach zwei bis drei Wochen die Weibchen, die Männchen( hell bis dunkelbraun) nach 1-2 Wochen.

    Begattung: zu keiner bestimmten Nacht oder Tageszeit, bei Pheromongeruch fangen die Männchen an mit den Flügeln zu zittern und zu schlagen.


    Ich hoffe das auch dieses, leicht zu haltende Europäische Tier bei euch Einzug hält, besonders die adulten Weibchen sind in Drohstellung sehr auffällig in der Färbung der Flügel mit den Augen. Die Männchen sind sehr Handzahm und überhaupt extrem Standorttreu,setzt einen auf den küchenschrank, dort bleibt er bis er verhungert, was ich ja nicht hoffe, sie gewöhnen sich sehr schnell an Hand oder Pinzettenfütterung, was aber leider zur Gewohnheit werden kann und dann nicht mehr selbst fangen.

    Sie sind keine Fressmaschinen und brauchen in etwa alle 2-3 Tage Futter. Die einzige Ausnahme sind gleichartige oder andere Mantiden, irgendwie verhalten sie sich dann wie Zombies, seltsam aber wahr.